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Neela is Mine

Kurzbeschreibung
KurzgeschichteHumor / P16 / Gen
Han Lue Neela Sean Boswell Takashi "DK" Kamata
18.09.2020
18.09.2020
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Neela is Mine

„Neela gehört zu mir du Gaijin geht das in deinen Dickschädel langsam rein?“ fauchte der Japaner namens Takeshi und baute sich vor dem jüngeren Sean auf. Der gebürtige Amerikaner dachte aber gar nicht daran sich von dem Yakuzaneffen einschüchtern zu lassen. Ihm gefiel Neela und schon als er sie das erste Mal gesehen hatte war er hin und weg von ihr.
Das engelsgleiche Lächeln, ihre Figur, die samtigen Haare, sie war so anders als alle anderen die hier herumliefen. Nein Sean würde definitiv nicht klein beigeben, er würde es diesem Möchtegernyakuza schon zeigen und Neela erobern.

Die beiden Vertreter des männlichen Geschlechts sahen sich böse an, in ihren Augen konnte man den Kampfgeist funkeln sehen. Keiner der beiden wollte verlieren oder dem anderen eine Chance geben sich zu profilieren. Lange standen sie so da, sich anfunkelnd, abschätzend. Takeshi hatte schon mehrere Kämpfe bestritten und auch wenn er ein Hitzkopf war wusste er, dass er nicht vorschnell angreifen sollte auch wenn es um seine Neela ging. Sie gehörte schließlich zu ihm und nicht zu einem dahergelaufenen Gaijin, der gerade einmal ein paar Wochen in Japan war.
Dieser Sean verstand doch noch nicht einmal ihre Sprache und führte sich so auf  als wäre er der King, dabei war er es der auf den Namen DK hörte. Er war der Drift King, Neffe eines der mächtigsten Yakuza von Tokyo, seinem Gegenüber sollten die Knie vor Angst schlottern und er sollte sich in die Hosen machen wenn man seinen Namen nur erwähnte.
Aber da stand er nun vor ihm und starrte ihn trotzig an, dieser Typ nervte ihn. Er war ein Eindringling in sein Königreich und hatte die Frechheit sich gegen den König aufzulehnen aber und Morimoto würden dem Gaijin schon zeigen wo sein Platz war und zwar am anderen Ende der Nahrungskette, er kannte schließlich auch kaum Wörter und war stolz wie Oskar gewesen dass er sich den Namen der Schulhausschuhe merken konnte.
Takeshi fand das kompletter Blödsinn jeder Japaner wusste was uwabaki waren, nur Gaijins natürlich nicht.

„Na Gaijin was ist denn los? Traust du dich nicht? Ohne deine Crew bist du klein mit Hut!“ provozierte der japanischstämmige den Amerikaner und lachte ihn aus. Wenn Takeshi eines wusste war es, dass er den Amerikaner relativ leicht provozieren konnte, in diesem Punkt waren sich die beiden sehr ähnlich auch wenn er es niemals freiwillig zugeben würde. Aber auch gerade das machte es für ihn so einfach den Fremdkörper auf die Palme zu bringen, er wusste genau welche Worte er wählen musste.
Auch diesmal lag der Schwarzhaarige komplett richtig, denn der Kleinere stürzte sich nach den Worten sofort mit verzogenem Gesicht, Kampfschrei und geballten Fäusten auf ihn. Takeshi hatte den Schlag erwartet und sich daher aus, womit er jedoch nicht gerechnet hatte war, dass der Amerikaner noch mit der anderen Hand ausholte und ihn mit dieser in die Seite traf. „Na warte!“ fluchte er und holte seinerseits aus um seine Fäuste fliegen zu lassen. Nachdem einige Schläge ausgetauscht waren flogen bei beiden Jungs die Sicherungen heraus, vergessen waren Taktiken, verhöhnende Worte, sie rollten sich nur auf dem Boden herum und schlugen aufeinander ein.
Alles für ihre Ehre, alles für Neela.

Herumrollend und aufeinandereinschalgend wurden die beiden von einem gewissen Koreaner gefunden, der bei dem Anblick fast sein Tütchen mit den Knabbereien fallen ließ. Doch was hatte er erwartet? Das DK und Sean zusammen saßen und Kaffekränzchen hielten? Han seufzte uns besah sich das Chaos, welches die beiden angerichtet hatten. Blutflecken auf dem Boden und dem weißen Teppich, umgestürzte Möbel und war das eine zerbrochene Vase am Boden. Der Yakuza und der Amerikaner mussten es immer übertreiben. Er konnte sich auch schon denken um was es wieder ging Neela, was auch sonst. Er konnte das einfach nicht verstehen warum die beiden sich um sie streiten mussten, es gab doch so viele, da musste man sich doch nicht auf eine festlegen, aber die beiden hatten sich auf Neela eingeschossen.
Trotz der Anwesenheit des Halbamerikaners hatten die beiden Streithähne nicht aufgehört sich zu prügeln, jeder hatte Han einen kurzen Blick zugeworfen und hatte dann einfach weiter gemacht. Der schmucke Asiate ließ sich gelangweilt auf das noch heile Sofa fallen und riss das Päckchen mit den Nüsschen auf, er musste seine Hände schließlich mit etwas beschäftigen, nachdem er das Rauchen aufgegeben hatte waren seine Hände immer so unruhig und er brauchte eine Ablenkung.

