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2020 09 26: Entdeckung in der Stille [by Sira-la]

OneshotAllgemein / P16 / Gen
Kahlan Amnell Richard Cypher Zeddicus "Zedd" Zu'l Zorander
26.09.2020
26.09.2020
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26.09.2020 1.059
 
Tag der Veröffentlichung: 26.9.
Zitat: „Reden verboten!“ „Dann halt die Klappe!“ (One Piece)
Titel der Geschichte: Entdeckung in der Stille
Autor: Sira-la
Hauptcharaktere: Richard, Kahlan, Zedd
Nebencharaktere: Denna
Pairings: //
Kommentar des Autors:
Ein kurzes OneShot, der sich auf halber Strecke etwas verselbstständigt hat, weshalb die zweite Hälfte des Zitats am Ende nicht mehr dazugepasst hat. Aber er gefällt mir, also darf das jetzt so bleiben.
Das Ende ist ein bisschen offen gehalten, da ich die Eröffnung aus der Serie nur „im Hintergrund“ habe einfließen lassen, falls hier jemand drüberstolpert, der bisher noch nicht alle Folgen kennt ^^
Viel Spaß beim Lesen
Sira

Entdeckung in der Stille
„Nun gut, bevor wir weitergehen …“ Kahlan blieb stehen und sah Richard ernst an. „Das ist eine Bibliothek der Konfessoren. Es ist ein Ort der Stille. Reden ist dort für Männer ausdrücklich verboten.“
Richard nickte unsicher. Er war noch nicht oft in einer Bibliothek gewesen, und das letzte Mal hatten ihn die ganzen gesammelten Bücher in tiefe Ehrfurcht versetzt. Auch jetzt wäre es ihm fraglos lieber, wenn er außerhalb warten könnte, aber Kahlan bestand in letzter Zeit darauf ihn nicht aus den Augen zu lassen. Genau genommen, seit Denna ihn … Richard schüttelte den Gedanken ab. Er hatte Denna zwar getötet, aber dennoch zog es ihn zurück zu diesem Turm. Zurück zu seiner Herrin. Er wusste einfach, dass sie noch lebte. Seit kurzem träumte er sogar von ihr. Davon, dass sie ihn rief. Vor zwei Nächten war er ihrem Ruf gefolgt – nur im Traum, da war er sich sicher, doch als er aufgewacht war, da hatte er sich ein gutes Stück von ihrem Lagerplatz entfernt gehabt. Kahlan und Zedd hatten beide äußerst besorgt reagiert und nun waren sie also hier, vor der Bibliothek der Konfessoren, um herauszufinden, wie sie seine Verbindung zu seiner Herrin lösen könnten. Richard war sich nur gar nicht sicher, ob er das wollte.
„Richard?“ Zedd berührte ihn an der Schulter und Richard zuckte zusammen.
„Ja, verstanden“, sagte er hastig.
„Du bleibst am besten ganz in meiner Nähe“, befahl Kahlan, bevor sie die großen Tore aufstieß.

Ehrfurchtsvoll sah Richard sich um. Regale, höher als zwei Männer übereinander, füllten die riesige Halle aus, und alle waren sie bis oben gefüllt mit Büchern. So viele Bücher hatte Richard in seinem ganzen Leben noch nie gesehen. Er öffnete den Mund.
„Reden verboten!“ Kahlan sah ihn böse an und er nickte entschuldigend.
Es war eine dumme Regel, fand er, aber er würde sich deswegen bestimmt nicht mit Kahlan anlegen.
Sie ging hinüber zu einer der drei Frauen, die Richard entdecken konnte. So still, wie es hier war, waren es vermutlich auch die einzigen Anwesenden. Alle drei trugen weiße Kleider, wie auch Kahlan es getan hatte, als er sie das erste Mal traf. Inzwischen wusste er, dass sie ihre Reisekleidung bevorzugte, da sie damit im Wald nicht so auffiel. Er konnte nicht verstehen, was die beiden Frauen miteinander besprachen, aber nach einer Weile kam Kahlan zu ihnen zurück. „Wir sollen uns vor allem auf die beiden linken Regale konzentrieren“, erklärte sie. „Dort befinden sich die Werke zu den Mord Sith.“
Zedd nickte und bedeutete Kahlan, voranzugehen. Er schien gut mit dem Redeverbot klarzukommen. Andererseits hatte er auch viele Jahre im Wald gelebt und als einzigen Gesprächspartner ein Huhn gehabt.
Richard unterdrückte ein Seufzen, falls dieses Redeverbot auch für andere Geräusche galt, und folgte den beiden. Er wollte wieder nach draußen, er wollte … Er blinzelte und blieb erstaunt stehen. Für einen Moment war er sich sicher gewesen, Denna zu sehen. Genau dort, zwischen den Regalen. Langsam schlich er zu der Stelle. Niemand war mehr zu sehen. Er musterte die Buchrücken. Ziemlich sicher befand er sich in der falschen Reihe, aber das kümmerte ihn nicht weiter. Sollten Kahlan und Zedd doch alleine nach dem passenden Buch für ihr Problem suchen. Er sah dieses Problem nämlich nicht. Denna war seine Herrin und er hoffte, dass sie ihm verzeihen würde, dass er … Er schüttelte den Kopf. Irgendwas stimmte an dem Gedanken nicht.
„Richard?“, hörte er Kahlan rufen.
‚Hier‘, wollte er antworten, presste sich aber hastig eine Hand vor den Mund. Er durfte hier ja nicht sprechen. Und da er wusste, zu was Konfessoren fähig waren, wollte er lieber nicht herausfinden, was sie taten, wenn er ihr Redeverbot brach. Aber er war sich sicher, dass Denna ihn nicht grundlos in diese Regalreihe geführt hatte. Wahllos zog er eines der Bücher aus dem Regal, ignorierte Kahlans erneutes Rufen, und las die erste Seite. Das Buch, das er in der Hand hielt, zeigte eine Sammlung von Stammbäumen. Von den Jahreszahlen her war keiner davon für Richard von Interesse. Aber seine Neugier war geweckt. Vielleicht würde er hier ja einen Stammbaum von Darken Rahl finden. Vielleicht stünde darin etwas Interessantes. Ein unbekannter Verwandter, der ihnen helfen könnte.

Richard stellte das dritte Buch zurück ins Regal, das er durchgeblättert hatte. Er kam der Sache näher, das wusste er. Kahlan hatte ihn inzwischen gefunden, aber sie hatte akzeptiert, dass er sich mit diesen Büchern beschäftigen wollte. Es war gar nicht so einfach gewesen, ihr das ohne Worte begreiflich zu machen, also war er sich nicht sicher, ob sie verstanden hatte, weshalb ihn die Stammbäume interessierten. Aber sie hatte ihn nicht gezwungen, nach einem Weg zu suchen, das Problem zu lösen, das er gar nicht hatte, also war er zufrieden.
Er nahm das nächste Buch in die Hand und lächelte. Hier war er richtig. Er überblätterte die Seiten, bis er endlich, sehr am Ende des Buches, den Namen Darken Rahl fand. Aufmerksam folgte er den Linien. Er las die Namen, einmal, zweimal. Das Buch rutschte ihm aus der Hand, als er begriff, was er da gefunden hatte.
Der laute Knall des Aufpralls hallte noch durch die Bibliothek, als Richard das Tor aufstieß und das Gebäude verließ. Kahlans Ruf nahm er gar nicht mehr wahr. Er wollte einfach nur noch hier weg. Weg von der Wahrheit, die ihm in diesem verdammten Stammbaum präsentiert worden war. Und vor allem weg von den Lügen, die Zedd und Kahlan ihm erzählt hatten.
Richard hatte nur noch ein Ziel: Er wollte seine Familie finden.





~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~ Lulas Nachwort ~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~


Eine wirklich interessante Geschichte zu einem Fandom, das ich mal wieder nicht kenne. Das Zitat kam hier gut zur Geltung.

Eure lula-chan
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