Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

Wenn’s um Baby geht, hört der Spaß für Dean auf

von Rosalie18
OneshotFreundschaft / P12 / Gen
Castiel Dean Winchester Sam Winchester
04.10.2020
04.10.2020
1
934
2
Alle Kapitel
1 Review
Dieses Kapitel
1 Review
 
 
 
04.10.2020 934
 
Ein weiterer OS, der  für den Jahreskalender 2020 entstanden ist.


Tag der Veröffentlichung: 14.09

Zitat:
 „Mein Baby gehört zu mir.“ – Dirty Dancing


Viel Spaß beim Lesen.


Disclaimer: Die Charaktere gehören mir nicht. Ich leihe sie mir nur aus und verdiene leider auch kein Geld mit meiner Geschichte.



Wenn’s um Baby geht, hört der Spaß für Dean auf

Die Brüder waren von einer Jagd auf dem Weg nach Hause. Dean setzte den Blinker und fuhr von der Bundesstraße herunter, um eine Pause einzulegen. In dem Diner, wo Dean Baby parkte, hatten sie schon öfter angehalten, wenn sie auf dem Rückweg zum Bunker waren.

Die Brüder stiegen aus, Dean verschloss seinen geliebten Impala, streichelte im Vorbeigehen noch über die glänzend schwarze Motorhaube. Sam musste wegen dieser liebevollen Geste schmunzeln. Für einen Außenstehenden mochte das vielleicht seltsam rüberkommen, aber er wusste schließlich was „Baby“ für seinen Bruder bedeutete. Der Impala war sein Heiligtum und selbst er würde niemals ohne Deans Einverständnis mit dem Auto fahren. Was sein Auto anging, ließ er Gefühle zu, ansonsten verschloss er sich, selbst seinem kleinen Bruder gegenüber. Für Sam war das in Ordnung. Er wusste auch so was der Ältere für ihn empfand.

Sie betraten das Diner, ein typisches American Diner, wie es sie überall in den USA gab. An einem Tisch weiter hinten, ließen sie sich nieder. In die Karte mussten sie gar nicht erst schauen, da sie bereits auch so wussten, was sie bestellen wollten.

Nach nicht einmal einer Minute kam eine Kellnerin um die vierzig zu ihnen an den Tisch. Der Name auf ihrem Schild verriet, dass sie „Molly“ hieß. Sie hatte mittelbraune Haare, braune Augen, war von einer durchschnittlichen Größe und von normaler Figur. Molly schenkte den Brüdern ein offenes Lächeln.

„Was darf’s sein?“, erkundigte sie sich freundlich und zückte einen Block und einen Stift.

„Einen Kaffee und eine Portion Pancakes“, orderte Dean. Einen Kaffee konnte er jetzt sehr gut gebrauchen. Das Coffein wurde ihn beleben und wachhalten bis sie endlich zuhause waren. Es war nur noch gut eine Stunde Fahrt. Eigentlich hatten sie vorgehabt durchzufahren, aber sein Körper hatte eine Pause eingefordert.

Sam überlegte einen Moment, dann entschied er sich für dasselbe. Nachdem Molly sie alleine gelassen hatten, hing jeder seinen eigenen Gedanken nach.

Ihr abgeschlossener Fall – die Ausrottung eines Vampirnestes – war an sich nichts Ungewöhnliches und schnell zu erledigen, doch dieses Mal war es anstrengender als erwartet gewesen, da mehr Vampire, wie gedacht, zu dem Nest gehört hatten. Doch schlussendlich waren alle Blutsauger erledigt gewesen.

Das Frühstück verlief schweigend, weder Sam noch Dean verspürten gerade Lust zu reden. Dean hatte gerade den letzten Pancake verdrückt, als ihm das Blut in den Adern gefror.

„Nein“, sagend sprang er auf und stürmte aus dem Diner. Das konnte nicht sein! Er musste sich in einem verdammten Alptraum befinden. Das dürfte nicht sein! Irgendein Wichser – ein toter Wichser, wenn er ihn in die Finger bekam – brauste mit Baby ab. Mit seinem geliebten Impala. Das war ein Alptraum. Nein, das war die Hölle.

Sam war ihm nach draußen gefolgt. „War das …“ Weiter kam der jüngere Winchester nicht.

„Ja, irgendein Wichser hat mein Auto geklaut.“

„Hast du etwa den Schlüssel stecken lassen?“, fragte Sam ihn allen Ernstes. Dean sah ihn an, als wäre Sam nicht ganz zurechnungsfähig. Es fehlte nicht viel, dann würde er ihm eine runterhauen, doch soweit hatte er sich noch unter Kontrolle.

„Seh ich so aus?“, fauchte Dean aufgebracht.

Sam hob beschwichtigend seine Hände und schüttelte seinen Kopf.

Dean zückte sein Smartphone und tippte, wie wild geworden auf dem Touchscreen herum. Sam konnte sich denken, wem sein Bruder schrieb.

Es dauerte nicht lange bis Castiel bei ihnen auftauchte. Glücklicherweise war der Engel nicht mitten auf dem Parkplatz erschienen.

Du musst Baby finden!“, kam er direkt zum Punkt und hielt sich nicht mit Förmlichkeiten auf. Anhand von Deans Aufgebrachtheit erkannte Cas, dass irgendetwas mit dessen heißgeliebtem Impala passiert war. Mit wenigen Worten erfuhr er, was sich zugetragen hatte.

Vorausschauenderweise hatte Sam bezahlte. Sie gingen etwas abseits, damit Cas sie zum Bunker bringen konnte. Kaum hatte er die Brüder vor dem Bunker abgeliefert, verschwand er, um Baby zu suchen.

Während der Engel auf der Suche war, tigerte Dean ohne Unterlass durch den Bunker. Sam wurde davon noch wahnsinnig, doch er hütete sich, auch nur ein Wort zu sagen.

Der Abend begann bereits zu dämmern, als sein Smartphone klingelte. Castiel. Hoffentlich hatte er seinen geliebten Impala gefunden. Dean wusste nicht, was er sonst tun sollte.

„Sag, dass du Baby gefunden hast“, sagte der ältere Winchester, als er den Anruf entgegen nahm. Seine Stimme überschlug sich förmlich.

„Ja, ich habe dein Auto gefunden“, hörte er die erleichternden Worte von Cas. „Komm vor den Bunker, dann bring ich dich hin.“ Dean beendete den Anruf, steckte das Smartphone in seine Hosentasche und stürmte nach draußen. Der Engel wartete bereits auf ihn. Kaum war Dean bei ihm ankommen, teleportierte dieser sie auch sofort.

„Baby“, rief er aus und stürmte zu seinem geliebten Auto. Augenscheinlich fehlte ihm nichts. Erleichterung machte sich in ihm breit. Bis auf die Tatsache, dass der Wagen kurzgeschlossen wurde, war alles in Ordnung. Schnell reparierte Dean das. Endlich war sein Baby wieder unversehrt.

Dean trat zu Castiel. „Danke Cas.“ Der Engel legte seinen Kopf schief und strahlte ihn mit seinen blauen Augen an.

„Gern gesehen. Ich weiß doch, wie viel dir dein Auto bedeutet“, erwiderte Castiel. Ein Lächeln erschien auf Deans Gesicht.

„Ebenso wie du“, flüsterte er, nahm auf dem Fahrersitz Platz und klopfte auf den Beifahrersitz. Es war Zeit nach Hause zu fahren. Cas kam der Aufforderung nach und schon brauste Dean los.



~*~
Review schreiben
 
 
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast