Türrahmen/ Türsteher

von leann
GedichtAllgemein / P12
23.09.2020
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Die letzte Zeile ist eine Hommage an den Dichter Rainer Maria Rilke und bezieht sich auf sein wundervolles Gedicht "Der Panther".



Türrahmen/ Türsteher


Ich schließe Menschen zu oft aus
Und doch bleibe ich
Im Türrahmen stehen

[Die Route wird berechnet]

Beobachte
Doch lerne nicht
Dazu

Wie ein Kind, das
Sieht, aber nicht begreift
Erfasst, aber nicht durchdringt
Losgelöst
Durcheinander
Abhängig von Unabhängigkeit

[Voraussichtliche Ankunftszeit: Fünf vor zwölf ]

Verloren
Zwischen den Türen
Vergesse mich selbst
Im Durchgang
Keine Tür geschlossen
Kein Fuß mehr übrig
Um sie offen zu halten
Verloren im Flur
Verloren in mir

Vergesse mich selbst
Im Flur
Und suche mich
Im Nebenraum
Ohne Kompass im Labyrinth

[Nach 35 Nervenzusammenbrüchen bitte links auf den Rand der Verzweiflung abbiegen]

Auf der Reise zu mir selbst
(oder von mir weg?)

[Der Unnahbarkeit weiter folgen. Das Ziel befindet sich am Ende der Angst]

Ich bin ein
Schlechter Türsteher
Doch der Beste, den ich habe
Ein fieser Typ
Ein weiches Herz
Ein unnahbarer Blick
Kühle Gesten
Hinter dunklen Sonnenbrillen
Heule ich im Kino

Verloren in einem Raum
Eins(am) unter Vielen

[Nach dem Zu-sich-stehen haben Sie Ihr Ziel erreicht]

Wo bin ich
Zwischen all den Türen
Gefangen zwischen Möglichkeiten
Gefangen in Freiheit

Bin ich doch mein eigener Käfig

[Und hinter tausend Stäben keine Welt]
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