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Kitsune Sky

von - Blue -
GeschichteFantasy, Freundschaft / P12
Feitan Gon Freecs Killua Zoldyck
22.09.2020
22.09.2020
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|| Vielleicht war es doch nicht die beste Idee abzuhauen... was mache ich denn jetzt? ||
Die Gedanken des kleinen Mädchens kreisten in ihrem Kopf umher, während ihre zwei verschiedenfarbigen Augen auf die Männer vor ihr gerichtet waren.
Es waren drei Stück an der Zahl. Einer wirkte widerlicher als der andere. Doch sie alle hatten eine Sache gemeinsam: Sie sorgten für große Angst bei der Zehnjährigen.
Tränen hatten sich in ihren Augenwinkeln gebildet und ihr schmächtiger Körper zitterte. Sie hatte sich vor ihnen in eine Ecke gekauert und so klein wie möglich gemacht. Drückte ihre Arme ängstlich an ihren Oberkörper, doch wagte sie es nicht ihren Blick abzuwenden.

Einer der Männer ging mit einem breiten dreckigen Grinsen auf sie zu und zückte dabei eine Art Waffe von seinem breiten Rücken.
»Ich hätte nie gedacht dass wir hier auf ein kleines Mädchen treffen würden. Weißt du was manche Leute für ein Mädchen bezahlen in der Unterwelt? Du könntest uns ziemlich viel Kohle einbringen.« Seine raue tiefe Stimme drang an ihre Ohren und ließ sie zusammen zucken.
Er richtete die Waffe auf das Mädchen, was sie die Augen schließen ließ. Ängstlich drehte sie sich weg, traute sich gar nicht erst irgendwas zu sagen.
»So... dann... komm mal mit!« Ein Knall ertönte und sie spürte wie etwas auf ihren Körper einschlug und ihn komplett einzunehmen schien. Als sie die Augen wieder öffnete bemerkte sie auch was ihren Körper eingenommen hatte. Ein Netz. Der Kerl hatte aus dieser großen Waffe ein Netz geschossen, womit er sie gefangen hatte.
Dies war wirklich die auswegloseste Situation, in welcher sie jemals verstrickt worden war.
Die anderen beiden Männer fingen an zu lachen und schienen sich darüber zu freuen, ein kleines Mädchen zu Dritt bedrängt und gefangen zu haben.
Widerlich. Sie unterdrückte es ihren Instinkten zu folgen, damit sie fliehen könnte. Sonst hätte sie mit Sicherheit noch viel schlimmere Probleme.
Sie sah eine Bewegung aus den Augenwinkel. Ein Schatten welcher näher kam und sich auf sie zu bewegte. Augenscheinlich wollte der Kerl sie jetzt wirklich mitnehmen. Es gab kein zurück. Das Netz hielt sie fest und hinter ihr befand sich eine große rissige Mauer. Panisch suchte sie mit ihren Augen einen Ausweg, allerdings fand sie absolut keinen.
Was sollte sie tun?

