Wounded Love

GeschichteDrama, Krimi / P12
Dr. Anja Licht Franz Hubert Reimund Girwidz
18.09.2020
22.09.2020
4
5.696
1
Alle Kapitel
6 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
 
18.09.2020 768
 
Das ist meine allererste FF, sorry deshalb auch schon mal für (Rechtschreib)-fehler. Ich hab den ganzen Text im Dialekt geschrieben, also zumindest so, wie ich es höre…Wie gesagt, es ist meine allerste FF, deswegen würde ich mich auch sehr über Reviews freuen!

Erstes Kapitel

Raimund Girwidz hatte gute Laune, das Wetter war nach langer Zeit mal wieder erträglich, und er hatte Essen zwischen den Zähnen. Er konnte ja nicht ahnen, wie schnell diese verfliegen würde... Auf seinem Schoß lag der Kirschstreuselkuchen, den er sich bei Barbara Hansen vorhin gekauft hatte, und in der linken Hand hielt er  einen CoffeeToGo Becher. „Immer diese Fresserei im Auto, des hat da Hansi a scho immer gmacht. Den nächsten Waschgang, den derfa fei sie bezahln!“, murrte sein Kollege Hubert neben ihm. „Etz hamma dann wieder lauter Brösel im Wagen!“ „Jaja, ist schon gut Hubert. Erstens hatte ich heute noch kein Frühstück, weil Sie mal wieder in aller Herrgottsfrüh vor der Tür standen, und zweitens ist es das erste Mal, dass ich im Auto esse!“, verteidigte sich Girwidz kauend. Herzhaft biss er in den saftigen Kuchen. Dazu sagte Hubsi nichts. Er hatte keine Lust, um 8. 00 Uhr morgens schon eine Diskussion mit seinem Partner Girwidz anzufangen. Also wandte er sich wieder dem Verkehr zu, und lenkte Wagen 3 schwungvoll in die Auffahrt des Reviers, weswegen Girwidz´Kaffeebecher überschwappte: „Verdammt Hubert! Können Sie nicht EINMAL aufpasssen??!!“, schrie ihn dieser an und startete den lächerlichen Versuch, den großen Kaffeefleck auf seiner Hose mit einer Papierserviette abzutrocknen. „Tschuldigung.“, murmelte Hubsi und stieg eilig aus dem Auto aus, bevor Girwidz ihn noch weiter anbrüllen würde. Kaum hatte er das Polizeirevier betreten, schallte ihm auch schon eine leise, aber bestimmte Stimme entgegen: „Ach, haben wir also auch mal die Ehre, Herr Hubert?“, begrüßte ihn seine Chefin, Sabine Kaiser mit einem ironischen Lächeln, „ich sage nur 30 Minuten Verspätung!“, sie tippte auf ihre Armbanduhr. „Und wo haben Sie Girwidz gelassen?“ „Kummt glei“, antwortete der Gefragte knapp. Er nickte Rebecca Jungblut zu und ging weiter zu seinem Büro, das er sich (leider) nicht mehr mit Hansi teilte, sondern mit seinem ehemaligen Vorgesetzten Raimund Girwidz…Er seufzte. Alle waren weg: sein bester Freund und ehemaliger Partner Hansi, die Sonja, die Sabrina…und vorallem natürlich Anja. Seine große Liebe. Er vermisste sie unheimlich, ihr Lächeln, ihr Grinsen, wenn sie über einen seiner trockenen Scherze lachte, ihre braunen Augen, einfach alles…Jäh wurde er aus seinen Tagträumen gerissen, als polternd sein neuer Partner eintrat-der riesige, dunkle Fleck auf der Hose war unmöglich zu übersehen.  Die schlechte Laune umgab ihn förmlich wie eine Wolke. Der ließ sich auf seinen Stuhl fallen, und fuhr den Rechner hoch. „Armer Stuhl“, dachte Hubsi, als er das Quietschen der Achsen hörte. „Heutige ToDo Liste: Sie und Hubert fahren in den Arche-Noah-Kindergarten Wolfratshausen, und erzählen den Kleinen was über Verkehrssicherheit. Und dann Streife fahren.“, Girwidz hatte die Kaiser gar nicht reinkommen gehört. Neidvoll blickte er auf ihr Abzeichen. „Mooooment mal. Des mit die Kinder schafft mei Kollege ja auch allein!“, meldete sich Hubert zu Wort. „Theoretisch ja, Praktisch nein. Sie fahren da beide hin. Verstanden?“, ordnete die Brünette an. „Ich brauch jetzt meinen Kaffee.“ Und so saßen Girwidz und Hubert keine halbe Stunde später auch schon im Wagen und waren auf dem Weg zu dem Kindergarten. Es waren gut dreißig Kleinkinder, kurz, der absolute Albtraum für jemanden wie Franz Hubert. Als er die kreischende und aufgedrehte Menge an Schreihälsen erblickte, drehte sich ihm der Magen fast um. Wohl oder übel erzählten die beiden Streifenpolizisten den Kindern und deren Erziehern alles über Zebrastreifen, sagten ungefähr tausend Mal den Reim: „Bei Rot musst du stehen, bei Grün darfst du gehen“ auf, und waren eine Stunde später fertig-zeitlich, wie auch nervlich. Kurz darauf saß Hubsi am Schreibtisch und vervollständigte ein Protokoll, dessen Tat schon viereinhalb Wochen zurücklag, als plötzlich Rebecca eintrat. „Gut, dass euch treffe, im Wald wurden nämlich zwei leblose Frauen gefunden, die eine tot, die andere schwerverletzt.“,  berichtete die junge Polizistin. „Beschreibung?“, fragte Girwidz. „Ähm, also die Tote ist ca. …1, 75 m groß, dunkle Haare und trägt normale Kleidung, also Anorak, Jeans, Stiefel. Die andere ist vielleicht 1, 60 m groß, blonde Haare, und liegt mit einer schweren Gehirnerschütterung im Krankenhaus. Beide sind normalgewichtig, bei beiden haben wir keine Ahnung, was die Identität betrifft. Dr. Fuchs ist schon vor Ort. Achso, ihr müsst den Weg bei der alten Mühle, ihr wisst schon, die mit dem Hofladen, bis zum Wald fahren, und dann ist es eigentlich nicht zu verfehlen.“, erzählte sie. Hubert schnappte sich seine Jacke und ging zum Auto.
Review schreiben