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Friendship equals love

von lost noda
GeschichteFreundschaft, Liebesgeschichte / P18 Slash
Brad Delson Chester Bennington David "Phoenix" Farrell Joseph "Joe" Hahn Mike Shinoda Rob Bourdon
20.09.2020
19.11.2020
23
28.053
 
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20.09.2020 1.668
 
Kapitel 1 – Memories



“Guten Morgen Liebster”, begrüßte Chester seinen Freund Mike mit einem breiten Lächeln, als dieser vom Badezimmer zum Küchentresen lief. Seine Augen nur zur Hälfte geöffnet.

“Morgen.”, erwiderte dieser und gähnte. Er war wirklich hundemüde.

Nachdem er sich auf einem der Barhocker niedergelassen hatte, stellte ihm sein Freund eine dampfende Tasse voll Kaffee hin. “Danke.”, lächelte der Halbjapaner sanft.

“Gern geschehen. Harte Nacht?”, fragte Chester während er die Pfanne mit dem Rührei vom Herd nahm. Es war mittlerweile zur Gewohnheit geworden, dass er seinen beiden Freunden etwas zum Frühstück vorbereitete, nachdem er von der Nachtschicht im Supermarkt nach Hause kam und bevor er ins Bett ging.  

Mike gähnte erneut. “Ich hab’ Stunden gebraucht, um diesen Auftrag von meinem Kunden nach seinen Wünschen abzuändern.” Er rieb sich die Augen. Er liebte seinen Job als Grafikdesigner, aber dieser Auftrag stresste ihn wirklich.

Plötzlich öffnete sich die Wohnungstür. Beide drehten sich um und sehen wie ihr dritter Mitbewohner den Raum betrat.

“Morgen Jungs.”, begrüßte der Mann mit dem lockigen Haar die beiden. “Wow, hier riecht’s ja großartig. Ich merke schon, es war echt eine gute Idee dich einziehen zu lassen Chaz.”, lächelte er.

“Hey Brad.”, erwiderten beide.

“Ich dachte du liegst noch in deinem Bett und schläfst?” Chester schaute ihn fragend an während er das Rührei aus der Pfanne auf zwei Teller aufteilte.

“Naja, ich hab’ sowas ähnliches wie schlafen gemacht, aber nicht in meinem Bett.”, antwortete Brad mit einem schelmischen Grinsen.

“Gut für dich Delson.”, erwiderte der blonde Mann mit einem Grinsen. “Hier hast du ein paar Proteine. Scheint, als bräuchtest du sie.” Er stellte einen der Teller auf die Kücheninsel in der Nähe des anderen ab und den zweiten Teller vor Mike.

Brad lachte laut auf. “Danke schön. Ich geh’ aber erstmal duschen.” An der Badezimmertür hielt er kurz inne, drehte sich um und schaute Mike an. “Ach ja und Liebster.”, neckte er den anderen mit einem Grinsen, war doch eigentlich Chester der Einzige, der diesen Spitznamen für den Halbjapaner nutzte. “In der Postfiliale liegt ein Paket für dich. Ich habe gerade den Zettel aus dem Briefkasten geholt.” Nachdem er die Gestik von Mike, welcher ihm die Zunge rausstreckte, erwiderte, verschwand er im Bad.

Der Hellhaarige kicherte. “Er ist nur eifersüchtig.” Er zwinkerte dem anderen zu, was diesen ebenfalls zum Kichern brachte, bevor sein Gesicht wieder ernst wurde. “Wer schickt mir denn ein Paket?”

“Naja, hast du denn was bestellt?” Chester sah ihn fragend an während er sich etwas vom Rührei von Mikes Teller in den Mund steckte.  

Der andere überlegte kurz. Er konnte sich nicht erinnern irgendetwas geordert zu haben.

“Nein.”, antwortete er und nahm einen Schluck Kaffee.

