Love and Fight

von Lilime
GeschichteDrama, Romanze / P18
Arthur Morgan Dutch van der Linde Hosea Matthews Jack Marston Tilly Jackson Uncle
17.09.2020
28.09.2020
17
28.583
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17.09.2020 789
 
Hallo Ihr Lieben,

bevor wir mit der Story beginnen, möchte ich noch ein paar Worte sagen.

Die folgende Geschichte ist die Erste, die ich seit vielen Jahren geschrieben habe. Nachdem ich angefangen hatte RDR2 zu spielen, brannte es mir einfach in den Fingern und ließ mich nicht mehr los. Ich hoffe ihr könnt mir daher verzeihen, wenn sie sich vielleicht nicht so gut lesen lässt (bin aus der Übung gekommen). Desweiteren hoffe ich, ihr seid nicht allzu enttäuscht wenn sich diese Geschichte und die Charaktere von dem unterscheiden was ihr kennt.

Ich wünsche euch dennoch viel Spaß beim Lesen und würde mich über das ein oder andere Kommentar freuen.

Liebe Grüße Lilime.


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Dreckig, dachte sie sich und fuhr sich mit der Hand durch die Haare. Würde man sie fragen, mit welchem Wort sie Valentine beschreiben würde, würde sie definitiv dreckig sagen. Und das war sie auch. Würde sie nun die Veranda des Hotels verlassen, in dem sie tagsüber arbeitete, und über das was sich hier Straße schimpfte laufen, würde sie knöcheltief in einer nassen Pampe aus Dreck und Pferdemist stehen. Allie Jakobs nahm einen letzten tiefen Zug ihrer Zigarette, bevor sie eben diese auf die selbsternannte Straße schnipste. Angewidert ließ sie ihren Blick über die kleine Stadt schweifen. Bei Smithfields-Saloon, welcher sich schräg gegenüber befand, wurde eben ein betrunkener Gast mehr oder weniger freundlich nach draußen begleitet. Der Zeitungsjunge an der Ecke hatte sich ins Gras gelegt und schien zu schlafen. Ein paar Männer die Straße runter  brüllten sich an und bedrohten sich gegenseitig. Allie hasste diese Stadt. Erst vor einem Monat war sie mit ein paar anderen Frauen aus Saint Denis hier her gekommen, in der Hoffnung sich hier etwas besseres aufbauen zu können. Nun, sie musste zugeben, dass es mehr schlecht als recht lief, aber dennoch war es besser als das Leben, welches sie bis vor kurzem noch in der Großstadt führte. Alles war wohl besser als das, dachte sie und schloss die Augen, als die Ereignisse des letzten Jahres ihr durch den Kopf geisterten. Doch noch bevor diese Erinnerungen Besitz von ihr ergreifen konnten, schüttelte sie den Kopf, als könnte sie sie so vertreiben, wollte vergessen. Es lag hinter ihr.

Die Holzbretter unter ihren Füßen knarrten leise, als sie sich in Bewegung setzte um wieder nach drinnen zu gehen. Hinter sich hörte sie ein paar Männer noch anzügliche Witze reißen und ein paar Pferde vorbei traben. Kaum hatte Allie die Tür geöffnet, kam bereits der Hotelbesitzer aus einem der hinteren Zimmer an die Tresen und sah sie mahnend an.

„Mr. Presley hat sich beschwert, anscheinend wartet er bereits seit heute morgen auf die Medizin, die Sie ihm holen sollten.“, sagte er und sein Mund war nur noch eine kaum zu erkennende Linie unter seinem Schnauzer.

Allie seufzte innerlich. Natürlich hatte sie es nicht vergessen. Um ehrlich zu sein hatte sie überhaupt kein Interesse daran, diesem ekelhaften Mr. Presley auf nur in irgendeiner Weise einen Gefallen zu tun. Doch vermutlich blieb ihr nichts anderes übrig. Sie war auf das Geld, welches sie hier verdiente, angewiesen um zumindest zu überleben, so wenig es auch sein mochte. Auf keinen Fall wollte sie so enden wie die meisten Frauen in dieser Stadt. Lieber jage ich mir selbst eine Kugel in den Kopf, dachte sie sich und versprach dem Hotelbesitzer, sich sofort auf den Weg zu machen. Wieder fuhr sie sich mit einer Hand durch ihre dunklen, schulterlangen Haare und verließ das Haus mit schnellen Schritten wieder. Draußen schien ihr die Sonne unbarmherzig ins Gesicht und blendete sie lange genug, damit sie eine Stufe übersah und ins Stolpern geriet. Gedanklich sah sie sich schon längs im Matsch liegen und fluchte innerlich. Plötzlich spürte sie, wie sie zwei große Hände packten und festhielten. Als sie wieder festen Boden unter den Füßen hatte, sah sie auf und blickte in das Gesicht eines circa 20 jährigen dunkelhäutigen Mannes der sie anlächele. Oder auslachte?

„D-Danke.“, stotterte sie, als sie ihm genauer in die Augen sah. Sie hatten, trotz seines vermutlich jungen Alters, etwas an sich. Etwas, das sie nicht beschreiben könnte, selbst wenn sie es versuchen würde. Er lächelte noch ein wenig mehr, aber Allie war sich nicht sicher, ob es seine Augen erreichte. „Vorsichtig, Ma'am, nicht das Sie sich noch verletzen.“

„Ich denke, sie können mich jetzt los lassen.“, sagte sie, nachdem sie bemerkte das seine Hände sie immer noch fest hielten. Der Unbekannte nickte ihr kaum merklich zu, bevor er an ihr vorbei ins Hotel ging. Es dauerte noch ein paar Sekunden, bis sich Allie von dieser merkwürdigen Begegnung erholt hatte und die Stufen vorsichtig herunter ging. Sie spürte wie der Schlamm unter ihren Füßen nachgab, als sie die Straße betrat und zum Haus des Arztes ging.
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