Die Gier des Drachen

OneshotAbenteuer, Fantasy / P12
Smaug Thorin Eichenschild Thráin II.
16.09.2020
16.09.2020
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So hier kommt mal wieder eine Kleinigkeit von mir. Es ist nichts besonderes, ich wollte nur mal ein bisschen meine Gedanken niederschreiben, weil mir ausnahmsweise mal die Muse erschienen ist.
Ich hoffe, dass es vielleicht jemandem gefällt.
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Schon lange hat man den Drachen nicht mehr gesehen. Viele Jahre sind vergangen, seit seine mächtigen Schwingen einen Schatten über das Land, das er einst zerstört hat, geworfen haben.
Wie ein verheerendes Unwetter hat er über das damals fruchtbare Land gewütet, verbrannte die Erde und alles, was sich auf ihr befand.
Viele Leben hat er genommen in seiner Gier.
Denn das Gold im Herzen des Berges, das Gold der Zwerge, hat ihn angelockt und etwas Dunkles in seinem Inneren geweckt. Etwas so dunkles, dass manche glauben, es hätte wohl nach dem Inferno das Feuer des Drachen erlöschen lassen.
Denn die Dunkelheit verdrängt das Licht, selbst jenes, das so verheerend und zerstörerisch wie das Feuer eines Drachen ist.
Deshalb hat er seit all den Jahren den Berg nicht mehr verlassen, das Land und die Leute, die dort wohnen, nicht mehr heimgesucht. Der Drache ist seiner Gier erlegen, hat sein Haupt auf das funkelnde Gold gebettet und kann das Herz des Berges nicht mehr verlassen.
Die Dunkelheit wiegt schwer in ihm und hat sich seiner bemächtigt, seine Flügel sind zu schwach, um seinen starken Körper zu tragen. Sie hat ihn wie eine tödliche Krankheit befallen und lässt ihn langsam zu Grunde gehen.
Doch auch wenn viele glauben, dass der Drachen im Berg an seiner Gier verstorben ist, wagt es keiner, auch nur einen Fuß in die Hallen der Zwerge zu setzten.
Das Gold mag ein lockendes Versprechen sein, jedoch munkeln viele, dass es verflucht sei. Die Dunkelheit, die das Herz des Drachen vergiftet hat, lastet wie ein Fluch auf dem Schatz unter seinem schuppigen Leib, der jede Seele befallen wird, die der Versuchung des Reichtums nachgeben wird.
Angeblich hat der Fluch bereits das Herz des einstigen Zwergenkönigs befallen, lange bevor der Drache und sein Inferno alles zerstört haben.
Doch jeder weiß, dass es nur einer Frage der Zeit sein wird, bis jemand es doch wagt, durch die einst mächtigen Tore der Zwergenstadt zu treten und den Schatz zu suchen, der sich in den Tiefen des Berges befinden.
Denn der Versuchung wird nicht jeder ewig wiederstehen können.
Jedoch ist die Zeit noch nicht gekommen, denn das Land zwischen See und Berg ist immer noch verwüstet, zerstört. Kein Leben wagt dort zu gedeihen und verkohlte Ruinen sind eine ewige Mahnung an die Leute, sich von dem Berg fernzuhalten.
Auch wenn die meisten glauben, der Drache sei tot, will es doch keiner wagen, ihn zu verärgern, sollte dem unerwarteter Weise nicht so sein.
Also bleiben die Menschen in ihren kleinen Häusern, gehen ihren täglichen Geschäften nach und leben im dunklen Schatten des Berges, der einsam in den Himmel ragt und eine Geschichte von Gier und Zerstörung erzählt, die eine ewige Mahnung an ihre Nachkommen sein wird.
Denn noch lange werden sie ihren Kindern davon erzählen, wie einst der Schatz eines Zwergenkönigs und ein verheerender Fluch das Schicksal vieler unschuldiger Seelen besiegelt hat.
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