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Shokugeki no Hiraku (auf Deutsch)

Kurzbeschreibung
GeschichteAllgemein / P16 / Mix
OC (Own Character)
18.09.2020
01.10.2020
3
8.139
5
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4 Reviews
Dieses Kapitel
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18.09.2020 2.047
 
„Setzt euch, Kinder, ich erzähle euch nun die Geschichte eines Prinzen und wie er sein Schloss verkleidet als Bauer betrat.“



Die erste Portion des Himmels - "Ankunft in der kulinarischen Burg“



Eine Sache, die Hiraku Yukihira immer genossen hatte, waren die Besuche von Tante Alice.

Tante Alice war nicht nur im Allgemeinen eine lustige Person, die wusste, wie man Menschen eine gute Zeit bietet, sondern neben ihren Besuchen kamen auch immer die übertriebensten und üppigsten Geschenke, von denen jedes Kind in seiner Klasse nur träumen konnte.

Und Hiraku liebte diese Geschenke, die fast aus einer anderen Welt zu stammen schienen.

Tante Alices Welt um genau zu sein. Die Welt in der alles groß, großartig und golden war.

Es faszinierte ihn und er fragte seine Mutter oft, warum es immer Tante Alice und ihre Familie waren, die sie besuchten und nicht umgekehrt. Er wollte unbedingt die Orte sehen, an denen sie sich normalerweise aufhielten. Den großen Pomp und den Reichtum, der sie umgab, in sich aufnehmen. Aber seine Mutter hatte immer das Thema gewechselt oder den klassischen Satz gesagt. "Ich werde es dir erklären, wenn du alt genug bist."

Im Alter von 15 Jahren schenkte ihm Tante Alice jedoch etwas ganz Besonderes. Möglicherweise das größte Geschenk, das er jemals von ihr erhalten hat.

Die Schlüssel zu den Toren von Tante Alices Welt, die ihn endlich erfahren lassen würden, wie es dort drüben war.

Alice lud ihn ein, an ihren Arbeitsplatz, die Totsuki Saryo Akademie, zu wechseln.

Die Transferprüfung, die er in seinen Ferien absolvieren musste, hatte Hiraku überhaupt nicht gestört. Persönlich fand er es überraschend einfach.

Aber zu seinem Erstaunen war er tatsächlich der einzige, der sie bestanden hatte.

Nicht, dass es ihn allzu sehr gestört hätte.

Er sprang aus dem Bett, ungewöhnlich begeistert, als sein erster Schultag an der angesehenen Schule endlich kam.

Sobald er aus der Tür seines Zimmers trat, wurde er bereits von dem mehr als vertrauten, heimischen Duft von Essen von unten begrüßt.

"Morgen", verkündete er, als er in der Küche ankam.

Dies ließ seinen Vater in seinem üblichen Rumgesumme innehalten, als er über die Schulter blickte, um seinen Sohn mit einem Grinsen zu begrüßen, während er weiterhin goldenen Reis röstete. "Schöne Uniform, Hiraku."

Hiraku sah auf sich herab und inspizierte den blauen Blazer, das weiße Hemd und die blaue Hose, als hätte er sich nicht bereits oben 5 Minuten lang im Spiegel angestarrt, bevor er ein einfaches, bestätigendes Nicken gab.

Aber natürlich war Hirakus Mutter eine, die immer ein Makel in allem fand. Und so waren die ersten Worte, die sie an diesem Morgen zu ihrem Sohn sagte: "Wo ist deine Krawatte, Hiraku?"

Oben. In seinem Raum. Unbekümmert in den Kleiderschrank geworfen.

"Ich muss sie vergessen haben.“ Antwortete Hiraku.

Erina Yukihira schüttelte den Kopf, bevor sie seufzte. "Na ja, geh in die Schule, wie du willst."

Nach einigen Augenblicken, in denen Hiraku nach dem getrockneten Tintenfisch griff, der in der Nähe seines Vaters lag, legte Erina ihr Küchenmesser hin und nahm eine kleine Schachtel in die Hand.

Sie wandte sich an Hiraku, der gerade den Arm des Tintenfischs abgeschnitten und zwischen seine Zähne geklemmt hatte, um daran zu kauen, und schenkte ihm die Schachtel mit einem warmen Lächeln. "Hier ist dein Bento für heute." Sie zwinkerte ihm zu. "Ich habe die Honig-Schweinefleisch-Klöße gemacht, die du als Kind immer so gern hattest."

"Oh außerdem-" "Und ich habe meine berühmten Onigirazu gemacht." Rief Soma aus, bevor Hiraku fertig sprechen konnte.

Als sich seine Frau wieder abwandte, um auf die Uhr zu schauen, beugte sich Soma zum Ohr seines Sohnes. „Eines von ihnen hat eine ziemlich ... spezielle Füllung, wenn du weißt, was ich meine."

Hiraku grinste wissend wie finster zurück, bevor seine Mutter wieder sprach. "Alice wird bald hier sein ... Du hast alles was du brauchst, richtig Hiraku?"

