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somεthing likε this.

von sinjin-
GeschichteFreundschaft, Liebesgeschichte / P16 / Het
Iwaizumi Hajime Oikawa Tooru
04.10.2020
07.04.2021
15
25.956
28
Alle Kapitel
101 Reviews
Dieses Kapitel
5 Reviews
 
 
04.10.2020 1.393
 
somεthing likε this.


she denies it.
but truth is, she’s fɑlling in love with him.




「  pɑge one.  」



Eine eiskalte Brise macht sich in deinem Körper breit und lässt dich erzittern, sodass du die eigentlich warmhaltende Decke um dich herum, langsam aber sicher vermisst. Du saugst den herrlichen Duft von deinem frisch gewaschenem Bettzeug ein, dieser erfüllt dich jeden Tag aufs Neue mit vollster Zufriedenheit.
Du öffnest so langsam deine übermüdeten Augen, auch wenn heute schon wieder Sonntag ist und du dir am Freitag erneut vorgenommen hast auszuschlafen, wird das heute wohl auch wieder nichts. Natürlich gibt weitaus schlimmeres und dennoch fuchst es dich mittlerweile enorm, dass es dir anscheinend nicht gegönnt ist, dass du mehr als nur sechseinhalb Stunden Schlaf am letzten Tag der Woche bekommst.

Ein Grummeln neben dir lässt dich neugierig zur Seite blicken. Du blinzelst mehrere Male vor dich hin, ehe du bemerkst, dass das grummelnde Monster dein bester Freund ist.
»Wann ist er..?«, denkst du dir und bist mit der Situation etwas überfordert. Als dir jedoch wieder klar wird, warum er jetzt gerade neben dir im Bett liegt, geht dir ein Licht auf.
»Achso.«, entkommt deinem Mund. Du hattest ihn gestern noch spät am Abend angerufen, weil du dich etwas gefürchtet hast und deine Eltern für ein paar Tage nicht daheim sind.
Du musst etwas schmunzeln, als du an seine Worte am Telefon zurückdenkst.
»Du kannst ruhig zugeben, dass du mich vermisst hast.«

Wenn ihr euch mal wiederseht genießt du die gemeinsame Zeit mit Tōru natürlich sehr, aber gestern hattest du doch schon etwas Angst alleine zu sein und kamst dir hier in diesem alten Haus nicht ganz sicher vor, obwohl die Haustüre abgesperrt war.
Vielleicht hattest du dir das auch alles nur eingebildet? Möglicherweise waren es wirklich nur Halluzinationen, der ganze Alltagsstress der letzten Wochen oder die Tatsache, dass Halloween schon bald wieder vor der Tür steht.
»Das wird es wohl gewesen sein..«, murmelst du vor dich hin und blickst ein weiteres Mal zu ihm, zum schlafenden großen König.

Aus Reflex und weil du seinen Spitznamen so knuffig findest, schmückt dein zerknautschtes Gesicht jetzt ein zartes Lächeln.
Da liegt er also, der Traum aller Fangirls, dein bester Freund seit etlichen Jahren und einer der talentiertesten Volleyballspieler überhaupt. Du magst zwar den Kapitän des Volleyballclubs sehr, auch wenn du ihn zeitweise nicht so ganz verstehen kannst, aber Volleyball an sich ist jetzt nicht ganz deines. Zwar schaust du hin und wieder mal die Matches von der Aobajōsai; vor allem für Tōru und um ihn eine gute Freundin zu sein und ihn anzufeuern, aber du bist dir sehr sicher, dass es ihm nicht mal auffallen würde, wenn du nicht zu seinen Spielen kommen würdest.
Seine Fangirls leisten erstaunlicherweise sehr gute Arbeit, das muss man als außenstehende Person jawohl schon mal zugeben, auch wenn diese Mädels manchmal echt unheimlich und nervig sein können.

Dir läuft ein unangenehmer Schauer über den Rücken, als du an gewisse Szenen mit einigen Mädchen zurückdenkst, die dich mit der Tatsache konfrontierten, dass niemand Oikawa bekommt und du dich gefälligst hinten anstellen sollst. Ein totales Missverständnis und dennoch wurde jenes auf Ewigkeiten in dein Hirn geprägt. Nach mehrmaligem Versichern, dass du nur eine Freundin aus Kindheitstagen bist und hin und wieder mit auf seinen kleinen Neffen aufpasst, gaben sie endlich Ruhe und entschuldigten sich mehrere Male bei dir. So im Nachhinein ist es schon etwas witzig, in der Situation selbst war es für dich doch schon ziemlich angsteinflößend. Zwar funkeln dich die Mädchen der Schule mittlerweile nicht mehr böse an, wenn du mit dem Zuspieler gesehen wirst, aber wenn du alleine zu erhaschen bist, wirst du oft nach Bildern und anderen komischen Gefallen gefragt. Gelegentlich findest du diese ganzen Momente auch recht amüsant, doch manchmal magst auch du nur mal deine Ruhe in den kurzen Pausen haben, oder ohne Störungen auf die Toilette gehen, ohne das dich jemand abfängt und dich mit Sachen über Oikawa löchert. Vor allem wenn wichtige Klausuren anstehen, hast du echt keinen Nerv auf dieses Schmierentheater. Schön und gut, dass dein bester Freund so überragend im Volleyball ist, gut ausschaut und bei anderen Weiblein beliebt ist, aber du kannst es irgendwie nicht ganz nachvollziehen, dass seine Fangirls nie mit ihm alleine reden. »Sie kennen ihn doch überhaupt nicht, sie beurteilen einfach nur sein nettes Aussehen. Echt schade..«, denkst du dir und bemerkst, dass sein braunes Haar in jede Himmelsrichtung absteht. In dir kommt große Lust auf, in sein dichtes, volles Haar zu greifen und seine weichen Zotteln zu berühren, vielleicht auch sein zuckersüßes und makelloses Gesicht und doch lässt du es doch ganz einfach bleiben.

Ihr beide kennt euch jetzt schon seit so vielen Jahren, eigentlich wäre es das normalste der Welt, wenn du sein Gesicht und seine Haare berühren würdest, aber irgendetwas in dir lässt dich zögern und an dir selbst zweifeln. Ist es womöglich die Angst, dass du etwas Falsches tun könntest? Die Angst, dass dir seine Fangirls auf die Schliche kommen würden? Oder ist es eventuell die Angst in dir, die Gefühle die du für Tōru hegst, zuzulassen und ihn dadurch als besten Freund irgendwann zu verlieren? Möglicherweise ein bisschen was von allem.

Du vermisst zurzeit einfach diese unbeschwerte Zeit, wo du dir nicht hundert Fragen gestellt hast und nicht darüber nachdachtest, ob es vielleicht komisch oder merkwürdig rüberkommt, wenn du ihn belanglos und für wenige Augenblicke berührst. Vor nicht allzu langer Zeit war auch noch nichts dabei und doch hast du jetzt die Gewissheit und Bestätigung, dass Shittykawa doch etwas mehr für dich ist, als nur ein sehr guter Freund.

Du schaust kurz durch dein helles Zimmer, bevor du in deine plüschigen Hausschuhe schlüpfst und dich so langsam von deinem Bett erhebst. Deine Laune ist heute nicht gerade die beste und wird wahrscheinlich auch den ganzen Tag anhalten, sowie du dich und deine alltäglichen Launen einschätzt. Es geht dir so vieles durch den Kopf und das gefällt dir ganz und gar nicht.

Ehe du die Türklinke runter drückst und die Tür zum Flur öffnest, haucht dir der braunhaarige Sportler einen fröhlichen »Guten Morgen«, entgegen. Er ist also auch schon wach. »Habe ich dich geweckt?«, fragst du und hoffst inständig, dass er nicht mitbekam, dass du ihn minutenlang beim Schlafen beobachtet hast.
»Nö.«, antwortet er dir trocken, streckt sich kurz und steht dann direkt neben dir in der Tür.
»Ich habe nur tierischen Hunger. Was empfiehlt mir die Dame des Hauses zum Frühstück?«, scherzt er und schenkt dir somit ein zuckersüßes und aufrichtiges Lächeln. Da ist sie wieder! Seine spielerische und kindliche Art, die man einfach wertschätzen und lieben muss. Dein Herz pocht wie wild, als du ihn so ansiehst und merkst, dass er verschlafen ja noch viel süßer ausschaut.

»Oh edler König, ich habe noch ein frisch eingepacktes Milchbrot in der Küche und mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit würde Ihnen dieses sehr munden!«, gehst du auf sein Spielchen ein und musst bei diesem Satz einfach kichern.
»Sie sind die Beste, Verehrteste!«, gibt er vergnügt von sich, summt fröhlich vor sich hin, streichelt mit seiner Hand kurz über deinen Haaransatz und huscht dann an dir vorbei um sich auf die Suche nach seiner Leibspeise zu machen.

Innerlich ermahnst du dich gerade selbst dafür, dass du viel zu viel in seine kleine Gesten hinein interpretierst, aber für dich bedeuten diese klitzekleinen und süßen Gesten einiges, auch wenn es für ihn vielleicht nicht so ist und du eventuell endlich damit aufhören solltest, diese winzigen Momente zu lieben.  

»Kommst du?«, hörst du den Zuspieler ungeduldig aus der Küche rufen und wirst somit wieder ins Hier und Jetzt befördert.



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Hello! (ꈍ ᴗ ꈍ✿)
Ich hätte es wirklich niemals für möglich gehalten, dass ich jemals etwas über Oikawa schreiben werde, aber irgendwie ließ mich diese Idee hier nicht los und ich hatte mich in den Plot so vertieft und es kann gut möglich sein, dass aus dem geplanten ❝Two Shot❞ eine ganze Fanfiktion wird, hups. What's wrong with me?! So einiges, wirklich. Mir geht es momentan auch nicht sonderlich gut, auch weil ich mir eine Jones Fraktur {Bruch des 5. Mittelfußknochen} zuzog und demnach vier Wochen krankgeschrieben bin. Great. Ich alter Tollpatsch. :')
Habt ihr die erste Folge des zweiten Parts schon geschaut? Wenigstens etwas Gutes in dieser Woche. :p

Ich wünsche euch einen schönen Tag! ✿

O41O2O2O ;  13:54 Uhr
©  sinjin-  
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