Tintenkleckse einer Welt

DrabbleAllgemein / P12
01.10.2020
27.10.2020
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18.10.2020 372
 
Die Wichtigkeit der Teestunde war eine britisches Klischee, um das auch die magische Welt nicht umhin kam. Kein britischer Magex, der etwas auf sich hielt, war nicht in der Lage, einen anständigen Tee zu kochen – das war eine Aufgabe, die man niemals an einen Hauselfen abgeben würde.
Magie durfte bei diesem Prozess keine aktive Rolle spielen – das Wasser musste auf natürliche Weise zum Kochen gebracht werden und Schande über den, der sich die Ziehzeit anzeigen ließ. Was nicht heißen soll, dass das entstehende Getränk nicht magisch war – nein, wie bei Zaubertränken beeinflusste die magische Aura des Brauers natürlich den Tee. Gerade in den alten Familien konnte das zu einer richtigen Kunstform ausarten, die ehrfurchtsvoll von Generation zu Generation weitergegeben wurde, zusammen mit den Teeservice für jede Gelegenheit.
Über eine perfekte Tasse Tee sind schon viele Abkommen beschlossen worden, während schlechter Tee manchmal auch der Grund für eine Blutfehde war. Nie jedoch, egal welch hinterlistige Absichten er oder sie hatte, würde ein britischer Magex es wagen, am Tee eines anderen herumzupfuschen mit Tränken, Gift oder ähnlichem. Wer so etwas tat, war der allerletzte Abschaum.



Ich hab hierfür lange überlegt (bzw ziemlich spät auch erst damit angefangen), was ich aus dem Prompt machen will. Eigentlich dachte ich an sowas, wie vielleicht dass Tom einen Sturm entfesselt hat mit seinem Eintritt in die Politik - einen Sturm der Veränderung, der Entrüstung, wie auch immer. Aber was er so alles verändert und wie darauf reagiert wird, hab ich ja bei einzelnen Themen schon gehabt.

Stattdessen wollte ich mal wieder was Allgemeineres machen, so wie am Anfang des Monats, wo es nicht darum ging, was Tom gemacht hat, sondern darum, wie die magische Welt so ist.
Dazu musste ich mir erstmal eine Kurzfassung davon machen, was ich schon so erzählt habe, um mir besser überlegen zu können, was ich noch erzählen will.

Und ich bin beim Tee gelandet. Weil der Sturm im Wasserglas auf Englisch a storm in a teacup ist. Und es entwickelte sich so, dass es nicht nur so um Tee ging, sondern tatsächlich auch darum, wie viel Aufhebens um so eine kleine (aus nicht-britischer Sicht ^^) Sache gemacht wird. Etwas, das hoffentlich ein wenig Auflockerung in diese Sammlung bringt (:


MiraM, 18.10.20
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