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Homesick - Mein zu Hause ist, wo du bist

von Carolin-K
KurzgeschichteFamilie, Liebesgeschichte / P18 / Gen
Ashton Irwin Calum Hood Luke Hemmings Michael Clifford OC (Own Character)
18.09.2020
07.11.2020
11
14.073
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18.09.2020 1.367
 
“Da ist deine Tasche!” Lauren deutete ein Stück weiter entfernt auf das Laufband, auf dem fremde Koffer und andere Gepäckstücke an uns vorbei zogen. Erleichtert seufzte ich auf. Während sie ihre schwarze normal große Reisetasche schon gefühlt zehn Minuten eher vom Band gehoben hatte, kam meine erst jetzt. Zum Glück! Ich hatte schon Angst, dass sie verloren gegangen war.
Mit unseren Reisetaschen auf der Schulter ließen wir also das Gepäckband hinter uns und traten in die Ankunftshalle des Flughafens London Heathrow. Suchend ließ ich meinen Blick über die dort wartenden Personen wandern, bis er schließlich an einer etwas bulligen Statur eines Mannes Mitte/ Ende 30 hingen blieb. Sam, unser Abholdienst, welcher mich im selben Moment entdeckte und kurz winkte.
“Da ist Sam!” Ich nickte in die Richtung und somit wurde Lauren auf Sam aufmerksam. Ein Lächeln schob sich auf ihr Gesicht, als sie ihn erkannte. “Na, los!” Ich folgte ihr prompt und nur wenig später sah ich zu, wie Sam sie für eine kurze Umarmung in seine Arme zog.
Aus Höflichkeit schob ich meine Sonnenbrille, welche ich als Schutz vor Paparazzis aufgesetzt hatte, in meine kastanienbraun gefärbten Haare und lächelte den Bodyguard strahlend an.
“Hallo Mimi, schön dich wieder zu sehen!” Er begann zu lächeln und umarmte mich kurz.
“Hi Sam!” Für einen kurzen Moment genoss ich die Umarmung des Bodyguard, bis dieser sich mit den Worten: “Na, los, ich bring euch ins Hotel. Da könnt ihr dann noch eine Runde schlafen, oder?”, wieder von mir löste. Zustimmend nickten wir synchron und folgten ihm ins Parkhaus zu einem schwarzen Van mit dunkel getönten Scheiben.
Lauren und ich ließen zu, dass Sam uns die seitliche Schiebetür öffnete, sodass wir wenig später auf den schwarzen Ledersitzen Platz nehmen konnten. Er selber, setzte sich hinter das Lenkrad und fuhr wenig später los. Angenehme Kühle kam aus der Klimaanlage, ließ mich erleichtert aufseufzen und zurück sinken.
“Wie war der Flug?” Sam schaute über den Rückspiegel erst zu mir und anschließend zu Lauren, welche sich müde an meine Schulter kuschelte.
“Zu lang.” Ich begann zu Lachen, verstummte aber, als ich sah, dass Lauren ihre Augen geschlossen hielt.
“Wie machen sich die Jungs?” wandte ich mich diesmal neugierig an Sam, welcher mir wenig später begeistert von den Vieren erzählte. Ich kannte Sam, seitdem meine Jungs von Five Seconds of Summer 2013 als Vorband von One Direction auf ihre erste Headlining Tour gingen. Seitdem war er einer der Bodyguard, kümmerte sich aber auch um andere Belange. Wie zum Beispiel, die Schwester und die Freundin des Drummers für einen Überraschungsbesuch vom Flughafen abzuholen.
“Sie sind unheimlich glücklich, jetzt auf Promo zu gehen”, begann Sam zu erzählen, “Ich weiß nicht, ob Ash es dir erzählt hat, aber nach London geht es dann nach Berlin und Köln, Mailand, anschließend nach Amsterdam und Paris.”
“Ja stimmt, er hat davon gesprochen, als wir vor zwei Tagen telefoniert haben!”, antwortete ich. “Und dann kommen sie wieder zurück nach Hause.” Ich seufzte glücklich auf, auch, wenn ich wusste, dass Los Angeles mittlerweile ihr Zuhause war. Was ich wiederum nicht verstehen konnte. Seitdem ich vor sieben Jahren zum ersten mal nach Australien gekommen war, liebte ich dieses Land, aber insbesondere Sydney. Ich konnte es mir nicht vorstellen, woanders zu leben. Sydney war mein ZUHAUSE!
“Du weißt, dass er Sydney liebt. Schließlich wohnt da seine Familie!” Sam schenkte mir ein aufmunterndes Lächeln, “Ich weiß, aber es ist schwierig.” Tränen sammelten sich in meinen Augen und ich begann leise zu schniefen.
“Ja sicher ist es schwierig. Keiner hat gesagt, dass es leicht wird. Aber ihr liebt euch. Ihr gehört zusammen. Verstanden?” Liebevoll sah Sam mich durch den Spiegel an, bevor er nach einem Nicken von mir sich wieder auf die Straße konzentrierte. Rasch wischte ich mir die Tränen von den Wangen. Lauren sollte von meinem Gefühlsausbruch nichts mitbekommen. Sie war Ashs’ Schwester und sollte sich nicht mit diesem Thema auseinander setzen. Für sie selbst, war es genauso schwer. Sie vermisste ihren großen Bruder. Auch, wenn sie es nach außen kaum zeigte. Sie fraß dann lieber alles in sich hinein.
Müdigkeit überkam mich, sodass ich beschloss auch meine Augen zu schließen. Das Letzte, das ich von Sam hörte war ein: “Ich wecke euch, wenn wir da sind.” Dankbar für seine Worte schmiegte ich mich tiefer in den weichen Sitz und genoss die Stille. Schließlich hatten wir einen knapp 23 stündigen Flug, sowie eine Zwischenlandung in Hongkong hinter uns. Hier in London war es gerade mal kurz nach halb sechs am Morgen. Kein Wunder also, dass wir müde waren. Eine Hand, welche sich auf meine Schulter legte und leicht an mir rüttelte sowie ein “Aufstehen Mimi!”, holte mich aus meinem Schlaf, der mich auf dem Weg zum Hotel überfallen hatte.
Verwirrt öffnete ich die Augen und blickte geradewegs in Laurens blaue Augen, die mich strahlend anblinzelten. “Wir sind da!”, fügte sie als Erklärung hinzu. Rasch fuhr ich mir mit einer Hand durch meine Haare, die mir mittlerweile bis zur Mitte meines Rückens reichten und fuhr mir einmal kurz unter den Augen entlang, um mögliche Mascara Reste verschwinden zu lassen.
Sam half uns aus dem Van und begleitete uns über einen roten Teppich zum Eingang des London Hilton on Park Lane Hotels, indem die Jungs für ihren Aufenthalt in London übernachteten. Ein Page in edler Uniform öffnete uns mit einem professionellen Lächeln die Tür und wir traten ein.
Da ich Dank der Jungs an einige Aufenthalte in luxuriösen Hotels gewöhnt war, ließ mich die exklusive Einrichtung des Foyers relativ kalt. Wir fuhren in den dreizehnten Stock, liefen einen Gang entlang, bis wir schließlich vor einer Zimmertür halt machten. 1324.
“Die Jungs müssen um 10 zum Soundcheck, ab da könnt ihr dann in Ruhe das Buffet stürmen. Ihr habt ein Doppelzimmer, aber du kannst natürlich später zu Ash ins Zimmer”, wandte er sich mit einem Zwinkern an mich. “Ich hole euch um kurz vor zwei hier ab oder wollt ihr die Jungs schon früher besuchen?”
“Ne ne, wir wollen die Shows sehen und dann später zu ihnen!”, winkte ich lächeln ab. “Wenn wir sie vorher überraschen, stören wir sie nur”, fügte Lauren hinzu.
“Brave Mädchen, na dann erholsamen Schlaf und bis später.” Mit diesen Worten verabschiedete sich der Bodyguard von uns. Wir schafften es gerade noch uns aus unseren engen Jeans zu schälen, und den Wecker auf eins zu stellen, bevor wir fix und fertig unter die Bettdecken krochen und in Nullkommanix einschliefen.
Ich war die Erste von uns beiden, welche sich nach dem nervenden Wecker aufraffen und duschen gehen konnte. Mir entkam ein Seufzer, als das heiße Wasser auf meine verspannten Muskeln traf und mich so langsam von den Toten auferstehen ließ. Auch wenn ich gerne länger unter der Dusche stehen würde, beeilte ich mich. Schließlich musste Lauren auch noch Duschen und Sam sollte ja nicht auf uns warten.
Rasch schlüpfte ich nach dem Abtrocknen in mein Jeanskleid, welches mir knapp mit zur Mitte meiner Oberschenkel reichte und mir ein schönes Dekolleté zauberte. Barfuß föhnte ich mir meine Haare trocken, die ich schließlich zu einem hohen Zopf zusammen band. Wegen der Hitze, die momentan in Europa herrschte, legte ich nur etwas Wimperntusche sowie einen schwarzen Lidstrich auf. Alles andere hätte kein Sinn, es würde bei dem Wetter einfach nur verlaufen.
Fertig gestylt und zufrieden mit meinem Outfit verließ ich das Badezimmer. Lauren, die mittlerweile auch erwacht war, lag noch immer im Bett, hatte sich etwas aufgerichtet. Ihren Kopf hatte sich auf die Kopfstütze des Boxspringbettes gelegt, während sie ihr iPhone in den Händen hielt.
“Guten Morgen”, begrüßte ich sie, woraufhin sie ihr Handy zu Seite legte und mir mit einem Lächeln Guten Morgen wünschte. Sie verschwand im Bad. Wenig später konnte man das Plätschern der Dusche durch die geschlossenen Tür hören. Ich zog den dunklen Vorhang zurück und blickte geradewegs in einen strahlend blauen Himmel. Vereinzelte Schäfchenwolken waren zu sehen, aber der Tag versprach dennoch wunderschön zu werden.
Keine fünfzehn Minuten später betrat Lauren wieder das Zimmer. Sie steckte in kurzen Jeansshorts und einem bauchfreien weißen Top. Ihre Haare waren zu einem seitlichen Zopf geflochten, welcher ihr über die Schulter fiel. Wir zogen uns unsere Schuhe - ich meine schwarzen Doc Martens, sie ein paar weiße Sneaker - an und verließen das Zimmer, um Frühstücken zu gehen.
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