Gerade als der Mann sich zu ihr runterbeugte, spürte sie wie Blut auf ihr Gesicht spritzte und ohne wirklich zu wissen was geschah, fiel der Körper des Kerls zu Boden. Seine Kehle aufgeschlitzt. Seine kalten Augen starrten ihr direkt leer entgegen.
Die anderen beiden Männer schrien. Die Schreie drangen an ihre Ohren, was dafür sorgte, dass sie erneut die Augen schloss und sich die Ohren zu hielt. Ihr Körper kauerte sich zusammen. Was genau passierte hier? Aber sie hatte zu große Angst um einfach nachzuschauen.
Erst als sie spürte wie jemand näher kam, öffnete sie wieder die Augen und das was sie sah, ließ sie kurz innehalten. Ihre Hände lösten sich langsam von ihren Ohren und ihre Augen weiteten sich etwas.
Vor ihr hockte ein kleiner Junge. Er wirkte nicht sehr viel älter als sie, vielleicht sogar ein wenig jünger. Doch... seine Augen schienen schon sehr viele Dinge gesehen zu haben. Hatte er diese Männer zum schreien gebracht? Und ihren Anführer getötet?
Der kleine weißhaarige Junge legte den Kopf etwas zur Seite. Sein Blick wirkte verwirrt und gleichzeitig neugierig. Die klaren blauen Augen fixierten das kleine Mädchen.
»Hm... was wollten die Kerle denn von einem kleinen Mädchen wie dir?«
Sie traute sich nicht etwas zu sagen und schluckte nur als stumme Antwort, dabei ließ sie ihn nicht aus den Augen. Und der Junge sah es. Er sah die Angst in ihren Augen und musterte daraufhin das stabile Netz, welches sie gefangen hielt. Kurzerhand zog er seine Hand hervor. Es geschah etwas, mit was sie nicht gerechnet hätte. Seine Fingernägel bildeten auf einmal scharfe Klauen, was sie zusammen zucken ließ. Der kleine Junge holte aus, was dafür sorgte dass das Mädchen erschrocken aufschrie und die Augen wieder schloss. Aber sie spürte nur wie sich das Netz von ihrem Körper löste.
Vorsichtig öffnete sie die Augen wieder und bemerkte dass der weißhaarige Junge inzwischen näher gekommen war und ihr Gesicht ganz nah betrachtete, was sie nur verwundert blinzeln ließ. Er hatte sie gerettet und aus dem Netz befreit? Offensichtlich schien er mit ihr keine bösen Absichten vor zu haben.
Ein wenig nervös wurde sie dennoch, aufgrund der genauen Musterung ihres Gesichtes.
»… Da-Danke...« murmelte sie nur leise und kleinlaut. Mit dem Gefühl im Inneren, dass dies wohl angebracht war. Der Junge reagierte nicht sonderlich darauf und musterte sie weiterhin, ehe sich ein breites Lächeln auf seinem jungen Gesicht bildete.
»Du hast verdammt coole Augen. Das habe ich ja noch nie gesehen. Dass jemand ein grünes und ein gelbes Auge besitzt.« Er strahlte förmlich bei dieser Aussage und dies ließ das kleine Mädchen ein wenig zurückweichen. Aber dies sorgte nicht dafür, dass der Junge sie in Ruhe ließ.
»Ist übrigens schon gut. Du brauchst mir nicht zu danken! Es reicht schon wenn du mir im Gegenzug deinen Namen verrätst!« Bei den Worten erhob sich der Weißhaarige und blickte mit erwartenden Blick zu dem Mädchen runter, welches sich nach wie vor nicht wagte zu bewegen.
Letztendlich überlegte sie wirklich, ob sie ihm ihren Namen verraten sollte. Irgendwie hatte sie Angst davor, doch er schien hier nicht zu verschwinden, ehe er eine Antwort bekommen würde.
Das Lächeln des Jungen verlor sich etwas. Ein wenig genervt verschränkte er die Arme vor der Brust und schnaufte. »Ach man... kannst du nicht reden? Du bist ja langweilig... ich will dich doch nicht töten.«
Sie schaute etwas zur Seite und seufzte nur leise, wobei sie die Augen halb schloss. Nein, sie wollte nicht mit ihm reden. Irgendwas hatte der kleine Junge an sich, was sie nervös werden ließ. Vielleicht hing der Schock noch zu sehr in ihren Knochen.
Aber auf einmal drehte sich der Junge ruckartig um, er schien förmlich zu erstarren. Nach einem leichten Schlucken blickte das Mädchen wieder zu ihm. Was hatte er auf einmal?
Doch so drehte er sich nur um und hob leicht seinen Arm an. »Du solltest verschwinden. Ich haue jetzt auch ab. Ansonsten wirst du nur wieder gefangen.«
Daraufhin stockte das Mädchen und setzte sich ein wenig weiter auf. Die erste Bewegung, die sie seit Langem getan hatte, doch gerade als der Junge verschwinden wollte, beugte sie sich ihm mehr entgegen. »Eh, warte... Sky. Mein Name ist Sky.« Dies war vielleicht doch das Mindeste was sie ihm schuldete.
Der Junge schaute ein wenig verwundert über seine Schulter, schien dann aber zu lächeln und nickte. »Ich bin Killua. Bis dann!«  und schon war er verschwunden. Als wäre er gar nicht erst da gewesen.
Sky blickte verwundert auf die Stelle, an welcher Killua bis eben gestanden hatte. Das Mädchen schluckte leicht und stand langsam aber sicher auf. »Killua...« flüsterte sie leise, bevor sie aber ihre Augen schloss. Sie konzentrierte sich. Ein blauer Lichtschimmer schien sie einzunehmen. Ihr Körper wandelte sich. Schien noch kleiner zu werden und als das Licht erlosch, stand ein kleiner weißer Fuchs mit blauen Stellen im Fell an Stelle des Mädchens dort. Schnell suchte der junge Fuchs einen Ausweg durch die rissige Mauer und verschwand in der Dunkelheit der Nacht.

Ein wenig entfernt hatten das zwei Augenpaare beobachten können.
»Das war ein Kitsune. Das Mädchen was du gerettet hast.«
Killua selbst hatte das auch beobachten können, doch auf die Worte seines Bruders, die anklagend klangen, wandte der Kleinere sich ab und zuckte nur mit den Schultern.
»Es hat sich nebenbei ergeben. Der Kerl war mein Ziel. Und somit habe ich sie automatisch gerettet.« Killua hatte keine Mühe dabei seine Stimme so nebensächlich wie möglich klingen zu lassen. Dies wurde nur stumm von seinem Bruder beobachtet, doch folgte er schließlich dem Kleineren.
 
 
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