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Dangerous Love - eine Seawalkers Love Fanfic

GeschichteFreundschaft, Liebesgeschichte / P12 / Gen
03.10.2020
24.10.2020
2
14.728
1
Alle Kapitel
5 Reviews
Dieses Kapitel
3 Reviews
 
 
24.10.2020 6.295
 
Hey Friends und willkommen zu Teil 2 dieser Fanfiktion. Nun kommen wir zu meinem Pairing, wo ich hoffe, dass es am Ende Real wird. Auf jeden Fall einmal sorry an alle die Tiago und Finny shippen. Zu den beiden wird es kein extra Kapitel geben, weil ich das Shipping einfach nicht nachvollziehen kann. Und das sind schlechte Voraussetzungen um dieses Shipping ernst rüberzubringen. Aber egal, viel Spaß mit diesem Kapitel.











"Hey Shari, der ist für dich."

Das Große Tümmler Mädchen sah den Ball auf sich zufliegen. Sie drehte sich um und schlug ihn mit der Schwanzflosse weg. Der Ball flitschte ein paar Meter über das Wasser, ehe er im Wasser liegen blieb. Noah schwamm zu ihm hin und balancierte ihn kurz auf der Schnauze.

"Hey, der war aber Unfair geschossen. Dort war ich doch gar nicht."

"Tut mir leid." Shari wirkte bloß halb anwesend. Das zwang Blue dazu, leise zu Noah zu schwimmen und ihm leise etwas zuzuklicken und -pfeifen. Noah antwortete ihr, ehe sie zu ihrer besten Freundin schwammen.

"Ähm, Shari, ist alles okay? Du wirkst so... abwesend. Vielleicht sollten wir das Spiel heute erst einmal sein lassen?" Blue machte Anstalten den Ball zurück zum Ufer zu schieben. Shari reagierte jedoch schneller und schwamm in ihren Weg.

"Nein. Tut mir leid. Ich habe bloß nicht aufgepasst. Eigentlich dachte ich, Tiago wäre schon längst da. Er hat doch versprochen, dass wir heute alle zusammen spielen. Ich habe bloß gerade nach ihm Ausschau gehalten."

Blue und Noah warfen sich gegenseitig Blicke zu. Wären sie in ihrer Menschengestalt hätten sie jetzt wahrscheinlich das Lachen nicht unterdrücken können. So warfen sie sich bloß amüsierte Pfiffe und Klicklaute zu. Shari blickte verwirrt zwischen ihnen hin und her.

"Hey ihr beiden, was ist denn daran so lustig?"

"Ach gar nichts", antwortete Blue scheinheilig. Jedoch hörte sie sich überhaupt nicht so an.

Shari richtete ihren Blick nun zu Noah. Der drehte sich schnell weg. "Ist doch nichts dabei, wenn du eben etwas abgelenkt bist." Das fröhliche Pfeifen sorgte jedoch dafür, dass Shari ihn nicht ernst nehmen konnte.

"Irgendetwas ist doch mit euch beiden. Ihr lacht so, als hätte ich überall Quallen auf meinem Rücken." Sie versuchte auf ihren Rücken zu sehen. Dort war jedoch nichts. Verwirrt sah sie wieder zu ihren beiden Delfinfreunden. "Kommt schon ihr beiden. Ihr habt doch irgendetwas gemacht. Sagt es mir doch bitte."

"Wir haben nichts gemacht.", versprach Blue hoch und heilig. Sie klang ehrlich, was Shari nur umso mehr verwirrte.

"Es hat auch nichts damit zu tun, sondern eher damit, dass du auf deinen Traumprinzen wartest."

'Traumprinz? Was war das denn?'

Noah schien zu ahnen was sie dachte. "Wir meinen damit, dass du selbst vergessen hast, dich auf unser Spiel zu konzentrieren. Und das alles bloß weil du an Tiago denken musstest."

Noch mehr Pfiffe und Klicks erfolgten daraufhin und wenn sie ein Mensch gewesen wäre, dann wäre Shari jetzt rot angelaufen. Stattdessen wandte sie sich bloß ab von den beiden.

"Ach was. Das ist Blödsinn, was ihr da erzählt. Ich und Tiago? Ihr wisst doch, er ist ein Hai und ich ein Delfin. Zudem hat er bereits gesagt, dass er mich nicht liebt."

'Ja und die Stiche in deinem Herzen erinnern dich stets daran.' Sie behielt den Gedanken lieber für sich.

"Stimmt, hat er. Aber es war so ein Blödsinn wie du es gerade behauptet hast.", warf Noah ein.

"Jetzt gib es doch schon zu. Du bist VERLIEBT, Shari. Du bist verliebt und zwar in Tiago."

Geschockt sah sie Blue an. Wie konnte sie das wissen? War es so offensichtlich? Und wenn ja, wusste Tiago es dann auch?

Sie schwamm panisch im Wasser umher. Noah schien jedoch zu ahnen, was sie dachte. "Keine Sorge, Tiago weiß es sehr wahrscheinlich nicht. Viele Jungen sind in der Hinsicht ziemlich blöde. Du kannst also beruhigt sein."

Sie atmete tief durch. Das war gut. Wenn er es wüsste nicht auszumalen wie sie sich dann verhalten würde. Vermutlich könnte sie keinen Ton mehr in seiner Nähe rausbringen.

Sie sah wie Noah und Blue sie anguckten. Was war jetzt schon wieder los?

