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• Hold me close •

OneshotDrama, Liebesgeschichte / P12 / MaleSlash
Benjamin "Benji" Dunn Ethan Hunt
28.09.2020
28.09.2020
1
1.128
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Hold me close

|Disclaimer: Die Filmreihe "Mission Impossible" und ihre Charaktere gehören nicht mir. Sie gehören ihren rechtmäßigen Erfindern und ich leihe sie mir nur aus.

A/N: Wow... Ich hätte nie gedacht, dass ich mal eine so ziemlich reine Fluff-Story schreibe (was wohl auch der Grund dafür ist, dass immer noch ein bisschen Drama mit reinspielt ^^'), aber hier ist eine der fluffigsten Fanfiktions, die ich je geschrieben habe. Es ist mal etwas anderes, aber ich hoffe, ihr habt Spaß beim Lesen!
SPOILERS für "Rogue Nation"|

• Hold me close •

"Noch einmal."
Als er den Befehl hörte, schlug Benji nach ihm, doch Ethan fing die Faust sofort ab, packte dann den Arm des jüngeren Agenten und drehte ihn. Schließlich zog er den ehemaligen Techniker in einen Würgegriff und hielt ihn fest.
"Befrei dich."
Doch so sehr Benji auch versuchte frei zu kommen... Es klappte nicht. Ethan war einfach zu stark.
"Ich... ich kann nicht mehr", murmelte er stattdessen und ließ die Anspannung seinen Körper verlassen, wurde schlaff, während er sich mit dem Rücken müde gegen Ethan lehnte.
Vorsichtig löste dieser den Griff und er schaute in Benjis Gesicht. Der Brite hatte tiefe Augenränder und sah so unglaublich erschöpft aus. Sofort bereute Ethan seine strengen Anweisungen und das stundenlange Training zur Selbstverteidigung.
Es war nur... diese unglaubliche Angst. Dieses schreckliche Gefühl, welches Ethan seit Benjis Entführung nicht mehr loslassen wollte. Nur deshalb hatte er beschlossen mit seinem Freund und Partner zu trainieren. Er hoffte, dass Benji sich beim nächsten Mal besser helfen könnte, wenn Ethan einmal mehr nicht gut genug war, um ihn zu schützen.
Aber er schien es wirklich übertrieben zu haben. Benji hatte den halben Tag gegen ihn gekämpft, sich aus Würgegriffen befreit und sich verteidigt. Irgendwann musste es einfach zu viel für ihn sein.
Behutsam legte Ethan eine Hand auf Benjis Schulter.
"Du hast recht. Es... ist genug für heute. Entschuldige."
Aber Benji schüttelte nur erschöpft den Kopf.
"Alles gut. Du brauchst dich für nichts entschuldigen. Ich... ich verspreche dir, dass ich morgen besser sein werde, ja?"
Dieser Satz und der um Verzeihung bittende Blick trafen den älteren Agenten wie ein Stich ins Herz. Benji schien zu glauben, dass er zu schlecht war und dass Ethan deshalb das Training beendete.
"Du warst gut, Benji! Ich... verlange einfach zu viel von dir."
Benji schien ihm diese Worte nicht komplett abzunehmen, aber er setzte ein Lächeln auf und klopfte auf Ethans Hand, die noch immer auf seiner Schulter lag.
"Lass uns etwas essen gehen, ja?"
Ethan nickte nur.
Ein Themenwechsel war wohl angebracht.
Sie machten sich auf den Weg zu ihrem Hotelzimmer, welches sie während ihrer aktuellen Mission bewohnen würden. Es hatte nur noch ein Zimmer gegeben, weshalb sie es sich teilen mussten.
Zumindest war das Zimmer in zwei Unterbereiche mit je einem Bett geteilt, sodass sie doch ihre Privatsphäre haben könnten.
"Möchtest du zuerst duschen?", fragte Ethan, aber Benji schüttelte nur mit dem Kopf.
"Nein, geh du ruhig zuerst. Ich muss mir sowieso noch etwas zum Anziehen raussuchen."
"In Ordnung."
Ethan betrat das Bad, welches das erste Zimmer war, das vom Flur aus auf der rechten Seite lag, während Benji geradeaus in den Schlaf- und Wohnbereich ging.

Die heiße Dusche hatte gut getan und Ethan hatte sich ein wenig beruhigt. Trotzdem fühlte er sich noch schlecht, weil er Benji den Tag über so gedrillt und keine Rücksicht auf die Erschöpfung seines Freundes genommen hatte. Wie hatte er nur so unaufmerksam sein können?
Er beschloss, dass er sich noch einmal bei Benji entschuldigen würde, während er sich die frische Kleidung anzog, die er bereits vor dem Training ins Bad gelegt hatte.
Er öffnete gerade die Badezimmertür, als er ein leises Wimmern hörte.
Sofort in Alarmbereitschaft stürzte der Agent in den Schlafbereich, stürmte an der Trennwand des Zimmers vorbei... und erblickte Benji, der auf dem Bett lag, sich unruhig hin- und herwälzend.
Vorsichtig ging Ethan zu ihm herüber, kniete sich auf den Boden und strich behutsam über Benjis Kopf, der gerade für einen kurzen Moment still lag.
"Shh, es ist alles okay, Benji. Alles ist gut", sagte er mit ruhiger Stimme und der Körper des jüngeren Agenten schien sich beim Klang der Stimme sofort zu beruhigen. Langsam öffnete Benji die Augen, aber Ethan lächelte nur sanft und strich weiter über sein Haar.
"Schlaf. Ich bin hier."
Ohne wirklich darauf zu reagieren, ließ Benji seine Augen wieder zufallen und Ethans Lächeln verschwand.
Diese verfluchten Albträume!
Er wusste, dass Benji seit geraumer Zeit nicht mehr richtig schlief.
Die ganze Sache mit Lane hatte ihn traumatisiert, auch wenn er es nie vor dem Team zugeben würde.
Und Ethan hasste es.
Er hasste Lane, für das, was er Benji angetan hatte.
Aber noch viel mehr hasste er sich selbst, weil er es nicht verhindert hatte.
Ohne ihn wäre es gar nicht erst soweit gekommen.
Und deshalb musste er Benji vorbereiten... für den Fall, dass Ethan Hunt erneut versagte.

Vorsichtig stand der Agent auf und er sah, dass Benjis Decke halb über ihm und halb auf dem Boden lag. Behutsam hob Ethan die Decke auf und legte sie komplett über Benjis Körper. Der Jüngere begann sofort sich reflexartig tiefer in die Decke zu kuscheln und Ethans Lächeln kam zurück.
Er schlich zu der Trennwand, die den Schlafbereich trennte, aber er stoppte auf halbem Weg.
Er wollte Benji nicht allein lassen. Natürlich wäre er nicht weit weg, aber sogar diese eine Wand schien ihm Trennung zu viel, wenn irgendetwas passieren würde.
Er betrachtete das Bett, in welchem Benji lag. Es wäre groß genug für zwei Personen.
Also ging Ethan zurück, kletterte leise auf die andere Seite des Bettes und legte sich hin.
Sanft legte er einen Arm um Benji, als könne er ihn so vor jeder Gefahr dieser Welt beschützen. Als Benji sich plötzlich umdrehte, zuckte Ethan zusammen, aus Angst, dass er den anderen geweckt haben könnte, aber dieser schlief noch immer tief und fest.
Ethan rückte näher an seinen Freund und er schloss die Augen, während seine Nase Benjis Haar berührte.
Er sog den Geruch von Schweiß, aber auch den typischen Duft von leicht minzigem Shampoo ein, welches ihm nur allzu bekannt war, und es beruhigte ihn.
Hier wäre Benji in Sicherheit. Er könnte ihn beschützen. Am liebsten wäre er nie wieder aufgestanden, hätte Benji nie wieder losgelassen.
Und langsam fielen auch Ethans Augen zu... zumindest, bis er ein Schnarchgeräusch hörte. Ethan konnte sich ein leises Lachen nicht verkneifen. Noch einmal drückte er Benji fester an sich, bevor auch er ins Land der Träume wich, im sicheren Wissen, dass er den Mann, der ihm am meisten bedeutete, schützend in seinem Arm hielt.
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