Für den Deutschlehrer

GeschichteAllgemein / P12 Slash
18.09.2020
18.09.2020
1
891
2
Alle Kapitel
1 Review
Dieses Kapitel
noch keine Reviews
 
 
 
18.09.2020 891
 
Steig auf die Kathedrale! Der Bandit kommt. Er geht. Der Torwart sieht ihn. In der Finsternis schleicht der fette Hund durch den einsamen Garten. Der Bauer mit der Gabel steht an der Ecke. Von der weiten Ferne hört man die Hupen. In der Burg ist ein Mädchen gefangen. Waschbären ziehen ihre großen Kreise um den Zaun des Hauses. Der Vater ist krank. Der bittere Geschmack im Mund, Kohle in der Luft. Die letzte Scheibe Brot steht auf dem kühlen Tisch. Der Burgwärter ersteigt die alte Treppe. Im finsteren Hinterzimmer sitzen die Herren beim Poker. Es geht um alles oder nichts. Leise Stimmen lesen blätternd Märchenbücher aus längst vergangener Zeit. Goldene Kuppeln über den Wolken der Stadt, Bilder aus fernen Gebieten an der Wand, Oasen aus Öl, kaltes Feuer, Säcke mit Mehl. Dunkle Geheimnisse im kargen Schrank am Ende des langen Ganges, Imposante Gemälde säumen den leeren Raum. Büsten ragen weit hinauf. Erinnerungen an bessere Nächte, Steine im Gebiss. Am Bordstein steht vor der Tür des Hauses der alte Ritter, wissend dass er auf letzter Mission ist, betritt das würdige Haus seit 30 Jahren. Gescheiterte Versuche. Dunkler Rauch zieht durch den Flur. Im Erker steht der Fürst, verstarrt und rührt sich nicht. Eiszapfen fallen von der Rinne. Klänge von Trompeten in der Nacht. Der Russe kommt heran. Gespräche der Einsamkeit. Stinkende Gase in der Luft. Tote Raben fallen reglos zu Boden. Stille. Ende. Aus.
Greiige Schmiere an den Wänden, tote Ratten im Keller gedeihen friedlich. Schäbige Gestalten ziehen durch die Stadt. Vor des Hauses Tor stehen schwarze Kübel. In ihnen glänzt feurige Flüssigkeit in nächtlicher Dunkelheit. Zeitliche Vergänglichkeit spürbar zu fühlen. Graue Mäntel im langen Flur. Im Hinterzimmer sitzen die Herren beim Poker. Qualm der Zigarren weht bis tief in die Abgründe der Nase. Sirenen erklingen in der Nähe. Schellende Klingeln, Pferdeschreie. Der Steiger kommt aus der Schicht. Er hat den Tag nie gesehen. Nebel baut sich um das Gemäuer auf zu hohen Säulen, benetzt den Boden, tötet. Irrlichter im Nebel, steife Gesellen auf der Straße, Gesänge der Finsternis, Gier, Zorn, Kälte. Der edle Fürst steht noch am Fenster und verharrt dort weiter regungslos. Er wird warten die ganze Nacht bis in den klaren, kühlen Morgen. Die Truhen sind leer. Das blanke Geld liegt auf dem Tisch bei den Männern. Rauhe Burschen, finstere Blicke, kein Wort, nur Sirenen. In der Ferne hört man die Kanonen. Kutschen durchqueren den Nebel. Botschaften auf dem Weg. Sie werden niemals ankommen. Lauernde Killer verstreuen sich in den Gassen. Hundegebell aus dem Garten. Er kommt. Bestialische Stille, Schwüre auf den Teufel, Päkte mit den Mächten der Finsternis, kalte Blicke am Pokertisch. Der Augenblick ist so lang. Äxte werden geschwungen, Säbel gewetzt, Kanonen geladen. Der Eimer fällt. Die Karten stehen gut. Die Hoffnung wächst. Pläne werden geschmiedet. Strategie, Taktik, schwerwiegende Fehler, Verzweiflung, Verlust liegt im Raum. Eine Karte wird aufgedeckt. Niemand hat damit gerechnet. Alle bleiben stumm. Der Fürst starrt aus dem Fenster. Der Torwart verlässt das Haus und kehrt nie heim. Der Vater ist tot. Der süße Geschmack im Mund, Kohle, Staub und Luft. Der Zerfall hat begonnen. Der Hund jagt die Waschbären. Hüter des Hauses. Die letzte Karte fehlt noch. Laut schrillen die Hörner. Der Jäger hat getroffen. Jubelschreie am Pokertisch. Der Schein trügt. Furcht fährt in die Spieler. Das Risiko ist hoch. Das Gezanke beginnt. Überstürzte Taten, laute Gedanken, fehlende Kontrolle, Hast, Gier, Neid. Der Fürst öffnet die Tür. Er wirkt steif, lustlos, entschlossen, erschossen? Nein, noch nicht. Er wurde verschont. Heldenhafter Mut, Ruhe, Sturheit, Kühnheit, Ruhm, klare Vernunft, abwartende Haltung. Er weiß, was ihn erwartet. Strategie bestimmt das Handeln. Über der Stadt liegt Emotionslosigkeit. Verfall in alte Muster. Es ist nichts passiert. Der Augenblick dauert an. Der Säbel wird gezogen, die Lunten gezündet, die Pistole auf die Brust gesetzt. Sagenhafte Unendlichkeit. Die Zeit steht. Alles steht. Der Burgwärter raucht die Pfeife. Ein Schiff irgendwo im Ozean. Die Hand liegt auf der Karte. Das Schiff erreicht den Hafen. Klappmesser werden gezückt. Die Karte liegt verdeckt in der offenen Hand. Der Fürst und die Pistole. Das Schiff legt an. Die Sonne geht auf. Der Steiger geht auf der Straße. Die Karte wird aufgedeckt. Ein lauter Knall ist zu hören. Die Spannung ist hinüber. Die Zeit rast rastlos dahin. Ein Tag vergeht. Matrosen gehen von Bord. Die Zeit steht, der Fürst liegt am Boden, überwältigt von den Gefühlen. Das Mädchen ist frei, der Fürst ein Held. Die Pistole in der Hand, das böse Spiel zu Ende, das Geld verspielt, das Brot gegessen, der Torwart satt, der Hund geflohen, der Steiger genesen. Ein gutes Ende. Der Fürst, er lebt…..

Meine Gedanken zur Geschichte:
- Ein Mädchen vergiftet ihren Vater, der sie in einer Burg gefangen hält.
- Ein Fürst befreit das Mädchen.
- Der Soldat, der am Eingangstor Wache steht, desertiert und isst dabei eine Scheibe Brot.
- Irgendwelche komischen Gesellen pokern um ihr letztes Geld.
- Ein Bergmann kommt am Morgen aus seiner Schicht heim.
- Ein Schiff kommt im Hafen an und die Matrosen gehen an Land.
- Ein Hund jagd ein paar Waschbären hinterher .
- Alle Anderen Sätze sind nur zur Verwirrung.
(Ich weiß, dass das keine Stichpunkte sondern Sätze sind.)
- Greiig = grau und breiig
Wenn jetzt jemand fragt, warum ich das Geschrieben habe: Mir war einfach nur langweilig und dann habe ich die Tastatur meines Laptops so angeschaut und mir so gedacht, dann schreibe ich halt mal etwas richtig irrsinniges.
Review schreiben