Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

somεthing likε this.

von sinjin-
GeschichteFreundschaft, Liebesgeschichte / P16 / Het
Iwaizumi Hajime Oikawa Tooru
04.10.2020
07.04.2021
15
25.956
26
Alle Kapitel
96 Reviews
Dieses Kapitel
4 Reviews
 
 
07.04.2021 1.461
 
「  pɑge fifteen.  」


Noch immer haftet dein Blick auf Oikawa’s befüllte Tasse. Du selbst weißt gerade nicht, was du denken sollst. Du kannst dich einfach nicht daran erinnern, wann du jemals in deinem Leben so aufgeregt warst. Du lässt für kurze Zeit den bedeutenden Moment von eben Revue passieren, indem du zwei deiner Finger auf deine Lippen legst. Klar, Tōru hat gewiss nicht deine Lippen mit seinem Mund berührt, aber du konntest prima seinen warmen Atem darauf spüren.

Seufzend lässt du wieder von deinen Lippen ab und merkst erneut, wie enttäuscht du über das plötzliche Aufbrechen des großen König bist. Wollte der Braunhaarige dich eventuell gar nicht küssen und du hast dir das alles nur eingebildet? Nur einer könnte dir diese Frage jetzt beantworten..

»Hallo Liebling!«, ertönt die fröhliche Stimme deines alten Herren im Raum und begrüßt dich daraufhin mit einem leichten Kuss auf dem Haaransatz.
»Hallo!«, erwiderst du ihm knapp und schenkst ihm ein kleines Lächeln. Das sein Timing wie immer beschissen war, brauchst du ihm wohl nicht auf die Nase binden. Dein Paps schaut dich an und fängt an zu grinsen. »Kleines Leckermäulchen! Du hast da überall Sahne am Mund kleben.«, gibt er amüsiert von sich und du wischst dir sofort mit der Hand über deine gesamte Mundpartie.
»Ich gehe mich erst einmal umziehen, bis später!«, verlässt dein Vater wieder den Raum und lässt dich wieder mit deinem Gedankenwusel alleine zurück.

»Wenn er bloß wüsste..«, denkst du dir und verziehst dabei das Gesicht. Es ist für dich einfach so peinlich, dass du dachtest, dein bester Freund wollte dich küssen.
»Wahrscheinlich wollte er mir nur die Sahne abwischen.«, bist du frustrierter als vorhin und rappelst dich langsam von dem Sofa auf, um die Tassen in die Küche zu räumen und dich anschließend in dein Zimmer zu verkrümeln.

»So verdammt peinlich, peinlich, peinlich!«, schimpfst du mit dir selber, als du dich ins Bett wirfst und danach deinen gesamten Kopf in das Kopfkissen gräbst.
Du weißt ja selbst nur zu gut, dass Tōru einer der wenigen Jungen ist, die wissen was sie wollen und sich von nichts und niemandem aufhalten lassen;  also wie hoch kann die Wahrscheinlichkeit schon sein, dass er dich, seine langjährige beste Freundin, einfach so küssen wollte? Gering. Schmächtig.
Schuldgefühle plagen dich und du würdest am liebsten gar nicht mehr aus deinem Bett kriechen wollen. Schon gar nicht willst du morgen zur Schule und in sein bildschönes Gesicht blicken. Vor allem faszinieren dich seltsamerweise seine braunen Augen seit kurzem enorm.

»Bald sind immerhin Ferien.«, kommt dir in den Sinn und auch das Gesagte deines Lehrers. »Das wäre eine gute Chance für mich.«, führst du Selbstgespräche und holst dein Smartphone aus deiner Hosentasche hervor.
Der Bildschirm leuchtet grell vor sich hin, normalerweise hättest du jetzt mindestens eine kleine Nachricht von Oikawa, in der er dir mitteilt, dass er gut Zuhause ankam.
Du findest das Ganze komisch und es beschäftigt dich tierisch. Noch nie hast du das Gefühl verspürt jemandem so nahe zu sein oder küssen zu wollen. Auf der einen Seite findest du es aufregend, was jemand in dir entfachen kann, aber auf der anderen Seite stimmt es dich auch wahnsinnig traurig. Immerhin sind schon viele Freundschaften dadurch kaputt gegangen, weil beide Parteien dachten, es würde hinhauen. Tōru ist ein wichtiger Bestandteil deines Lebens und du möchtest ihn auf gar keinen Fall mehr missen wollen. Der Brünette bedeutet dir unheimlich viel und du hast Angst, dass deine momentanen Gefühle alles ruinieren würden.
»Was stimmt denn nicht mit mir?«, fragst du dich und bist überfordert.
Du öffnest sein Chatfenster und siehst den Zuspieler online, doch schreiben tut er dir nicht.

Eine ganze Weile liegst du da und beobachtest wann und wie oft Oikawa online ist. Vorher hast du sowas nie getan und eigentlich willst du es in diesem Moment auch nicht wirklich tun, aber etwas Besseres fällt dir da leider auch nicht ein.

Das Klopfen an deiner Tür, lässt dich von deinem modernen Handy aufblicken.
»Hallo mein Schatz, ist bei dir alles in Ordnung?«, erkundigt sich deine Mutter und betritt dabei den Raum.
Erst schenkst du ihr ein liebes Lächeln, ehe du ihr kurz zunickst.
Sie entschuldigt sich bei dir und offenbart dir gleichzeitig warum sie zurzeit so viel arbeiten muss.
»Verstehe. Das ergibt natürlich Sinn.«, antwortest du und somit nutzt du die Chance, ihr auch von dem Ferienjob zu erzählen.
»Ich finde es schön, dass du dich auf die Zukunft vorbereiten möchtest. Ebenso finde ich es aber schade, dass wir die ersten Wochen dann nicht zusammen verbringen können.«, antwortet die Ältere dir und trotzdem ermutigt sie dich bei deinem Vorhaben.
»Wir werden das nachher oder morgen mit deinem Vater besprechen und schauen dann mal, ob du in der Zeit alleine bleibst, oder ob du vielleicht bei Oikawa unterkommen kannst.«, fährt sie mit ihren Worten fort und dein Herz pocht alleine schon wegen seines Nachnamens wild vor sich hin.

Du willst gerade noch zum Reden ansetzen, doch sie hat da andere Pläne und verlässt dein Zimmer wieder.
Wie sollst du ihr bitteschön auch erklären, dass du gerade dabei bist dich in deinen besten Freund zu verlieben?
Du seufzt nun hörbar. Es ist für dich gerade anstrengend. Zwar bist du froh, dass du dann nicht mit zu deinen anstrengenden Verwandten musst, aber wenn du an die elternlose Tage zurückdenkst und an den gruseligen Mann, dann überkommt dich ein mulmiges Gefühl. Ganz kannst du die Sache nämlich noch immer nicht ausblenden.







Eine fast schlaflose Nacht liegt hinter dir, trotzdem stehst du sehr früh auf. Du hast dir in den letzten Stunden vorgenommen, deinem besten Freund erstmals aus dem Weg zu gehen, damit du dich wieder sammeln und dich auf das kommende Ferienprogramm konzentrieren kannst.
»Ich weiß noch immer nicht, wie ich mit Tōru umgehen soll.«, denkst du dir und fühlst dich heute überhaupt nicht gut. Wenn es nach dir ginge, würdest du heute lieber daheim bleiben und einfach nur Däumchen drehen. Zumal man es dir immer ansieht, wenn du nicht gut geschlafen hast. Du hast heute definitiv keinen Nerv auf Geläster, laute Menschen oder Kichereien. Das Einzige wonach du dich jetzt gerade wirklich sehnst, ist Ruhe und vielleicht auch eine klitzekleine Nachricht von dem Kapitän eurer Volleyballmannschaft, mehr nicht.

Du packst deinen Schulkram ein und gehst ohne Frühstück aus dem Haus, du lechzt nach deinem geliebten Kaffee und diese braune Plörre benötigst du heute definitiv literweise. Ganz gleich was du mit deiner Mutter mal besprochen hattest, heute wirfst du die Versprechungen mal ganz über Bord.

Dir fällt auf, dass du es als recht angenehm empfindest, so früh loszugehen. Kaum jemand ist auf den Straßen und keiner aus deiner Schule ist weit und breit zu sehen. Ein angenehmes Gefühl, welches dich ein wenig lächeln lässt. Doch die Ernüchterung ist groß, als du an der Aobajōsai ankommst und bemerkst, dass das Tor noch verschlossen ist. Zudem bist du nicht ganz alleine dort, sondern ein gewisser Volleyballspieler ebenfalls.

»Guten Morgen.«, murmelst du leise vor dich hin, kaum hörbar. Als Morgenmuffel ist das auch nicht wirklich verwunderlich.
»Zwei Dumme ein Gedanke, was?«, versucht Tōru die komische Stimmung zwischen euch zu lockern. Doch es stimmt dich irgendwie traurig, dass er dir ebenfalls aus dem Weg gehen wollte.
»Sieht wohl so aus.«, reagierst du plump und versuchst deinen besten Freund nicht anzusehen. Noch immer ist es dir verdammt peinlich, dass du dachtest, er wollte dich küssen; dir ebenso nahe sein, sowie du es insgeheim wolltest.

Nach ein paar Minuten Stille wird das Tor vom dicklichen Hausmeister geöffnet. Dieser scheint etwas verwundert darüber zu sein, dass zwei der Schüler schon so früh bei ihm auf der Matte stehen.
Ohne ein weiteres Wort begibst du dich auf das Schulgelände und machst dich über den nächstbesten Automaten her.

»Einiges wird sich wohl niemals ändern, mh?«, nimmst du die Stimme deines besten Freundes wahr und auch seine große Hand auf deinem Kopf.
Du schaust in seine Richtung. Der Braunhaarige lächelt dir lieb zu und reicht dir mit seiner anderen Hand eine Dose mit deiner Lieblingskaffeesorte.

»Ach, Tōru..«, gibst du von dir und nimmst sein kleines Geschenk an.




.
.


Hello again! c:
Es tut mir sehr leid, dass das heutige Kapitel so lange auf sich warten ließ!
Das nächste dauert bestimmt nicht wieder zwei Monate!
Die Zeit vergeht wie im Flug und doch kommt man manchmal nicht dazu, sich den schönen Dingen des Lebens widmen zu können..
Ich hoffe sehr, dass es euch allen soweit gut geht! (ꈍ ᴗ ꈍ✿)
Viel ist in diesem Kapitel natürlich nicht passiert, aber es wird langsam.  
Zudem weiß ich auch schon wie alles enden wird.
Ich habe mich endlich entschieden! :'D

Ich danke euch allen auch heute für euer immenses Feedback! ♥
Ihr zaubert mir immer ein Lächeln auf die Lippen. :)

O7O42O21 ;  23:48 Uhr
©  sinjin-  
Review schreiben
 
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast