Auf gute Nachbarschaft

GeschichteRomanze / P18 Slash
Jakob Lundt Thomas Schmitt
03.10.2020
28.10.2020
17
28.386
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Dieses Kapitel
4 Reviews
 
17.10.2020 993
 
Ihr Lieben,
danke für eure vielen Rückmeldungen!
Dieses Kapitel gefällt mir irgendwie nicht so gut. Aber bevor ich jetzt noch 100x daran herumdoktore poste ich es jetzt und kann weiter machen.
Viel Spaß trotzdem beim Lesen.
LG
Leo
***

“Du wirktest gerade so souverän”, flüsterte Jakob und pulte an seinem Flaschenetikett, während sie mal wieder auf seinem Sofa saßen. Es war bereits dunkel geworden und nur seine Stehlampe beleuchtete sein gemütliches Wohnzimmer mit den Dachschrägen und den Werbeschildern von Süßigkeiten aus der Vorkriegszeit.
“Inwiefern?”, fragte Thomas, bemüht seine Stimme ebenso gedämpft klingen zu lassen.
“Du warst so ruhig, so gelassen, so cool, als diese beschissenen Beamten da waren.” Jakob seufzte und blickte bei den letzten Worten endlich zu ihm. Thomas glaubte so etwas wie Bewunderung aus ihm heraus zu hören.
“Nee…”, winkte er ab.
“Doch! Wirklich. Das hat mir voll imponiert. Ich rege mich wahlweise total auf und würde solchen Arschgeigen am liebsten an die Gurgel gehen, oder ich könnte vor Wut heulen. Nutzt ja beides nichts. Fühl’ mich dann immer so, ja keine Ahnung…” Er seufzte wieder und zuckte ergeben mit den Schultern.
“Ach Jakob…”
Er rutschte näher, nahm die nervöse Hand in seine. “Ich bin nicht so cool wie du glaubst. Mir machen solche Situationen ehrlich gesagt immer ein bisschen Angst. Aber wir waren doch zu zweit.” Er versuchte mutmachend zu lächeln.
Verdutzt sah Jakob ihn an.
“Wir sind das wert, oder? Ich lass' uns von so 'nem Arsch doch nicht so behandeln”, sprach Thomas daher weiter.
Auf Jakobs Gesicht bildete sich erst ein Lächeln, das zu einem Strahlen wurde. “'Wir'… Gott Thomas, sowas hat noch nie jemand für mich gemacht oder über ein 'Wir' gesagt, dessen Teil ich war…” Thomas sah zu ihm und war berührt von Jakobs Worten.
“Meine Güte, ich fühle mich ja fast wie ein Superheld”, stellte Thomas fest.
“Darfst du auch…”, antwortete Jakob und seine Stimme klang etwas belegt.
“Du hast meine Hand genommen”, flüsterte Jakob leicht zittrig weiter und streichelte dabei mit seinem Daumen über Thomas Handrücken.
“Mhm…”, bestätigte Thomas.
“Auf der Straße. Vor anderen Leuten.”
“Ja…”
“Du glaubst nicht, was mir das bedeutet.”
Er beugte sich zu ihm und küsste Mal wieder seine Wange. Thomas schloss die Augen und genoss diese kleine Zärtlichkeit und lehnte sich schließlich wieder an diesem großen und so lieben Mann an.
“Thomas?”, flüsterte Jakob und klang so, als wollte er die besondere Stimmung zwischen ihnen nicht verscheuchen.
“Ja?”
„Bei dir fühle ich mich, als wäre ich was Besonderes."

Thomas schloss die Augen, weil diese Worte etwas mit ihm machten, was er nicht ganz einordnen konnte.
„Bist du doch auch.“ Und er war fast etwas über sich selbst überrascht. Ja. Jakob war etwas ganz Besonderes. Und in ihm machte sich das wohlige Gefühl noch etwas breiter und größer, das ihn eh schon seit Tagen begleitete.

"Thomas?", hauchte Jakob nach einer ganzen Weile, in der sie nur geschwiegen hatten in sein Ohr.
"Mhm?"
"Du hast wirklich keine Ahnung, was das gerade mit mir gemacht hat…", gestand Jakob und klang etwas atemlos.  Thomas erhob den Kopf von seiner Schulter und blickte in Jakobs große Augen, sah den jetzt vollen roten Mund.
Jakob beugte sich etwas nach vorne und stellte erst seine Bierflasche auf den Sofatisch und nahm ihm dann auch seine ab und stellte sie dazu.
Thomas konnte sich ein kleines Schmunzeln nicht verbieten, aber dann zog Jakob ihn zu sich. Fasste mit beherzten Griff in seine Sweatshirtjacke und küsste ihn. Thomas fuhr mit der Hand über Jakobs Oberschenkel, drehte sich dann noch etwas mehr, schwang schließ sein Bein über ihn und setzte sich rittlings auf seinen Schoß. Jakob schnaufte kurz überrascht, zog ihm die Kappe vom Kopf und warf sie auf den Boden. Mit festem Griff fuhr er durch sein verstrubbeltes Haar, krallte sich dann in den Stoff seines Sweatshirts und zog ihn erneut in einen tiefen Kuss. Während ihre Zungen miteinander tanzten, wanderten Jakobs Hände an ihm auf und ab und, krabbelten etwas unter sein Shirt und landeten schließlich auf seinem Hintern, zogen ihn näher an sich. Thomas fasste mit beiden Händen in den dichten Vollbart, küsste ihn leidenschaftlich Bund genoss diesen warmen so heißen Körper unter sich. Hilfe, was war da plötzlich für ein Schalter umgelegt? Aber es war gut, unglaublich gut.

Er konnte einfach nicht anders, musste sich kurz an Jakob pressen, brauchte kurz diesen Druck. Der stöhnte unter ihm. Ging ihm wohl nicht anders. Mach's noch Mal, dachte Thomas sich. Mach noch Mal dieses herrliche Geräusch.
Jakobs Hand fuhr langsam seinen Bauch entlang, seine Brust hinauf und öffnete langsam seine Sweatshirtjacke. Hektisch zog er sie sich aus, warf sie zu seiner Kappe auf den Boden und nun strich Jakob über sein dünnen Shirt, sodass er die Wärme seiner Hände spüren konnte. Wieder küssten sie sich, schmiegten sich aneinander und Jakobs Hand fuhr kurz unter sein Shirt, berührte wieder seine nackte Haut und endlich seufzte er dabei wieder so herrlich.
Thomas überlegte, ob er es ihm gleichmachen sollte, ihm ebenfalls den Pulli über den Kopf ziehen? Sollte er mit der Hand über seinen Schritt fahren? Aber dann bemerkte er wieder dieses Zittern in Jakobs Hand. War er unsicher? Vielleicht.
Ja er hätte Bock auf Sex, auf Sex mit Jakob. Sein Kopf und sein Körper waren bereit. Aber er ahnte, dass das bei Jakob nicht der Fall war. Und auf keinen Fall wollt er er ihn jetzt und hier drängen, ahnte, dass das Jakob wohl zu viel wäre, wenn er hier weitergehen würde. Also lehnte er seine Stirn an Jakobs und genoss die leise Erregung die zwischen ihnen spürbar war.
Dafür würden sie ja noch Zeit haben. Nicht jetzt, nicht heute.
"Sehen wir uns morgen wieder?", flüsterte Thomas, auch um ihn zu signalisieren, dass er heute nicht weitergehen würde, dass er Jakobs Grenzen akzeptierte und einhielt.
"Ich hoffe doch", flüsterte er zurück und Thomas rieb seine Nase an Jakobs.
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