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Homesick - Mein zu Hause ist, wo du bist

von Carolin-K
KurzgeschichteFamilie, Liebesgeschichte / P18 / Gen
Ashton Irwin Calum Hood Luke Hemmings Michael Clifford OC (Own Character)
18.09.2020
07.11.2020
11
14.073
2
Alle Kapitel
3 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
02.10.2020 3.093
 
Ein x-tra langes Kapitel für die liebe Grace Summer :)

~ ~ ~

Mit unseren VIP Pass um den Hals, die Sonnenbrillen und ein fröhliches Lächeln im Gesicht, standen wir endlich vor der Bühne bzw. etwa drei Meter davon entfernt. Dazwischen befand sich den hüfthohe Absperrung, sowie eine Reihe an Securitys mit ernsten Mienen.
Mittlerweile, es war kurz vor 7, hatten einige Künstler unter anderem Jonas Blue, Khalid, die Jonas Brothers sowie weitere Künstler ihren Auftritt hinter sich, als wir beschlossen, dass es Zeit war, den Jungs ein Foto von uns zu schicken.
Es wurde nicht nur ein Foto, sondern eine ganze Reihe, die wir schossen. Selfies mit Duckface, mit einem normalen Lächeln und welche auf denen wir lustige Grimassen zogen. Das Foto mit dem normalen Lächeln schickte ich in unsere Gruppe, die aus den vier Jungs sowie Crystal Leigh, Michaels Verlobten und Sierra Deaton, Luke Hemmings Freundin bestand. Genauso, wie die Eltern der Jungs, wussten die beiden Mädels natürlich an welchem Ort wir uns aufhielten.

“Oh lala, two hot girls Viel Spaß Mädels ” - Crys
“Schnuggis Love You ” - Sierra
Die Antworten der beiden Mädels kamen rasch. Sie waren nicht mit nach London gekommen. “Die Jungs wissen es noch nicht?”, schrieb mir Crys in unsere Mädelsgruppe, wo nur wir vier sowie Mali, Calums’ Schwester, drin waren.
“Ne, die haben keine Ahnung”, schrieb Lauren zurück und grinste diabolisch.

“My hot Girls❤” - kam Ashs Antwort als Erste.
“Wo seid ihr?” - Calum klang ziemlich entspannt und neugierig zugleich.
“Cute ❤” - Michael
“@Sierra @Crys ihr fehlt hier!!! ❤ ” - Lauren
“Wo seid ihr? Festival?” - Luke
“Sollen wir sie mal aufklären? @Lauren?” - schrieb ich grinsend.
“Vielen Dank, aber ich bin aufgeklärt! Ich dachte du wüsstest das, Schatz @Mimi ” - Ash

Nach Ashtons Antwort ließen Lauren und ich unsere Handys sinken. Wir sahen uns an und prusteten los.
“Haha, das hat er nicht gesagt oder?” Lauren lachte noch immer. Mir liefen mittlerweile schon vor Lachen Tränen über die Wangen, so sehr musste ich lachen. Ash war so ein Kindskopf.
“Dummkopf @Ash ” - Ich
“Aber dein Dummkopf I love You” - Ash
Ich spürte, wie mein Gesicht die Farbe einer überreifen Tomate annahm und senkte verlegen meinen Blick.
“Awww, wie süß!” Lauren umarmte mich lächelnd. “Ash und du, ihr seid so süß und das, obwohl ihr schon so lange zusammen seid!”, fügte sie hinzu.
“Ja, aber dafür sehen wir uns relativ selten. Das ist wahrscheinlich auch der Grund, warum es so gut zwischen uns läuft!” Ich schenkte ihr einen schiefen Blick.
“Quatsch. Ihr seid, wie geschaffen füreinander. Ihr seid das Traumpaar schlechthin!”, munterte sie mich auf. Man sah ihr an, wie ernst, sie es meinte.
“Meinst du?”, verunsichert schaute ich sie an.
“Meine ich!” Sie schenkte mir einen aufmunternden Blick. “Na, los, spannen wir die Kerle nicht mehr auf die Folter.” Sie drehte sich um und sprach ein Mädchen hinter uns an.

“Könntest du vielleicht von uns ein paar Fotos machen?”
“Klar sicher”, stellte sich die Brünette zu Verfügung und nahm Laurens Handy an sich. Wir legten jeweils einen Arm um den anderen und lächelten in die Kamera. Dankbar für die Sonnenbrille auf der Nase blinzelte ich in die Sonne.
“Bitte schön!” Sie gab uns das Handy zurück, “Darf ich euch etwas fragen?”, wandte sich sich neugierig an mich.
“Du bist Mimi, die Freundin von Ashton oder und du Lauren, seine Schwester?” Erstaunt hob ich eine Augenbraue. Wie hatte sie das herausgefunden?
“Ähm ja, dass sind wir.” Ich schob meine Sonnenbrille ins Haare zurück. “Möchtest du ein Foto?”
“Oh man, das wäre der Hammer!” Sie jubelte leicht, sodass Lauren und ich auflachten. “Ich bin totaler Fan von euch. Ash und du ihr seid ein tolles Paar. Und Lauren, ich liebe deinen Kleidungsstil!”, plapperte sich aufgeregt vor sich her.
“Wissen die Jungs, dass ihr hier seid?” Das Mädchen, welches sich als Stella vorstellte, sah uns neugierig an.
“Noch nicht, deswegen, hast du gerade eben ja Fotos von uns gemacht!”, berichtete Lauren. “Sie werden sich freuen, hundertprozentig!” Sie lächelte glücklich und verschwand in der Menge.
“Sooo, dann ist das auch erledigt und wir können den Jungs das Foto mit uns und der Bühne schicken!” Lauren freute sich, tippte auf ihrem Handy herum. Ein leises Vibrieren ließ mich neugierig auf mein Handy schauen. Lauren hatte das Foto ausgesucht, dass uns vor der großen Hauptbühne zeigte, wobei man nun auch die Werbeplakate mit den Aufdrucken ‘Capital Summertime Ball 2019’ zeigte.

“Oh mein Gott!”- Michael schien der Erste zu sein, der die Nachricht gelesen hatte.
“Ne, oder?” - Calum klang ungläubig.
“ ” - Luke schien begeistert zu. Nun wartete ich auf Ashtons’ Reaktion.
“Awwww. Ihr seid hier? Ne oder? Ihr verarscht uns, oder? Ihr seid jetzt nicht wirklich hier in London, auf dem Summertime Ball? Lauren? Mimi? Ich liebe euch!❤ Süße? Ich liebe Dich! ❤.” Das reichte mir als Antwort. Ich steckte mein Handy zurück in die Hose. Leises Schniefen seitens Lauren, ließ mich zu ihr blicken. Tränen schimmerten in ihren blauen Augen, sodass mein Herz ganz schwer wurde.
“Was los, Süße?” Besorgt zog ich sie in meine Arme.

“Ash! Ich vermisse ihn so!”, schniefte sie mir leise ins Ohr. Mein Griff um sie wurde fester. “Ich weiß! Ich doch auch!”, murmelte ich leise in ihr Ohr. Schließlich war es soweit. Laut wurde ein Countdown herunter gezählt. Das Kreischen und Jubeln um uns herum wurde lauter. Genervt schaute ich Lauren an, welche nur die Augen verdrehte. Bei Null angekommen fuhr der dunkle Vorhang nach oben und mein Freund Ash setzte mit seinem Schlagzeug zu einem Intro ein. Nacheinander betraten nun Calum Hood, Michael Clifford und Leadsänger Luke Hemmings die Bühne.
Eigentlich musste ich mich mittlerweile daran gewöhnt haben, dass die Vier in den letzten Jahren zu einem anderen Kleidungsstil gewechselt waren. Doch ich konnte mir ein Grinsen nicht verkneifen, als ich sah, was Luke trug.
Zu einem schwarzen normalen Hemd, welches mindestens bis zum Bauchnabel geöffnet war, trug er eine schwarze glänzende Lederhose. So etwas hätte er als Sechzehnjähriger garantiert nie angezogen, damals liebte er genauso wie die anderen schwarze Skinny Jeans, Vans/ Chucks und Oberteile mit Bandlogos. Manchmal vermisse ich diese Zeit.
Mein Blick schwenkte zu Michael, welcher eine schwarze Hose und einen Kapuzenpullover in der gleichen Farbe trug. Der Saum seines weißen T-Shirts blitzte unter dem Pullover hervor. Ich fand, dass ihm dieser ungewöhnliche Style besonders gut stand. Es machte ihn noch einzigartiger, als er sowieso schon war. Calum war noch am normalsten gekleidet, zu einer schwarzen Hose und einem schwarzen Achselshirt trug er eine Lederjacke. Doch was war das? Seine Haare waren blond gefärbt? Seit wann das denn? Ich hob erstaunt meine Augenbrauen. Es sah ungewöhnlich aus.
Mein Blick schwenkte zu Ash, meinem Freund, welcher wie wild geworden auf das Schlagzeug eindreschte. Er trug einen schwarzen Overall. Sein Gesicht war wie immer beim Drummen zu den unmöglichsten Gesichtsausdrücken verzogen.
Gitarren und Bass setzten ein. Ein Lächeln legte sich auf meine Lippen, als ich erkannte, welchen Song sie zu spielen begannen. Es war ‘She looks so perfect’, gemeinsam mit Lauren begann ich den Text mit zu singen. Für einen kurzen Moment schloss ich meine Augen und genoss, wie zig tausend Menschen in den Refrain einstiegen. Es zeugte davon, dass die Jungs unheimlich viele Fans besaßen. Mein Verdacht, die meisten Mädchen standen auf Luke, Calum, Michael und natürlich leider auch auf meinen Freund. Anders konnte ich mir das laute Gekreische ihrerseits nicht erklären.
Als ich meine Augen wieder öffnete, blickte ich geradewegs in das Gesicht von Michael, der nur wenige Meter von uns auf der Bühne stand und seine E-Gitarre bearbeitete. Ein Lächeln breitete sich auf seinem Gesicht aus, als er uns erkannte. Unbemerkt winkte ich ihm zu, was ihn noch breiter grinsend ließ. Ein Strahlen legte sich in seine Augen und ich wusste, wir hatten mit unserem Überraschungsbesuch alles richtig gemacht.
Als nächstes folgte ‘Easier’, einen Song, welcher erst seit kurzem draußen war. Ich war so begeistert von der Performance, dass ich beinahe vergaß zu atmen. Erst als Lauren mir einen Ellbogencheck in die Seite gab und mich anschließend besorgt musterte, bemerkte ich, dass ich die ganze Zeit die Luft angehalten hatte. Rasch öffnete ich meinen Mund und atmete einmal tief ein und aus, bevor ich ihr einen Arm um die Schulter legte und wir im Duett “Is it easier to stay? Is it easier to go?, I don't wanna know, oh, But I know that I'm never, ever gonna change, And you know you don't want it any other way”, den Refrain mitsangen.
Lautes Jubeln erklang nach Beendigung des Songs, bevor erneut Bass und Gitarre sowie Lukes Stimme erklangen. ‘Who do you love’. Ein Song, welcher aus einer Collaboration mit dem amerikanischen DJ Duo The Chainsmoker entstanden war.