Hiraku nickte, aber gerade als er das tat, brachte sich plötzlich eine weibliche Stimme ein. "Nein, hat er nicht."

Hiraku drehte sich um und sah in die goldenen Augen von Kimiko Yukihira, seiner kleinen Schwester.

Sie war immer noch im Schlafanzug und ihr wildes, blondes Haar hing lose. Aber trotz des müden Gesamtbild, das sie abgab, trug sie immer noch ein Grinsen im Gesicht. In ihrer Hand befand sich ein kleines, braunes Täschchen, das Hiraku unheimlich vertraut vorkam.

"Du hast dein Portemonnaie vergessen. Wie immer." Und damit warf sie es einfach auf ihn, sicher, dass er es schaffen würde, es zu fangen, bevor es in der Pfanne landen und zu Asche verbrennen würde. Und sie hatte recht. Mit wenig bis gar keinem Problem griff er danach und bekam es in seine Hände, bevor es sich überhaupt den tödlichen Flammen näherte.

"Danke, Kimi." Sagte er dabei.

Kimiko schüttelte nur den Kopf und kicherte. "Typisch Hiraku. Ich mache mir Sorgen, dass du auf diese super versnobte Edelakademie gehst. Ich sehe geradezu vor mir wie du zum ersten Unterrichtstag deine Kochuniform vergisst, du Chaot.“ Hiraku schmollte und grummelte. "Ich werde das schon schaffen. Du musst auch immer das Schlimmste von mir annehmen."

"Deine Schwester hat Recht." Mischte sich eine Mutter gnadenlos ein. Sein Vater fing an zu lachen. „Ich bin schon überrascht, dass du noch nie in Schlafsachen in die Schule gegangen bist.“

Erina musterte ihn scharf. „Du kannst ja wohl nicht grade mitreden. Von wem glaubst du, hat er diesen chaotischen Geist?"

"Weiß nicht, worauf du hinaus willst, Erina."

Die regelmäßige Zankerei ihrer Eltern begann und für einige Momente sahen Kimiko und Hiraku nur zu. Schließlich wandte sich Kimiko an ihren großen Bruder. "He, Hiraku!" "Ja?"

Sie näherte sich ihm und wies ihn aufgeregt an. "Schließ deine Augen und öffne deine Hand!" Er legte den Kopf schief. "Soll das ein Kinderspiel werden oder-?" "Mach es einfach!"

Widerwillig gab er nach und tat, was sie verlangt hatte. Ein paar Momente später spürte er, wie etwas Warmes und Weiches in seine Hände rutschte. Und eine Sekunde später rief Kimikos Stimme erfreut. "Öffne sie!"

In Hirakus Hand lag eine kleine Stickerei, die eindeutig sehr sorgfältig gemacht war und das rote Motiv einer Blume zeigte, mit der er mehr als vertraut war.

"Ich habe Tante Mayumi gebeten, das für dich zu machen." Erklärte Kimiko freudig. Hiraku hob seinen Kopf, um sie anzusehen und war sich nicht sicher, was er über diese süße Geste sagen sollte.

Zum Glück plauderte Kimiko weiter. "Wenn man bedenkt, dass es die Schule ist, die Tante Alice leitet, muss sie sicherlich ziemlich extravagant sein. Ich möchte nur, dass du nie vergisst, wo deine Wurzeln sind und dass du stolz auf sie sein kannst. Du hast Sumiredori immer hinter dir, vergiss das nicht Hiraku." Ihr Grinsen wurde etwas breiter.

Ein kleines Lächeln spielte sich auch auf Hirakus Lippen. "Danke, Kimiko."

Aber bevor dieser liebliche Moment weitergehen konnte, hörten sie bereits Erina ausrufen. "Ah, Alice ist hier." Und sie tauschten nur einen Blick aus und eilten danach zur Tür.

Ein paar Stunden später, nach ein paar letzten Erinnerungen und ein paar letzten Witzen über seine Vergesslichkeit und nach ein paar Abschiedsumarmungen und Küssen, fand sich Hiraku auf dem beeindruckenden Campus von Totsuki wieder.

Er war die ganze Zeit im Büro seiner Tante gewesen, bis ihn ein Mitarbeiter abgeholt hatte, um ihn zu der Zeremonie der frisch-gebackenen Erstklässler der Oberstufe zu bringen. Seine neuen Klassenkameraden. Die 114. Generation von Totsuki.

Seit er seinen ersten Schritt auf das Schulgelände getan hatte, war Hiraku voller Ehrfurcht. Alles war so groß und großartig und groß. Man merkte sofort, dass dies nicht gerade die normale, alltägliche Schule war.

Es war anders als alles, was er bisher gesehen hatte, und er blieb oft auf seinem Spaziergang stehen, um die faszinierenden Architekturen und die pompösen Gebäude zu inspizieren.

Und selbst jetzt konnte er sich nicht davon abhalten, auf seinem Spaziergang hier und da anzuhalten, um seine Umgebung ein wenig näher zu untersuchen, sehr zur Frustration des Mitarbeiters.

Fast die gesamte Zeremonie war schon vorüber, als die beiden dann doch endlich dort ankamen. Nur die Übergabe des Abzeichen für den Jahrgangsbesten und Hirakus Ankündigung blieben übrig.

Und gerade als sie hinter der Bühne ankamen, wo ein anderer gestresster Mitarbeiter sie ziemlich unfreundlich begrüßte, kündigte der Moderator auf der Bühne an. "Und jetzt lasst uns den Jahrgangsbesten auf die Bühne bitten, heißt ihn herzlich willkommen….Hayama Akio!"

Einer der beiden Mitarbeiter seufzte, als er das hörte und wandte sich an Hiraku. "Okay, du bist der Nächste. Ich hoffe du bist bereit."

Sein Stress wuchs nur umso mehr, als Hiraku ihm als Antwort ein Schulterzucken gab.

Auf der Bühne hatte der Jahrgangsbeste, ein pinkhaariger, dunkelhäutiger Junge mit blattgrünen Augen, sein Ehrenabzeichen erhalten und machte sich bereits auf den Weg hinter die Bühne.

Stolz und zufrieden mit sich selbst kam er dort an, zuversichtlich, dass er bisher alles in seinem Leben richtig gemacht hatte.

Und dann fiel sein Blick auf Hiraku, der zurück starrte.

Akio legte den Kopf schief und fragte sich, wer diese Person sein könnte. Aber schon im nächsten Moment hörte er es.

"... Bitte heißt den neuen Transferschüler herzlich willkommen…..Yukihira Hiraku!" Wurde auf der Bühne gerufen.

"Oh." Meinte Hiraku nur, bevor er sich in Bewegung setzte.

Er kam an Akio Hayama vorbei, der nicht anders konnte, als über die Schulter zu schauen, als Hiraku auf die Bühne ging.

Vor ihm sah Hiraku eine riesige Reihe von Teenagern in seinem Alter. Dank der blauen Uniform, die sie trugen, war es buchstäblich ein Meer von Menschen, das Hiraku da vor sich hatte.

Nicht, dass es ihn groß kümmerte.

Er ging zum Podest und nahm das Mikrofon in die Hand.

"Tag." Sagte er mit ernstem Gesicht. "Mein Name ist Yukihira Hiraku und ich bin einer der besten Köche Tokios."

Dies allein und das Murmeln begann. Viele gaben sich empört über diese Behauptung, aber einige diskutierten auch verwundert darüber nie im Leben den Namen ‚Yukihira‘ gehört zu haben.

Zwischen den Schülern befand sich eine Blondine mit lilanden Augen, die sich mit einem roten Fächer an ihr Kinn tippte.

"Mutige Behauptung. Sieht so aus, als hätte er Mumm." Murmelte sie für sich, bevor sie ein leichtes Kichern ausstieß. "Die Frage ist ... Ist das gut genug?"

"Ich bin glücklich hier zu sein." Informierte Hiraku sie stoisch und machte dies durch seinen Tonfall nicht gerade zu einer sehr überzeugenden Behauptung.

"Und ich freue mich darauf, mit euch allen zu kochen und all den Luxus, der mit dieser Schule einhergeht, zu genießen. Danke."

Er verbeugte sich und verließ die Bühne ohne seine Miene zu verziehen.

Seine Klassenkameraden schwiegen nur und starrten ihn an, versucht zu verstehen, ob dies eine Rede oder sein Beitrag zum Comedy-Wettbewerb gewesen war.

Und obwohl sie alle merkten, dass es sich tatsächlich um eine Rede handelte, brachen die meisten von ihnen trotzdem in Gelächter aus.

Sie sahen sich an und wussten, dass sie darüber noch wochenlang scherzen würden.

Immer noch lachend drehten sie sich um und begannen sich in verschiedene Richtungen zu zerstreuen.

Unter ihnen war ein grünhaariger Junge, der von zwei muskelbepackten Jungen in seinem Alter begleitet wurde, die ihm mit respektvollem Abstand folgten.

Der grünhaarige lachte nicht, aber er hatte ein amüsiertes, wie kaltes Lächeln auf den Lippen.

"Umino." Erklärte er im herrischen Ton. Einer der beiden Muskelprotze sah auf. "Boss?"

„Setz diesen Yukihira-Bengel unter Beobachtung.“ Ordnete er an, ohne sich umzudrehen. Die beiden hinter ihm tauschten verwirrte Blicke aus, aber dennoch antwortete Umino. „Aye, Boss."

Das Grinsen des Jungen wuchs. "Ich frage mich, ob er so naiv ist, wie er rüberkommt."

Hiraku hörte natürlich nichts davon. Er hörte auch nicht die Witze oder das Kichern der anderen um sich herum.

Alles, was er tat, war achtlos zu dem Ziel zu gehen, das auf der Karte markiert war, die ihm übergeben wurde.

In seinen Gedanken lief bisher alles perfekt und er war sich mehr als sicher, dass er in ein paar Monaten den Titel des besten Schülers in seinen Händen halten würde.
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