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Dangerous Love - eine Seawalkers Love Fanfic

GeschichteFreundschaft, Liebesgeschichte / P12 / Gen
03.10.2020
24.10.2020
2
14.728
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Dieses Kapitel
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03.10.2020 8.433
 
Hey Friends, willkommen zu einer neuen Fanfiktion. Schon einmal vorab, diese Fanfic wird womöglich Spoiler zu Band 3 enthalten, weshalb ich direkt einmal eine Spoilerwarnung raushauen möchte. Ich werde die Story zudem in zwei Parts mit unterschiedlichen Pairings unterteilen. Das erste ist wie ihr im Titel lesen könnt zwischen Blue und Tiago. Ich weiß nicht wie es euch geht, aber ich liebe dieses Pairing irgendwie. Also dann viel Spaß und erfreut euch an meiner neuen Fanfiktion Dangerous Love.











Sie wusste nicht wann es begann. Sie wusste nur, dass es irgendwann einmal begann. Doch hätte sie es sich niemals vorgestellt, hätte es niemals zu träumen gewagt. Sie war ja bloß ein etwas sehr schüchterner und überaus ängstlicher Delfin. Nie kam sie je so gut mit "IHM" aus wie ihre besten Freunde Noah und Shari. Nie war sie auf wichtigen Missionen dabei. Immer versteckte sie sich und flehte Tangaroa an, ihre Freunde heil wieder zurück zu bringen. Nie war sie so mutig wie Noah, wie Finny, wie Chris, wie Shari, wie "ER". Immer war sie bloß Delfin Nummer 3, sogar Nummer 4 wenn man Mr. Garcia mitzählte. Es hatte ihr nie etwas ausgemacht. Sie wollte nie mehr sein. Sie wollte immer bloß bei ihren Freunden sein, mit ihnen Unsinn anstellen und alles über die Menschenwelt erfahren. Und nun? Nun wollte sie mehr sein. Sie wollte nicht mehr im Schatten der anderen stehen. Sie wollte das "ER" sie bemerkte. Wollte, das "ER" sie wahrnahm. Nicht als den ängstlichen Delfin der den anderen bloß an den Fersen klebte. Nicht als das schwache Mädchen, das sich nie gegen jemanden wehrte. Nicht als die, die "IHM" immer misstraute.

Sie seufzte. Warum nur, warum konnte sie nicht mehr sein wie ihre beste Freundin. Shari. Etwas schüttelte sie von innen heraus. Sie merkte die Gänsehaut auf ihren Armen, eine Erfahrung die sie als Delfin nie hatte. Sie unterdrückte die Wut, die Verzweiflung, die in ihr hochkrochen. Sie wollte nicht Eifersüchtig sein auf Shari. Sie wollte diese Gefühle verdrängen, doch es ging nicht. Sie waren zu tief in ihr verankert. Doch das war auch kein Wunder. Shari hatte alles. Sie war beliebt, kannte sich schon richtig gut in der Menschenwelt aus und war schlau und mutig. Und sie? Sie war bloß Sharis kleine Freundin. Sie war nie mehr, sie würde nie mehr sein. Einmal im Leben hasste sie sich dafür. Zu allem Überfluss stand "ER" auch noch auf sie. Sie wusste wie ihre beste Freundin war und sie gönnte ihr alles Glück der Welt, doch warum um aller Welt, warum stand auch "ER" auf sie?

Sie seufzte erneut. Es half doch alles nichts. "ER" würde sie nie bemerken, sie nie auf ein Date ausführen, sie nie küssen. Und es war egal wie oft sie noch darüber nachdachte, niemals würde sie eine Chance bei ihm haben, das musste sie sich eingestehen. "ER" liebte sie nicht, "ER" liebte Shari. So wie die meisten Jungen. Und im Gegensatz zu ihr war sie ein nichts.

Ohne es zu merken spazierte sie am Strand entlang. Erst als sie merkte wie ihre Füße nass wurden sah sie auf. Sie starrte aufs Meer hinaus, eine große Fläche, die im Licht der untergehenden Sonne blutrot aussah. Es war wunderschön. Sie setzte sich an den Strand und starrte eine Weile einfach bloß auf das weite Meer hinaus. Ihre Hand vergrub sie im Sand. Zu gerne würde sie jetzt "SEINE" Hand spüren, die die ihre hielt. Doch das war ein Wunschdenken. Schweigend saß sie da, nur ihre Gedanken bei sich. So bemerkte sie auch nicht, wie eine weitere Person zu ihr trat und sich lautlos neben sie niederließ. Erst als diese Person sie ansprach bemerkte sie sie.

"Hey Blue, hier ist Tikaani. Du weißt schon, das Wolfsmädchen aus der Clearwater High."

Blue schaute überrascht auf und sah die schwarzhaarige an.

"Hi Tikaani. Was machst du denn hier? Musst du nicht noch deine Sachen packen gehen? Ich dachte ihr fliegt morgen los?"

Die Polarwolfwandlerin lachte. "Ist schon in Ordnung. Das meiste habe ich schon gepackt, den Rest kann ich auch später noch einräumen. Ich war eigentlich auf der Suche nach Carag. Dabei habe ich dich hier aber so alleine sitzen sehen. Du wirkst ziemlich traurig. Ist alles okay?"

Ich nickte. Die Tränen konnte ich bloß schwer zurückhalten.

"Es ist alles gut."

Das sie mir das nicht glaubte war nicht schwer zu erkennen. Ich glaubte es mir ja selbst nicht. Und nicht nur die Trauer in meiner Stimme zeugte vom Gegenteil.

Tikaani rückte näher zu mir heran. Und ganz plötzlich legte sie einen Arm um mich und zog mich an sich ran, in eine feste Umarmung. Ich spannte meinen Körper erst an, doch dann merkte ich, dass sie mir nichts böses wollte und entspannte mich wieder. Und dann brach es aus mir raus. Ich merkte wie die Tränen begannen mein Gesicht hinab zu laufen. Ich wollte sie erst zurückhalten, doch es ging nicht. Sie liefen einfach hinab und ich konnte nichts dagegen tun. Ich vergrub mein Gesicht in ihrem T-Shirt und die Tränen liefen unablässig aus meinen Augen und durchnässten es. Doch es war mir egal. Es war gut endlich einmal den ganzen Schmerz, das ganze Leid, den ganzen Kummer loszulassen. Auch einmal meine zerbrechliche Seite zu zeigen. Es war etwas anderes als wenn man spät abends in sein Kissen heulte und darauf achtete, dass die beste Freundin da bereits schlief. Auch wenn Shari es wohl schon bemerkt hatte. Sie war ihr dankbar, dass sie sie nie darauf ansprach.

Irgendwann hatte sie sich wieder beruhigt. Sie wusste nicht wie lange es gedauert hatte, aber es war ihr egal. Erst da besann sie sich wieder, dass auch wer anders noch da war. Erschrocken sah sie zu Tikaani und ihrem nun vollkommen durchnässten Shirt.

"Oh nein, es tut mir so leid Tikaani. Ich wollte nicht... Also ich hatte nicht vor..."

Doch die Wolfwandlerin unterbrach sie.

"Schon gut. Manchmal muss man es einfach rauslassen. Ich weiß da genau wie es dir geht. Ich war ebenfalls lange unglücklich verliebt ehe ich mit Carag zusammengekommen bin. Bloß hatte ich niemanden der mich damals so unterstützt hat. Ich hatte nur mein Rudel und das war auf ziemlichen Kriegsfuß mit Carag und seinen Freunden. Ich bin bloß froh, dass ich jetzt für dich da sein kann und dir mit deinen Liebesproblemen helfen kann. Schließlich sind Freunde dafür da."

Ich merkte wie ich rot wurde. War ich so leicht zu durchschauen?

"Ähm, welche Liebesprobleme meinst du? Ich habe doch keine Liebesprobleme. Wie kommst du denn auf soetwas?"

Doch in ihrem Blick erkannte ich die Wahrheit. Ich ließ die Schultern hängen.

"Ich bin eine Wölfin. Ich erkenne es wenn jemand jemanden sehr gerne hat. Und bei dir ist es besonders einfach zu sehen." Erschrocken starrte ich sie an und wollte bereits etwas erwidern, doch sie unterbrach mich mit einer Handbewegung. "Du hast Glück, dass Jungen in solchen Dingen meist die dümmsten Idioten sind." Sie lächelte mir zu. "Und trotzdem solltest du dich beeilen und es ihm endlich sagen. Er wird nicht ewig single sein."

Ich sah sie traurig an. "Er liebt Shari. Was soll ich da machen? Ich bin nichts im Gegensatz zu ihr."

Tikaani sah mich durchdringend an. Ich merkte wie meine Haut anfing zu Prickeln.

"Denke nicht so schlecht von dir. Du brauchst nur ein bisschen Selbstvertrauen und dann wird das schon. Außerdem ist sie doch deine beste Freundin, deshalb solltest du erst Recht nicht an dir zweifeln."

Ich starrte traurig zu Boden.

"Egal welche Ratschläge du mir gibst, es ändert sich doch eh nie etwas. Ich bin einfach zu feige. Ich bin nicht so wie du, wie Carag oder wie Shari. Dagegen kann ich nichts tun."

Tikaani legte mir ihre Hand auf die Schulter. Ich sah auf und sah wie sie mich anlächelte. Ich hatte das Gefühl, dass ich etwas ruhiger wurde.

"Keine Sorge, du kriegst das schon hin. Soweit ich das beurteilen kann, sind alle Delfine irgendwie mutig. Du bist da keine Ausnahme. Du musst es dir bloß eingestehen und deinen Mut finden. Dann kannst du alles schaffen was du möchtest."

Sie stand auf und reichte mir ihre Hand. "Möchtest du mit mir kommen? Ich gehe mal Carag suchen. Wir wollten noch ein wenig in der Schule spazieren und uns alles einprägen, wer weiß wann wir das nächste Mal hier sind?"

Ich lächelte ihr schwach entgegen. "Geh ruhig alleine. Ich glaube ich bleibe erst einmal hier sitzen und denke über das nach, was du gesagt hast. Vielleicht gehe ich auch eine Runde schwimmen. Mal gucken."

"Na dann, viel Spaß. Und egal was du machst, glaube an dich. Du bist mutig, so wie du bist. Lass dir von niemandem etwas anderes erzählen."

Und damit ging sie fort, Richtung Schule zurück.

Ich saß noch eine Weile im Sand und dachte nach. Tikaani hatte Recht. Ich bin mutig. Egal was die anderen sagten. Jetzt musste ich nur noch selbst daran glauben. Ich starrte auf das Meer hinaus. Es lag still da. Irgendwie packte mich eine Lust jetzt einfach ins Wasser zu springen und los zu schwimmen. Ich zog mir also meine Sachen aus, bis auf den Bikini und das Höschen und verstaute die Sachen am Strand. Dann glitt ich ins Wasser. Als es mir bis zum Bauch reichte, horchte ich auf das Kribbeln in mir und spürte wie ich mich verwandelte. Als Delfin schwamm ich dann schließlich zurück zum Strand und legte auch meine letzten Sachen da ab. Dann schwamm ich los, raus auf das offene Meer.



Ich wusste nicht wie lange ich so geschwommen bin, vermutlich war es eine halbe Stunde oder so, ich merkte bloß wie ich irgendwann von Leben umgeben war. Ich wendete den Kopf hin und her und genoss es einfach hier zu sein. Bei Nacht sah das Riff einfach wunderschön aus. Wenn all die Polypen aus ihren Korallen kamen um zu fressen und die einzelnen Fische aus ihren Verstecken kamen, fühlte ich mich erst richtig lebendig. Ich fühlte mich wie ein Teil von all dem hier.

Am liebsten wäre ich für immer hier geblieben, aber das ging leider nicht. Nach der Nacht kam der Tag und das Leben ging weiter. Ich musste zurück in die Schule und das Leben im Riff wurde, nun ja, träger. Deshalb genoss ich es, solange es ging. Ab und zu musste ich natürlich auch an die Luft, aber ansonsten konnte ich hier ganz ich sein. Hier gab es niemanden der mich herum kommandierte, niemanden der mich auslachte. Niemanden der mich verletzte.

Ich wusste nicht wie lange ich schon hier unten war, es waren bestimmt schon zwei Stunden. Vielleicht auch noch länger. Ich fühlte mich gerade zu frei um auf die Zeit zu achten. Mir war gerade alles egal.

"Hey Blue. Was machst du denn hier ganz alleine? Wir haben dich vorhin beim Wasserballspiel vermisst. Shari hat sich schon Sorgen gemacht. Sie dachte dir ist irgendetwas passiert. Wir konnten sie gerade so davon abhalten, nicht eine riesen Suchaktion zu starten."

Erschrocken sah ich in die Richtung aus der ich die Stimme vermutete. Von dort schwamm gerade ein Schwarzdelfin auf mich zu.

"Hey Noah. Tut mir leid wegen dem Spiel und das ihr euch Sorgen gemacht habt. Ich habe einfach die Zeit vergessen. Tut mir leid."

Noah schickte mir ein paar Beruhigende Klick- und Pfeiflaute.

"Alles klar. Ich kann dich durch aus verstehen." Er schwamm eine Runde und blickte sich im Riff um. "Hier ist es wirklich wunderschön. Schade bloß, dass ich Holly nicht mit hier her nehmen kann."

Ich ließ ein belustigt es Pfeifen ertönen, auch wenn sich in meinem Magen etwas zusammen zog. Warum begleitet mich nur immer dieses Thema, selbst hier wo ich eigentlich alleine sein und meine Ruhe genießen möchte? Noah sah überrascht und etwas besorgt zu mir rüber.

"Ist alles okay? Du wirkst etwas... naja... durcheinander."

Er ließ ein Pfeifen und Klicken ertönen und ich wusste, dass er mich gerade nach Verletzungen abcheckte. Als er nichts fand schien er bloß noch besorgter zu werden.

"Alles okay", antwortete ich hastig. "Mir geht es gut. Ich bin bloß etwas müde. Wie wäre es wenn wir Zurückschwimmen?"

Noah schluckte den Köder jedoch nicht.

"Mit dir ist nicht alles okay. Ich merke doch wenn mit dir oder Shari etwas nicht stimmt. Und das gerade ist so offensichtlich, dass es mich wundert warum nicht die ganze Schule hier ist und dich deswegen ausquetscht."

Ich hatte keine Ahnung was er meinte. Warum sollten mich die anderen ausquetschen? Doch ich entgegnete ihm bloß: "Es ist alles gut, wirklich. Du musst dir keine Sorgen machen. Mir fehlt nichts."

Noah sah mich zweifelnd an. "Du bist schon oft alleine irgendwo hingeschwommen, aber noch nie hast du deshalb ein Spiel verpasst. Und du wirkst in letzter Zeit so... so abwesend. Kann es sein... nun ja... Kann es sein, dass du ein Geheimnis hast?"

Ich blieb stehen, soweit dies im Wasser möglich war. Er KONNTE es nicht wissen, oder? Nein das war unmöglich.

"Wie kommst du denn darauf? Wieso sollte ich ein Geheimnis haben? Und wenn dann würdest du es doch als erster erfahren."

Noah wirkte verlegen. "Naja... Es ist nur so... Ich habe dieses Verhalten schon einmal erlebt. Und genau deshalb muss ich dich das jetzt fragen: Kann es sein, dass du verliebt bist, Blue?"

Ich sah schockiert zu ihm rüber.

"Wie... Wie kommst du denn darauf? Ich und verliebt? Ach, was für ein Schwachsinn. Ich bin doch niemand der sich in andere Personen verliebt. Das ist Blödsinn."

Noah sah mich durchdringend an. Ich hatte das Gefühl, dass er mich durchschaute. Und tatsächlich, seine nächsten Worte ließen mich erschaudern.

"Naja, ich habe diese Worte so in etwa schon einmal gehört. Damals warst du auch dabei. Und wir beide wissen, dass Tiago da gelogen hat. Ich Frage dich jetzt also Blue, warum sagst du mir nicht die Wahrheit?"

Es war, als hätte man mich an die Pole geschleppt und mich dort im Wasser freigelassen. Ich spürte die Schauder nur zu gut und hoffte, dass ich mich nicht vor Schreck teilverwandelte. Das war nicht gut. Es konnte nicht sein. Er konnte es nicht wissen. Oder doch? Er wusste wie es in einer Beziehung war. Vielleicht wusste er es deshalb? Oder haben Carag oder Tikaani es ihm gesagt?

"Ähm, du verwechselst da bestimmt etwas. Ich weiß, was Tiago damals gesagt hat aber das bedeutet ja noch lange nicht, dass das jetzt auch für mich gilt. Glaub mir Noah, ich bin nicht verliebt."

Das er mir nicht glaubte war jedoch eindeutig zu erkennen.

"Keine Sorge, du kannst es mir ruhig sagen. Ich verspreche, ich sage es niemandem weiter. Ich schwöre es bei Tangaroa."

Ich wusste nicht was ich tun sollte. Sollte ich es ihm sagen? Alles? Und was wenn er mich auslachte? Aber nein, das würde er nicht tun. Er ist mein bester Freund und kennt diese Probleme ebenfalls. Aber bei ihm und Holly lief das alles so leicht. Warum nur ging es bei den beiden so einfach?"

Ich schwamm an die Oberfläche und holte tief Luft. Ich brauchte jetzt einen klaren Kopf. Unten sah Noah mich erwartungsvoll an. Wenn ich ihm nicht vertrauen konnte, wem dann? Also begann ich zu sprechen.

"Okay, du hast Recht. Ich habe mich verliebt, aber es ist wichtig, das du das für dich behältst. Es ist wirklich wichtig. Kein anderer darf es erfahren. Nicht einmal Shari." Ganz besonders nicht Shari, fügte sie im stillen hinzu.

"Okay, aber warum nicht. Es ist nicht schlimm sich zu verlieben. Und ich glaube solange es nicht Ella, Toco und Barry sind, kommen alle damit klar. Und sollten es nicht Tikaani, Carag, Holly oder ich sein ist das auch für uns in Ordnung. Es ist doch keiner von uns, oder?"

Hastig verneinte ich. "Nein, keine Sorge. Aber es ist etwas... kompliziert."

"So? Dann erklär es mir. Keine Sorge, ich verrate es keinem und ich lache dich auch nicht aus."

Ein Stein fiel von ihren Herzen. Sie wusste, dass sie es ihm erzählen konnte. Er würde sie nicht für verrückt erklären.

"Okay, aber es muss wirklich geheim bleiben. Das ist sehr wichtig. Es ist..." Sie machte eine Pause. "Es ist Tiago."

Eine Weile schwieg Noah. Dann fragte er: "Ähm, der Tiago? Der der in unsere Klasse geht? Oder hast du noch einen anderen Tiago kennengelernt?"

Sie versuchte ihm einen bösen Blick zu schicken. Als Delfin nicht ganz so einfach.

"Natürlich der Tiago. Ich kenne sonst keinen Tiago. Und du ja wohl auch nicht."

"Ja, das stimmt schon, aber hattest du bis jetzt nicht immer Angst vor ihm? Du schienst ihn ja nie so gemocht zu haben wie die anderen. Deshalb wundert es mich nur."

"Ich weiß. Aber ich weiß auch nicht seit wann ich ihn plötzlich mag. Ach man, das ist überhaupt nicht Meerig."

Wütend schnappte sie sich einen Stein der am Grund lag und schleuderte ihn fort.

"Hey, keine Sorge. Das wird schon wieder. Wenn du willst dann rede ich mit ihm und sage ihm was du fühlst. Dann-"

Wütend unterbrach sie ihn. "Du wirst ihm gar nichts sagen. Verstehst du? Niemand darf es ihm sagen. Du weißt, er ist ihn Shari verliebt. Da bleibt kein Platz für mich. Ich kann also nichts anderes tun als zu träumen. Und denkst du, das würde ich noch schaffen, wenn er von meinen Gefühlen weiß?"

Noah warf ihr einen langen Blick zu. Sie schaffte es nicht ihm stand zu halten.

"Du weißt aber schon, dass es dadurch nicht besser wird? Stell dir einfach einmal vor, du sagst es ihm und er erwidert deine Gefühle. Dann könntest du aufhören darüber nachzudenken. Aber das weißt du erst wenn du sie ihm gestehst. Und selbst wenn nicht.", redete er schnell weiter, weil sie schon wiedersprechen wollte, "Dann hast du immerhin Gewissheit. Du wirst es aber nie erfahren, wenn du es ihm nicht sagst. Also, trau dich Blue."

Ihr Herz zog sich zusammen. 'Trau dich'. Genau das war ihr Problem. Sie traute sich nicht. Sie hatte zu viel Angst. Was, wenn er sie ablehnte? Was, wenn er sie auslachte? Was, wenn er nichts mehr mit ihr zu tun haben wollte? Nein, es war Aussichtslos.

"Es geht nicht." Es war kaum mehr als ein flüstern. Wäre sie ein Mensch, dann hätte sie jetzt wieder angefangen zu weinen. "Er liebt mich nicht und das weißt du. Ich würde mich nur lächerlich machen."

Noah ging nicht darauf ein. Er schwamm einfach zu ihr und presste sich an ihre Seite. Sie merkte wie sie sich entspannte. Es tat gut, jemanden an ihrer Seite zu haben, der für sie da war. Der sie beschützte. Der ihr Sicherheit gab. In diesem Moment war sie Noah so dankbar wie noch nie. Er war wirklich ihr bester Freund.

Eine Weile schwammen sie so nebeneinander her, zurück zum Strand der Schule. Nach einer Weile sahen sie, wie ihnen ein großer Tümmler entgegenschwamm.

"Ein Glück seit ihr da. Ich hatte schon Sorge, dass euch irgendwelche Fischer gefangen hätten und ihr wieder in ein Delfinarium kommt."

Sie hörte Noahs belustigtes Klicken in ihrem Kopf. Nebenbei bemerkte sie, dass Shari sie beide scannte.

"Es ist alles gut Shari. Blue hat einfach bloß die Zeit vergessen. Sie war beim Riff und hat seine Schönheit bestaunt. Mehr war es nicht."

"Sicher?" Shari wirkte nicht überzeugt. "Blue, du siehst so besorgt aus. Ist wirklich alles okay?"

Sie spürte Noahs Blick auf sich ruhen.

"Ja." Alleine dieses Wort schien ihr im Halse stecken bleiben zu wollen und sie brauchte eine kurze Pause um weitersprechen zu können. "Es ist alles okay. Du brauchst dir keine Sorgen zu machen. Ich habe bloß die Zeit vergessen."

Shari schien genauso besorgt zu sein wie sie sich fühlte.

"Du weißt, du kannst mir alles sagen. Ich bin deine beste Freundin. Wenn also etwas ist bin ich immer für dich da."

Ich wusste, dass es auch Grenzen für solche versprechen gab. So auch für dieses Geheimnis. Ich konnte es Shari nicht erzählen. So gerne ich mich meiner besten Freundin auch anvertraut hätte, ich konnte es ihr nicht sagen. Schließlich betraf es ja auch sie. Nein, dieses Geheimnis konnte ich nicht mit ihr teilen.

"Ich weiß. Aber wirklich es ist nichts. Lasst uns Zurückschwimmen und noch ein wenig Wasserball spielen. Oder am besten gehen wir gleich ins Bett. Ich bin ehrlicherweise etwas müde."

Ich schwamm voraus. Dabei bemerkte ich die Blicke meiner beiden Freunde die mir folgten. Hastig schwammen sie mir nach, so dass nach einiger Zeit der Strand der Blue Reef High zu sehen war. Am Strand war jedoch bereits jemand, der auf sie wartete.

"Ein Glück seit ihr wieder da. Ich hatte schon die Sorge, dass euch etwas passiert ist."

Ich merkte wie ich mich fast unmerklich versteifte. Es schien auch so, als würde ich langsamer werden. Dabei merkte ich, wie Noah neben mir schwamm und in meinen Kopf flüsterte: "Nur mit der Ruhe. Es ist alles okay. Verhalte dich ganz normal." Ja, normal. Das war einfach zu sagen, wenn man nicht gerade vor seinem heimlichen Schwarm schwamm der zufällig noch seine beste Freundin anschmachtete.

"Hey Tiago. Es ist alles okay. Sie war nur beim Riff und hat dabei die Zeit vergessen. Jetzt meint sie, dass sie müde wäre und schlafen gehen möchte. Das heißt wir müssen wohl morgen weiterspielen."

"Okay. Das ist Schade, aber was soll man machen. Gute Nacht Shari, Nacht Blue, Nacht Noah."

Er hob die Hand und ging zu seiner Hütte. Ich sah ihm nach und stammelte ein "N-N-Nacht" hervor. Shari sah mich besorgt an.

"Blue? Hast du immer noch Angst vor Tiago? Du weißt doch inzwischen, dass er uns nie etwas tun würde. Ist es das, weshalb du so besorgt warst? Misstraust du Tiago etwa, oder hast du einfach nur Angst vor ihm?"

Sie wusste nicht was sie darauf antworten sollte. Hilfesuchend sah sie zu Noah. Der warf ihr einen Blick zu der offenbar etwas heißen sollte wie 'Du entscheidest, was du Shari sagst'. Ich schüttelte den Kopf um meine Gedanken zu klären.

"Das ist es nicht. Komm, lass uns ins Bett gehen, ich möchte jetzt einfach nur noch schlafen."

Sie ging voraus und bemerkte wie Shari ihr zögernd folgte. In ihrer Hütte angekommen zog sie sich ihre Schlafsachen an und legte sich ins Bett. Sie hörte wie Shari sich draußen noch mit jemandem unterhielt und erkannte die Stimme von Noah.

"Bitte Noah, weißt du was sie hat? Das ist doch nicht normal bei ihr. Ich weiß nicht wie ich ihr helfen kann, wenn sie mir nichts sagt. Weißt du vielleicht irgendetwas?"

"Hör auf dir darüber Gedanken zu machen Shari. Blue wird dir alles erzählen wenn sie sich dafür bereit fühlt. Es gibt aber auch Dinge, die muss man erst einmal alleine durchmachen bevor man seine Freunde um Hilfe fragt. Gib Blue Zeit und du wirst sehen, sie wird sich dir anvertrauen. Dafür sind Freunde doch da."

"Ja, aber, was wenn sie es nicht macht? Was wenn sie denkt, ich würde sie nicht mehr mögen oder nicht mehr ihre Freundin sein wollen? Sie war noch nie so abweisend zu mir. Ich bitte dich Noah, wenn sie die irgendetwas gesagt hat, dann sage es mir. Ich... Ich fühle mich so machtlos. Ich weiß nicht was ich tun soll."

Ich hörte Shari schluchzen und es klang so, als ob Noah sie in seine Arme genommen hätte. Er schien zu zögern bevor er weitersprach.

"Sie... Sie hat mir etwas gesagt. Aber sie hat mich gebeten es dir nicht zu sagen. Tut mir leid Shari, aber wenn du wissen willst was mit Blue ist, musst du darauf hoffen, dass sie es dir selbst sagt."

Shari schien zu überlegen.

"Und wenn sie es nie tut? Wenn sie mir nicht genug vertraut und es mir nicht sagen wird?"

"Glaube mir, sie vertraut dir. Aber das ist etwas wichtigeres als vertrauen. Du musst einfach warten und hoffen, dass sie es dir sagt. Und selbst wenn nicht solltest du dir darüber keine Gedanken machen."

Sie hörte Sharis Antwort nicht. Jedoch hörte sie, wie sich eine Person von ihrer Hütte entfernte und eine andere die Tür ihrer Hütte öffnete. Kurz darauf ging die Tür zu ihrem Zimmer auf und Shari trat ein. Sie ging zu meinem Bett und setzte sich sanft auf den Rand. Ich spürte ihre Hand auf meiner Schulter ruhen.

"Blue, höre mir bitte zu. Ich bin immer für dich da, egal was ist. Ich helfe dir in jeder nur erdenklichen Situation, egal was es kostet, aber ich bitte dich. Damit ich dir helfen kann MUSST du mir sagen was mit dir los ist. Bitte, ich weiß nicht wie ich dir sonst helfen kann. Bitte, sprich mit mir."

Sie hörte das flehen in Sharis Stimme. Ihre beste Freundin klang genauso elend wie sie sich fühlte. Und sie merkte wie Shari fast die Tränen kamen, die ihr selbst bereits langsam über ihre Wangen liefen. Sie wollte Shari nicht wegstoßen, aber sie musste. Es war das beste für sie beide.

"Bitte Shari, lass mich einfach in Ruhe. Ich KANN es dir nicht sagen. Bitte verstehe das. Ich würde es so gerne, aber es geht nicht. Bitte, lass mich in Ruhe. Lass mich alleine mit meinen Problemen, du kannst sie auch nicht bewältigen."

Sie spürte immer Tränen, die sich ihren Weg über ihr Gesicht auf ihr Bett bahnten.

"Aber ich kann dir helfen die Last zu tragen. Ich kann dir helfen und du wirst sehen, es wird viel leichter gehen. Bitte. Zusammen haben wir bis jetzt doch alles geschafft."

Sie bemerkte wie nun auch Shari begann zu weinen. Sie spürte die Tränen die auf ihre Bettdecke fielen und hörte das Schluchzen, das von Shari ausging. Doch sie wusste, es war nur zu Sharis besten.

"Bitte Shari, lass es einfach. Egal wie oft du es mir versicherst, du kannst mir nicht helfen. Nicht hierbei. Ich muss diese Situation alleine meistern. Ich kann es da nicht gebrauchen, wenn du im Weg stehst. Geh einfach weg und lass mich in Ruhe."

Sie spürte wie das Gewicht von ihrem Bett verschwand und das auf ihren Magen und ihrem Herzen zunahm. Dann hörte sie wie Shari sich auf ihr Bett warf und begann ihren Tränen freien Lauf zu lassen. Mir ging es ähnlich. Ich spürte jede einzelne Träne, die sich ihren Weg auf mein Kissen bahnte. Sie liefen unablässig und in jeder Träne spiegelten sich meine Gefühle wieder. Wut, auf mich selbst und meine Feigheit, Angst, dass Shari mich jetzt vielleicht hasste, Trauer, weil ich alleine dastand. Mit diesen Gefühlen und einer unzählbaren Anzahl an Tränen schlief ich schließlich ein und tauchte in einen von Trauer und Schmerz durchzogenen Traum ein.



Am nächsten Morgen erwachte ich in aller Frühe. Trotzdem sah ich, dass Sharis Bett bereits leer war. Mir war es Recht. Ich wollte nicht, dass Shari mir Vorwürfe machte. Die machte ich mir selbst schon genug. So zog ich mich also an und ging hinaus.

'Ein bisschen Luft tut mir bestimmt ganz gut.' Ich konnte gerade wirklich einen kühlen Kopf vertragen. Allerdings wollte ich aber nicht zum Strand, dort würde bestimmt Shari auf mich warten. Also ging ich in Richtung Parkplatz. Dort würde ich allein sein. Dachte icj zumindest.

"Hey Blue. Warte Mal bitte kurz. Ich möchte mit dir reden."

Ihr Herz rutschte ihr fast in die Hose. Von allen Menschen die sie hier hätte treffen können, war gerade er es. ER. ER, wegen dem sie gerade solche Probleme hatte, ER, wegen dem sie ihre Freundschaft mit Shari vielleicht für immer aufgegeben hatte, ER, wegen dem sie im Moment kaum klar denken konnte. Langsam drehte sie sich zu ihm um.

"H-Hey T-T-Tiago. Was g-gibt es?"

Tiago sah sie an, eine Spur Besorgnis in den Augen. 'Er versucht zu ergründen was mit mir ist. Macht er das weil er mich mag, oder bloß um Shari zu beeindrucken?'

"Ich wollte dich fragen ob alles okay ist. Ich habe mit Shari und Noah geredet und die beiden machen sich echt Sorgen um dich. Du verhältst dich... seltsam. Irgendwie nicht mehr wie die Blue die wir kennen und so mögen. Kann es sein, dass irgendetwas nicht stimmt? Hast du mit irgendeinem Ärger oder so etwas? Wir helfen dir, sei dir da sicher."

Was sollte sie ihm antworten? Der tollste Junge der Welt fragte sie ob er ihr helfen konnte, aber was sollte sie antworten? 'Hey ich bin nur rein zufällig in dich verliebt aber du stehst ja auf meine beste Freundin, also wird das wahrscheinlich eh nichts?' Nein, das konnte sie ihm nicht sagen.

"Ähm, es ist alles okay. Mir geht es bestens."

"Wirklich? Weißt du, Shari kam heute morgen zu mir und wirkte vollkommen aufgelöst. Sie hat die ganze Zeit über geweint und war vollkommen durch den Wind. Offenbar denkt sie, du würdest sie nicht mehr mögen und nicht mehr ihre Freundin sein wollen. Es war echt schwer sie zu beruhigen und ihr zu versichern, dass du sie trotzdem noch gerne hast."

Ihr Herz schmerzte bei diesen Worten. Sie wusste nur zu gut wie sich Shari fühlen musste. Ihr ging es nämlich genauso.

"Bitte Tiago, ich habe es ihr bereits gesagt, es ist nicht wegen ihr. Ich... Ich kann es ihr bloß einfach nicht sagen. Sie würde es nicht verstehen. Es geht nicht anders."

Traurig senkte sie den Kopf. Sie schaffte es nicht Tiago anzusehen.

"Wie wäre es wenn du es mir sagen würdest? Ich könnte dann versuchen es Shari zu sagen und ihr erklären warum du es ihr nicht gesagt hast."

Erschrocken sah sie zu ihm auf. "Nein, das geht nicht.", schrie sie schon fast panisch. Er blickte sie verwundert an. "Also, ähm, du solltest es auch nicht wissen. Diese Sache ist genauso wenig für deine Ohren bestimmt wie für ihre."

Tiago sah sie verwundert an. "Okayyy." Offenbar wusste er nicht was er sonst sagen sollte. Er wollte sich bereits umdrehen und gehen als ihm offenbar noch etwas einfiel. "Ist es, weil ich ein Tigerhai bin?"

Sie konnte ihn nur mit offenen Mund anstarren. Wie kam er denn jetzt darauf? Bevor sie jedoch antworten konnte unterbrach er sie.

"Es ist schon okay. Du musst nichts sagen. Ich hatte inzwischen nur gehofft, dass wir Freunde geworden sind. Aber offenbar wirst du mir nie trauen. Du wirst immer bloß den Tigerhai in mir sehen."

Er hörte sich sehr verbittert an. Tat es ihm leid, dass sie es ihm einst vorgehalten hatte? Inzwischen hätte sie alles getan um ihm zu gefallen. Wie blöd war sie nur damals gewesen?

"Nein, warte. Das ist es nicht. Du bist inzwischen ein guter Freund, glaube mir. Ich werfe dir nicht mehr vor was du bist. Das war ganz schön gemein von mir damals. Du bist eigentlich ganz... cool." Und traumhaft. Und süß. Und mutig. Und noch so viele andere Sachen, die sie ihm besser nicht erzählte.

Er schien von der Antwort überrascht. "Ähm, danke? Es... Es tut mir leid was ich eben gesagt habe. Das war auch ganz schön gemein. Ich glaube, keiner von uns sollte jemals wieder voreilige Schlüsse ziehen."

Sie nickte eifrig. Das wäre ein guter Anfang. Ein sehr guter.

"Hey, ähm wie wäre es wenn wir Shari suchen und ihr euch wieder vertragt? Ich glaube das würde euch beiden gut tun. Und danach müssen wir in die Cafeteria wenn wir noch etwas zum Frühstück haben wollen."

Sie sah ihn nur verträumt an. "Jaah". Sie könnte ihn den ganzen Tag betrachten. Doch dann merkte sie was sie hier tat. "Ähm ich meine, klar sollten wir das machen. Das ist ein guter Plan." Er kommt ja auch von dir. Zum Glück konnte sie diese Worte gerade noch herunterschlucken. Sie wollte Shari eigentlich erst einmal aus dem Weg gehen und ihr Zeit lassen. Aber was sollte sie machen? Also ging sie schnellen Schrittes hinter Tiago her.



Die beiden gingen geradewegs zum Strand. Doch dort war keine Shari. Stattdessen schwamm ein kleines, schleimiges etwas im Wasser herum.

"Hey Leute, was macht ihr denn hier?" Als Zelda jedoch Tiago bemerkte schwamm sie vor Schreck ein paar Meter weiter weg.

"Hi Zelda. Wir haben eigentlich Shari gesucht. Hast du sie gesehen?" Der enttäuschte Unterton in Tiagos Stimme war nicht zu überhören. Er tat ihr leid. Zum ersten Mal versuchte sie die Dinge aus seiner Sicht wahrzunehmen. Er wurde immer von allen gemieden, wenn man Mal Shari, Jasper, Noah und vielleicht auch Finny und Juna außen vorließ. Und die anderen machten es ihm auch nie leicht. Sie spürte Mitleid in sich hochkriechen. Zu gerne hätte sie die Zeit zurückgedreht und wäre alles ganz anders angegangen. Zu gerne hätte sie ihn jetzt in den Arm genommen und ihn getröstet. Doch es ging nicht. Sie konnte es nicht.

"Ähm, ich habe sie nicht gesehen. Nicht hier. Sie ist glaube ich bereits in die Cafeteria gegangen. Vielleicht sucht ihr besser Mal dort."

Ihr kam es so vor als ob Zelda einfach wollte, dass Tiago so weit wie möglich von ihr entfernt war. Ihr altes ich hätte ihr es nicht verübeln können, doch ihr neues Ich war anders. Sie war etwas wütend und entsetzt über ihre Klassenkameradin. Schnell packte sie Tiagos Hand und zog ihn mit sich.

"Komm, lass uns gehen. Wenn Shari nicht hier ist sollten wir wirklich woanders suchen."

Tiago war offenbar zu verdattert um zu antworten. Er ließ sich von ihr mitziehen und erst als sie vor dem Eingang der Schule standen sprach er wieder.

"Ähm Blue, ich glaube wir sind weit genug weg vom Strand. Ab hier kann ich auch alleine laufen."

Sie sah ihn erstaunt an, doch dann bemerkte sie, dass sie immer noch Tiagos Hand hielt. Erschrocken zog sie sie zurück und tat einen Schritt von ihm weg, ehe sie nach unten blickte. Sie bemerkte, dass auch Tiago wegsah und so rot wurde wie sie es vermutlich schon war.

"Äh, stimmt. Du hast Recht. Also... Lass uns reingehen. Shari wird bestimmt drinnen sein. Wir... Wir sollten reingehen."

Hastig zog sie die Tür auf, jedoch achtete sie nicht darauf, wohin sie sie Aufzog.

Patsch

Sie fiel nach hinten und landete unsanft auf ihrem allerwertesten. Mit der einen Hand fuhr sie sich an die Stirn, mit der anderen versuchte sie sich zu stützen, als sie sich wieder aufrichtete. Dabei bemerkte sie eine Hand die vor ihrem Gesicht war.

"Alles okay? Geht es dir gut Blue?"

Tiago sah sie besorgt an. 'Och wie süß. Er sorgte sich um sie. Moment, nein, nicht ablenken lassen'. Dankbar nahm sie seine Hand und er zog sie hoch.

"D-Danke. Das war gerade ja sehr blöd von mir. Ich sollte beim nächsten Mal wohl einfach besser aufpassen."

Tiago sah sie immer noch an. "Bist du sicher, dass dir der Streit mit Shari nicht doch mehr zugesetzt hat als du eigentlich dachtest?"

'Oh man. Wie blöd kann man nur sein.' Sie hätte sich am liebsten die Hand gegen die Stirn geklatscht. Sie wusste, jeder andere hätte als Grund den Tigerhaiwandler neben ihr als ausgemacht. Aber so war es besser.

"Ich glaube das war es nicht. Ich bin bloß manchmal etwas tollpatschig. Lass uns nach drinnen gehen und Shari suchen."

Schnell öffnete sie wieder die Tür, dieses Mal ohne sie sich an die Stirn zu klatschen und schlüpfte schnell hindurch. Tiago folgte ihr.

Sie gingen Gemeinsam in die Cafeteria und tatsächlich, in einem der Boote saßen Noah und eine sich an ihn schmiegende und in sein T-Shirt schluchzende Shari. Unwillkürlich blieb ich stehen. Noah richtete seinen Blick auf uns beide und sah mich an, ein Ausdruck auf den Augen der mir klar machen sollte was ich zu tun hatte. Tiago schob mich leicht voran und blieb vor dem Boot stehen.

"Shari? Ich habe hier wen mitgebracht von dem ich glaube, dass du mit ihr sprechen solltest."

Shari sah auf. Ihr Blick begann auf mir zu ruhen. Sie brauchte lange bis sie etwas erwiderte.

"Ich würde ja gerne mit ihr sprechen, aber sie will es ja nicht." Ihre beste Freundin senkte ihren Blick wieder und auch ich sah weg. Ich konnte meine beste Freundin nicht so sehen. Die Schuldgefühle begannen sich wieder in mir auszubreiten. Ich bemerkte die Blicke der beiden Jungen auf mir und meine Haut prickelte vor Scham und Unbehagen.

"Ich habe es dir doch schon gesagt. Ich würde es dir gerne sagen, aber es geht nicht. Also bitte, sei mir nicht böse, wenn ich es dir nicht sage. Es ist nur zu deinem besten."

"Das meinst du. Aber woher weißt du, dass es nur zu meinem besten ist? Wieso glaubst du das? Du weißt es doch nicht ohne es mir zu sagen."

"Aber was ist wenn ich es dir sage und du mich deshalb dann hasst? Wenn dir nicht gefällt was ich dir sage? Bitte Shari, vertraue mir, ich kann nicht-"

"Ich vertraue dir voll und ganz, aber wie soll ich dir vertrauen wenn du mir nicht vertraust?", unterbrach Shari sie. Ihre Stimme war angeschwollen und war jetzt schon fast ein Schreien. Doch sie hatte Recht. Wieso sollte sie ihr Vertrauen, wenn sie Shari nicht vertraute?

"Weil..." Sie suchte eine Antwort. "Weil..." Nein sie konnte es ihr nicht sagen, oder? "Weil..." Sie bemerkte die Blicke der drei auf sich. Sie musste sich nur einen Ruck geben. Dann war alles ganz schnell fertig. Nur ein paar Worte. "Weil... Ich Angst habe." Ich war selbst überrascht von meiner Antwort. Shari sah mich mit großen Augen an.

"Blue." Und dann fiel sie ihr um den Hals. Es war, als wäre ein Sturm losgebrochen. Bloß dass dieser Sturm nicht schlimm war. Er war... emotionsgeladen. Die beiden Mädchen, die zwei besten Freundinnen hielten sich in den Armen, gaben der anderen Trost und teilten ihren Kummer und ihr leiden.

Sie wussten nicht wie lange diese Umarmung gedauert hatte, irgendwann jedoch lösten sich die beiden Mädchen voneinander. Sie sahen sich an und... lächelten.

"Oh Blue, es tut mir ja so leid. Es war überhaupt nicht Meerig von mir dich so zu drängen. Ich habe nicht darüber nachgedacht, wie es dir dabei geht. Bitte, kannst du mir noch einmal verzeihen?"

"Natürlich. Aber ich hätte auch auf dich eingehen sollen. Es tut mir so leid. Ich bin aber einfach nicht so mutig wie du, Noah oder Tiago."

"Also wenn du mich fragst", sie sah überrascht zu Tiago auf, der das ganze mit angesehen hatte. Fast wäre sie im Erdboden versunken, so peinlich war es ihr. Stattdessen sah sie bloß mit hochrotem Kopf zu Boden. "Dann warst du sehr mutig Blue. Nicht viele würden so offen und ehrlich ihre Ängste zugeben."

'Komm schon Erdboden. Wo ist dieses Loch das dich in solchen Momenten verschlucken soll?' Und doch spürte sie soetwas wie stolz in sich. Tiago hatte IHR ein Kompliment gemacht. Konnte dieser Moment noch besser werden?

Sie sah Noah der mit dem Kopf nickte und Tiago so wortlos Zustimmung gab. Auch Shari meinte: "Tiago hat Recht, das war echt mutig". Doch so schön der Moment auch war, natürlich musste er vergehen. Das sah Blue in dem Moment, indem Ella und ihre beiden Handlanger zu dem Boot kamen, in dem die vier Freunde saßen. Mit einem gehässigen Gesichtsausdruck sah sie zu ihnen hinab.

"Oh, wen haben wir denn da. Sind das etwa die zu groß geratenen Heulsusen? Ein Glück ist das hier eine Schule für Wassertiere, somit könnt ihr ja jederzeit ins Wasser springen wenn ihr Mal wieder flennen müsst."

Sie lachte laut auf und ihre beiden Begleiter fielen mit ein. Tiago und Noah wollten schon aufspringen, doch ich hielt sie zurück. 'Überlasst das mir', zischte ich. Die drei sahen mich erstaunt an, als ich Aufstand und mich Ella entgegenstellte.

"Nur damit du es weißt Ella, das waren alles nur Freudentränen. Und die haben wir geteilt, weil wir FREUNDE sind. Immerhin haben wir Freunde mit denen wir Freudentränen teilen können, anders als du."

Mit einem zufriedenen Gesichtsausdruck setzte ich mich wieder hin. Shari hob die Hand und ich klatschte mit ihr ab. Ella betrachtete uns mit einem Ausdruck, der eine Mischung aus Wut, Entsetzen und Überraschung zu sein schien. Doch dieser Gesichtsausdruck verwandelte sich schnell in Schadenfreude.

"Soso, du spielst neuerdings also die Heldin. Du bist ja auch so mutig. Oh Toco, Barry nehmt euch in acht. Wir haben hier eine neue Heldin an der Schule. Sie beschützt die armen und schwachen. Da müssen wir ja echt aufpassen."

Ella lachte wieder. Shari erhob sich und verbarg sie damit, da sie erneut im Gesicht knallrot angelaufen ist.

"Halt die Klappe Ella. Blue muss nicht mutig sein. Trotzdem ist sie ein besserer Mensch und ein besserer Wandler als du es je sein könntest."

"Hört hört. Scheint ja ganz so als ob die Delfine heute alle ein bisschen zu mutig sind." Sie kicherte erneut.

Nun stand auch Tiago auf. "Hau endlich ab Ella. Wir wollen hier nur in Ruhe Frühstücken. Also lass uns in Ruhe und verzieh dich."

Doch Ella dachte nicht dadran. Nun fixierte sie Tiago. "Oh, der große Tigerhai kommt zu Rettung seiner geliebten Delfine. Wie edel. Sage mir Tiago, wen von ihnen beschützt du hier ganz besonders?"

Nun lief auch Tiago rot an, ob vor Scham oder Wut wusste sie nicht. Doch irgendetwas daran war komisch.

"Was meinst du damit", blaffte ich Ella an. Diese wandte sich wieder mir zu. Das Glitzern in ihren Augen und ihr breites Lächeln verkündeten bereits ein Unheil, noch bevor sie zu sprechen begann.

"Oh, liebe Blue. Ich glaube du weißt ganz genau was ich meine." Sie sah feixend auf mich hinab. Dann blickte sie zwischen den anderen hin und her. Offenbar sah sie dort etwas, was sie köstlich amüsierte. "Oder hast du es ihnen etwa gar nicht erzählt?" Sie tat so als würde sie erschrocken die Augen aufreißen.

Shari wirkte verwirrt. Noah warf mir einen entsetzten Blick zu, den ich kurz mit vor Schreck geweiteten Augen erwiderte. Ich hatte eine Ahnung worauf Ella anspielte. Aber das könnte nicht sein. Sie konnte es nicht wissen. Oder? Tiago sah jedoch eher genervt aus als alles andere.

"Wenn das wieder eines deiner Spiele ist Ella, dann lass dir gesagt sein, dass wir sie nicht brauchen. Jetzt lass uns in Ruhe oder wir holen einen Lehrer."

Ella sah jedoch Blue an mit einem gespielten Schock in den Augen.

"Nein, du hast es ihnen ehrlich nicht gesagt? Und dabei sind sie doch deine besten Freunde, oder etwa nicht? Ich dachte unter Freunden erzählt man sich alles?"

Shari stand nun auf. "Hau ab. Hör auf hier so zu tun als ob du alles besser wüsstest. Wir wollen dich hier nicht und jetzt GEH."

Doch Ella bewegte sich kein Stück. "Aber sollte euch die mutige Blue nicht sagen, was für ein Geheimnis sie hat? Schließlich seid ihr doch ihre Freunde, oder täusche ich mich da?"

Ich konnte nichts darauf erwidern. Ich spürte wie Shari sich anspannte, doch trotz ihrer offensichtlichen Neugierde wollte sie das Geheimnis offenbar nicht erfahren.

"Wieso solltest du ein Geheimnis kennen, das wir nicht von ihr kennen. Sie würde dir niemals freiwillig ein Geheimnis anvertrauen."

Ella grinste. "Natürlich würde sie das nicht machen. Allerdings..." Sie machte eine dramatische Pause. "Allerdings hat Barry rein zufällig mitbekommen wie Blue und Noah sich gestern darüber unterhalten haben. Und da wollte ich doch sicher stellen, dass ihre besten Freunde von ihrem Geheimnis wissen."

Ich spannte mich an. Noah zog scharf die Luft ein. Er warf mir erneut einen Blick zu, ehe auch er sich Ella entgegenstellte.

"Was Blue und ich besprechen geht nur uns beide etwas an. Du hast hier kein Recht die Geheimnisse von anderen herauszuposaunen Ella."

Doch Ella ignorierte ihn. Sie war mir einen Blick zu, voller Abscheu und Bosheit. Doch auch Tiago meldete sich jetzt wieder zu Wort.

"Wir wollen Blues Geheimnis nicht wissen, Ella. Wenn sie es uns sagen möchte kann sie das tun und wenn nicht, dann ist das auch okay. Es ist ihre Entscheidung."

Ella wandte sich ihm zu. "Aber Tiago, dieses Geheimnis betrifft doch auch dich. Da hast du doch ein Recht darauf ihr Geheimnis zu erfahren."

Tiago sah erstaunt aus. Doch als er antwortete klang er trotzdem entschlossen.

"Es ist mir egal. Blue kann von mir denken was sie will, sie kann soviele Geheimnisse haben die mich betreffen wie sie will. Wenn sie mich nicht mag ist das ihre Meinung die ich dann auch nicht ändern kann. Wenn sie denkt, dass es mich nichts angeht ist es okay. Also jetzt zum letzten Mal Ella, hau ab."

Doch Ella sah ihn mit gehässigen Ausdruck an. "Ach, du denkst sie würde dich nicht mögen? Wie falsch du doch liegst, Tiago." Sie warf mir einen Blick zu, bei dem ich am liebsten sofort abgehauen wäre. "Tiago, denkst du Blue mag dich wirklich nicht? Nun, da muss ich dich leider enttäuschen. Die kleine, ach so MUTIGE Blue hasst dich nun wirklich nicht."

Doch Noah unterbrach sie. "Es reicht, Ella. Genug ist genug."

Ella sah ihn an. In ihren Augen war zu sehen, dass sie jetzt keinen Rückzieher machen würde.

"Es ist nie genug, Noah. Das solltest du inzwischen wissen." Sie wandte sich zu Tiago um. "Um genau zu sein hat dich die kleine Blue ganz gerne. Ich glaube sogar Barry meinte etwas von wegen, sie sei sogar in dich verliebt."

Es spielte sich alles in Zeitlupe ab. Shari wandte sich ihrer besten Freundin zu, einen ungläubigen Ausdruck auf den vor Schreck weit aufgerissenen Augen. Noah sah ebenfalls zu Blue, einen entschuldigenden Blick in den Augen. Tat es ihm leid, dass er Ella nicht daran gehindert hatte das Geheimnis preiszugeben? Ella und ihre Kumpanen begannen zu lachen. Und Tiago? Der stand stocksteif da, offenbar zu verblüfft um etwas zu sagen. Ich selbst blickte zu Boden, ehe ich Aufstand und einfach lief. Ich lief raus, raus aus der Kantine, raus aus der Schule, einfach nur raus von allem.

Ich wusste nicht wo ich hinlief. Ich wusste nicht wohin meine Füße mich trugen. Ich hatte keine Ahnung wo ich hin wollte, wo ich hin sollte. Erst als ich den Sand unter meinen Schuhen knirschen hörte bemerkte ich, dass ich am Strand war. Ich ignorierte die anderen Schüler die mich erstaunt ansahen, als ich mit Tränenverschmierten Gesicht ins Wasser sprang und mich verwandelte. Dann schwamm ich.

Ich hatte keine Ahnung wohin ich schwimmen sollte. Vielleicht zum Riff? Nein. Ich wollte nicht zum Riff. In der Nacht hätte es vielleicht meine Sorgen beiseite geschoben, aber nicht jetzt. Also schlug ich den Weg zum Geheimversteck ein. Ich hoffte niemand war da und würde Fragen stellen. Und tatsächlich war ich alleine. Also verwandelte ich mich zurück und verzog mich in eine Ecke des Verstecktes. Dort ließ ich meinen Tränen dann freien Lauf.

Es fühlte sich an, als wäre ich ein ganzes Leben hier gewesen, im Versteck und hätte mein Gesicht in meinen Händen vergraben. Irgendwann bemerkte ich leise Stimmen und wie jemand das Versteck betrat. Ich wusste wer es war. Aber ich wollte sie nicht sehen. Nicht jetzt. Ich hörte Shari, wie sie zu mir ging und sich neben mich kniete.

"Hey Blue." Ihre Stimme war kaum mehr als ein flüstern. Ich reagierte nicht darauf. Als nächstes merkte ich wie Shari mich in ihre Arme nahm. Ich ließ es geschehen. Ich weinte einfach weiter, und spürte wie Shari mich hielt. Und es fühlte sich gut an, so wie Shari sich bei Noah gefühlt haben musste, wie ich mich bei Tikaani gefühlt hatte. Als ich mich einigermaßen beruhigt hatte, sah ich meine Freundin an.

Wie zu erwarten waren auch Noah und Tiago da. Noah sah mich mitleidig an. Tiago sah nachdenklich drein und mied meinen Blick. Mein Herz zog sich zusammen. 'Er fühlt nicht das gleiche. Ich wusste es.' Oder war es wie bei mir? Ich wusste nicht ob ich Tiago jemals wieder ins Gesicht sehen könnte.

Shari war meinem Blick gefolgt. "Blue, stimmt das was Ella gesagt hat?"

Icj konnte meiner besten Freundin nicht in die Augen sehen. Ich konnte Noah nicht in die Augen sehen. Und ich konnte erst recht nicht Tiago in die Augen sehen. Der jedoch schaffte es endlich zu mir zu sehen.

"Blue, ich kann verstehen wenn du es nicht zugeben willst, aber ich würde es gerne wissen." Er trat nah an mich heran. Ich sah ihm in die Augen und konnte meinen Blick nicht von seinen Augen lösen. Und erst recht konnte ich ihn nicht anlügen.

"Ja." Es war nur ein kleines flüstern das jedoch viel lauter in mir widerhallte. "Ich liebe dich."











Hey friends, das war es von dieser Fanfiktion. Aber keine sorge, ich werde hier noch ein weiteres Kapitel hochladen. Beim nächsten mal ist es jedoch das allseits bekannte Tiari (Tiago×Shari) Pairing. Jetzt lasst mir doch einmal eure Meinungen da, wer euer Lieblingspairing in Seawalkers oder Woodwalkers ist und wen ihr mit Tiago shippt. Ich muss ehrlich zugeben, Ich Liebe das Pairing zwischen Tiago und Shari am meisten, jedoch hoffe ich, dass wenn es nicht Shari wird, er dann mit Blue zusammenkommt. Aber wie steht es mit euch? Lasst mir gerne eure Meinung da. Ansonsten kann ich nur noch sagen Tschaui und LG Freiheitsträumer.

P.S. OMG über 8000 Wörter. Damit ist diese Story meine bisher längste Fanfiktion.
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