Luke begann auf der Akustikgitarre zu spielen, Michael setzte mit der E-Gitarre ein. Ash hob seinen Blick vom Schlagzeug und blickte in die Menge. In der kurzen Pause hatte Michael ihm irgendetwas gesagt, wahrscheinlich wo er uns in der Menge finden konnte. Denn sein Blick fiel suchend in unsere Richtung, bevor sich seine grün-braunen Augen auf meine richteten. Ein Lächeln überzog sein Gesicht und ließ seine Grübchen links und rechts auf seinen Wangen hervortreten.
“Yeah, Found cigarettes in your Fendi coat, Even though you don't even smoke, Always changin' your access codes, Yeah, I can tell you no one knew” , begann Luke zu singen, Ash setzte anschließend mit dem Schlagzeug ein, “Yeah, you've been actin' so conspicuous, You flip it on me, say I think too much, You're movin' different, when we makin' love, Baby, tell me, tell me.” Eine Gänsehaut überzog meinen ganzen Körper, sodass ich mit einem breiten Grinsen Lauren meinen Arm zeigen musste, damit sie mir Glauben schenkte. Ash, welcher meine Reaktion sah und auch natürlich kannte, richtete sich mit einem breiten Grinsen auf. Den Refrain, der als Nächstes folgte, sang er gemeinsam mit Luke. Mit wahrscheinlich Herzchen in den Augen sah ich also zu, wie er von seinem Hocker hinter den Drums aufstand, beide Arme samt Drumsticks in die Luft streckte und sang. Ich konnte nicht anders, als ihn dabei zu filmen, was ihm nicht entging.
Nach Beendigung von ‘Who do you love’ atmete ich schwer. Jedes Mal wenn ich diesen Song hörte, war ich von Anfang an gefangen. Und ihn jetzt live zu hören, ließ es noch besser klingen. Es folgten Amnesia, Want you back und Youngblood. Alles Songs, die einem gute Laune bereiten und die mich am Ende eine heisere Stimme einbrachten.
Unter lautem Jubel und Gekreische verabschiedeten sich die Vier von ihrem Publikum. Benutzte Plektren und Ashs’ Drumsticks wurden in die Menge geworfen und freudig empfangen.
Jetzt würde es nicht mehr lange dauern, bis Sam uns in den Backstagebereich bringen würde. Der Capital Summertime Ball war zwar nach Five Seconds of Summer nicht zu Ende, denn Maroon 5 und schlussendlich Calvin Harris würden noch auftreten. Doch wir wollten nur noch zu den Jungs und das Wiedersehen feiern.
Lauren war die Erste, die Sam sowie einen weiteren Security Beamten auf uns zukommen sah. Sie halfen uns über den Zaun, wobei uns mehrere böse Blicke und Beleidigungen von aufgebrachten Fans trafen. Ohne noch einmal nach Blick über die Schulter zu werfen, folgten wir dem fremden Security, während Sam uns nicht von der linken Seite wich und somit die Sicht auf uns, so gut wie es ging, versperrte.
Gott seid Dank trugen sowohl Lauren als auch ich unsere Sonnenbrillen, sodass wir relativ unerkannt durch eine seitliche Tür neben der Bühne verschwanden. Dort verabschiedete sich Sam vom Sicherheitsbeamten mit einem Handschlag und gab uns dann zu verstehen, dass wir ihm weiter folgen sollten.
Unzählige Gänge, welche sich alle ähneln, später, standen wir schließlich vor dem Dressingroom. Auf dessen geschlossenen Tür stand auf einem weißen Blatt Papier ‘5SOS’ geschrieben. Mein Herzschlag verdoppelte sich vor Vorfreude, gleich bei Ash und den anderen Jungs zu sein.
“Na los, worauf wartet ihr?” Ein aufmunternder Blick traf uns aus grünen Augen, doch wir rührten uns nicht. Stumm sahen wir zu, wie Sam an die Tür klopfte. Lautes Lachen, ein Gebrüll unverständlicher Worte und schließlich ein ‘Herein’ ertönte.
Er öffnete die Tür und schob uns hinein. Keine drei Meter von uns entfernt waren Luke und Calum gerade dabei in frische Klamotten zu schlüpfen. Während Luke noch oberkörperfrei in einer schwarzen Hose und Boots da stand, trug Calum nur Boxershorts und ein weißes T-Shirts. Die Haare der Jungs waren noch etwas feucht von der Dusche.
“Kommt rein”, lud Luke uns mit einem Lächeln ein. Rasch schlüpften beide in ihren restlichen Sachen, bevor wir uns als Begrüßung in den Armen lagen.
“Schön dich zu sehen!”, murmelte Luke und grinste mich schief an, als wir uns wieder voneinander lösten. Währenddessen hatte Calum Lauren in den Arm genommen, sodass wir danach einmal tauschten. Sie also Luke und ich Calum begrüßen konnte.
“Michael und Ash sind noch Duschen”, erklärte Calum und bedeutete uns, dass wir uns auf die schwarze Couch in der einen Ecke setzen konnten. “Wollt ihr was trinken?” Luke stand am Kühlschrank und sah uns fragend an.
“Wasser klingt gut!”, merkte ich an und auch Lauren begann zu nicken. Minuten später hielten wir jeweils eine 0,5l Flasche Wasser in der Hand. Dankbar nahm ich einen Schluck, bevor ich mich zurück lehnte.
“Seit wann seid ihr hier?” Luke setzte sich gegenüber in den einzigen Sessel.
“Seit heute Morgen”, grinsend schaute Lauren zu mir, “Wir sind gestern gegen kurz nach 10 in Sydney los und heute morgen um 5:30 in London gelandet. Dort hat uns Sam abgeholt” fügte ich hinzu.
“Wie lang bleibt ihr?” Calum trank ein Schluck von seinem Bier. “Morgen Mittag geht es wieder zurück!”, gab ich leise zurück. “Ab Dienstag fangen die Prüfungsvorbereitungen an und danach die Woche schon die ganzen Prüfungen. Wir mussten nur beide mal aus dem ganzen Trott heraus und haben uns dann für den Kurztrip entschieden.” Nun lag wieder ein Lächeln auf meinem Gesicht.
“War die beste Idee seit langem!”, ertönte hinter uns eine mir wohlbekannte Stimme. Ash! Mit einem lauten Quieken, welches einem Meerschweinchen ähnlich war, sprang Lauren von der Couch und fiel wenig später ihrem älteren Bruder in die offenen Armen. Leises Schluchzen kam ihrerseits, als sie ihren Kopf an seiner Brust barg. Verzweifelt huschte Ashs’ Blick über uns. Er schien wohl nicht damit gerechnet haben, dass Lauren so verzweifelt war. Sein Griff verfestigte sich um seine Schwester, bevor er stumm immer wieder mit seinen Händen über ihren Rücken glitt.
Mit einem breiten Grinsen schob sich Michael, der Vierte im Bunde, am Drummer vorbei und zog mich in eine stürmische Umarmung.
“Schön dich zu sehen!” Mit diesen Worten drückte er mir einen Kuss auf die Wange, bevor er mich wieder los ließ. Mittlerweile hatte sich Lauren wieder beruhigt und von ihrem Bruder gelöst. Mit einem Glitzern in den Augen trat er auf mich zu, ergriff meine Hände und zog mich näher zu sich. Ash war mit seinen 1,82 m ein halben Kopf größer als ich, sodass ich mich auf die Zehenspitzen stellen musste, bis sich unsere Lippen zu einem Kuss verbanden. Seufzend krallte ich meine Hände in den Stoff seines einfachen schwarzen T-Shirts, während sich seine mittlerweile um meine Wangen gelegt hatten.
Immer wieder hauchte er mir kleine Küsse auf, bis ich seinen Kopf festhielt, damit wir uns richtig küssen konnten. Ich konnte spüren, wie er seine Lippen zu einem Lächeln verzog. Erleichtert, dass er mir nun gab, was ich so lange vermisst hatte, öffnete ich meine Mund und ließ seine Zunge willkommen heißen. Heiß, neckend und dann wieder langsam erkundeten wir den jeweils anderen Mund, bis wir uns schließlich atemlos voneinander losreißen musste.
“Hi!” Er drückte mir einen weiteren, nicht weniger liebevollen Kuss auf die Lippen.
Ich spürte die Blicke der anderen auf mir und löste mich, als Michael ein ‘Nehmt euch ein Zimmer’ von sich gab.
Ash zog mich zur Couch, setzte sich und zog mich auf seinen Schoss. “Wir wollten jetzt noch etwas Essen gehen, kommt ihr mit?” Calum sah uns Mädels fragend an.
“Gerne”, “Sicher”, waren unsere Antworten. Ich hatte seit dem ausgiebigen Frühstück heute Morgen nichts mehr gegessen, das hatte mein Magen schon mehrmals laut zu Kenntnis gegeben. Auch jetzt fing er laut an zu knurren. Peinlich berührt senkte ich meinen Blick, die anderen brachen in prustendes Lachen aus. Ashtons Griff um meine Hüfte wurde fester. Ich spürte seine Lippen federleicht auf meinem Nacken, wo sie mich zu liebkosen begannen. Kleine Schauer der Erregung liefen mir den Rücken herunter, ließen meine Härchen zu Berge stehen.
Es war aber auch kein Wunder. Ashton und ich hatten uns das letzte Mal Ende April gesehen, als ich in meinen Semesterferien für zwei Wochen nach Los Angeles geflogen war. Seitdem hatten wir uns nur über Facetime gesehen gehört. Körperliche Nähe war seitdem Mangelware. Kein Wunder dass ich spitz wie eine räudige Katze war. Ich brauchte ihn. Heute.