“Was auch immer es ist, halte mich auf dem Laufenden.”, lächelte der blonde Mann und reichte seinem Freund die Gabel, mit welcher er zuvor gegessen hatte. “Ich geht jetzt ins Bett.” Auf dem Weg in sein Zimmer begann er bereits damit sich auszuziehen, indem er sich zuerst von seinem Hemd und dann seinem Muskelshirt entledigte. Mike konnte nicht anders als seinen Freund genau dabei zu beobachten. ’Verdammt, er ist echt heiß.’, dachte er bevor er seinen Kopf leicht schüttelte. ’Er ist dein Freund Mike. Wenn du so verzweifelt bist solltest du dich wahrscheinlich ein bisschen mehr um dich selbst kümmern.’ Er konnte nicht anders als schelmisch zu Grinsen. Er war im Moment wirklich gestresst und auch ein bisschen erregt. Sich einen runter zu holen würde also direkt mit beidem helfen. Er stürzte den restlichen Kaffee hinter, aß das übrig gebliebene Rührei und begab sich auf den Weg in sein Zimmer. Brad sollte bald fertig sein und er würde dann dort stehen, wartend vor der Badezimmertür, mit frischen Sachen in der Hand, bereit eine wohltuende Dusche zu nehmen und sich um seinen Hormonhaushalt zu kümmern.





Nach der Dusche und einer Stunde Arbeit an seinem Schreibtisch, da es ihm sein Beruf erlaubte, von zu Hause aus zu arbeiten, ging er zur Postfiliale und holte das mysteriöse Paket ab.  

Zurück in der Wohnung begrüßten ihn Brad und Chester als er eintrat. Beide saßen auf dem großen braunen Ledersofa. Der Braunhaarige spielte eines seiner Videospiele und der andere verweilte neben ihm und schaute zu.

“Solltest du nicht eigentlich schlafen?”, fragte Mike nachdem er sich die Schuhe ausgezogen und sich auf den Weg zu seinen Mitbewohnern gemacht hatte.

“Ja, aber irgendwas hat mich aufgeweckt und dann konnte ich nicht mehr einschlafen.”, erwiderte Chester, seine Augen fast geschlossen und er machte etwas Platz für den Halbjapaner damit dieser sich zwischen die beiden Männer setzen konnte.  

“Ist dass das Paket?”, fragte der Blonde und kuschelte sich noch etwas mehr in die beige Decke, welche normalerweise eher als Dekoration diente. Er sah wirklich müde aus.

“Ja, meine Mutter hat mir ein paar Sachen aus meinem alten Kinderzimmer geschickt. Sie will sich dort ein Büro oder so einrichten.”, antwortete Mike. Er hatte bereits einen kurzen Blick in das Paket riskiert.

Vorsichtig öffnete er sie nun komplett. Direkt oben lag ein Fotoalbum und ein paar lose Fotos.  

“Aw, bist du das?”, fragte Chester plötzlich und griff dabei in die Kiste und nahm ein paar Bilder heraus.  

Mike schaute auf die Fotos und wurde rot. Auf den meisten war er ein Kleinkind oder Jugendlicher.  

“Selbst als du die Möglichkeit hattest dein Outfit selbst zu bestimmen, warst du scheiße darin.”, kam es von Brad lachend bevor er sich wieder auf sein Spiel konzentrierte. Er spielte damit auf ein Foto an auf welchem sein Freund rote Haare und viel zu locker sitzende Sachen trug.  

“Hör nicht auf ihn. Ich denke du sahst niedlich aus.”, lächelte der Blonde und zeigte auf ein Bild auf welchem der andere circa fünf Jahre alt war. “Gott sei Dank hast du dich aber dazu entschieden andere Hosen zu tragen.”, fuhr er lachend fort. In seiner Hand nun ein Foto auf welchem Mike als Jugendlicher zu sehen war, erneut in sehr locker sitzenden Sachen. Der Halbjapaner errötete.

“Du musst dich nicht schämen Liebster. Wir haben alle ein paar modische Fehlentscheidungen getroffen.”, erwiderte Chester grinsend, als er die Röte im Gesicht des anderen bemerkte. Mike lächelte seinen Freund leicht an und widmete seine Aufmerksamkeit dann wieder dem Paket zu. Seine Mutter hatte ihm ebenfalls ein paar Zeugnisse und andere Dokumente aus seiner Schulzeit geschickt. Plötzlich erblickt er ein Stück einer Schallplatte. Sein Herz begann schneller zu schlagen. Sofort schaute er um was es sich genau handelte und begann vor Freude zu strahlen. Er hatte nach diesen Platten schon seit einer Ewigkeit gesucht und dachte er hätte sie verloren. Obwohl er keinen Plattenspieler mehr besaß war er überglücklich, dass sich seine Lieblingsschallplatten nun wieder in seinem Besitz befanden.  

“Wer ist das?”, Chesters Stimme riss ihn aus seinen Gedanken. Er schaute zu dem Mann neben sich, welcher ihm ein Foto vor die Nase hielt. Auf diesem posierten vier Personen neben einem Schneemann.  

Der Halbjapaner lächelte traurig. “Das bin ich, mein Bruder, Brad und mein Vater.”, erwiderte er.

Brad pausierte sein Spiel und schaute sich das Bild ebenfalls an. "Oh ja, daran kann ich mich noch erinnern.” Der Braunhaarige lächelte sanft. Er und Mike waren damals Nachbarn gewesen.  

“Ich wusste gar nicht, dass du einen Bruder hast.”, kam es von dem Zierlichen und er spürte, wie sich die Stimmung plötzlich änderte.

“Hatte.”, erwiderte der Halbjapaner. “Mein Vater und mein Bruder sind bei einem Autounfall ums Leben gekommen, kurz nachdem dieses Foto gemacht wurde.” Brad drückte sanft die Schulter seines Freundes bevor er sich wieder seinem Videospiel widmete. Obwohl der Vorfall schon viele Jahre her war wusste er, dass es seinen Freund noch immer schmerzte.  

“Oh Liebster, das tut mir leid.”, antwortete Chester und kuschelte sich an den rechten Arm seines Freundes.

“Danke, aber ist schon okay. Ich denke wir alle haben in unserer Vergangenheit schlimme Dinge erlebt.”, sprach der Halbjapaner mit einem sanften Lächeln.

“Mhm.”, kam es von dem Blonden mit einem Hauch von Traurigkeit während er die Bilder auf dem Couchtisch ablegte. Mike schaute zur Seite, konnte jedoch das Gesicht seines Freundes nicht sehen, da dieser noch immer an ihm lehnte. Er konnte allerdings auch so spüren, dass der andere zu wissen schien, was es bedeutet jemanden zu verlieren.

“Können wir heute Chinesisch bestellen?”, fragte Brad nach ein paar Minuten. Er mochte die Stille nach so einem Thema nicht.

Der Halbjapaner legte behutsam alles zurück in die Kiste. “Sicher, aber nur, wenn du mir versprichst heute Rob und Dave wegen der Band zu fragen.”, lächelte er und ließ sich langsam nach hinten an die Lehne der Couch fallen. Der Körper des Zierlichen bewegte sich automatisch mit.

“Selbst wenn ich es vergessen wöllte, könnte ich das nicht, da du mich beinah jede Stunde daran erinnerst.”, erwiderte der andere grinsend. “Ich schreibe ihnen dann, versprochen.” Seine Mimik wurde wieder weicher. Er wusste, dass dies seinem Freund wirklich wichtig war. Schon als Kinder sprach Mike immer davon Musik zu machen, zeigte ihm die neusten Lieder von seinen Lieblingsmusikern und versuchte ihn zu überzeugen ein Instrument zu erlernen.

“Danke.”, antwortete sein Nebenmann mit einem zarten Lächeln.

Als Brad seine Aufmerksamkeit wieder auf den Fernseher richtete, zog Mike seinen Arm behutsam unter dem Blonden hervor. Chester lehnte nun direkt an seinem Oberkörper. Er schaute seinen Freund an. Dieser bewegte sich nicht, allerdings konnte man ihn leise atmen hören. ’Scheint als wäre er eingeschlafen.’, dachte sich der MC mit einem Lächeln. Langsam bedeckte er seinen Nebenmann noch etwas mehr mit der Decke, legte dann seinen Arm um ihn und drückte ihn sanft etwas mehr an sich. ’Wenn ich mich jetzt bewege wecke ich ihn vermutlich auf und dabei sollte er sich nach seiner Nachtschicht wirklich ausruhen.’ Da er wusste, dass es kein Problem darstellen würde, wenn er seine Arbeit später fortsetzt, blieb er auf dem Sofa sitzen, schaute seinen Freund beim Spielen zu und diente als Kissen für den anderen.  



Hallo, ich hoffe es hat gefallen  :) Mit dieser Story versuche ich mich einmal in "sanfteren" Gewässern mit mehr Liebe und so ^^
Liebe Grüße lost noda ♥
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