"Du wirkst aber sehr erleichtert darüber, dass Tiago das nicht weiß. Für jemanden, der nicht verliebt ist siehst du sogar ziemlich erleichtert aus." Sie hörte nun auch Blues lachen in ihrem Kopf. Erst da wurde ihr bewusst, was sie tat.

'Oh bei Tangaroa, wie peinlich ist das denn. Jetzt wissen sie, dass ich in Tiago verliebt bin. Das kann doch gar nicht gut werden. Und wenn sie es schon wissen, wer weiß es dann noch alles?'

Sie spürte wie ihre beiden Freunde neben sie schwammen. Ihre Flossen berührten sich dabei. Sie fühlte sich durch diese Berührungen schon etwas getröstet.

"Keine Sorge. Wir unterstützen dich dabei. Wir werden jeden der versucht sich Tiago zu krallen einmal zeigen was Delfine drauf haben.", hörte sie Noahs Stimme in ihrem Kopf.

"Danke." Sie spürte Wärme und Freude über die Hilfsbereitschaft ihrer Freunde in sich aufsteigen. "Aber ihr solltet vorsichtig sein. Die einzigen die ihn bis jetzt gekrallt haben waren die Tigerzwillinge. Und die sind echt gefährlich." Warum Noah sich darüber amüsierte wusste Shari jedoch nicht.

"Keine Sorge. Wenn du willst wird kein Mädchen mit ihm reden, solange du nicht mit ihm zusammen gekommen bist. Natürlich nur wenn du willst.", fügte Blue noch schnell hinzu. Shari freute sich darüber, zwei so gute Freunde zu haben.

"Keine Sorge. Ich schaffe das schon. Eigentlich ist es ja nicht so schwer. Ich muss ihn nur einmal anquatschen und... und..." 'Oh Tangaroa. Nein, das ging nicht. Ich würde das nicht schaffen. Ich kann ihm nicht so einfach meine Gefühle gestehen. Das ist doch dumm.'

Noah drückte sich leicht an ihre Seite. "Hey, es ist alles gut. Du schaffst das schon." Seine Worte gaben ihr Kraft und trotzdem hatte sie Angst.

"Wenn du willst übernehmen wir das", schlug Blue vor. Shari schüttelte jedoch den Kopf, was als Delfin Recht komisch aussah.

"Ich mache das schon. Was würde er denn denken, wenn ihr es ihm sagt? Er würde es nicht ernst meinen wenn ich euch beide vorschicke."

"Dann solltest du aber jetzt gleich losgehen. Umso schneller du mit ihm zusammenkommt, umso eher kannst du dich wieder auf das spielen konzentrieren."

Blue stupste sie leicht an. Shari schwamm zum Strand und verwandelte sich zurück. Schnell zog sie sich ihre verstauten Sachen wieder an, ehe sie losschritt. Erst nachdem sie eine Weile gegangen war, merkte sie, dass sie nicht wusste wohin sie gehen sollte. Sie sah sich um. Um sie herum waren ein paar der Hütten.

'Ich könnte es bei seiner Hütte versuchen. Es wäre schon Mal ein Anfang.'

Sie wandte sich in die Richtung zu, wo Tiagos Hütte lag. Schnell war sie bei ihr angelangt und hob zögernd die Hand. Sollte sie einfach klopfen? Was dann? Sie konnte doch nicht einfach so zwischen Tür und Angel sagen :"Hey Tiago, ich habe mich in dich verliebt. Es wäre echt Meerig wenn du jetzt mit mir zusammenkommen würdest." So ging das nicht.

Ehe sie jedoch etwas unternehmen konnte, öffnete sich die Tür bereits. Doch es war nicht Tiago der sie öffnete.

"Oh, hey Shari." Es war Chris. Der blondhaarige sah sie überrascht an, ehe sich ein Lächeln auf seinem Gesicht breit machte. "Was machst du denn hier? Wolltest du etwa zu mir?"

Sie überhörte seinen Unterton. "Ähm, nein, eigentlich nicht. Ich wollte eigentlich zu Tiago. Weißt du wo er ist? Ich wollte mit ihm über etwas sehr wichtiges sprechen."

Das Lächeln aus Chris Gesicht verschwand. Seine Miene verzog sich so, als hätte er in eine Zitrone gebissen. Shari kannte diesen Ausdruck, da Blue ihn bereits einmal gemacht hatte, nachdem beide zum ersten Mal in der Menschenwelt waren. Aber warum machte Chris ihn gerade? Hatte er etwa eine Zitrone gegessen? Verzögerte sich einfach nur die Wirkung?

"Ist alles okay mit dir?" Sie sah ihn besorgt an. Und wenn es nun keine Zitrone war? Wenn er ernste Probleme hatte?

"Nein, ist schon okay. Mir geht's gut." Hastig fügte er hinzu: "Nein, wirklich. Ich war bloß etwas überrascht."

Sharis Gesichtsausdruck veränderte sich leicht. Was sollte sie machen, es war seine Entscheidung was er ihr mitteilte. Sie wusste, dass da mehr war, aber sie hatte andere Probleme als sich darum zu kümmern.

"Hast du nun Tiago gesehen? Bitte, ich muss ihm ganz dringend etwas sagen."

"Nun, hier ist er jedenfalls nicht." Shari wusste nicht warum, doch es wirkte als würde ihrem Gegenüber etwas im Hals hängen. Er sprach gedämpft und sah sie nicht an. Außerdem schien er jedes Wort abzuwägen, was er sagte.

"Okaaaaay", meinte sie langsam. "Dann suche ich ihn besser einmal woanders. Aber danke für die Information."

Sie wandte sich um, als er sie aufhielt. "Warte. Vielleicht kannst du hier auf ihn warten, in der Zwischenzeit können wir ja etwas unternehmen." Er schien kurz zu überlegen, als er wieder begann zu lächeln. "Ich habe gerade ein paar neue CDs bekommen, willst du die mit mir anhören?"

Sie schüttelte jedoch den Kopf. Auch wenn sie neugierig war, was das für CDs waren hatte sie wichtigeres im Kopf. Zu einem anderen Zeitpunkt hätte sie sich vielleicht überreden lassen, doch jetzt hatte eine andere Sache Priorität.

"Nein, aber danke für das Angebot. Vielleicht ein andern Mal?"

Chris sah enttäuscht aus. "Was willst du denn so wichtiges mit TIAGO besprechen, das es nicht bis morgen warten kann."

Shari spürte einen Anflug von Wut in sich aufsteigen. Die Art wie Chris Tiago betonte, gefiel ihr gar nicht. Kühl meinte sie: "Ich weiß nicht was dich das angehen würde."

"Nun, vielleicht will ich dich einfach beschützen? Wer weiß, was er mit dir anstellen würde. Er ist ein Tigerhai, denen kann man nicht trauen."

Die Wut in Shari wuchs weiter an. "Denkst du ernsthaft, das würde er tun? Außerdem, was hast du gegen ihn. Er ist voll okay. Nur weil er ein Tigerhai ist, heißt das nicht dass er böse ist."

Auch Chris wirkte nun verärgert. "Ach ja, das denkst du? Der hat doch nichts anderes im Sinn als dich zu fressen. Du gehörst nun einmal zu seinen Hauptgerichten. Wie kann es dann falsch sein dich vor ihm zu beschützen."

Ihre Wut war nun schwer zu unterdrücken. "Ach und du denkst ich könnte mich nicht selbst beschützen? Außerdem würde Tiago nie jemanden etwas zu leide tun."

"Wenn du das denkst dann bist du blind. Du bist blind, weil du denkst er ist dein Freund. Aber das ist er nicht. Er ist weder nett zu dir, noch zu irgendwem anders."

"Wenn er so böse wäre, dann hätte er mich längst töten können, so oft wie wir alleine waren. Aber er hat mich höchstens beschützt. Ohne ihn wäre ich längst tot. Also hör auf dich wie ein Idiot zu benehmen. Tiago ist nicht böse."

Chris wirkte kurz schockiert. Dann schien er sich zu fangen. "Und warum möchtest du ihn dann aufsuchen? Musst du etwa doch beschützt werden? Weil wenn ja, dann bin ich auch noch da."

Shari schüttelte den Kopf. Sie musste ihre Gedanken klären. "Es ist nicht deshalb. Ich... Ich muss ihm bloß etwas wichtiges sagen."

"Ach und was?",fragte der Seelöwenwandler. Er sah sie gründlich an. "Heckst du etwa schon wieder etwas aus und er soll dir helfen?"

"Das ist es nicht-"

"Was dann? Ich dachte wir sind Freunde. Wieso kannst du es mir dann nicht sagen?" Er verschränkte die Arme.

Shari holte tief Luft. Er hatte Recht. Sie sind Freunde, sie konnte ihm vertrauen. "Ich liebe ihn. Und ich möchte ihm das endlich sagen. Besser jetzt, als später, denn dann könnte es schon zu spät sein."

Sie sah wie Chris erstarrte. Die Farbe schien ihm aus dem Gesicht zu weichen. Er machte den Mund auf, doch nichts kam heraus. Er versuchte es noch zweimal, jedoch ohne Erfolg. Dann schaffte er es doch noch zu sprechen.

"Wieso?" Shari verstand es kaum. Sie wusste aber auch nicht was sie darauf erwidern konnte. Was erwiderte man denn auf die Frage: 'Wieso bist du verliebt.' Fast überhörte sie seine nächsten Worte. "Wieso er? Wieso niemand anderes? Wieso nicht-" Er brach ab.

Shari überlegt. "Ich weiß nicht wieso. Ich weiß nur, dass ich ihn liebe. Ich kann es dir aber auch nicht erklären. Bei ihm fühle ich mich einfach... gut. Ich fühle mich sicher und geborgen. Ich kann mit ihm lachen und er steht immer zu mir, egal was ist. Ich habe das Gefühl, er weiß immer was mit mir los ist und ich fühle mich ihm so... verbunden. Ich weiß auch nicht wie ich es sonst beschreiben soll."

Chris sah sie stumm an. Dann räusperte er sich und antwortete mit schwacher Stimme: "Bist du dir sicher, dass er nicht nur ein guter Freund ist? Ich meine... auch mit mir kannst Du lachen und ich würde dich immer beschützen."

Doch Shari schüttelte den Kopf. "Nein, nicht so. Es ist etwas... anders. Ich kann es dir nicht erklären. Vielleicht verstehst du es selbst einmal, wenn du verliebt bist. Bis dahin kannst du es nicht verstehen."

Chris sah aus, als hätte jemand den Pause Knopf bei ihm gedrückt. Er sah sie nur sprachlos an mit offenem Mund, offenbar zu erstaunt um irgendetwas anderes zu tun. Jedoch achtete Shari nicht mehr auf ihn, denn eine andere Gestalt kam nun aus der Hütte.

"Hey Shari. Komm mit, ich glaube ich habe eine Ahnung wo Tiago sein könnte."

Jasper, gerade in seiner Murmeltiergestalt krabbelte schnell aus der Tür und lief in eine Richtung davon. Schnell folgte Shari ihm. Sie winkte Chris noch zum Abschied, der darauf jedoch nicht reagierte und achtete dann nur noch auf Jasper.

Nach einer Weile blieb dieser stehen. "Das war echt gemein, was du zu Chris gesagt hast."

Shari sah ihn verwundert an. Was meinte er? "Wie... meinst du das? Ich habe doch bloß Tiago beschützt."

Jaspers kleine Augen musterten sie. "Du weißt es nicht, oder?"

Nun war sie noch verwirrter. "WAS weiß ich nicht?"

Doch Jasper reagierte nicht wirklich darauf. "Egal. Komm mit. Tiago meinte, er wolle sich von Carag verabschieden gehen. Da habe ich eine Ahnung wo er sein könnte."

Er lief eilig voraus. Shari folgte ihm bis zum Palmhain. Dort blieb Jasper stehen und drehte sich zu ihr.

"Psst. Da sind die beiden. Du kannst ja einfach warten bis sie fertig gesprochen haben. Dann kannst du ihm dein 'Geheimnis' mitteilen."

"Okay', flüsterte sie zurück. "Und... danke Jasper. Aber warum tust du das?"

"Naja... Ich glaube das erklärt dir Tiago dann besser. " Eilig machte er sich davon und ließ eine ratlose Shari zurück.

Dieser war das jedoch egal. Sie blickte zu den beiden Jungen hinüber. Sie sprachen leise miteinander. Ein paar Wortfetzen nahm sie jedoch auf.

"Du weißt in wen ich verliebt bin?"

Shari erstarrte. Tiago war verliebt? Doch da hörte sie schon Carag etwas antworten.

"Gute Chancen... Verbringt viel Zeit mit dir..."

Ihre Finger krallten sich in die Palme. Wer verbrachte viel Zeit mit ihm? Eigentlich ja alle Mädchen. Sie wusste nicht wer es sein konnte. Finny? Noemi? Vielleicht auch Lucie?

"Meinst du echt?", war Tiagos Antwort.

"Eine andere scheint dich auch zu mögen.", hörte Shari Carag antworten. Ihre Finger gruben sich noch weiter in die Palme. Das musste sie sein. Carag wusste es also. Er wusste, dass sie Tiago liebte.

Sie spürte wie ihr jemand gegen die Schulter tippte. Erschrocken drehte sie sich um. Es war Tikaani.

Sie setzte ihren Zeigefinger an ihren Mund. Shari wusste inzwischen, dass sie damit zeigen wollte, dass sie leise sein soll. Sie nickte kurz und Tikaani deutete in eine Richtung. Auf leisen Füßen folgte Shari ihr.

Als sie außer Hörweite der beiden Jungen waren begann Tikaani: "Du hast also gelauscht? Du weißt schon, dass man das eigentlich nicht tun sollte."

"Ja, natürlich. Ich wollte eigentlich mit Tiago reden, aber er war bei Carag. Ich wollte sie nicht unterbrechen. Und dann..."

"Kam eines zum anderen und du hast doch gelauscht."

Shari nickte mit rotem Kopf. "Tut mir leid."

"Bei mir musst du dich nicht entschuldigen. Ich weiß um was es da ging. Ich nehme an, du wolltest Tiago deine Gefühle gestehen?"

Shari sah sie panisch an. "Du weißt es also? Oh Gott, das ist nicht sehr Meerig. Wie viele wissen es denn noch? Weiß Tiago dav-"

Tikaani unterbrach sie. "Keine Sorge, nur mit der Ruhe. Ich habe eben ein sehr gutes Gespür. Und glaube mir, Jungs sind meistens sehr dämlich, was das angeht."

Shari atmete hörbar aus. Dann ließ sie die Schultern hängen. "Aber was bringt es. Er ist schon verliebt. Da kann er mich doch nicht lieben." Sie sah Tikaani an. "Weißt du wer es ist? Vermutlich schon. Da habe ich doch keine Chance mehr." Traurig sah sie zu Boden.

Tikaani blieb kurz ruhig. Dann antwortete sie ruhig: "Ich weiß wen er liebt. Aber ich werde es dir nicht sagen. Du musst es selbst herausfinden. Dafür musst du mit ihm aber über dieses Thema reden."

Shari spürte eine Gänsehaut auf ihren Armen. Konnte es wirklich so einfach sein? "Und was wenn er nein sagt? Das könnte das Ende unserer Freundschaft sein. Ich will seine Freundin sein, seine Gefährtin, aber wenn er meine Gefühle nicht erwidert dann könnte ich ihn verlieren. Nicht nur als möglichen Gefährten, sondern auch als Freundin."

"Hey, ganz ruhig. Tief Luft holen. Einatmen und wieder ausatmen." Tikaani hielt sie an den Schultern fest. "Das wird schon wieder. Ich glaube nicht, dass er gleich die Freundschaft beenden würde. Du weißt, so ist er nicht."

Shari nickte langsam. Tikaani hatte Recht. Tiago ist nicht so. Er würde sie nicht einfach wegstoßen. "Und was soll ich deiner Meinung nach machen?"

Tikaani sah sie lächelnd an. "Geh einfach und rede mit ihm. Du wirst merken, es geht schneller vorbei als du denkst." Shari nickte. Das klang einfach und logisch.

Tikaani stupste sie am Arm. "Und du kannst es gleich machen. Dort kommt er."

Sie deutete in die Richtung, aus der sie gerade kamen. Carag und Tiago Schritten auf sie zu, Carag zielstrebig und Tiago etwas nervös. Carag blieb kurz stehen und flüsterte ihm etwas zu. Tiago sah auf und begegnete Sharis Blick. Er wurde rot im Gesicht und sah zu Boden, ihr erging es ebenso.

Die beiden kamen bei den Mädchen an und Carag drückte sie kurz an sich.

"Ich wollte mich schon einmal verabschieden. Wir wollen heute Abend noch abreisen."

Shari erwiderte die Umarmung. Dann umarmte sie noch einmal Tikaani. Diese flüsterte ihr heimlich zu: "Heute beim Abendbrot bist du nicht mehr Single. Verstanden?"

Sie nickte und Tikaani lächelte sie an. Tiago räusperte sich.

"Ähm, was wollen wir jetzt noch so machen? Wollen wir noch, ähm, etwas essen gehen? Oder irgendetwas spielen?"

Shari sah ihm an, dass er nervös war. Er trat von einen Bein aufs andere.

Carag und Tikaani tauschten einen Blick aus, ehe Carag antwortete: "Geht schon Mal vor. Wir treffen uns dort. Wir wollten noch ein wenig spazieren gehen und uns noch einmal alles angucken. Wir sehen uns dann in der Cafeteria."

Er und Tikaani gingen Händchen haltend davon, wobei Tikaani ihr noch einmal zuzwinkerte. Erst jetzt wurde ihr bewusst, dass sie mit Tiago alleine war. Da merkte sie, dass es wohl der Plan der beiden gewesen sein musste, sie beide alleine zu lassen. Unsicher sah sie zu ihrem besten Freund, der ebenfalls ziemlich verlegen aussah.

"Nun... was wollen wir jetzt machen Shari? Hast du schon... hast du schon Hunger?" Er sah sie an und wurde rot.

"Ähm, nein, ich... ich habe noch kein Hunger. Ich..." Sie atmete tief ein und wieder aus. Sie MUSSTE es ihm jetzt sagen. Es war die perfekte Chance.

"Ich muss dir etwas sagen."

Erstaunt sah Shari zu Tiago. Er hatte zeitgleich mit ihr diesen Satz gesagt. Tiago sah nicht weniger erstaunt aus, jedoch breitete sich ein Lächeln in seinem Gesicht aus.

"Sag du es zuerst. Ich kann warten." Er sah sie neugierig an.

Sie hob die Hände und entgegnete: "Nein, beginne du. Meines ist nicht so wichtig." Zudem wollte sie ihn nichts gestehen, wenn er vielleicht mit ihr über seine Liebe sprechen wollte.

"Nein wirklich, es ist okay wenn du beginnst."

Die beiden Freunde sahen sich an. Beide wussten, keiner würde nachgeben.

"Okay", meinte Tiago nach einer Weile langsam. "Wie wäre es, wenn wir das anders entscheiden. Spielen wir Schere, Stein, Papier und der Verlierer beginnt."

"Oh ja." Shari wusste was das war. Vielleicht kannte sie die Regeln noch nicht so gut, aber das war ja egal. So konnten sie entscheiden, wer als erstes sein Geheimnis sagte.



Oder es war nicht egal. Tiago gewann Schere, Stein, Papier, was aber wohl daran lag, dass Shari nur Stein nahm. Offenbar kannte sie die Regeln doch noch nicht so gut. Doch üben konnte sie später auch noch. Jetzt musste sie sich auf etwas anderes konzentrieren.

"So, also was willst du mir sagen?"

Tiago sah etwas nervös aus. Er ballte seine Hände zu Fäusten und atmete etwas unregelmäßiger als sonst. Doch das war nichts im Gegensatz zu ihr. 'Oh Mist ey. Was soll ich nun machen?' Sie holte tief Luft und überlegte. Eigentlich musste sie nur schnell diese drei Wörter sagen und alles war vorbei. Dann wusste er von ihrem Geheimnis und konnte selbst entscheiden. Ob er sich für sie oder gegen sie entschied musste sie dann abwarten. Es war schließlich seine Entscheidung.

Sie holte tief Luft. "Tiago, ich... ich... ich li-"

"Hey Tiago." Shari wurde von einer lauten Stimme unterbrochen. Sie wandte sich um und sah Juna auf sich zukommen. Ihre Klassensprecherin blieb bei den beiden stehen. Sie warf Tiago ein strahlendes Lächeln zu bei dem sich ihr Magen umdrehte und drehte sich dann zu ihr.

"Hey Shari" Das Lächeln von eben war nicht mehr zu sehen. Ihr Blick sah nun eher aus, als würde sie sich wünschen, dass Shari irgendwo anders wäre. Shari spürte die Wut in sich aufsteigen. Am liebsten hätte sie sich Tiago geschnappt und wäre irgendwohin abgehauen, aber das ging nicht. Juna war ihre Klassenkameradin, sie hatte ein Recht mit Tiago zu sprechen.

Shari ignorierend drehte sie sich wieder zu Tiago um. "Hey, ich wollte dir etwas ganz wichtiges sagen." Sie blickte zu Shari und bedeutete ihr wegzugehen. Diese blieb jedoch und verschränkte ihre Arme. Der Blick in Junas Augen, war erfüllt von Zorn.

"Ähm, Shari kann von mir aus gerne hierbleiben. Ich habe nichts dagegen." Tiago sah zwischen den beiden Mädchen hin und her. Shari versuchte sich zu entspannen. Juna drehte sich einfach wieder weg und sah Tiago an.

"Okay, wenn sie will. Tiago, ich wollte dir nur einmal nach so langer Zeit mitteilen, dass ich dich echt gerne habe. Und ich meine so richtig gerne. Ich habe keine Angst vor dir und finde es toll wie du immer anderen hilfst. Also, wenn du vielleicht auf ein Date mit mir gehen möchtest, dann sag mir gerne Bescheid."

Sie drehte sich zurück zu Shari und sah sie gehässig an. Langsam trat sie zu ihr und flüsterte ihr etwas ins Ohr. "Oh, Pech gehabt. Du traust dich ja eh nicht ihn wirklich anzusprechen. Was bist du für eine Freundin, die nicht einmal mit ihrem besten Freund über ihre Gefühle sprechen kann." Sie trat zurück und meinte etwas lauter: "Natürlich nur wenn Shari es erlaubt. Ich weiß ja, wie oft ihr auf Verbrecherjagd geht."

Tiago sah schockiert zu Juna. Er hatte anscheinend keine Ahnung gehabt. Doch da fiel es Shari wie Schuppen von den Augen.

'Juna ist es. Tiago hat sich in Juna verliebt. Sie liebt ihn ebenfalls. Sie verbringen ziemlich viel Zeit zusammen. Und ich dachte sie wären nur Freunde.' Eine andere Erkenntnis traf sie. 'Wir werden niemals zusammen kommen.'

Shari versuchte die Tränen zurückzuhalten. Sie sah zu Boden, da sie bemerkte, dass es unmöglich war. Leise sprach sie: "Ich... Ich sollte euch wohl besser einmal alleine lassen."

Sie wandte sich um und rannte los. Sie hatte keine Ahnung ob die beiden sie gehört haben, aber es war ihr egal. Sie wollte einfach bloß weg.

Sie rannte zum Strand. Sie wollte alleine sein. Sie wusste wo sie alleine ist. Doch sie wusste auch, dass sie dafür zurück zu Noah und Blue musste. Dabei wollte sie die beiden nicht sehen. Nicht jetzt. Doch so kam es.

"Hey Shari."

Sobald sie in der Lagune war, schwamm Blue zu ihr hin. Doch Shari wollte nicht bei ihr sein. Sie wollte niemanden haben, der jetzt bei ihr war. Sie rannte ins Wasser, an der überraschten Blue vorbei. Sie versuchte sich zu verwandeln, auch wenn es ihr egal gewesen wäre, wenn es nicht geklappt hätte. Dann wäre sie ertrunken, aber der Schmerz wäre weg. Es klappte jedoch.

Shari schwamm los, Richtung Geheimversteck. Sie wusste, dass sie dort alleine wäre. Doch sie ahnte es richtig, ihre beiden Delfinfreunde folgten ihr. Sie schwammen an ihre Seiten und stützten sie.

Shari wollte sich wehren, brachte aber bloß ein schwaches "Lasst mich in Ruhe" heraus.

Noah antwortete besorgt: "Shari, was ist los? Was ist passiert?"

Sie wollte ihm nicht antworten, doch es brach einfach aus ihr heraus. Sie erzählte ihnen alles, von ihrer Suche, dem Gespräch zwischen Carag und Tiago bis sie schließlich alleine waren und Juna, die am Ende dazwischen gegangen ist. Ihre Freunde hörten ihr schweigend zu. Am Ende durchbrach Noah die Stille.

"Und was hat er gesagt, als Juna fertig war?"

"Gar nichts. Er musste auch nichts sagen. Es ist doch offensichtlich. Er liebt sie, sie liebt ihn, da ist kein Platz für mehr. Es ist kein Platz für mich da."

Noah und Blue schwiegen. Shari hatte das Gefühl, dass sie etwas wussten was sie nicht wusste, doch sie schmiegten sich bloß an sie und trösteten sie.

Beim Geheimversteck angelangt verwandelte sie sich zurück und kroch ins Innere. Sie zog sich einen Badeanzug an. Ihre beiden Freunde wollten ihr folgen, doch sie hielt sie davon ab.

"Lasst mich bitte alleine. Ich brauche jetzt einfach Ruhe."

Ohne ein Wort schwammen die beiden davon, jedoch hörte sie wie sie sich draußen etwas zuklickten. Sie würden Abstand von ihr halten, jedoch auch bei ihr bleiben. Shari war ihnen dankbar.



Nach einer Weile, hörte sie vor dem Versteck Stimmen. Sie erstarrte, als sie erkannte wer es war.

"Hey, was machst du hier?", hörte sie Blue sagen. Dann erklang die Stimme von der Person, die sie gerade am wenigsten sehen wollte.

"Blue, Noah, lasst mich bitte zu ihr. Ich möchte mit ihr sprechen."

"Tut mir leid Tiago, aber es wäre glaube ich gerade am besten, wenn du weg bleibst von ihr. Sie ist gerade ziemlich... aufgewühlt.", entgegnete Noah.

"Aber ich muss wissen, warum sie einfach so abgehauen ist. Ich glaube sie hat euch erzählt was passiert ist." Die beiden Delfine schwiegen. "Bitte, ich will einfach bloß wissen was mit ihr ist. Sie verhält sich... komisch."

Sie konnte nicht hören was ihre Freunde antworteten, doch nach einer Weile meinte Blue: "Okay, geh zu ihr. Aber wehe dir, wenn du ihr irgendetwas tust dann bekommst du es mit mir zu tun. Also überlege dir gut-"

"Blue, komm mit. Wir sollten sie vielleicht besser alleine lassen."

Shari bemerkte Blues Unbehagen, wegen dem Vorschlag. "Nagut. Aber wie gesagt, Wehe du tust ihr etwas an. Dann werde ich persönlich-"

"Blue." Noah klang angespannt. "Jetzt komm mit. Die beiden haben sich bestimmt einiges zu erzählen, was uns nichts angeht. Also, jetzt lass Tiago in Ruhe. Ich glaube er weiß, was ihm blüht wenn er Shari verletzt."

Sie bemerkte Blues Empörung bis ins Versteck hinein. Dann bemerkte sie wie ihre Freunde wegschwammen. Ihre Stimmen wurden immer leiser. Stattdessen hörte sie, wie Tiago ins Versteck kletterte. Sie drehte sich nicht zu ihm um. Sie wollte ihn nicht sehen.

"Shari." Sie blickte erschrocken auf. Sie hatte nicht bemerkt, dass er zu ihr gekommen war. Offenbar hing sie zu sehr ihren eigenen Gedanken hinterher.

Shari hörte wie Tiago scharf Luft holte. "Hast du geweint?" Shari fuhr sich über die Augen und spürte erst jetzt die Nässe. Sie hatte es nicht bemerkt.

"Was ist los mit dir? Du bist so... eigenartig. Gar nicht mehr die Shari die ich kenne und-"

Er brach ab. Was wollte er noch sagen? Doch es war ihr egal.

"Warum bist du nicht bei Juna? Ich glaube ihr habt euch viel zu erzählen." Sie schluckte schwer, jedes Wort wollte ihr im Hals hängen bleiben.

Tiago sah sie verwirrt an. "Warum sollte ich bei ihr sein? Ist es nicht viel wichtiger für meine beste Freundin da zu sein?"

Sie lachte auf. Welch eine Ironie. Er versuchte sie zu trösten in ihrem Liebeskummer, den er selbst auslöste.

"Solltest du nicht eher für deine Liebste da sein?" Sie lachte abfällig.

Tiago wirkte äußerst verwirrt. "Liebste? Was meinst du?"

"Tu nicht so. Du liebst Juna. Und sie liebt dich. Du solltest also lieber für sie da sein als für mich." Sie spürte den Schmerz in ihrer Brust wie tausend Nadeln eines Seeigels.

"Moment einmal. Du glaubst ernsthaft, ich bin in Juna verliebt? Wie kommst du darauf?"

"Ich habe dich und Carag gehört. Du bist verliebt und hast gute Chancen, weil sie viel Zeit mit dir verbringt, mehr als mit allen anderen. Das passt genau zu Juna. Geh jetzt lieber zu ihr und mach mit ihr irgendwelche Pärchensachen. Ich komme schon alleine zurecht."

Sie spürte, wie seine Hände ihr Kinn anhoben. So war sie gezwungen ihn anzusehen.

"Shari, das hast du falsch verstanden. Es ist nicht Juna die ich liebe."

Nun war Shari verwirrt. "Aber sie ist in dich verliebt. Dann muss es ja zwei geben, die dich noch lieben, neben deiner Angebeteten. Carag hat aber gesagt, es gibt nur eine."

Tiago sah sie an. "Zwei? Die die ich mich verknallt ist ist offenbar Juna. Wen meinst du denn bitte?"

Sie wurde rot. Konnte sie sich irren? Aber es musste zwei geben. Sie und Juna. Wie sollte es denn anders sein.

"Ähm, das ist nicht so wichtig." Sie lachte verlegen. Tiago sah sie einfach bloß an.

"Shari, du verhältst dich merkwürdig."

"Es ist schon okay." Nichts anmerken lassen.

"Gibt es irgendetwas, was du mir sagen möchtest?" Sie sah ihn schockiert an. Hatte er etwas bemerkt. Er sah verlegen zu Boden. "Naja, du wolltest vorhin mit mir sprechen und bist dann einfach abgehauen. Und jetzt verhältst du dich so komisch. Du kannst mit mir über alles sprechen, das weißt du."

Sie schluckte. 'Jetzt oder nie.' Sie musste es ihm sagen.

"Ja, da gibt es tatsächlich etwas. Ich..." Sie holte tief Luft. "Der Grund, weshalb ich denke dass es zwei Personen gibt ist der: Ich bin... Ich liebe dich auch. Ich bin die zweite Person. Aber das kann alles ruinieren. Du liebst mich ja nicht und willst jetzt bestimmt nicht mehr mit mir befreundet sein. Aber wenn ich es dir nicht gesagt hätte, dann wäre alles nur noch komplizierter gewesen. Ich musste es dir einfach sagen, auch-"

Er unterbrach sie. "Du liebst mich?"

Sie spürte dass sie rot wurde. "Ja, ich liebe dich. Aber es ist auch egal, denn du liebst mich nicht."

Tiago legte eine Hand auf ihre Schulter. Shari blickte ihm tief in die Augen. "Shari, es gibt nur ein Mädchen für mich. Und ich bin so froh, dass dieses Mädchen mir bereits meine Liebe gestanden hat."

"Du meintest doch aber, dass du nicht in Juna verliebt bist." Shari war verwirrt.

"Es ist auch nicht Juna.", entgegnete Tiago lächelnd.

"Aber... bedeutet das, die Person die du liebst hat dir auch schon ihre Liebe gestanden? Warum bin ich unbedingt die, die das als letztes tut. Kein Wunder, dass ich keine Chance bei dir habe. Wenn ich immer als letztes komme."

Zu ihrer großen Überraschung begann Tiago zu lachen. "Die Person hat mir erst gerade ihre Liebe gestanden."

"Bist du draußen etwa wem begegnet. Blue liebt dich ja nicht, also muss es eigentlich noch davor gewesen sein. Aber..."

Tiago lachte noch lauter. "Shari, das Mädchen das ich liebe, ist gerade direkt bei mir. Ich spreche gerade mit ihr. Und sie bemerkt es nicht, dass sie damit gemeint ist."

Shari sah ihn an. Dann dämmerte ihr, was er sagte. "ICH?" 'Wenn sie so darüber nachdachte... es passte alles. Sie verbrachte sehr viel Zeit mit ihm. Und wenn er sie liebte... Oh, bei Tangaroa, er liebte sie.' "Du bist in mich verliebt. Aber... Aber..." Sie wusste nicht weiter.

Tiago sah sie einfach bloß mit einem strahlenden Lächeln an, ehe er sie in den Arm nahm. Sie presste sich an ihn und spürte eine Wärme, unwissend ob sie von ihr oder von ihm ausging. Sie spürte nur all ihre Liebe und auch seine Liebe für sie.

Sie wusste nicht wie lange sie da so eng umschlungen dasaßen, irgendwann löste sich Tiago jedoch von ihr. Er sah sie an.

"Ich liebe dich Shari. Schon seit ich dich zum ersten Mal gesehen habe. Und ich verspreche dir, ich werde immer für dich da sein und dich beschützen. Ich würde alles für dich tun."

"Oh Tiago." Sie spürte wie ihr wieder Tränen die Wangen hinabliefen. Tiago sah sie erschrocken an. Sie musste kichern. "Keine Sorge, das sind Freudentränen. Ich liebe dich auch und ich bin so froh, dass du diese Gefühle erwiderst."

Und ehe sie es sich versah, lagen ihre Lippen auf seinen und beide versanken in dem Kuss.



Nach einer Weile lösten sie sich wieder voneinander.

"Vielleicht sollten wir so langsam Zurückschwimmen, zumindest wenn wir noch etwas zum Abendbrot haben möchten."

Shari nickte, zu glücklich um etwas zu sagen. Die beiden verwandelten sich sobald sie aus dem Versteck kamen und schwammen nebeneinander zurück Richtung Blue Reef High. Auf dem Weg jedoch schwammen ihnen zwei Gestalten entgegen.

"Na, wie ich sehe habt ihr euch ausgesprochen." Sie hörte Noahs lachen in ihrem Kopf.

"Und offenbar mehr als das.", stimmte Blue mit ein. Ihre beste Freundin stupste sie mit der Schnauze an.

"Ja, das haben wir", konnte sie bloß verträumt antworten. Blues und Noahs lachen schallte in ihrem Kopf wieder.

"Jetzt werden wir die Schlimm verliebten sein Noah. Tut mir leid, aber du und Holly seid abgeschrieben.", hörte sie die Stimme ihres Gefährten in ihrem Kopf. Bei seinen Worten stimmte sie in das lachen mit ein.

Sobald sie wieder in der Lagune waren verwandelten sie sich zurück. Zusammen gingen die vier dann zum Abendessen. Tiago gesellte sich neben Shari und die beiden gingen Händchen haltend nebeneinander. Noahs und Blues amüsierte Blicke ignorierten sie dabei.

Zusammen traten sie in die Cafeteria. Ein flüstern ging durch sie hindurch, als sie Shari und Tiago erblickten. Shari bemerkte die Blicke einiger Jungs, die empört zu Tiago blickten und Juna sah sie feindselig an. Doch ihnen war es egal. Sie gingen durch die Cafeteria zu einem der Boote, in denen bereits Jasper, Carag und Tikaani saßen. Die drei lächelten sie an.

Tikaani meinte: "Nun, offenbar haben unsere Tipps dann doch geholfen."

Tiago nickte. "Ja, das haben sie. Vielen Dank euch beiden." Er beugte sich zu ihr hinüber und flüsterte in ihr Ohr: "Ich liebe dich. Und ich bin so froh, dass es dich gibt." Sie gab ihm einen Kuss auf die Wange.

"Ich dich auch. Das ist der schönste Tag in meinem Leben." Sie sah zu Tiago, der ihren Blick erwiderte. Von nun an konnten sie alles schaffen. Sie waren Gefährten und liebten sich von ganzen Herzen. Und es war egal was andere dagegen sagten, nur sie beide waren jetzt wichtig.











Hey Friends, das war es auch schon wieder. Erst einmal vorab: Sorry für alle die Juna mögen, ich finde sie ist auch ein toller Charakter. Ich finde es bloß äußerst wahrscheinlich, dass sie besagte zweite Person ist, die in Tiago verknallt ist. Mehr als Finny, Noemi, etc. Und ich weiß, diese Story ist etwas kürzer als der Vorgänger, aber ich habe alles wichtige untergebracht was ich schreiben wollte. Schreibt mir gerne wie ihr die Geschichte fandet und auch gerne Verbesserungsvorschläge. Ansonsten sage ich Tschaui und LG Freiheitsträumer.

P.S. Habt ihr schon die Leseprobe gelesen? Ich bin ehrlich gesagt gerade wieder übelst gehypt, aber muss noch drei Monate warten . Bis dahin, tschaui.
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