Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

2020 09 20: Die Gedanken sind frei [by Sira-la]

DrabbleSchmerz/Trost / P16 / Gen
Joffrey Baratheon Sansa Stark
20.09.2020
20.09.2020
1
431
3
Alle Kapitel
1 Review
Dieses Kapitel
1 Review
 
 
 
20.09.2020 431
 
Tag der Veröffentlichung: 20.9. (Weltkindertag)
Zitat: „Du weißt nicht, was Verlust ist. Denn das lernst du nur, wenn du jemanden mehr liebst als dich selber.“ (Good Will Hunting)
Titel der Geschichte: Die Gedanken sind frei
Autor: Sira-la
Hauptcharaktere: Sansa Stark, Joffrey Baratheon
Nebencharaktere: Sandor Clegane
Pairings: //
Kommentar des Autors:
Als ich das Zitat gelesen habe, wusste ich sofort, dass Sansa das zu Joffrey sagen könnte.
Entstanden ist dieses Triple-Drabble.
Viel … nun ja, Spaß klingt etwas zynisch …
Sira

Die Gedanken sind frei
„Willst du nicht näher rangehen, um dich zu verabschieden?“ Joffreys gehässige Stimme drang wie durch Schafwolle an ihr Ohr.
Sie konnte sich nicht helfen. Noch immer starrte sie den Kopf ihres Vaters an. Nur sein Kopf war ihr geblieben, aufgespießt über der Mauer.
„Dein Verlust tut mir sehr leid.“
In ihren Ohren rauschte es.

Sie wirbelte herum, entriss sich dem festen Griff um ihren Arm. „Verlust? Du weißt doch gar nicht, was Verlust ist! Sowas lernt man nur, wenn man jemanden mehr liebt als sich selbst! Und davon verstehst du ganz klar nichts, du verdammter Mörder!“
Joffreys Bluthund starrte sie perplex an, ebenso der König selbst. „Wie wagst du es mit mir zu sprechen?!“, schrie er sie an. Sein Gesicht war eine von Irrsinn verzehrte Maske, die sie so lange nicht hatte sehen wollen.
Doch inzwischen wusste sie, dass diese Maske die Wahrheit zeigte. „Ich rede so mit dir, wie du es verdienst, du ... Bastard!“ Die Worte taten gut, und für einen kurzen Moment verstand sie, weshalb Arya sich nicht an die Konventionen hielt. Arya … Sie wusste nicht einmal, wo sich ihre Schwester gerade befand. Bestimmt hatte auch da der König seine Finger im Spiel. Sie ging einen Schritt auf ihn zu. Und dann, noch bevor der Hund reagieren konnte, hob sie ihre Arme und stieß so fest sie konnte gegen Joffreys Brust. Er stolperte nach hinten, von dem Steg, auf dem sie sich befanden. Für einen kurzen Moment sah sie seine zerschmetterten Glieder vor sich. Seine Augen, weit aufgerissen und so leblos wie die ihres Vaters.

Dann spürte sie wieder die Hand des Bluthunds um ihren Arm.

Sie blinzelte. Noch immer starrte sie den Kopf ihres Vaters an. Noch immer grinste Joffrey sie so gehässig an, in Erwartung einer Antwort. Die Trauer schnürte ihr die Kehle zu.
Und sie schwieg.





~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~ Lulas Nachwort ~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~


Das Zitat passt hier sehr gut und ist äußerst stimmig, auch wenn ich das Fandom (mal wieder) nicht kenne.

Eure lula-chan
Review schreiben
 
 
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast