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Unbreakable

von mairio
Kurzbeschreibung
GeschichteSuspense, Liebesgeschichte / P18 / Het
Chiaki Nagoya Marron Kusakabe OC (Own Character)
18.09.2020
08.10.2021
50
219.138
14
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Dieses Kapitel
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01.10.2021 2.716
 
FORTY-NINE

„Geht es dir auch wirklich gut?“
„Ja, Sora, mir geht’s gut“, brachte Maron kleinlaut hervor, während ihre Tante sie nahezu erdrückte. „Die Schwester sagte sogar, dass ich heute gehen kann.“
„Wie kann es dir gut gehen?“ Fürsorglich strich Sora ihr über den Kopf. „Ich hatte fast einen Herzinfarkt, während ich das Video sah. Ich habe deinem Plan zugestimmt, aber ihr-“ Sora drehte sich zu ihren Freunden um, die sich die Übertragung auch live angesehen hatten. „Ihr hättet nicht so lange warten sollen, um die Polizei zu rufen! Dieses Mädchen hat sie fast das Dach runtergeschmissen.“
„Sorry, Miss Kusakabe“, kam es von den Fünf gleichzeitig, die Köpfe entschuldigend geneigt. Sie waren alle in dem kleinen Zimmer der Schulschwester zusammengequetscht.
„Gib ihnen nicht die Schuld.“ Maron zog an Sora’s Arm, drehte sie wieder zu sich. „Sie mussten mir hoch und heilig versprechen, dass sie warten sollen, bis Ace- ich meine, bis Miyako etwas sagte, was sie hinter Gitter bringen würde. Sie hat zugegeben mein Zimmer angezündet zu haben. Sie wird für eine lange Zeit weg sein.“
„Sie hat mehr als das zugegeben, um lang genug im Knast zu landen“, entgegnete Natsuki, nahm ihre Hand, „Ich kann immer noch nicht glauben, dass diese Familien und die Tanemuras denken, dass sie das Recht haben über uns zu herrschen als sei dies ihr Königreich.“ Sie erschauderte. „Dieser Ort ist wirklich ein Albtraum.“
Es war schwer zu glauben, dass es nur Stunden her war, als Maron mit Ace und den Spades auf dem Dach war und die Polizei am Morgengrauen das Gelände gestürmt hatte.
Zen drehte sich in Chiaki’s Armen um und reichte nach ihr. Sie nahm den Kleinen, raufte ihm lächelnd durch die Haare und drückt ihn an sich.
„Der Albtraum ist vorbei“, sagte Maron. „Ich habe erwartet, dass die Spades versuchen würden mir zu drohen, nachdem ich Ace die Namen geschickt habe. Ich habe die Knopfkamera den ganzen Tag getragen – was sich als schlau herausstellte, denn ich habe nicht erwartet, dass man mich aus dem Bett entführen würde.“
„Ganz ehrlich, Süße, es war zu erwarten. Als du mit Yori weg warst, bin ich aufgestanden und habe den Jungs direkt Bescheid gegeben, dass sie die Aufnahme live stellen sollen“, sagte Natsuki. „Als ob wir dich so leicht entführen lassen.“
Die Mädchen tauschten sich ein Lächeln aus.
Maron schüttelte seufzend ihren Kopf. „Aber es ist okay. Die Spades sind aufgeflogen. Wir wissen wo Toki ist und Ace wurde besiegt.“ Befreit atmete sie aus, ließ sich auf die Kissen zurückfallen. „Es ist endlich vorbei.“
Chiaki kam auf sie zu und streichelte ihre Wange. Sie schmiegte sich in seine Hand.
„Wenn die Schwester sagt, du kannst gehen, dann lass uns von hier verschwinden. Ich habe das Gefühl, dass der Unterricht heute ausfallen wird. Ich will dich von diesem Ort wegbringen.“
„Das Beste, was ich den Tag heute gehört habe.“ Sora klopfte Chiaki auf die Schulter. „Ich hole dich hier raus und du kommst nicht zurück, bis diese schrecklichen Leute das bekommen haben, was ihnen zusteht.“
Maron lachte leise. „Okay.“
Sie nahm Zen hoch und stieg aus dem Bett. Chiaki nahm ihre Hand, als sie sich zur Tür begaben. Ihre Finger drückten seine.
Es ist vorbei, dachte sie sich erleichtert. Alles wird jetzt gut werden.
***

[eine Woche später]

Gedankenverloren saß Maron auf ihrem Bett und starrte die Wand an. Um sie herum, war ihr Zimmer ein chaotisches Durcheinander. Zerknitterte Klamotten, offene Koffer und umgedrehte Bücher lagen verteilt herum.
„...unten beim Auto“, hörte sie Chiaki’s Stimme, bevor er in der Tür auftauchte. „Hey. Brauchst du Hilfe?“
„Nein. Alles gut.“
„Bist du dir sicher?“ Chiaki trat in das Zimmer ein, scherte sich nicht um die Regeln. Niemand musste sich mehr um Regeln Gedanken machen. „Sieht nicht so aus, als hättest du angefangen.“
„Nein, ich...“ In dieser Sekunde hatte Maron sich entschieden. „Ich muss zuerst etwas erledigen. Ich bin gleich zurück.“
Sie stand auf und ging zur Tür. Chiaki stoppte sie an der Türschwelle. „Warte. Wohin gehst du?“
„Ich muss mit jemandem reden.“
„Mit wem? Ich komme mit.“
„Du musst nicht mehr so beschützerisch über mich sein. Ich bin gleich zurück. Versprochen.“
Maron ging um ihn herum und schlüpfte aus der Tür.
Das Wohnheim war ein Geschwür von Lärm, lauten Stimmen und Menschen, aber sie ging daran vorbei und trat nach draußen. Die Sonne schien grell auf der Akademie und erhitzte ihre Haut, als sie den Rasen überquerte und durch den Schulhof lief. Sie versuchte nicht zu sehr über ihr Vorhaben nachzudenken, sonst redete sie sich selbst noch darin raus. Tief atmete Maron durch und betrat das Hauptgebäude. Sie ging in die Verwaltung rein und sah Mrs. Kishimoto’s leeren Tisch.
Tanemura’s Büro war jedoch nicht leer. Er sah von seinem Tisch auf, als er sie hörte.
„Miss Kusakabe.“ Er legte einen großen Stapel Papiere ab. „Was kann ich für Sie tun?“
Maron ging in das Büro rein und schloss hinter sich die Tür. „Ich dachte, wir könnten reden.“
Eine Falte bildete sich zwischen seinen Augenbrauen. „Worüber? Wie Sie sehen können, bin ich gerade beschäftigt.“
Tanemura stand auf und ging zum Bücherregal. Er begann ein Regal zu leeren und die Bücher in eine braune Box zu tun.
Sie setzte sich hin. „Ich möchte mit Ihnen über Hikari Yagami and Takeru Koji reden.“
Tanemura erstarrte. Das Buch hing an seinen Fingerspitzen über der Box, aber er rührte keinen Muskel, um loszulassen. Er rührte sich gar nicht.
„Machen Sie sich keine Sorgen“, sprach Maron ruhig weiter. „Ich habe keine Kameras an mir. Ich nehme Sie nicht auf. Ich möchte nur die Wahrheit wissen.“
„Die Wahrheit über was, Miss Kusakabe?“
„Sie wissen, dass ich in Ihr Büro eingebrochen bin und nach den Jahrbüchern gesucht habe. Ich fand Sayuri mit Ihrem Nachnamen und fügte die Puzzleteile zusammen. Ich habe mich mit ihrem Alter etwas verschätzt. Wenn Sie ihr Vater waren, dann wurde sie geboren, als Sie siebzehn waren, und es gab nur eine Person, die ich kenne, die damals zur Teenie-Mutter wurde: Hikari Yagami.“
Das Buch rutschte ihm schließlich aus den Händen und fiel in die Box. Tanemura drehte sich zu ihr um, das Gesicht angespannt. „Wenn Sie eine Bestätigung von mir hören wollen, dass Hikari Sayuri’s Mutter ist, dann ist die Antwort Ja.“ Er deutete auf die Tür. „Ist das alles? Ich bin beschäfti-“
„Warum haben Sie sie markiert?“, fragte sie. „Miyako sagte, dass alle Tanemuras Ace sind. Sie waren Ace. Sie haben die Person markiert, die Ihr Kind trug. Warum? Um sie dafür zu bestrafen, dass sie Sie betrogen hat?“
Ihm entglitten die Gesichtszüge. „Es war eine Strafe, aber sie kam mit Sicherheit nicht von mir.“
„Was soll das-“
„Mein Vater war es.“ Tanemura seufzte schwer. Dieser Atemzug allein schien ihm alle Kraft zu nehmen und er sackte gegen das Bücherregal. „Es war schlimm genug, dass ich den Namen Tanemura beschmutzt hatte, indem ich ein Mädchen schwängerte, aber als sie ihren anderen Liebhabern von mir und dem Baby erzählte, bekam er schließlich Wind davon. Er sagte mir, ich solle sie verlassen und das Kind verleugnen. Es könnte Takeru’s sein, oder weiß Gott wen sonst. Ich durfte nicht zulassen, dass sie mein Leben ruiniert. Ich verweigerte mich ihm und am nächsten Tag erschien eine Karte in ihrem Spind.“
„Ihr Vater hört sich nach einem harten Mann an.“
„Ja, das war er.“ Langsam kehrte Tanemura zu seinem Schreibtisch zurück, setzte sich hin und drehte seinen Stuhl ein wenig von Maron weg. „Es war unmöglich in seinem Schatten aufzuwachsen. Er erdrückte mich mit seinen Erwartungen und obwohl ich versuchte, Sayuri den gleichen Druck zu ersparen, bedeutete das Tragen meines Namens, dass die Leute mehr von ihr erwarteten. Ich dachte, es wäre einfacher für Miyako, wenn niemand wüsste, dass sie meine Tochter ist, aber ich habe den Einfluss meines Vaters unterschätzt.“ Er hob seinen Kopf. „Nein, ich kann ihm nicht die Schuld geben. Ich hätte sehen sollen, was los war.“ Sein Ausdruck war voller Qual, Kummer und Selbstschuld, zeichneten sich stark in den Linien um seine Augen ab. „Ich habe bei beiden meiner Töchter in jeglicher Hinsicht versagt.“
Es war für einige Momente still.
„Und Takeru?“, hakte Maron nach, als die Stille unerträglich wurde. „Was haben Sie mit ihm gemacht?“
„Nichts.“ Tanemura wandte sich von ihr ab, sein Gesicht vom Schatten verdeckt. „Nicht das, was Sie sich vorstellen.“
„Dann sagen Sie mir, was passiert ist.“
„Es hat keinen Sinn. Hikari verstarb vor fünf Jahren. Takeru ist schon lange Tod und sein Mörder kann nie zur Rechenschaft gezogen werden.“
„… Liegt es daran, weil er seit Jahren vermisst wird?“
Tanemura’s Kopf schnellte in ihre Richtung. „Was haben Sie gesagt?“
Maron’s Hände zitterten auf ihrem Schoß. Sie klammerte sie zusammen, um sie stillzuhalten. „Ich habe mir Ihr Jahrbuch genau angesehen. Ich habe nie die Erstjahrgänger überprüft, wo ich ihn schließlich gefunden habe: Kaiki Nagoya.“ Der Name hinterließ einen bitteren Nachgeschmack auf ihrer Zunge. „Ich weiß jetzt, dass er ein Spade war. Ich weiß auch, dass er es nicht gut aufnimmt, wenn er herausfindet, dass er betrogen wird.“ Sie begegnete Tanemura’s Blick. „Hikari hatte in jedem Jahrgang einen Liebhaber. War er einer von ihnen?“
Der Mann alterte vor ihren Augen. Die Falten auf seinem Gesicht stachen noch mehr hervor, während er erbleichte. „Ja“, flüsterte er kaum hörbar.
„Er war der gewalttätige, besitzergreifende Freund. Er hatte ihr ein blaues Auge verpasst.“
Tanemura nickte wortlos zur Bestätigung.
„Und er tötete Takeru. Der Junge, den sie ihm vorgezogen hatte. Der Junge, der einen Schritt zu weit ging und versuchte, die Schule gegen die Spades zu wenden.“
Lange saß Tanemura unbewegt da. Maron wartete.
„Er sagte mir nicht, dass er das tun wollte“, kam es schließlich langsam und bemüht von dem Mann. „Er sagte, dass wir etwas tun müssten. Wenn ich meinem Vater beweisen wollte, dass ich es wert war Ace zu sein und keine nutzlose Schande, musste ich etwas machen.“ Tanemura’s Augen waren distanziert, als er auf seinem Schreibtisch blickte. „Er war gut darin, direkt auf jemandes Schwächen einzugehen und sie gegen einen einzusetzen.“
Maron nickte.
„Wir gingen in dieser Nacht in Takeru’s Zimmer“, fuhr er fort. „Wir wollten ihn nur ein wenig zusetzen, ihm Angst einjagen und ihm sagen, er solle sich zurückziehen, aber...“
„Aber Nagoya ging zu weit“, schlussfolgerte Maron mit regloser Stimme.
„Takeru hatte einen Asthmaanfall und Kaiki nahm ihm den Inhalator weg. Ich sagte ihm, er solle mit den Albernheiten aufhören und dass er es ihm zurückgibt, aber er wollte nicht. Ich wollte es ihm wegnehmen, aber er wandte sich gegen mich. Kaiki schlug mich nieder und als ich aufwachte... war Takeru tot.“
„Und Sie haben es nie jemandem erzählt.“
Tanemura schüttelte den Kopf. „Kaiki machte deutlich, dass er es verleugnen würde und sagen würde, dass ich es war. Hikari trug mein Kind. Es würde so aussehen, als hätte ich ein echtes Motiv, ihren Freund zu hassen, und ich konnte die Spades nicht verraten. Also...sagte ich es niemand.“
Maron nickte, ließ es sacken. „Ich schätze, das erklärt es.“
„Was erklären, Miss Kusakabe?“
„Warum Sie so zuvorkommend zu Midori Nagoya waren. Warum Sie ihrer Bitte, um meine späte Zulassung, nachgegeben haben - sowie alles andere, was Midori Sie im Laufe der Jahre gebeten hat. Es lag nicht daran, wie viel Geld sie der Schule gegeben hat - es ist wegen Ihren Schuldgefühlen.“ Maron’s Stimme war hart. „Wenn Sie die Wahrheit gesagt hätten, wäre sie nie mit diesem brutalen Scheusal verheiratet gewesen.“
Tanemura versuchte ihren Blick standzuhalten, aber er schaute letztendlich weg. „Wahrscheinlich haben Sie recht.“
„Sie müssen das Geheimnis der Spades nicht mehr beschützen und Kaiki ist nicht hier, um Ihnen die Schuld zu geben“, sprach Maron sachlich weiter. „Ich weiß, dass Sie jetzt die Wahrheit sagen werden.“
„Warum glauben Sie das?“
„Weil ich es in Ihren Augen sah, als ich Ihnen erzählte, was Sayuri getan hatte, und Sie sich dafür entschuldigt haben, dass Sie mich und die Schüler, die sie belästigt hat, enttäuscht haben. Ihre Reue war echt und mir wurde klar, dass, obwohl Sie ein furchtbarer Rektor sind, Sie kein schlechter Mensch sind.“
Er kniff sich zwischen die Augen. „Wie können Sie das sagen? Sie hatten recht an diesem Tag. Sie waren markiert und ich habe nichts getan, um Ihnen zu helfen.“
„Nein, haben Sie nicht. Aber ich kann verstehen, dass Sie in dem Glauben gefangen waren, zudem Sie erzogen wurden.“ Maron schaute sich um. „Außerdem habe ich schon gesehen, wie Ihnen und dieser Schule Gerechtigkeit widerfahren ist. Ich bin nicht mehr wütend auf Sie, aber ich hoffe, dass Sie die Wahrheit sagen werden. Ich konnte nichts über Hikari finden, aber ich habe herausgefunden, dass Takeru’s Eltern sich in Sapporo zurückgezogen haben. Ich bin sicher, sie möchten endlich die Wahrheit erfahren, was mit ihrem Sohn passiert ist.“
Tanemrua wandte sich zu ihr und sah sie an. „Ich bin mir sicher, dass sie es würden. Sie haben recht, Mis— Maron. Es ist Zeit die Wahrheit zu sagen.“
Maron nickte und beschloss damit zu gehen. Sie stand auf und verließ das Büro.
Sie schloss die Tür und ging aus der Verwaltung.

Chiaki stand wartend im Korridor, als sie raustrat.
Ihre Lippen zogen sich zu einem Lächeln hoch, als sie ihn sah. „Ich sagte doch, dass du nicht mehr so beschützerisch sein sollst.“
„Warum wolltest du mit Tanemura allein sprechen?“, fragte er prompt.
„Es gab einige Dinge, die wir klären mussten. Jetzt ist alles in Ordnung.“
Kopfschüttelnd nahm Chiaki ihr Handgelenk und zog sie zu sich. „Ihr hattet ein nettes Gespräch, nachdem du seine Geheimgesellschaft entlarvt hast, seine Tochter verhaften ließest und ihn dazu brachtest die Schule zu schließen?“
Es war eine verrückte Woche gewesen. Miyako wurde verhaftet und die Spades wurden verhört. Die Polizei war sehr an den ausgeklügelten Täuschungs- und Erpressungsplänen interessiert. Überhaupt werden die dreizehn Gründerfamilien, von denen die Kinder auf dem Dach zu sehen gewesen waren, alle sich rechtliche und gerichtliche Prozesse unterziehen müssen. Das waren eine Menge reiche Leute, die ins Kreuzverhör genommen wurden.
„Ja“, antwortete Maron schulterzuckend, „Stellt sich heraus, dass Himoru Tanemura weiß, wo die Schuld ihren Ursprung hat.“
„Trotzdem“, sagte Chiaki. „Jetzt lass uns von hier verschwinden. Deine Tante und dein Bruder haben deine Sachen im Wohnheim zusammengepackt. Die anderen warten draußen. Zeit zu gehen.“
Maron entzog sich aus seiner Umarmung, hielt jedoch seine Hand fest. Gemeinsam verließen sie das Hauptgebäude und fanden ihre Freunde wartend davor. Die beiden schlossen sich ihnen an und liefen mit ihnen durch das Gelände nach draußen.
„Selbst nach allem, was passiert ist-“, begann Natsuki zu sagen. „-ist es schwer zu glauben, dass wir nicht mehr in der Akademie sein werden.“
„So toll das ja auch ist“, sagte Yamato schnaubend. „Wir befinden uns mitten im letzten Semester und alle Schüler werden in andere Schulen geschickt.“
„Sofern die einen noch so spät aufnehmen“, fügte Shinji hinzu.
„Ich werde mich wahrscheinlich in die Momokuri High einschreiben müssen“, sagte Maron seufzend. „Dann werde ich ein paar Auto-Stunden von euch allen weg sein.“
„Nicht, wenn wir uns alle in dieselbe Schule einschreiben“, stieß Natsuki sie mit dem Ellenbogen von der Seite an. „Ich wäre immer noch für die Biwa-High.“
„Die ist nicht weit von hier, oder?“, kam es von Kagura. „Soweit ich weiß, soll die nicht schlecht sein. Von der Bildung her, wird die genauso hoch angesehen wie Tanemura.“
Maron grinste. „Dann ist das abgemacht. Wir werden in der Biwa die Schulbank drücken.“ Sie sah zu Chiaki. „Oder? Was denkst du?“
Er ließ ihre Hand los und legte den Arm über ihre Schultern. „Solange ich bei dir bin, ist es mir egal.“
Lächelnd legte Maron ihren Kopf an seine Schulter an, ließ sich von seiner Wärme umhüllen.
Die Dinge waren hart, aber all das hatte sie zu diesem Moment geführt. Sie würde zur Biwa-High -oder sonst wo- gehen, mit diesen tollen Leuten. Und im nächsten Jahr wird sie Chiaki’s Haus als ihr neues Zuhause bezeichnen.
Sie kam an die Akademie, um für sich und ihre Familie eine neue Zukunft zu schaffen, und jetzt, während sie das Gelände verließ, war Maron auf dem besten Weg in eine noch bessere Zukunft, als sie es sich jemals vorgestellt hatte.
Maron legte ihre Arme um ihn. „Ich liebe dich.“
„Ich liebe dich auch“, sagte er. Er beugte sich zu ihr herunter und drückte seine Lippen auf ihren. „Gehen wir nach Hause. Wir müssen mit den Einschreibungen anfangen.“


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Es gibt noch ein Epilog :)
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