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Eine wahrhaft verrückte Geschichte

GeschichteAbenteuer, Liebesgeschichte / P18 / Het
James "Krone" Potter Lily Potter
25.09.2020
20.06.2021
562
250.121
16
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18.10.2020 425
 
Kapitel 34

Knapp eine halbe Stunde später kauerte Lira mit dem Rücken zur Wand in einen kleinen fensterlosen Raum. Es befanden sich kaum Möbel hier, nur einige Stühle und ein Regal mit zwei Kartons. Sie hörte etwas weiter weg viele Stimmen die miteinander sprachen. Die meisten klangen besorgt einige wütend und manche gar verzweifelt. Doch sie verstand keine Worte, überhaupt fühlte sie sich seltsam leer.

Sie hatte jemanden getötet. Manche würden sie sicherlich als Mörderin bezeichnen. Sie öffnete ihre Augen einen winzigen Schlitz breit und sah auf ihre Hände. Durch sie war ein Muggle gestorben. Eigentlich müsste ihr das egal sein. Vielleicht würde ihre Mutter ihr jetzt sogar verzeihen. Vielleicht hatte sie es unbewusst auch darum getan, um die Ehre ihrer Familie und ihres Blutes wiederherzustellen. Doch sie empfand keinen Stolz sondern nur … (Sie fühlte tief in sich hinein, was empfand sie gerade?) … Angst.

Sie öffnete ihre Augen nun ganz und sah zur Tür, dann kreuz und quer durch den Raum. Was bin ich nur für ein Mensch? Wäre ich an Johns Stelle und jemand würde mich so unvermittelt aus dem Nichts heraus töten, alles wäre vorbei … Ich würde niemals wieder mein Lieblingsgericht essen können, niemals wieder den frischen Duft nach einem Regenfall riechen können, niemals wieder die Glocken der Weihnacht hören  können. Sie fasste sich ans Herz und fühlte überlaut das Klopfen, was ihr bewies, dass sie immer noch lebte. Ich habe willkürlich einen Menschen aus dem Leben gerissen und ihm aller potentieller guten und schlechten Erfahrungen beraubt, die er hätte machen können, wenn ich nicht gewesen wäre. Sie hatte Angst vor sich selbst, wie konnte jemand nur so etwas tun? Sie selbst hatte immer so viele Pläne für ihre Zukunft geschmiedet, hatte sich überlegt wie es wohl wäre zu heiraten und Kinder zu haben. Sie hatte von der großen wahren Liebe geträumt. All das hatte sie ihm genommen.

Sie wünschte sich inzwischen sie wäre niemals geboren. Was für eine schreckliche Kreatur musste sie sein, da sie einen Menschen den sie angeblich ‚liebte‘ (Es fiel ihr schwer das Wort ‚lieben‘ auszusprechen, etwas so schönes aus ihrem Mund …) getötet hatte. Sie begann nun leise zu schluchzen und weinen.

- xxx -


Nach einer halben Stunde versiegten ihre Tränen, sie konnte einfach nicht mehr … Sie hoffte einfach leise und still aus dem Leben zu scheiden, sie wollte nicht mehr … Die Reue, die Trauer und die Angst lasteten erdrückend auf ihrer Brust.

- xxx -


Eine weitere Stunde später öffnete sich die Tür und ihr Schulleiter trat in den kleinen Raum. „Miss Thomsen, kommen Sie bitte mit mir!“
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