Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

2020 09 28: glaube nicht immer, was du denkst gesehen zu haben [Ersatzbeitrag by ladyfangirl]

OneshotFreundschaft, Schmerz/Trost / P12 / MaleSlash
Gabriel/Trickster Sam Winchester
28.09.2020
28.09.2020
1
1.232
4
Alle Kapitel
2 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
 
 
28.09.2020 1.232
 
Tag der Veröffentlichung: 28.09.2020
Zitat: "Glaube daran, dass du es kannst, dann wirst du es können." aus Disney´s "Mulan"
Autor: ladyfangirl
Titel der Geschichte: glaube nicht immer, was du denkst gesehen zu haben
Hauptcharaktere: Sam Winchester, Gabriel / Trickster
Nebencharaktere: Dean Winchester, Castiel
Pairings: ein leichter Hauch von Sabriel
Kommentar des Autors: eine Serie, von der man echt schlecht wieder loskommt, wenn man sie einmal rewatcht *grins* zeitliche Einordnung ... puh, irgendwann nach Staffel 5 und dem unschönen Ereignis rund um einen gewissen Engel, aber trotzdem noch vor der 9. Season ^^

*****

glaube nicht immer, was du denkst, gesehen zu haben

*****

Müde stellt Sam seine Tasche auf das Bett und inspiziert noch schnell das restliche Zimmer im Motel. Er war vom letzten Job, ein Vampirnest voller Frischlinge ausräuchern, so erledigt, dass er nicht mal weiß, ob seine Erinnerung an das letzte Staatenschild noch stimmt. Sollte es der Fall sein ... dann sind sie jetzt irgendwo in Texas. Und Dean in irgendeiner Bar, auf der Suche nach seiner Ablenkung in irgendeiner Frau für die Nacht. Er selber ist einfach viel zu erledigt und zu müde, um noch irgendwas großartiges zu machen.
Nur eine letzte Handlung für den Tag sollte drin sein und so geht er unter die Dusche.

Mit einem Handtuch um der Hüfte sitzt er dann auf den doch erstaunlich bequemen Bett und isst das Sandwich, dass schon ein paar Stunden in seiner Tasche rumkullert, aber sicher essbarer als das ungesunde Zeug aus dem Snackautomaten draußen ist. Da flimmert plötzlich der alte Fernseher auf dem Schrank los.

... und deswegen muss man auch mal an sich denken, nicht wahr? #habichnichtrecht
Und wie kann man denn besser abschalten und sich was gönnen, wenn nicht mit #CasaErotica

"Das ist doch ein schlechter Scherz?" Sam bleibt das Sandwich im Halse stecken.
"Man hat nach mir gerufen?" Auf dem Bildschirm ist er jetzt ganz deutlich zu erkennen, ohne dieses dämlichen Oberlippenbart, wie beim letzten Mal. Und mit einem deutlichen Funkeln in den Augen, was absolut unmöglich ist.
Sam hatte die verbrannten Federn gesehen, der Geruch verfolgt ihn auch immer wieder und es war absolut kein anderer Schluss zu treffen, als den Tod des Erzengels zu betrauern und nach einiger Zeit auch zu akzeptieren. Es hatte Dean einige Nerven gekostet seinem Bruder über den Verlust hinweg zu helfen, auch wenn Sam in Gabriel nie das Gleiche gesehen hatte, was Dean offenbar in Castiel sieht. Trotzdem hatte den Jüngeren der Tod des Engels mächtig mitgenommen und nun Gabriel im Fernsehen zu sehen, bei dieser dämlichen Pornoreihe, machte den Verlust nicht gerade besser.
"Deine Aufmachung ist aber nicht gerade vielversprechend, Sonnenschein." Sam gluckst kurz auf, man könnte fast denken, dass der Engel mit ihm redet. Wenn er nur nicht tot wäre.
"Glaubst du es denn wirklich?" Okay, das ist jetzt wirklich ein wenig seltsam und Sam sieht sich kurz in dem Motelzimmer um. Doch niemand ist zu sehen und somit sieht er allein gerade das aufgezeichnete Video. Das ist es doch, oder?
"Ich werde wohl etwas bessere Überzeugungsarbeit leisten müssen", Gabriel schnipst einmal mit den Fingern ...

... und steht so plötzlich im Motelzimmer, dass Sam ein spitzer Schrei über die Lippen kommt und er fast vor Schreck vom Bett fällt. "Wow, das ist ja mal eine Begrüßung, Sammy. Normalerweise kreischen nur die Mädels, wenn ich komme."
"Du ... du ..."
"Ja, ich. In echt und sogar in Farbe. Was macht die Jagd?" Zufrieden mit seinem Auftritt setzt sich Gabriel auf das zweite Bett, direkt Sam gegenüber, und schaut sich eher desinteressiert im Zimmer um. "Wie ich sehe, kommt ihr immer noch viel rum und seid immer noch nicht wählerischer bei der Auswahl der Bleibe geworden."
"Du ... du bist tot. Ich habe es selber gesehen."
"Oh, Samsquatsh, ich kann dir versichern, ich war nie lebendiger."
"Das ist nur ein Traum", Sam schließt die Augen und schüttelt den Kopf. "Ich bin bestimmt vollkommen übermüdet in der Dusche ausgerutscht und habe in meiner Bewusstlosigkeit einen seltsamen Traum. Denn ich weiß ganz genau, wie Luzifer dich umgebracht hat und Cas hat mehr als einmal gesagt, dass ein Erzengel nicht so einfach zurück kommen kann."
"Autsch", theatralisch fasst sich Gabriel ans Herz und lacht trocken auf, "das hat mich jetzt aber schon getroffen. Sehe ich etwa aus wie mausetot?"
"Ich ... ich weiß nicht. Mein Verstand scheint es gerade für ziemlich real zu halten und ich weiß nicht mehr, was ich noch glauben soll."
"Glaube daran, dass du es kannst, dann wirst du es können."
"Was?" Sam blinzelt etwas verständnislos und legt den Kopf leicht schief, was Gabriel einfach zum Dahinschmelzen findet.
"Glaube daran, dass ich dir gerade die Wahrheit sage und dann wirst du es auch verstehen. Du kannst mich natürlich auch gern umarmen und damit sicher gehen, dass dein Verstand dir keinen Streich spielen will. Du sitzt nämlich auf einem Bett und liegst nicht bewusstlos in irgendeiner Dusche in einem fremden Motel am Arsch der Welt." Einladend streckt Gabriel ihm die Arme entgegen, doch Sam schüttelt nur den Kopf. "Na los, gib dir einen Ruck und dann können wir dieses peinliche "Aber ich habe dich sterben sehen" zu den Akten legen. Ich bin nämlich real, genauso wie das Zimmer und du und Dean, der irgendwo bei einer Blondine liegt."
"Das ist nur ein Wunschtraum. Ich habe mir bestimmt was eingefangen und ..."
"Herrgott nochmal", Gabriel fliegt Sam fast förmlich in die Arme und vollkommen überrumpelt umschlingt der größere den kleineren Körper. "Ich war über deine Trauer echt gerührt, musste mich aber erstmal zurückziehen und die Wunden lecken. Auch wenn mich mein Bruder nicht wirklich gegrillt hat, viel hat nicht gefehlt und auch wenn es vielleicht nicht immer so gewirkt hat, aber ein bisschen am Leben hängen tu ich ja doch."
"Das ist also kein Traum?"
"Nein, Sam, ist es nicht, das versichere ich dir." Gabriel legt den Kopf an die Brust des Jägers und gestattet sich für einen Moment die Augen zu schließen. "Ich kann euch doch nicht vollkommen kopflos in das Ende der Welt rennen lassen. Glaube mir, auch ich hänge inzwischen ein bisschen an Daddys Spielzeug."
"Du bist einfach unglaublich", Sam beginnt zu glauben und seine Seele kommt endlich wieder zur Ruhe. Mit dem Beweis des Lebens in den Armen, atmet er zum ersten Mal seit Monaten wieder bewusst durch und fühlt, wie einiges wieder an den angestammten Platz rutscht. Ihm war nie klar, was Gabriel ihm genau bedeutet, aber die Tatsache, dass der Engel nicht tot ist, zeigt ihm deutlich, dass es nun an der Zeit ist es herauszufinden.
Arm in Arm sitzen sie still zusammen in einem schäbigen Motel und erfreuen sich einfach nur an der Zweisamkeit. Wer weiß nämlich schon, wie lange es halten wird.

*****





~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~ Lulas Nachwort ~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~


Vielen lieben Dank an ladyfangirl, dass sie den Tag übernommen hat.
Ich liebe ja Supernatural. Derzeit bin ich am Anfang der siebten Staffel. Gabriels Tod fand ich echt traurig. Das hier ist doch mal eine schöne Alternative und das Zitat passt allemal.

Eure lula-chan
Review schreiben
 
 
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast