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somεthing likε this.

von sinjin-
GeschichteFreundschaft, Liebesgeschichte / P16 / Het
Iwaizumi Hajime Oikawa Tooru
04.10.2020
07.04.2021
15
25.956
28
Alle Kapitel
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Dieses Kapitel
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10.02.2021 1.709
 
「  pɑge fourteen.  」


the eyes tell more thɑn words could ever sɑy.



Die winterliche Kälte hat eigentlich ihren ganz eigenen Charme, aber in diesem Augenblick kannst du ihn nicht wirklich wertschätzen. Noch immer bist du mit Oikawa auf dem Weg zu dir nachhause und in wenigen Minuten habt ihr es tatsächlich geschafft. Du reibst deine kleinen Hände aneinander und bist sehr froh drum, dass es nur deine Hände sind, die frieren. Auch bist du eurem Rektor dankbar dafür, dass ihr Mädels bei der strengen Aobajōsai mittlerweile bei sehr niedrigen Temperaturen keine Röcke mehr anziehen müsst und es euch somit offiziell gestattet ist, die modernen Hosen ebenfalls zu tragen.

»Möchtest du meine Jacke haben?«, fragt Tōru dich fürsorglich und entlockt dir dabei ein kleines Lächeln.
»Damit ich dann der Grund bin, dass du krank wirst und mich die ganze Volleyballmannschaft abgrundtief hasst? Nein, Danke.«, scherzt du und siehst deinen besten Freund an. Seine schokobraunen Augen sind auf dich gerichtet, sie wirken so warm. Sie lassen dich schon beinahe vergessen, wie kalt die Luft gerade ist.
»Du frierst also lieber, als Sachen von mir anzuziehen? Das merke ich mir!«, mimt der Setter mal wieder die eingeschnappte Diva und verdreht dir deine Worte. Du schüttelst amüsiert deinen Kopf, während du noch immer vor dich hin grinst.
»Statt deine Jacke, nehme ich lieber einen deiner Arme.«, gibst du von dir und hakst dich, ohne seine Antwort abzuwarten, prompt ein.
»Weißt du.. nicht jeder hat das Privileg, sich bei mir unterzuhaken zu dürfen..«, antwortet er dir und du merkst, dass sich die altbekannte Seite des großen Königs mal wieder hervorragend zeigt.
»Oh, edler König! Ich fühle mich wie immer und wie schon sooft, geehrt.«, spaßt du und genießt diese Albernheiten tierisch.

Der Brünette bleibt stehen. Erst fragst du dich wieso, aber als du bemerkst, dass ihr mittlerweile schon an eurem Haus seid, ergibt es für dich einen Sinn.
»Wieso brennt bei uns denn kein Licht?«, fragst du dich und auch dein Begleiter wirkt etwas überrascht, dass deine Eltern noch nicht zuhause sind und löchert dich.
Du lässt seinen Arm los und fischst deinen Schlüsselbund aus der kleinen Tasche des modernen Blazers, um die Tür schnellstmöglich zu öffnen und der eisigen Kälte zu entfliehen.

Eine gähnende Leere begrüßt euch. Ebenso die mulmige Wärme, die das alte Haus zu bieten hat. Es fühlt sich für dich schon viel angenehmer an, als die bittere Kälte, die deine Finger unerträglich zwiebeln lässt.
»Weißt du, du hättest mir auch ruhig sagen können, dass du mit mir alleine sein willst.«, neckt dich der Zuspieler und wirkt dabei ziemlich eingebildet.
»Pff. Ich wusste ja selber nicht mal, das niemand da ist.«, gehst du auf Shittykawas Worte ein und knipst dabei die hellen Lichter an. Der Sportler schließt die Tür, während du erst einmal deine Treter ausziehst, deine schwere Tasche in die nächstbeste Ecke verfrachtest, daraufhin in die Küche schlürfst und dort ebenso das Licht anknipst.

»Tōru, willst du lieber einen Tee, oder eine heiße Schokolade?«, rufst du durch die untere Etage und merkst dabei nicht, dass der gut aussehende Typ, direkt hinter dir steht.
»Was schreist du denn so? Ich bin doch hier.«, sagt er sanft und legt seinen Kopf auf deine Schulter.
Du kannst den Duft seiner frisch gewaschenen Haare riechen, er selbst riecht dezent nach irgendeinem Deo, welches ihm eine sportliche Note verleiht und dennoch riecht der Kapitän auch etwas süßlich. Jedoch nicht so süß wie Marshmallows oder Vanillepudding; sondern nach etwas richtig zartem. Was es jedoch sein kann, weißt du nicht.
»Ich würde eher die heiße Schokolade nehmen. Du gibst dir mit der immer so viel Mühe, auch wenn es eine echte Kalorienbombe ist und ich deswegen morgen bestimmt zwei Extrarunden laufen muss.«, lacht Tōru in seinen Satz hinein und merkt dabei nicht, dass dein Herz gerade wieder ein paar kleine Hüpfer macht.

Kageyama‘s früherer Mentor nimmt seinen Kopf wieder von der Schulter und macht sich über die Küche her. So lange wie ihr euch beide schon kennt, ist es für dich schon zur Normalität geworden und alles andere wäre wohl unhöflich und komisch, wenn er es nicht täte.

»Meine Kleine, ich muss heute leider mal wieder Überstunden schieben. Reste sind im Kühlschrank, die kannst du dir warm machen. Notfalls kannst du dich auch ruhig über die frischen Milchbrötchen hermachen. Küsschen, Mama.«, liest der Kapitän der Volleyballmannschaft vor und lässt dich in seine Richtung blicken, während du die Milch für den Kakao aufsetzt.
»Mütter und ihre Briefchen. Immer auf dem Küchentisch platziert, oder an den Kühlschrank geklebt.«, amüsiert sich der Mädchenschwarm und pflanzt sich auf einen der Stühle.






Die Minuten vergehen und somit macht ihr euch mit euren befüllten Kalorienbomben und Tōru's Leibgericht auf ins Wohnzimmer. Natürlich besteht Oikawa darauf, den Fernseher einzuschalten. Immerhin muss er ja wissen, was seine Gegner so treiben. »So ist er eben.«, denkst du dir, schmunzelst und nimmst einen vorsichtigen Schluck aus dem heißen Porzellan.

Ihr sitzt wie immer nebeneinander, obwohl so viele Plätze frei sind. Gerade laufen noch die Nachrichten, diese scheinen deinen Kindheitsfreund allerdings nicht sonderlich zu interessieren, immerhin widmet er sich erst einmal seinem geliebten Milchbrötchen und wendet sich dann wieder dir zu.
»Wir haben demnächst wieder ein Spiel..«, fängt Tōru einen Satz an. Eigentlich würdest du darauf etwas erwidern und ihm sagen, dass du das schon längst weißt und er es dir erst vor kurzem selbst erzählt hat, aber du lauschst erstmals seinen Worten.
»Ich würde mich darüber freuen, wenn du kommen würdest und bis dahin ein paar Begriffe weißt.«, jetzt klingt er tatsächlich wieder wie ein großer König. Du fängst an zu lachen, gibst ihm aber dein Wort. Der braunhaarige Spieler scheint erst überrascht, dass du so schnell einwilligst und trotzdem kann man ihm deutlich anmerken, das er sich darüber sehr freut.

»War das alles, oder kommt da noch was? Ich hatte gedacht, du nimmst mich ins Kreuzverhör.«, bist du neugierig und schaust zu ihm. Seine braunen Augen faszinieren dich heute wirklich ungemein und bringen dich total durcheinander und lassen dich sogar etwas unruhig werden.
»Mhmh.«, äußert der Brünette sich und rutscht dann näher an dich heran.
»Weißt du.. das du dich plötzlich mit Iwalein anfreundest, gefällt mir nicht.«, macht Tōru seinem Herzen Luft und du staunst wegen seinem gesagten Satz nicht schlecht und bist ein wenig verwundert. Du hättest darauf schwören können, dass es ihm Freude bereiten würde, wenn du Iwaizumi endlich mal eine Chance geben würdest. Erneut nimmst du Oikawas durchtrainierten Arm um deine zarten Schultern wahr und auch seinen unverkennbaren Duft, weil er dir wieder so nah ist.

»Wieso denn? Wir sind doch deine besten Freunde.«, bist du kleinlaut und ein kleines Bisschen traurig. Immerhin weißt du ja selbst, wie schwer es manchmal sein kann, den Setter als besten Freund zu haben und von den anderen Leuten schamlos ausgenutzt zu werden.
»Deshalb ja. Dann könntet ihr immer über mich herziehen, wenn ich nicht gerade da bin.«, kommt die kindliche Seite der Nummer eins zum Vorschein, was du unglaublich niedlich findest.

»Spinner! Über dich gibt es nichts zu lästern. Du bist fast makellos.«, sagst du mit einem süßen Lächeln, schaust Trashykawa an und schmiegst dich dann an seine breite Schulter.
»Fast?«, hinterfragt dieser neugierig und du spürst, wie Tōru seine Finger zärtlich mit deinen verschränkt.
»Manchmal bist du leider etwas zu ehrgeizig und riskierst deine Gesundheit. Das gefällt mir nicht.«, erzählst du ihm die Wahrheit und du merkst in diesem Augenblick, wie aufrichtig du zu deinem besten Freund bist.
Der Volleyballspieler hört dir aufmerksam zu und sieht dich an. Du kannst nicht wirklich deuten, was dieser Blick zu sagen hat, aber es freut dich irgendwie, dass Oikawa dir wirklich zuhört.
»Mir gefällt es trotzdem nicht, dass du dich so mit Iwa verstehst.«, bleibt er dabei und hinterlässt in dir ein totales Gedankenchaos.

»Ach, Tōru..«, wisperst du und weißt nicht wirklich, was du darauf antworten sollst. Einerseits würdest du ihm gerne beibringen, das es manchmal schon verdammt hart ist, mit ihm befreundet zu sein; doch du hast Angst, dass du nicht die passenden Worte findest und ihn dabei vielleicht verletzt.
»Es ist wirklich keine große Sache.«, äußerst du dich stattdessen, lächelst und fährst behutsam durch sein geschmeidiges, braunes Haar.
»Wenn du das sagst, Prinzessin.«, haucht er dir entgegen und kommt deinem Gesicht mit seinem immer näher und näher.
Das Herzklopfen in deiner Brust wird stärker. Es fühlt sich so an, als würde es gleich aus deinem Körper herausspringen und dennoch merkst du dieses unerträgliche Bedürfnis, Oikawa näher zu kommen. Ihn zu berühren.
Du kannst seinen warmen Atem schon gegen deinen Lippen spüren, auch kannst du prima den Geruch von heißer Schokolade vernehmen, welches dich innerlich schmunzeln lässt.

»Ich bin wieder zuhause!«, hörst du die fröhliche Stimme deines Vaters und bist gerade alles andere als begeistert und auch der Zuspieler merkt, dass der magische Moment definitiv vorbei ist und lässt erst von dir und danach auch wieder von deiner Hand ab. Dein Herz fühlt sich so schwer an und du bist enttäuscht. Du spürst nochmals die große Hand auf deinem Kopf, ehe sich der groß geratene Junge von der bequemen Couch erhebt, sich bei dir für das warme Getränk bedankt, welches er nicht mal fertig getrunken hat und sich bei dir mit “Wir sehen uns dann morgen.”, verabschiedet.

Als der Mädchenschwarm deiner Schule durch die hölzerne Tür geht, weißt du nicht so recht, was du denken sollst und bist überfordert. Überfordert von der Situation und deiner jetzigen Gefühlslage.
Dein Paps und Oikawa unterhalten sich noch kurz im Flur. Wie immer löchert dein Vater ihn mit etlichen Fragen rund um Volleyball und wünscht ihm viel Glück und gutes Gelingen und auch er tadelt den Braunhaarigen, das er es ja nicht wieder mit dem Training übertreiben soll. Du findest es goldig, wie deine Eltern ihn immer anfeuern und doch wurmt es dich doch enorm, dass der Versorger des Hauses mal wieder so ein beschissenes Timing hatte.





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Hello!  ( 。ᵘ ᵕ ᵘ 。)
Hui, was war das denn?
Eigentlich wollte ich an Valentinstag ein kleines Special hochladen, aber ich wollte dieses Kapitel unbedingt schreiben. Von einer Skala von 01-10 wie gemein war ich? :'D
Da bin ich ja mal echt gespannt, haha.
Bleibt schön gesund und lasst euch vom Schnee nicht ärgern! ♥


1OO22O21 ;  23:10 Uhr
©  sinjin-  
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