“Wir können los!” Sam trat mit einem Lächeln in den Raum. “Der Van ist bereit, der Tisch ist schon reserviert. Wir können direkt zum Restaurant fahren!”
Die Jungs ergriffen ihre persönlichen Gegenstände. Den Rest würden wie immer die Roadies erledigen. Ash griff nach meiner Hand, schob seine langen Finger zwischen meine und gemeinsam machten wir uns auf den Weg nach draußen. Lauren unterhielt sich währenddessen mit Luke über die Show, die Uni und über Gott und die Welt. Ich klinkte mich aus dem Gespräch der Beiden. Nur Ash und ich, das war das Wichtigste in diesem Moment.
“Alles okay?” Ashs Lippen streiften mein Ohr, als er sich im Gehen zu mir beugte. Verwirrt blinzelnd schaute ich ihn an, traf auf seine besorgt aussehenden grün-braunen Augen und nickte.
“Ja, jetzt schon!” Ich schenkte ihm ein aufmunterndes Lächeln. Der besorgte Ausdruck in seinen Augen blieb aber.
“Was ist los?” Sein Handgriff wurde kurz fester, lockerte sich aber wieder, als ich mit meinem Daumen beruhigende Kreise auf seinem Handrücken fuhr.
“Bisschen Stress in der Uni. Zu viele Hausarbeiten, das ganze Lernen”, fing ich an, “Aber lassen wir das, ich will dich damit nicht vollquatschen”, winkte ich ab.
“Vergiss es. Ich dachte, wir erzählen uns alles?” Ash schaute mich vorwurfsvoll an.
“Tun wir auch. Es ist wirklich alles in Ordnung, ich verspreche es dir! Ich bin einfach nur froh, wenn das Semester vorbei ist. Dann ist erst einmal Entspannung angesagt!” Vorfreude kam bei mir auf.
“Wir kommen am 27. nach Sydney für eine Woche!”, teilte Ash mit einem sanften Lächeln mit.
“Ne, oder?” Ungläubig sah ich ihn an. “Doch!” Erfreut über diese Nachricht drückte ich einen zarten Kuss auf seinen Oberarm, knapp unterhalb seines schwarzen T-Shirts. Genau am 27. schrieb ich meine letzte Klausur, danach hatte ich frei.
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