Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

Ihr seid mein Leben

GeschichteFamilie, Fantasy / P18 / Gen
25.09.2020
19.10.2020
3
4.748
2
Alle Kapitel
8 Reviews
Dieses Kapitel
3 Reviews
 
 
25.09.2020 1.062
 
Hi und hallo zu meiner ersten The Witcher FF. Ich bin vor kurzem erst auf die Serie gestoßen und bin begeistert. Ich hatte richtig Lust eine FF über Geralt zu schreiben vielleicht gefällt sie euch ja :) Hier ist zumindest schon mal das erste Kapitel viel Spaß beim lesen :)
_________________________________________________________


Wiedermal konnte er nicht schlafen. Wie oft hatte er sich hin und her gewälzt? Er stand auf und ging nach draußen. Draußen angekommen, setzte er sich vor das Lagerfeuer auf den Boden, nahm sich einen Stock und hielt diesen mit der Spitze in das Feuer. „Also, wenn ihr bevorzugt getötet zu werden, dann seid Ihr auf dem richtigen Weg!“, ohne eine Reaktion sah Geralt in das Feuer und schwieg. Er merkte das sein Weg Gefährte sich neben ihn setzte und ihm sein silbernes Schwert vor die Füße legte. „Naja... Man kann nie wissen! Der Feind lauert manchmal da, wo man ihn am wenigsten erwartet!“, Rittersporn seufzte. „Bei allem Respekt... Geralt... Ihr wisst den Grund und Ihr habt das Gesetz auf Eurer Seite! Warum quält Ihr euch so?!“, Geralt sah ihn an. „Spart Euch dieses Gerede! Das einzige was mich stört sind Hunger und Schlaf Mangel!“, erwiderte er kühl.



Doch Rittersporn ließ nicht locker. „Ja und Ihr wisst es! Ihr wisst, warum Ihr in diesem Zustand seid! Und Ihr könntet ihn beenden!“, Geralt seufzte. „Müsst Ihr nicht ein Lied schreiben?!“, Rittersporn erhob sich. Er merkte das es keinen Sinn hatte weiter mit ihm über dieses Thema zu sprechen. „Falscher Stolz tut mehr weh, als sein Leben im Kampf zu verlieren! Ihr quält Euch, weil Ihr Angst habt! Aber Geralt, Ihr wart derjenige, der das Gesetz beansprucht hat!“, jetzt verlor der Hexer die Geduld, stand auf und sah ihm direkt in die Augen. „Sagt mir nicht was ich getan habe! Das weiß ich selbst! Falscher Stolz denkt Ihr! Aber Ihr wisst gar nichts! Ihr seid unwissend und naiv! Hätte ich gewusst, dass sie schwanger ist und dass er nichts davon wusste, dann hätte ich bestimmt nicht das Gesetz der Überraschung gewählt! Und Ihr scheint zu vergessen Rittersporn das ich regelrecht genötigt worden bin eine Belohnung zu fordern! Ich wollte keine Belohnung! Wofür auch!? Ich bin nur mit Euch auf das Bankett gegangen, weil Ihr es sonst nicht mehr lebend verlassen hättet!“, seine Stimme klang kühl und etwas zornig als er diese Sätze sprach.



Rittersporn musste schlucken. Geralt hatte nicht ganz Unrecht mit dem was er sagte. Hätte er ihn nicht auf das Bankett begleitet, dann würde er wahrscheinlich nicht mehr vor ihm stehen, sondern unter der Erde liegen. Und ja. Er wollte eigentlich keine Belohnung, wurde aber von Duny mehr oder weniger gezwungen. Geralt entschied sich für das Gesetz der Überraschung. Warum er diese wählte, wusste Rittersporn nicht. Wahrscheinlich hatte sich Geralt nichts dabei gedacht. Und plötzlich, stellte sich heraus, das Pavetta schwanger war und Duny nichts von der Schwangerschaft seiner Liebsten wusste. „Scheiße!“, das war alles was Geralt über die Lippen kam dann war er aus dem Saal, der durch die ungeahnte Magische Kraft von Pavetta fast vollkommen zerstört worden war, verschwunden. Für den Hexer war und ist es immer noch ein Schock, das ER jetzt ein Kind haben sollte.




Rittersporn seufzte. „Wie Ihr meint Geralt! Eure Entscheidung! Aber ich werde mir diese Scheiße hier nicht mehr geben! Ich werde nicht weiter dabei zusehen, wie Ihr Euch innerlich zu Grunde richtet! Hexer haben keine menschlichen Gefühle?! Es sieht so aus, als besäßen sie doch welche! Auch wenn Ihr mich nicht als Freund seht Hexer! Für mich seid Ihr ein Freund! Aber ich werde nicht zusehen, wie ein Freund aus falschem Stolz zu Grunde geht! Morgen werde ich fortgehen! Es tut mir leid Geralt! Sehr leid! Ich wünsche Euch nur das Beste mein Freund! Gute Nacht!“, damit ging Rittersporn zurück ins Zelt und legte sich wieder schlafen.



Geralt seufzte. Ein Geräusch seines Pferdes unterbrach seine erneut aufkommenden Gedanken. Er stand auf und ging zu seiner Stute. „Was ist Plötze?“, die braune Stute wich unruhig ein paar Schritte zurück und wieherte. Ihre Ohren hingen herunter. „Ho! Ruhig!“, langsam, aber dennoch bestimmend griff Geralt nach den Zügeln. „Alles ist in Ordnung!“, er begann der braunen Stute über den Rücken zu streicheln. „Dieser Bastard!“, er bereute es sein Pferd zurückgelassen zu haben. Er hatte aber keine andere Wahl gehabt, konnte er den Preis für Essen, Trinken und ein Bett für ein paar Nächte nicht mehr begleichen. Er hatte kein Geld mehr gehabt und war gezwungen Plötze als Pfand bei dem Hof Herren zu lassen.




Die Stute beruhigte sich wieder etwas und ließ ihren Kopf gegen seinen Oberköper fallen. Dieser Mensch, wenn man ihn denn überhaupt so nennen konnte, hatte sein Pferd wie Dreck behandelt. Wie oft war Plötze bei Kämpfen mit Monstern dabei gewesen und hatte keine Angst gehabt? Wie weit hatte sie ihn durch die Gegenden getragen? Jeden Tag trug sie seine Waffen in einer nicht grade leichten Tasche. Sie wich nicht von seiner Seite. War seine treuste Gefährtin. Plötze hatte sich durch die quälende Haltung verändert und doch Geralt gab sie nicht weg. Nicht wie habgierige Menschen denen es nur um Profit ging. Nein. Das wollte und konnte er nicht.



„Hast du Schmerzen?“, langsam ging er um die Stute herum und tastete vorsichtig ihren Köper ab. Wieder wich Plötze zurück, wieherte und schnaubte. Geralt zog etwas kräftiger an den Zügeln. „Ist ja gut! Steh!“, meinte er bestimmend und streichelte die Stute erneut. Die Wunden an ihrem Oberkörper heilten dank der Kräutersalbe recht gut und dennoch… Plötze war schwach und reagierte in manchen Situationen verängstigt oder gar panisch. In diesem Zustand Monster mit ihr zu jagen war unmöglich. Auch konnte Geralt nur kurze Zeit auf ihr Reiten. An manchen Tagen ließ sich auch gar nicht vom ihm reiten. Doch Geralt akzeptierte die Situation und die Bedürfnisse seiner Stute. Alles was Plötze brauchte war Verständnis, Pflege, Zuneigung und Training.



Sachte klopfte er ihr den Hals. „Ist gut mein Mädchen!“, er blickte hinauf zum Nacht Himmel und sah zum strahlenden Vollmond. „Wir stecken verdammt tief in der Scheiße weißt du das?“, als würde ihn die Stute verstehen, schnaubte sie kurz und ließ ihren Kopf wieder gegen seinen Oberkörper fallen. Er sah sie an und musste kurz lächeln. „Falscher Stolz! Tz! Er hat ja keine Ahnung! Falscher Stolz!“, damit streichelte er Plötze noch einmal, holte sein Schwert und ging ebenfalls wieder schlafen.
__________________________________________________________________

Vielleicht hat es euch ja gefallen bis bald :)
Review schreiben
 
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast