Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

Warriors

GeschichteSci-Fi, Liebesgeschichte / P16 / Gen
Bellamy "Bell" Blake John Murphy Marcus Kane OC (Own Character)
02.10.2020
03.04.2021
13
15.494
1
Alle Kapitel
4 Reviews
Dieses Kapitel
noch keine Reviews
 
 
02.10.2020 1.784
 
Alicia wurde ohnmächtig. Murphy versuchte sie wach zu rütteln, doch sie rührte sich nicht mehr. Ihr Wunden bluteten noch immer. “Alicia. Wach auf. Bitte wach wieder auf.” Er flehte sie an, doch nichts passierte.
“Fuck!” John überlegte kurz, was er machen sollte. Hier zu bleiben, wäre ihr Todesurteil. Also beschloss er zurück zum  Drop-ship zu gehen, vielleicht fand er dort Hilfe. Doch er konnte Alicia aber nicht hier alleine lassen.
Vorsichtig schob John seine Hände unter Alicias zierlichen Körper und versuchte sie hochzuheben. Er schrie auf, als er mit ihr zusammen versuchte aufzustehen. Sein Bein schmerzte höllisch und beinahe wäre er mit ihr zusammen hingefallen, doch er konnte sich gerade noch halten. Er biss die Zähne zusammen und unterdrückte die Tränen, die der Schmerz verursachte.
Er humpelte langsam Richtung Drop-Ship. Jeder Schritt war für ihn die Hölle. Aber vielleicht lebte Clarke ja noch und konnte Alicia das Leben retten. Seins war ihm mittlerweile egal. Hauptsache Alicia würde das hier überleben.
Es dauert verdammt  lange zurück zum Camp zu kommen. Dabei waren sie nur ein paar Kilometer weit gekommen, bis die Grounder sie angegriffen hatten. Doch irgendwann erreichte John es. Erleichterung machte sich in ihm breit, als er das Drop-Ship sah, denn er konnte nicht mehr. Der Schweiß lief ihm den Rücken runter und seine Haare klebten an seiner Stirn. Er konnte das Mädchen in seinen Armen kaum noch halten. Vorsichtig humpelte John näher zum Eingang. Das Bild was sich ihm bot, war schrecklich. Überall lagen verbrannte Leichen, es stank nach verbranntem Fleisch und eine unangenehme Stille lag über den Ort.
Plötzlich hörte Murphy einen Schuss aus dem Drop-Ship. Es lebten also noch welche. Vielleicht würden sie Alicia helfen. Er schaute seine Freundin an und sah wie blass sie war. “Halte durch.” flüsterte er und humpelte mit letzter Kraft zum Eingang.
“Nicht schießen!” Rief er und ging durch den Vorhang. Drinnen konnte er nur Raven sehen und einen toten Grounder.  Johns Hoffnung auf Hilfe schwand.
“Wow. Nicht schießen Raven.” sagte er und kam langsam und vorsichtig näher.
“Warum nicht, du hast auch auf mich geschossen und sie hat dir dabei geholfen.” Raven zielte immer noch auf die Beiden.
Sie wollte schießen, doch ihre Waffe hatte keine Munition mehr. Murphy atmete erleichtert aus.
Er humpelte in eine Ecke und legte Alicia ganz vorsichtig ab. Dann suchte er ein paar Stofffetzen um ihre Wunden zu versorgen. Währenddessen ließ Raven ihn nicht aus den Augen.  John setzte sich zu Alicia und verband ihr Schulter und ihre Seite. Der Pfeil steckte immer noch zwischen ihren Rippen und auch die Pfeilspitze steckte noch in ihrer Schulter.
“Ich hätte auch abgedrückt.” sagte er auf einmal zu Raven und hob den Kopf von Alicia vorsichtig hoch, um ihn auf sein gesundes Bein zu legen. Sie atmete schwer, doch wenigstens atmete sie und das war alles, was gerade für ihn zählte. Er hoffte, dass die Pfeile mit keinem Gift getränkt waren, wie damals bei Finn. denn dann gäbe es keine Hoffnung mehr für seine Freundin.
Murphy sah zu Raven.  Sie sah auch nicht gerade gut aus. Es tat ihm so gar leid, dass er auf sie geschossen hatte.
“Was willst du hier Murphy?” fragte sie.
“Sterben. Genau wie du.”
“Was ist mit Alicia?”
“Wurde von zwei Pfeilen getroffen.”
“Wie viele sind noch da draußen?”
“Keiner. Du hast sie alle gegrillt.”
Dann war es kurz still, bis Raven auf einmal Blut hustete.
John legte Alicia vorsichtig beiseite und humpelte schnell zu Raven rüber. “Leg dich auf die Seite.” befahl er ihr. Sie wollte sich aber nicht von ihm helfen lassen, doch hustete immer mehr Blut. Widerwillig drehte sich auf die Seite und Murphy wischte ihr das Blut aus dem Gesicht.
“Ist schon in Ordnung.” sagte er zu ihr.
“Wieso hilfst du mir?” fragte Raven.
Murphy schaute kurz zu Alicia rüber und musste lächeln. “Sie hätte dir auch geholfen.."
“Was findet sie nur an dir?”
“Ich weiß es nicht. Das hab ich mich auch schon oft gefragt.”
"Ich glaube nicht, dass Alicia mir geholfen hätte, sie würde mich lieber tot sehen." kam es leise von Raven. "Sie verteidigt nur die, die ihr was bedeuten. Wie dich oder Bellamy."
John humpelte wieder zu Alicia ohne auf die Worte von Raven einzugehen.
“Liebst du sie?” fragte Raven ihn.
Er zögerte keine Sekunde um ihr zu antworten. “Ja, ich liebe sie.” Er strich Alicia eine Haarsträhne aus dem Gesicht und schaute sie an. Er hatte noch nie etwas gefühlt, wie das was er für dieses Mädchen empfand. Und es fühlte sich gut an.
“Warum bist du so ein Arsch Murphy? Fragte Raven auf einmal.
“Es tut mir leid, dass ich auf dich geschossen habe.” war seine Antwort.
“Lass mich raten. Mummy und Daddy haben dich nicht geliebt.” Raven klang herablassend.
“Doch, sie haben mich geliebt.” John spürte die Tränen in seinen Augen. Es war einfach alles zu viel für ihn. Er vermisste seine Eltern.
“Sag's mir. Wie wird ein Junge, der von seinen Eltern geliebt wurde, zu einem mordenden Psychopathen?”
John fing an von seiner Kindheit zu erzählen. Wie sein Vater für ihn die Medikamente gestohlen hatte, die ihm wahrscheinlich eh nicht geholfen hätten und er deswegen gefloatet wurde. Wie seine Mutter ihrem Sohn die Schuld für den Tod gab und anfing zu trinken. Die Tränen versuchte John so gut es ging zurückzuhalten. Während er erzählte, sah nur auf Alicia, die immer noch ohnmächtig war. Doch ihre Atmung hatte sich etwas beruhigt. Es schien ihr also etwas besser zu gehen, seit dem die Blutung gestoppt wurde. Eine Träne  fand doch den Weg, lief Johns Blutverschmiertes Gesicht herunter und tropfte auf Alicias Haar. Er sah zu Raven, die ihn immer noch verachtend ansah, doch jetzt war ihr Gesicht nicht mehr ganz so hasserfüllt.
Raven schien es immer schlechter zu gehen. Sie kippte zur Seite und wurde ohnmächtig. Jetzt war Murphy allein. Am liebsten hätte er geschrien. Wie konnte sein Leben nur so beschissen enden? War jetzt die Zeit gekommen, in der er sein Leben Revue passieren ließ und feststellte, dass es einfach nur beschissen war und auch beschissen endete? John wollte nicht sterben. Er wollte noch so viel Zeit mit Alicia verbringen.

Nach kurzer Zeit hörte er Stimmen. Das waren bestimmt Grounder. Sie suchten nach Überlebenden, um diese dann auch zu töten. Doch die Stimmen die John hörte, waren in seiner Sprache. Und dann kamen Menschen  ins Drop- Ship. Es waren welche von der Ark. John sah sie verdutzt an. Wie konnten sie hier auf der Erde sein?
Eine Frau lief sofort zu Raven. Murphy erkannte sie. Es war Clarkes Mutter. Währenddessen kam ein Mann, der sich als Kane herausstellte, zu Murphy und Alicia. Er erkannte seine Nichte wohl nicht sofort, denn sie voller Blut und Schlamm. Doch als Kane sie genauer betrachtete, erkannte er Alicia.
Raven  wurde wieder wach und erzählte ihr, dass Clarke nicht hier sei. “Was ist mit dir passiert?“ fragte Abby sie.
“Er… Ich wurde angeschossen.” John und Raven hatten kurz Blickkontakt und er war froh, dass Raven nicht die ganze Wahrheit gesagt hatte. Erleichtert atmete er aus.
Kane richtete sich auf. “Abby, hier ist noch jemand schwer verletzt.” Diese kam nun auch zu John und Alicia. .
“Können Sie ihr helfen?” fragte Murphy mit leichter Panik in der Stimme.
“Wenn wir uns jetzt beeilen, kann ich beiden vielleicht helfen.” antworte die Ärztin, während sie Alicias Wunden inspizierte.
“Wir brauchen zwei Tragen!” rief Marcus nach draußen.
Zwei Männer kamen ins Drop- Ship.
“legt die beiden Mädchen vorsichtig auf die Tragen. Die beiden Jungs draußen, sollen helfen.” befahl Marcus und wandte sich dann zu Murphy. “Komm ich helfe dir hoch und dann erzählst du mir was hier passiert ist.” Der Angesprochene sah etwas verdutzt zu Kane hoch. Welche zwei Jungs hatte er wohl gemeint, fragte John sich. Alicia wurde von seinem Schoß gehoben und auf die Trage gelegt. Sie verzog dabei vor Schmerz ihr Gesicht, doch ihre Augen blieben geschlossen.
“Seien Sie vorsichtig mit ihr.” flehte Murphy.
Kane sah ihm an, dass er sich um Alicia sorgte.
“Komm schon Murphy.” Kane half John hoch und dieser stöhnte vor Schmerz auf. “Was ist hier vorgefallen?” fragte Kane noch einmal, die beiden langsam aus dem Drop- Ship liefen. “Die Grounder wollten uns angreifen. Sie waren überall und wenn Raven nicht gewesen wäre, wären wir jetzt alle tot. Sie hat die Grounder in die Luft gesprengt.” Versuchte Jon so gut es ging zu erzählen. Es musste ja keiner wissen, dass er und Alicia kurz vorher abgehauen waren. Draußen stellte John fest, dass die beiden Jungs, von dem Kane vorhin geredet hatte, Bellamy und Finn waren. “du bist ja noch am leben.” stellte er fest und sah Bellamy verachtend an. Dieser kam verdammt wütend auf John zu und schmiss sich auf ihn.
“Du verfluchtes Dreckschwein!” rief Bellamy und schlug auf Murphy ein. Finn rief, dass Bellamy aufhören sollte, doch er der Elektrostock brachte ihn von John runter. Beide Jungs lagen jetzt auf dem Boden und schnappten nach Luft.  
“Nehmen Sie ihn fest.” befahl Kane und zeigte auf Bellamy.
“Halt, Sie verstehen das nicht. Murphy hat zwei von uns ermordet und einen erschossen. Er wollte Bellamy hängen.” versuchte Finn seinen Freund zu verteidigen und die Wut von Bellamy zu erklären. “Dass ist mir egal! Ihr seid doch alle keine Tiere. Es gibt Regeln, Gesetze. Von jetzt an haben wir jetzt das Sagen.” Kane war wütend. Wie konnten diese Kids es nur so weit kommen lassen?
Aus dem Drop- Ship wurde jetzt Raven auf einer Trage herausgebracht. Sie war wieder Ohnmächtig und Aby erklärte Finn, dass sie sehr viel Blut verloren hätte und es ein Wunder sei, dass sie noch lebte.
Kane lief mit einem weiteren Soldaten zurück ins Drop- Ship um Alicia zu holen. Auch sie war noch Ohnmächtig. Kurz berührte er seine Nichte an der Kane und stellte mit Entsetzen fest, dass sie glühte. “Abby sie ist ganz warm.” kam es etwas panischer von ihm, als er eigentlich wollte. Abby fasste dem Mädchen an die Stirn, als die drei raus kamen.. "Sie hat eine Menge Blut verloren und ihre Wunden fangen an sich zu entzünden. Wir müssen uns wirklich beeilen und die Drei schnellst möglichst medizinisch versorgen."  
“Kane? Was ist mit ihr?” fragte Bellamy ihn nun und wirkte besorgt.
“Sie ist schwer verletzt. Wenn wir uns jetzt nicht etwas beeilen, wird sie sterben. Also machen Sie jetzt keine Dummheiten mehr Mr. Blake.” Bellamy wusste, dass es Sinnlos war, jetzt noch etwas zu erwidern. Finn und ein weiterer Soldat wurden aufgefordert, den verletzten Murphy zu stützen, denn es gab keine weitere Trage. Keiner der Jungs sagte mehr ein Wort. Sie waren alle viel zu besorgt um ihre Freundinnen.
 
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast