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Unbreakable

von mairio
Kurzbeschreibung
GeschichteSuspense, Liebesgeschichte / P18 / Het
Chiaki Nagoya Marron Kusakabe OC (Own Character)
18.09.2020
08.10.2021
50
219.138
14
Alle Kapitel
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Dieses Kapitel
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02.07.2021 5.016
 
FORTY

„Also, was heckst du aus?“
Maron sah von ihrem Rucksack zu Natsuki auf, begegnete ihren prüfenden Blick. Ihre Freundin lag gemütlich auf ihrem Bett, als müssten sie nicht in zehn Minuten im Unterricht sein.
„Wovon redest du? Ich hecke nichts aus“, entgegnete Maron.
„Ich kenne dich seit drei Jahren, M. Mittlerweile weiß ich wie dein ‚Ich-hecke-was-aus‘-Gesicht aussieht.“
„Du verwechselst es mit meinem ‚Wir-kommen-zu-spät-zum-Unterricht‘-Gesicht. Was wir werden, wenn wir nicht jetzt gehen. Die anderen sind bestimmt schon losgegangen.”
Natsuki ignorierte sie gekonnt. „Spuck’s aus. Ich will wissen, was du vorhast. Wir sind ein Team, schon vergessen? Sag es mir, damit ich dir helfen kann.“
Seufzend ließ Maron ihren Kopf fallen. „Diesmal kannst du mir nicht helfen. Ich muss das selbst machen.“
„Aber-“
„Was ich wirklich von meiner besten Freundin möchte ist...dass sie mir vertraut.“
Natsuki sah sie lange kritisch an – lang genug, dass die Mädchen ihre Chance definitiv verpasst haben, pünktlich zum Unterricht zu kommen. „Okay. Ich vertraue dir.“
„Danke.“
Natsuki erhob sich von Maron’s Bett und holte ihre Sachen.
Zusammen rannten die beiden Freundinnen zum dritten Stock des Hauptgebäudes und stürmten in Maruki’s Klassenzimmer rein.
„Ladies“, kam es von ihm, er erhob sich von seinem Stuhl. „Zu spät am zweiten Tag. Ich befürchte, das bedeutet, dass Sie den Nachmittag mit mir im Klassenzimmer verbringen werden und mir helfen, das Hinterzimmer aufzuräumen.“
„Ja, Professor“, sagten Maron und Natsuki gleichzeitig, setzten sich anschließend hin. Sie überstanden die erste Stunde, ohne dass weitere Strafen verteilt wurden.
Maron und ihre Freunde teilten sich draußen vor derm Klassenzimmer auf und gingen zu ihren jeweiligen Schließfächern.
Chiaki lief neben ihr her. Maron wartete, bis sie vor seinem Schließfach waren, um zu reden.
„Chiaki, ich wollte dich wissen lassen, dass ich dieses Wochenende den Campus verlasse.“
„Okay“, nahm er es zu Kenntnis, „Wieso?“
„Ich treffe mich mit Midori.“
Sofort hielt Chiaki inne. Er erstarrte, die Hand halb aus seinem Fach. „Wie bitte?“
„Ich treffe mich mit deiner Mutter.“
„Warum tust du das?“ Seine Stimme war hart und sehr kontrolliert. „Du wirst sie nicht darum bitten einzuschreiten, selbst wenn-“
„Nein.“ Sachte legte Maron ihre Hand auf seinen Arm und brachte ihn dazu sie anzusehen. „Ich werde das Geld zurückgeben.“
Sein Zorn wurde durch Verwirrung ersetzt. „Das Geld?“
„All das Geld, dass sie mir gegeben hat“, sagte sie. „Ich schätze es sehr wert, was sie für mich getan hat. Ohne sie, wäre ich heute nicht hier, aber ich denke, wenn wir eine Zukunft haben wollen, muss ich ein normales Verhältnis mit deiner Mutter haben.“
Chiaki’s Augen glitten über ihr Gesicht, suchten nach etwas, was sie nicht wusste. „Also…machst du das für uns?“
Ihre Wangen begannen sich zu röten. „Ja, tu ich. Ich weiß nicht, was das alles umfassen wird. Es ist eine große Summe an Geld, weshalb ich sie sehen und die Details mit ihr aushandeln will. Es wäre ebenso auch schön sich mit ihr hinzusetzen und zu reden. Ich denke, sie würde das auch mögen.“
„Würde sie. Mom mag dich wirklich. Sie fragt die ganze Zeit nach dir. Ich sage ihr, dass du nach wie vor eine Nervensäge bist.“
Maron verschränkte ihre Arme. „Soll ich dir den Hintern versohlen? Dann weißt du, was für eine Nervensäge ich wirklich bin.“
Lachend stupste Chiaki sanft ihre Nase. „War nur Spaß, Kusakabe. Ich habe nur Gutes über dich zu sagen. Du bist großartig.“
Sie hatte keine Zeit zu antworten, ehe er ihre verschränkten Arme packte und sie zu sich zog. Sie war an seiner Brust und er schlang seine Arme um Maron, hielt sie fest.
„Danke“, flüsterte Chiaki ihr ins Haar. „Ich möchte auch, dass du und Mom ein richtiges Verhältnis miteinander habt.“ Er küsste ihren Kopf, während sie von seinem Duft benebelt war. Ihr Herz klopfte bis über beide Ohren. „Ich hole mir dieses Wochenende auch einen Pass.“
Das brachte sie wieder zurück.
„Warum?“, schmunzelte sie, „Um Zeit mit mir zu verbringen oder um sicherzustellen, dass deine Mutter nicht die Babyfotos rausholt?“
„Beides“, sprach er mit leichter Belustigung und sie konnte das Augenrollen von ihm hören. „Definitiv beides.“
Maron kicherte.
Chiaki konnte launische Menschen wie ein gut gelauntes Bündel aussehen lassen, aber Maron konnte nicht leugnen, dass sie sich bei ihm wohl fühlte. Sie hatten Spaß zusammen, wenn er lockerließ und frei war er selbst zu sein. Außerdem war er großartig mit Kindern–mit Zen. Ein Wochenende mit ihm zu verbringen, war etwas, was sie seit einer langen Zeit wollte.
Maron räusperte sich kurz und löste sich seiner Umarmung. „Wir sollten gehen. Ich möchte nicht zu einer weiteren Einheit zu spät kommen.“
Chiaki stieß sie von der Seite an, während er sie zu Geografie begleitete. Die Rückseite ihrer Hände berührten sich, und wieder war dieses elektrisierende Funken. Das nächste Mal, als er mit ihr anstieß, hakte er seinen kleinen Finger durch ihren. Maron drehte ihre Handfläche nach außen und fädelte ihre Finger mit seinen zusammen.
Nichts fühlte sich in diesem Moment richtiger an.

„Sie sind in der Abschlussklasse und das ist ein fortgeschrittener Kurs. Ich erwarte nichts als harte Arbeit von Ihnen. Und keine Ausreden“, sagte Prof. Shinobu. Sie war eine zierliche, kleine Frau mit kurzen Haaren. „Unsere Arbeit wird uns sogar nach draußen bringen, beim Abschlussausflug“, sprach sie ungehindert weiter, „Ich werde heute Ihnen eine Übersicht zum Ablauf geben und wohin dieser Kurs Sie zukünftig bringen wird. Jetzt holen Sie Ihre Lehrbücher raus und schlagen Sie Kapitel eins auf.”
„Solltest du nicht besser zu Hause sein, dich mit deiner Tante um dieses gewalttätige Balg kümmern und ihm Manieren beibringen?“ Hijiri’s Stimme ließ Maron’s Magen zusammenkrümmen. Sie wusste in den Moment, als er den Platz hinter ihr zugewiesen bekam, dass er sich nicht zurückhalten würde sein Maul aufzureißen.
„Mein Bruder ist nicht gewalttätig. Er mag Arschlöcher nur genauso wenig wie ich. Also, lass mich in Ruhe“, konterte sie. „Denkst du, nur weil Chiaki am anderen Ende des Raumes sitzt, dass dein Gesicht nicht zertrümmert wird? Da liegst du falsch und das wirst du noch schnell herausfinden, wenn du so weiter über meine Familie redest.”
„Ich-“
„Sie beide!“, brüllte Prof. Shinobu. „Ruhe und öffne Sie Ihre Bücher.“
Glücklicherweise schloss Hijiri seinen Mund und tat was sie sagte.
Maron überstand den restlichen Vormittagsunterricht und traf sich zum Mittagessen mit Natsuki und Kimi vor Natsuki’s Schließfach. Natsuki reichte nach dem Schloss und zögerte. Seit dem Vorfall damals, hatte sie furchtbare Angst ihr Schließfach zu öffnen. Verständlich...
Natsuki trat einen Schritt zur Seite und öffnete ihn. Nichts passierte. Sie entspannte sich und legte ihre Mathebücher rein. „Ich kann es kaum erwarten, wenn wir unseren Abschluss haben“, murmelte sie. „Ich habe diesen Ort satt.“
Die Mädchen gingen ihren Weg zur Cafeteria weiter. Noyn hatte sich ihnen angeschlossen und sie traten ein. Der Tisch am Podest bemerkte die Gruppe direkt. Die neuen Knights standen auf.
„Shit“, zischte Noyn genervt, „Was nun? Können wir nicht mal in Ruhe essen?“
„Hey, ihr da!“ Yashiro zeigte auf sie. „Raus.“
Noyn hob seine Stimme. „Entspannt euch. Wir holen nur unser Essen.”
„Nicht hier“, kam es von Misa. „Ihr seid ab heute auch von der Cafeteria verbannt.“
Die vier traten vom Podest runter und standen nun vor ihnen.
„Wovon zum Teufel redet ihr?!“, fragte Kimi.
„Ihr seid hier nicht erlaubt“, bestätigte Karen. „Ihr esst jetzt in Maruki’s Klassenzimmer. Dem Personal wurde schon gesagt, dass sie euch euer Essen dorthin bringen sollen.“
„Also, sehen wir euch besser nicht noch einmal hier drin“, sagte Hijiri. „Verschwindet.“
Maron kochte vor Wut. Es reichte. Sie würde es tun.
Sie schoss an den Knights vorbei, bevor einer von ihnen reagieren konnte und stieg den Podest hoch, kletterte auf den Tisch.
„Hey!“, brüllte sie in den Raum, ignorierte die Proteste der Knights, „Eine verfickte Karte in meinem Schließfach und ihr wendet euch wieder gegen mich-“
„Maron!“, schrie Misa.
„-aber habt ihr euch schon mal gefragt warum?!“ Alle Augen waren auf Maron gerichtet.
„Runter mit dir!“ Yashiro war zu ihr hochgeklettert und wollte sie packen, doch Maron verpasste ihr einen kräftigen Schlag ins Gesicht. Ihr Kopf schnappte zur Seite, sie fiel und ihre Freundinnen fingen sie auf.
Maron nutzte ihre Chance und sprach weiter: „Ich weiß ganz genau, wer mich im ersten Jahr damals markiert hat-“
„Maron!“
Chiaki und seine Jungs hatten die Cafeteria betreten. Er rannte direkt auf sie zu.
Nein, sie konnte nicht aufhören. Sie musste weitermachen.
„Es war Sayuri Mikami. Sie war hier Kunstprofessorin, ein Spade und...eine Pädophile. Sie markierte mich, als ich die Wahrheit über sie herausfand.“
Kaum hatte sie das letzte Wort ausgesprochen, wurde sie von Chiaki gepackt und über seine Schulter geworfen. Er drehte sich um und lief zur Tür, versuchte Maron so schnell wie möglich rauszubekommen.
Die Stimmen, das Gebrüll und das Chaos verdumpfte, als die Türen zufielen. Es hallte in den Korridoren und im Treppenhaus jedoch immer noch nach.

Da es keinen Club-Raum mehr gab, in den sie sich zurückziehen konnten, lief Chiaki zum Wohnheim zurück. Maron schrie ihn auf den ganzen Weg an, dass er sie runterlassen soll, aber er hörte nicht. In dem Moment, als sie schließlich drinnen waren und die Tür hinter ihnen zufiel, setzte er sie ab.
Beide atmeten schwer, standen sich in der Eingangshalle gegenüber und sahen sich an.
„Maron.“ Chiaki’s blaue Augen blickten mit purer Intensität in ihre. „Was hast du getan?“
„Etwas, was ich letztes Jahr schon hätte machen sollen. Ace und der Schule die Augen über die Markierungen öffnen!“
„Leute werden jetzt Ermittlungen über sie und ihr Verschwinden herstellen. Man wird dich verhören!“
Maron warf ihren Kopf zurück. „Du musst dir keine Sorgen machen. Ich werde niemanden sagen, was Sayuri dir und-“
„Denkst du ernsthaft, ich bin besorgt um mich?!“
Dies ließ sie zusammenzucken.
„Wir wissen nicht, was Ace jetzt machen wird!“, sprach Chiaki weiter, vollkommen in Rage. „Du hast einen von ihnen als eine Pädophile geoutet. Wenn es Ermittlungen geben wird, und du die Spades in Anwesenheit der Polizei erwähnst, dann werden sie nicht mehr so ruhig bleiben. Seit Jahrzehnten hielten sie sich versteckt und sowas würde sie nicht aus deren Versteck locken. Was ist, wenn sie entscheiden dich für immer zum Schweigen zu bringen?!“
Alles, was er sagte, war Maron sich bewusst. Aber dieser Krieg war unvermeidbar gewesen.
Sie hielt seinen lodernden Blick stand. „Ich musste dieses Risiko eingehen.“
„Es wäre trotzdem schön, wenn du es dir abgewöhnst, dauernd allein handeln zu wollen.“ Chiaki kniff sich zwischen den Augen, atmete für einige Sekunden tief durch. „Auch wenn mir das Herz in der Brust immer aussetzt, wenn du wie aus dem Nichts sowas abziehst, so muss ich leider zugeben, dass es mir gleichzeitig ein Vergnügen bereitet.“ Er ging auf sie zu, brach den Blickkontakt nicht ab.
Ihre Mundwinkel zuckten leicht belustigt nach oben. „Du bist ein Sadist.“
Er öffnete seinen Mund, um etwas zu sagen, was sie niemals erfahren würde - denn zur selben Zeit flog die Tür auf und die anderen kamen reingerannt.
Sechs Stimmen sprachen auf Maron ein und Chiaki wurde von Natsuki zur Seite geschoben, die Maron in eine erdrückende Umarmung zog. Am Ende schwänzten alle ihre Kurse.
Maron schaffte es nur aus dem Wohnheim raus, als die letzte Stunde abläutete, weil sie ihr Handy noch aus dem Schrank holen musste.
Sie sagte, dass sie allein gehen würde, aber das stand wohl außer Frage.
Während sie den Hof überquerten, spürte sie Chiaki’s Augen auf sich. Sein Blick war so durchdringend - sie wusste, dass sie unbedingt allein miteinander reden mussten.
Sie sah zu seinen Freunden. Ihre Gesichter waren ausdruckslose Masken.
Maruki sah auf, als sie das Klassenzimmer betraten. „Ich dachte, Sie hätten es vergessen.“
„Was vergessen?“, fragte Natsuki.
„Sie verbringen den Nachmittag mit mir.“
Maron hatte es komplett vergessen. Chiaki sah für einen Moment lang so aus, als würde er sich mit ihm streiten wollen, aber sie legte ihm eine Hand auf den Arm. „Was sollen wir machen, Prof. Maruki?“
Er schüttelte den Kopf. „Sie nicht, Miss Kusakabe. Der Direktor erwartet Sie seit einer Stunde in seinem Büro. Sie sollten jetzt gehen.“
„Okay.“ Maron drehte sich ohne Widerrede um. Für eine Sekunde spürte sie, wie Chiaki ihre Hand nahm und ihre Blicke trafen sich. Sie nickte ihm beruhigend zu, ehe sie seine Hand sachte abschüttelte und ging.

„Sie können reingehen, Maron“, sagte Mrs. Kishimoto. „Sie warten bereits.“
Maron betrat das Büro des Rektors. Rektor Tanemura saß an seinem Schreibtisch. Hinter ihm stand Hanzou und Mrs. Takemi, die Schulschwester.
Mrs. Takemi ging direkt um den Tisch herum, als Maron sich hinsetzte. Sie setzte sich zu der Schülerin dazu, legte ihr unterstützend eine Hand auf die Schulter.
„Miss Kusakabe. Wissen Sie, warum sie hier sind?“ Normalerweise waren dem Rektor die Emotionen im Gesicht geschrieben. Dieses Mal nicht.
„Ja, weiß ich, Herr Direktor.“
„Sie haben eine Anschuldigung gegen eine ehemalige Lehrkraft erhoben“, fuhr er fort. „Was ist zwischen Ihnen und Mrs. Mikami vorgefallen?“
Für einige Moment zögerte Maron. Es passierte wirklich.
Die Zeit war gekommen, dass alles herauskam.
Sie atmete tief durch. „Alles begann im ersten Jahr, in der Nacht des Maskenballs. Ich hörte Schreie im Wald und rannte, um zu helfen. Ich entdeckte jemanden, der mit jemand anderem stritt, die sich später als Sayuri herausstellte.“
„Sie wussten nicht, dass sie es war?“, fragte Hanzou.
„Nein. Es war stockdunkel.“
„Wer war die andere Person?“, fragte Rektor Tanemura. „Ein Schüler?“
Maron hob ihr Kinn. „Das kann ich Ihnen nicht sagen.“
„Miss Kusakabe. Sie verstehen, dass wir nicht nach Gerüchten handeln können. Wenn ein Schüler das Opfer war, muss er oder sie es selbst melden.“
„Es geht nicht darum, was dieser Person passiert ist. Es geht darum, was mir passiert ist.“
Der Rektor neigte nach einem Moment seinen Kopf. „Ich verstehe. Bitte fahren Sie fort.“
„Danke. Wie ich schon sagte, sie stritten sich und Sayuri drohte den anderen. Ich machte mir Sorgen, dass es eskalieren würde, also schrie ich. So fand sie heraus, dass ich dort war. Sie rannten beide weg. Als ich am Montag danach mein Schließfach öffnete, fand ich heraus, dass ich markiert wurde.“
Hanzou hatte ein Notizblock aus seiner Hosentasche rausgeholt. „Sie haben also direkt angenommen, dass diese Ereignisse miteinander verbunden sind“, sagte er, kritzelte auf seinem Block.
„Es war die einzige Erklärung. Nachdem alles schlimmer wurde und es mehrere Mordversuche gab, war ich mir darüber mehr als sicher. Es war ein Geheimnis, das es wert war, eine unschuldige Person zu töten. Also musste ich herausfinden, was in dieser Nacht wirklich geschah.“
Mrs. Takemi griff nach einer Schachtel Taschentücher, die Maron ablehnte.
„Am Ende fand ich den Schüler, den Sayuri im Wald gedroht hatte und man erzählte mir alles. Sayuri hatte in der Mittelschule, in der sie vorher war, ihre Schüler belästigt. Ich habe sie konfrontiert.“
„Sie konfrontiert?”, wiederholte Rektor Tanemura überrascht.
„Sie hätten zu mir kommen sollen“, sagte Hanzou. „Das wäre sicherer gewesen, als einer potenziell gefährlichen Person gegenüberzutreten.“
Maron sah zu ihm. „Nach allem, was ich durchgemacht habe, hatte ich keinen Grund zu glauben, dass jemand mir helfen würde.“
Hanzou presste seine Lippen zu einem dünnen Strich zusammen, stritt es nicht ab.
„Was geschah, als Sie mit Mrs. Mikami sprachen?“, fragte der Rektor.
„Sie leugnete es zuerst. Sie spielte die Unschuldige, bis ich sie mit allem konfrontierte, was ich wusste. Dann änderte sich ihr Verhalten.“
„Hat sie zugegeben, was sie getan hat?“, fragte Hanzou.
„Sie gab zu, versucht zu haben, mir einen Blumentopf auf den Kopf zu werfen. Sayuri sagte sogar, dass sie es nochmal versuchen würde. Sie war sogar diejenige, die Meiko für den Treppensturz bezahlte.“
Hanzou und Rektor Tanemura wechselten einen Blick.
„Was ist mit ihren Handlungen gegen die Schüler?“, fragte Hanzou, sah zwischen Maron und seinem Notizblock auf und ab. „Hatte sie das auch gestanden?“
„Sie weigerte sich es als sexuelle Belästigung zu sehen. Sie sagte, dass sie die Schüler liebte und für sie da war.“ Maron verkniff es sich, ihr Gesicht zu verziehen. „Jedenfalls bin ich gegangen, nachdem ich die Wahrheit aus ihr herausbekommen hatte.“
„Sie hatte Sie einfach gehen lassen?“, fragte Hanzou.
„Mein damaliger Bodyguard wartete draußen mit seiner Waffe und sie hatte keine andere Wahl.“
Er nickte und schrieb sich noch mehr auf.
„Ich kam heil da raus, aber ich war mir nicht sicher, was ich als nächstes tun sollte. Ich konnte den Schüler nicht dazu zwingen hervorzutreten und ich erwartete nicht, dass Sayuri mit mir zur Polizei gehen und gestehen würde... Und ich hatte recht. Am nächsten Tag lag ein Kündigungsschreiben auf ihrem Schreibtisch und sie war weg.“
Es war für einige Momente still, nachdem Maron zu Ende gesprochen hatte.
„Was passiert jetzt?“, fragte sie, was den Rektor zusammenzucken ließ, als wäre er in Gedanken verloren gewesen.
„Jetzt würde ich Sie gern darum bitten, uns das zu erzählen, was Sie noch verschweigen.“
Ihre Brauen zogen sich zusammen. Was versuchte er damit zu sagen? Wusste er etwas?
Rektor Tanemura erhob sich von seinem Stuhl. „Vielleicht fühlen Sie sich wohler, mit Mrs. Takemi allein zu sprechen.“
Nun verstand sie, was er meinte. „Oh - Nein!“, sagte Maron schnell. „Sayuri hat mich nicht auf unangebrachter Weise angefasst.“ Er setzte sich langsam wieder. „Aber wenn Sie meinen Rat wollen, sollten Sie mit den Schülern sprechen. Sie sollten auch jede Schule kontaktieren, an der sie gearbeitet hat. Stellen Sie klar, dass die Wahrheit ans Licht kommt, und Sie werden einen sicheren Platz für jeden bieten, der sich melden möchte.“
„Das ist ein guter Vorschlag, Miss Kusakabe. Danke.“ Rektor Tanemura sah zu Hanzou. „Zuerst kontaktieren wir die Polizei und sehen, wie wir vorgehen sollen.“
„Die Polizei?“, sagte Maron, vollkommen überrascht. „Aber Sie haben vorher noch nie die Polizei involviert.“
„Dies ist keine Situation, die wir allein bewältigen können oder sollten. Die Polizei muss die Ermittlungen leiten... und ich muss mich bei Ihnen entschuldigen.“ Maron konnte nicht glauben, was sie hörte und blinzelte den älteren Mann an. Reue war auf seinem Gesicht zu sehen. „Ich habe Sie enttäuscht, Miss Kusakabe, und dem Schüler, der jahrelang schweigend gelitten hat. Ich werde mir nie verzeihen, wenn Sie recht haben.“
„Sie können sich nicht die Schuld für Sayuri’s Taten geben, aber... Sie können sich dafür die Schuld geben, dass Sie den Spades erlauben ein Regime aus Angst und Terror zu verbreiten.“ Sie sah ihn forsch an. „Die Knights leiten diese Schule nicht. Die Spades leiten diese Schule nicht. Sie leiten diese Schule. Sie sind unser Rektor. Und Sie wussten, dass ich markiert war, und haben nichts dagegen getan. Wenn Sie sich entschuldigen wollen, entschuldigen Sie sich dafür.“
Es herrschte beklemmendes Schweigen. Weder Hanzou noch Takemi sagten etwas.
Die Uhr tickte laut und nach einer Minute stand Rektor Tanemura schließlich auf. „Sie haben recht, Miss Kusakabe.“
Maron blieb still, wartete auf mehr.
„Sie können gehen. Wir müssen die Polizei kontaktieren.“ Rektor Tanemura deutete mit der Hand auf die Tür.
Ohne Widerrede stand sie auf und ging raus.

Als Maron in den Korridor raustrat...lief sie direkt in jemand rein.
„Maron.“ Ihr Kopf schnappte hoch und sie blickte in Chiaki’s Gesicht. „Wir müssen reden.“
Er ging los, hatte ihre Hand fest im Griff und sie sah, dass sie nicht allein waren.
Shinji, Kagura und Yamato waren ihnen auf den Fersen.
„Wo gehen wir hin?“, fragte sie Chiaki. „Uns gehen die Plätze aus, wo wir in Ruhe reden können.“
„Springbrunnen. Vor dem Rasen.“
Das war alles, was sie aus ihm herausbekommen konnte, bis sie über den Hof und auf dem Rasen waren. Die Sonne ging unter und ein heftiger Wind ließ die Grashalme tanzen. Maron zog sich ihren Blazer enger um sich. Sie zitterte etwas, aber es lag nicht nur an der Kälte.
Chiaki setzte sie auf den Rand des Brunnens ab und legte ihr seinen Blazer über die Schultern, verjagte die Kälte. „Wie ist es gelaufen?“
„Ich habe ihm alles gesagt. Ich erwähnte keine Namen oder die Klippen, aber ich sagte ihm, dass Sayuri mich töten wollte.“
„Hat er dir geglaubt?“, fragte Yamato.
„Ja. Er schien es wirklich zu tun. Er wird die Polizei rufen.“
„Sie werden mit dir reden wollen“, sagte Kagura ernst.
„Ich sage ihnen genau das sagen, was ich dem Rektor gesagt habe.“
Chiaki begann auf und ab zu tigern. „Sie werden Ermittlungen herstellen. Sie werden überall nachsehen, wo sie unterrichtet hat. Sie werden Leute befragen, die etwas wissen könnten.“
„Das werden sie“, stimmte Maron ihm zu.
„Was wird Ace tun?“ Er stoppte und wandte sich zu ihr. „Hat er dir geschrieben? Irgendwas gesagt?“
Sie schüttelte ihren Kopf. „Keine Nachrichten. Nichts.“ Maron nahm ihr Handy aus der Tasche und gab es ihm, damit er selbst sehen konnte. „Aber ich bin mir sicher, dass Ace nichts über Sayuri wusste.“
Chiaki las sich stillschweigend die Nachrichten durch. Sie konnte sehen, wie es in seinem Kopf arbeitete.
„Was ist mit dem Rest der Schule? Den Markierungen? Den Spades?“, fragte Shinji.
„Abwarten...“, zuckte sie mit den Schultern. „Sie müssten wahrscheinlich eine Entscheidung fällen.“
„Wenn Ace nichts von Sayuri wusste, dann besteht eventuell die Chance, dass er die Markierungen aufhebt“, sagte Kagura.
„Das wissen wir nicht“, entgegnete Yamato.
„Wir wissen gar nichts“, warf Shinji schnaubend zurück. „Wenn wir schon dabei sind.“
Chiaki meldete sich wieder zu Wort, hielt Maron’s Handy hoch. „Wenn er antwortet, dann werden wir wissen, was als nächstes kommt. Dann werden wir uns einen Plan machen. Bis dahin, sollten wir abwarten und was essen.“ Er gab ihr das Handy wieder. „Du hast bestimmt Hunger.“
„Jetzt, da du es sagst – ja, habe ich.“ Maron lächelte ihn an. „Weißt du, was schön wäre? Dreißig Minuten Normalität. Wie normale Teenager zusammensitzen, essen, reden und lachen...so wie früher, bevor alles den Bach runterging.“
Ein paar Sekunden vergingen.
„Fein.“ Chiaki sah sie unverwandt an, rollte mit den Augen. „Dreißig Minuten Normalität.“
Und die bekam sie auch.
Während die ehemaligen Knights das Abendessen aus dem Speisesaal holten, holte Maron im Wohnheim die anderen zur Eingangshalle herunter. Dort breitete sich die Gruppe mit Decken, Kissen und Essen aus.
Aus den dreißig Minuten wurden letztendlich fünf Stunden. Es kam keine Nachricht von Ace, aber Maron hatte ihrem Handy kaum Beachtung geschenkt. Das war eine der besten Nächte, die sie jemals an der Akademie hatte. Sie und all ihre Freunde waren zusammen und waren das, was sie hier nicht sein konnten - ganz normale Teenagers.
***

Am nächsten Morgen wachte sie auf und ihr Benachrichtigungsfeld war immer noch leer.
Keine Nachrichten von Ace. Warum hat er nichts zu sagen?
Selbst wenn er gestern Mittag nicht in der Cafeteria war, so musste es sich doch bereits in der ganzen Schule herumgesprochen haben, was sie über Sayuri gesagt hatte.
Er muss irgendeine Antwort für sie haben.
Ein sanftes Klopfen an ihrer Zimmertür riss Maron aus den Gedanken. „M? Bist du schon wach?“
Sie öffnete Natsuki die Tür.
„Wie geht es dir?“, fragte Natsuki direkt, als sie reinkam, „Ich wollte mit dir schon letzte Nacht reden, aber wir hatten so viel Spaß gehabt, das wollte ich nicht ruinieren.“
„Es war schön eine Pause von diesem Irrsinn zu machen“, sagte Maron.
„...Shinji hatte mir alles erzählt, was...sie in der Mittelstufe getan hat“, offenbarte Natsuki leise und fassungslos.
Maron nickte. „Es gibt da etwas, was ich dir auch sagen muss…über ihr…Verschwinden.“
Natsuki blickte sie fragend an.
„An dem Tag nach dem Tanzwettbewerb…“, fing Maron an und begann anschließend von ihrem Plan mit den Jungs, ihrer Konfrontation mit Sayuri, den Klippen sowie dem Video von Ace zu erzählen. Sie erzählte ihr die Wahrheit der Textnachrichten und von ihrer Verdächtigenliste.
„Gott, Maron“, zog Natsuki sie in eine Umarmung. „Ich wünschte, ihr hättet mich früher eingeweiht.“
„Sorry...“ Ein langes Seufzen entkam Maron. „Wir sollten gehen.“
Natsuki nickte, stand auf und holte ihre Sachen, während Maron fertig packte.
Der Rest der Gruppe wartete unten bei den Treppen auf die Mädchen. Die Stimmung war das komplette Gegenteil zu der von letzter Nacht.
Im Hauptgebäude gingen ihre Mitschüler ihnen alle schnell aus dem Weg oder verstummten abrupt ihre Gespräche.
Im dritten Stock teilte die Gruppe sich wieder auf. Zusammen mit Chiaki lief Maron zu ihren Schließfächern. Keiner sprach ein Wort, aber sie spürte seinen Blick auf sich.
„Bist du wütend?“, fragte er.
„Nein. Ja.“ Sie knirschte mit den Zähnen. „Ich weiß es nicht. Ich habe unterschätzt, wie groß die Angst der Leute vor den Spades ist. Sie werden die Markierung nicht aufheben. Solche Neuigkeiten werden die Fesseln von ihnen nicht lockern. Ich habe das Gefühl, nichts wird.“
„Doch, wir“, sagte er ihr. „Das Problem ist, dass wir gegen Leute antreten, die wir nicht sehen können. Wenn wir wüssten, wer sie sind, wüssten wir, wie wir es beenden können. Wir haben zu viel Zeit damit verbracht Ace zuvorzukommen, wenn wir nicht wissen, ob wir ihm voraus sind oder er uns. Wir müssen unsere Versuche verstärken ihn zu finden.“ Chiaki hielt vor seinem Schließfach an. „Wir haben die Liste der Verdächtigen. Wir hatten bisher keine Möglichkeit gehabt sie einzugrenzen, aber heute Abend sollten wir sie uns nochmal ansehen. Es könnte etwas herauskommen.“
Ein Lächeln breitete sich über ihre Lippen aus, während er sprach. Er bemerkte es, als sie nicht antwortete. „Was? Warum lächelst du?“
Zur Antwort legte Maron nur ihre Arme um seine Hüfte und lehnte ihren Kopf an seine Brust an.
Das war etwas, was sie an Chiaki mochte. Er hatte immer einen Plan. Ganz gleich, wie schrecklich die Dinge erschienen - er dachte an einen Ausweg.
„Das ist eine gute Idee. Machen wir das heute Abend“, sagte Maron warm lächelnd.
Irgendwann ließ sie ihn los und sie holten ihre Sachen für die erste Stunde.
Mit jedem Schritt, den Maron sich dem Klassenzimmer näherte, wurde sie langsamer. Chiaki sah sie über seine Schulter an. „Bist du bereit dafür? Wir könnten den Unterricht auch wieder schwänzen.“
Maron schüttelte ihren Kopf. „Es hinauszuzögern macht es nicht einfacher. Außerdem bin ich nicht diejenige, die sich versteckt.“
Sie schnappte sich die Klinke. Mit einem Ruck warf Maron die Tür auf und betrat ihre Klasse, die bereits ruhig war. Aber die Stille wurde absolut, als sich alle zu ihr wandten.
Niemand sprach ein Wort, als Maron und Chiaki weiter eintraten. Ihre Freunde saßen schon auf ihren Plätzen.
Plötzlich erhob Yashiro sich. „Prof. Maruki, können Sie uns zehn Minuten geben?“ Ihr Gesicht war ausdruckslos. „Knight-Angelegenheit.“
Er seufzte. „Zehn Minuten. Mehr nicht.“ Der junge Professor lief an Maron vorbei und verließ sein Klassenzimmer.
Misa, Karen und Hijiri erhoben sich nun ebenfalls. Maron begegnete jeden ihrer Blicke. Chiaki, der nach wie vor an ihrer Seite war, rückte naher zu ihr heran.
„Also?“, fragte Maron die neuen Knights. „Ihr habt mir was zu sagen?“
Yashiro öffnete ihren Mund.
„Ist es wahr?“, kam es von den hinteren Reihen. Maron sah zu Toki. „Was du über Prof. Mikami gestern gesagt hast. Weshalb du markiert wurdest. Ist es wahr?“
Sie betrachtete den Jungen, dessen Freundschaft sie schon zweimal verloren hatte. „Ja“, antwortete Maron ihm. „Es ist wahr.“
Ein Raunen ging durch den Raum.
Kuno sprang auf. „Das muss gelogen sein! Prof. Mikami ist schließlich eine Frau!“
„Nur weil Frauen keinen Penis haben, heißt das nicht, dass sie nicht genauso jemanden vergewaltigen und sexuell missbrauchen können!“, schnauzte Natsuki. „Willkommen in der realen Welt, du Vollpfosten!“
Jetzt wurde es laut.
„Wie kannst du dir sicher sein, dass es nicht wahr ist?“, brüllte Sagami Kuno an. „Warum sollte sie lügen?“
Kodachi schrie zurück, verteidigte ihren Bruder und die ganze Klasse wurde zu einer unverständlichen, lauten Masse.
Maron konnte nicht erkennen, wer ihr glaubte und wer nicht.
„Seid ruhig!!“, schrien sie und die neuen Knights.
„Maron war unschuldig“, sagte Toki aufgebracht, als es etwas ruhiger wurde. „Sie hatte nichts getan, dass sie es verdient hätte, aus der Akademie geworfen zu werden.“
Yori, Hijiri’s Co-Moderatorin, stand mit wackligen Beinen auf. „Meine Schwester w-wurde sexuell belästigt. Wenn die Spades solche Leute unterstützen, dann will ich nicht mehr auf die hören. Mir ist egal, was die machen werden.“
Kodachi zeigte ihren Finger auf Maron. „Wir kennen nur ihre Seite von der Story. Sie lügt bestimmt, um ihre Markierung aufheben zu lassen!“
„Wir kennen nicht die ganze Story.“ Yashiro’s Ton war bestimmt. Dann wandte sie sich Maron zu. „Erzähl sie uns. Wir hören.“
Maron sah zu Chiaki, wechselte mit ihm einen kurzen Blick.
„Okay.“ Sie wandte sich zur Klasse. „Es fing im ersten Jahr an, in der Nacht des Maskenballs…“ Ohne Unterbrechungen erzählte sie allen dasselbe, was sie Rektor Tanemura gesagt hatte. Als sie fertig sprach, wurde sie mit Fragen überflutet.
„Wer war der andere? Ein Schüler?“
„Hast du Beweise?“
„Was wird der Rektor machen? Er ließ eine verfickte Pädophile hier unterrichten. Was ist, wenn sie hier Schüler belästigt hat?“
„Was ist mit der Markierung? Man markiert einen doch nicht einfach, nur weil man herausfand, dass man gestört ist!“, sagte Akechi, einer von Hijiri’s Kumpels. „Yori hat recht. Ich werde der Markierung nicht mehr folgen.“
„Wussten die Spades davon?“
„Sind die Spades wirklich eine Gruppe von schrecklichen Menschen, wie Sayuri?“, kam es von Cersia, die kränklich blass aussah. „Und die Markierten sind diejenigen, die in all den Jahren die Wahrheit über sie herausfanden?“
„Moment.“ Miyako packte Cersia’s Arm. „Wir wissen das nicht. Ich bin mir sicher, dass ist nicht-“
„Du bist dir sicher?!“ Sie riss ihren Arm los. „Wie denn?! Ist ja nicht so, als hätten sie nicht schon vorher Unschuldige verletzt. Sie haben Takeru Koji umgebracht und jeder weiß, dass er nichts falsch gemacht hat! Das ist das wahre Gesicht der Spades u-und ich habe eine Freundin verletzt, um eine Kinderschänderin zu schützen!“ Cersia hielt sich würgend eine Hand vor dem Mund und rannte aus dem Zimmer raus. Ihr Freund lief ihr hastig hinterher.
In dem Moment kam Prof. Maruki wieder rein.
Er beäugte das Chaos. „Wow. Was auch immer hier passiert ist, lasst jetzt gut sein.“
Die Debatte wurde nicht fortgeführt. Der Professor brachte alle dazu sich zu setzen und ihre Arbeiten zu machen.
Es war schwer für Maron sich zu konzentrieren, wenn paar Reihen weiter Cersia, die zurückgekehrt war, weinte und schluchzte.
Was wird jetzt passieren?
„Leute scheinen dir zu glauben“, beantwortete Noyn ihre stille Frage, als die Stunde endete. „Du hast gehört, was Cersia, Yori, Toki und Akechi gesagt haben. Vielleicht werden dir die Spades auch glauben.“
Sie warf einen Blick auf den Handy-Schrank. „Alles was wir haben sind ‚vielleichts‘. Wir werden sehen, ob sich wirklich was ändert.“
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