Als die letzte Nuss im Mund von Han verschwunden war hatten Sean und Takashi noch immer nicht aufgehört auf dem Boden zu kugeln, langsam reichte es ihm: „Sind wir hier im Kindergarten oder was? Wollt ihr das nicht wie richtige Männer klären?“ Er hatte die Stimme erhoben damit ihn die beiden bei ihrem Kampfgeschrei überhaupt hörten. Es dauerte ein wenig bis sie die Information verarbeitet hatten, doch dann schauten sie sich wieder böse in die Augen und verschwanden von Han gefolgt nach draußen.
„Han du gibst das Startzeichen!“ verlangte der Yakuzaneffe und der Koreaner schlenderte langsam zwischen die Wagen der beiden Kontrahenten. Eigentlich hatte er keine Lust darauf, aber er hatte schließlich den Vorschlag gemacht damit die beiden aufhörten sich gegenseitig zu vermöbeln. Seien Stimme klang gelangweilt als er „Auf die Plätze – fertig – Los!“ aussprach. Han hatte die Strecke nicht erklären müssen, es war die selbe Strecke wie jedes Mal.
Und schon nachdem er das Startzeichen gegeben hatte konnte man die quietschenden Reifen auf dem dunklen Asphalt hören. Es war auch eine kurze Strecke weshalb sich der Asiate nicht die Mühe machte sich hinzusetzen, das Rennen wäre in wenigen Minuten vorbei und einer hatte gewonnen.

Nachdem das Startzeichen gefallen war preschte DK los, leider hatte der Gaijin einen besseren Start erwischt als er und ging in Führung, aber das würde er wieder einholen, denn er spürte das Adrenalin welches durch seine Adern gepumpt wurde. Ein Rennen war immer Nervenkitzel pur, doch der Japaner liebte das Gefühl, liebte es wie sich das Auto bewegte, wie er immer schneller und schneller wurde, da kam die Kurve und er hatte Sean abgehängt.
Der Amerikaner hatte seinen Wagen in den Kurven nicht richtig unter Kontrolle, aber er Takeshi wurde nicht umsonst der Drift King genannt. So schnell wie das Rennen um Neela begonnen hatte war es auch wieder vorbei als der Japaner die Ziellinie erreichte und triumphierend zu Han zurückkehrte.
Sean folgte geknickt einige Momente später und sah Takeshi böse an. „Das nächste Mal gewinne ich, darauf kannst du Gift nehmen!“ fluchte er und bekam nur ein hochnäsiges Grinsen von dem Gewinner. „Da Takeshi gewonnen hat gib ihm Neela wieder zurück. Sie gehört eh ihm!“ verlautete Han und die beiden Rennfahrer gingen wieder dorthin wo ihr Streit angefangen hatte.
Sean ärgerte sich, dass er verloren hatte, aber er war ein ehrlicher Verlierer weshalb er ihm Wohnzimmer eine Schublade öffnete und etwas herausholte.
„Hier hast du Neela wieder, aber irgendwann werde ich sie erobern verlass dich drauf!“ meinte er und verschwand dann um mit seinen Autos zu spielen. Takeshi war zufrieden mit sich und der Welt. Er hatte seine Neela wieder und alles war in Ordnung. Glücklich strich er über die Haare der brünetten Barbie und wisperte: „Der Gaijin wird dich nie bekommen ich verspreche es dir Neela!“

Han schnappe sich in der Zwischenzeit die beiden vergessenen Bobby Cars und brachte sie wieder in die Garage. Wenn er nicht das Geld für seinen Wagen brauchen würde, dann wäre er definitiv nicht der Babysitter für diese zwei Satansbraten. „Alles nur für dich Mona!“ flüsterte er, bevor er wie die beiden anderen zuvor wieder das Haus betrat.

Bissel OC (was zu erwarten war) und auch kein literarisches Meisterwerk, da es in weniger als einer Stunde auf dem Laptop gelandet ist^^

Gewidmet ist diese kurze FF MissAmerica, da sie mich auf diese Idee gebracht hat.
Da ich heute ausnahmsweise frei hatte hab ich die Idee gleich abgetippelt.
Ich hoffe ihr habt euch ein wenig unterhalten gefühlt.

Liebe Grüße aus dem Pappkarton
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