[Thaddäus] „Happy, Happy Birthday! Äh – Happy…“

GeschichteAllgemein / P16 Slash
Spongebob Schwammkopf Thaddäus Tentakel,Sandy Cheeks
16.09.2020
18.09.2020
4
4.343
1
Alle Kapitel
noch keine Reviews
Dieses Kapitel
noch keine Reviews
 
 Datenschutzinfo
 
16.09.2020 1.152
 
Anmerkung:
Diese Art der Geschichten erfüllen mein Leben! :D

Majestätisch bewegte er sich auf der Tanzfläche, während das Publikum jubelte. Mit Tränen in den Augen verfolgten sie seine Schritte. Bei all dem Jubel konnte er seine eigenen Gedanken kaum hören. Endlich war es soweit und diese schnöselige Welt erkannte sein Talent, seine Gabe an. All die Jahre zweifelte er schon an sich selbst, aber nun zahlte sich das Training aus.

„Dein erstaunlicher Durchbruch, Thaddäus. Sieh dir nur all die vielen, glücklichen Gesichter an“, sprach er zu sich selbst und tanzte dabei eine Pirouette, die es wirklich in sich hatte. Er bewegte sich leichtfüßig wie eine Gazelle.

„Und nun, hau sie gänzlich aus ihren stinkenden Socken, Thaddäus“, sprach er zu sich selbst. Im Rhythmus tanzend, versuchte er seine nächsten Schritte zu planen, als er schallendes Gelächter wahrnahm, gefolgt von Spongebobs überdimensional lauten Stimme, die sagte:

„Wach auch, Thaddäus.“ Erneut erklang Gelächter.

Da duckte sich Thaddäus und schützte seinen Kopf mit seinen Armen, denn er nahm an, dass Spongebob jetzt riesig geworden ist und sich an ihm rächen möchte, weil Thaddäus ihn in der Vergangenheit so schlecht behandelt hatte.

Auf einmal gab es ein Erdbeben und Thaddäus fing an zu schreien, erwachte dann aus seinem Traum, während er weiter schrie. Er blickte sich um, starrte direkt in das Gesicht seines gelben Nachbarn. Dieser lächelte ihn an und wünschte ihm dann laut einen „Guten Morgen“ und schloss seinen Namen hinten dran, „Thaddäus!“

Wütend sprang der Tintenfisch aus seinem Bett. Dass dieser gelbe Trottel ihn sogar in seinen Träumen nerven muss, ist wirklich das letzte. Mürrisch verließ er sein Schlafzimmer, wobei Spongebob Nervkopf ihm folgte.

„Was machen wir heute, Thaddäus?“, er zog die Luft ein, „Bauen wir einen Schneemann? Nein, noch besser, wir singen fröhliche Weihnachtslieder und beschenken uns gegenseitig oder, oder–“, platzte es aus dem Schwamm heraus.

Wie eine Quasselstrippe redete er ununterbrochen weiter, nahm dabei kein Punkt oder Komma in den Mund und nervte gewaltig bei Taddls Morgen-Ritualen.

„Spongebob!“, schrie der Tintenfisch und blickte dann neben sich, aber Sponge war bereits nicht mehr da. Irritiert sah er sich um, auf der Suche nach seinem Nachbarn, aber egal wo er hinsah, der Schwammkopf war verschwunden. „Wie macht er das nur?“, murmelte Thaddäus, als er sich seine Kaffeetasse schnappte.

Den Kaffee schlürfend, machte er sich auf den Weg in sein „Arbeitszimmer“. Wollte er doch einige Gemälde zeichnen, ehe er in dieses drecksloch von Krosse Krabbe zurückkehren musste, um seine jämmerliche Zeit damit zu verschwenden, ein Kassierer zu sein.

In seinem Atelier angekommen, ließ er seine Tasse fallen und lief schnell zu seiner wertvollsten Skulptur hin, einem nach seinem Ebenbild erbauten Kunstwerk, welches so manchen Künstler in den Schatten stellen würde.

Aber diese wunderschöne Skulptur war nun „Ruiniert!“, sagte er und eine Träne lief ihm dabei die Wange hinab. Er ärgerte sich darüber, weil er wusste, dass es Spongebob gewesen sein musste. Wer würde sonst so rücksichtslos seine Sachen zerstören?

Er stampfte zur Tür, öffnete sie und verließ das Haus. Mit seinen Augen scannte er die Umgebung ab, auf der Suche nach dem Schwamm. Als er ihn erblickte, marschierte er zu dem gelben Trottel hin und blieb vor ihm stehen stehen. Er stemmte seine Hände an die Hüften, brüllte dann Spongebob minutenlang an und ging wieder.

In seinem Wortgefecht, verwendete er lauter Wörter, die Spongebob nicht so recht begreifen konnte. Trotzdem war Thaddäus der Meinung, dass es der Bengel nicht anders verdient hatte.

Wütend knallte er die Eingangstür hinter sich zu, als er das Innere seiner Behausung betrat. Dabei war alles so friedlich gewesen, als Thaddäus noch seinen alten Mitbewohner besaß. Immerhin war es Alberto Fischgrause gewesen, der schönste Fisch weit und breit.

Als Thaddäus sich dabei selbst ertappte, dass er wieder mal an seinen ehemaligen Mitbewohner dachte, schüttelte er den Kopf und machte sich dann auf, seine Arbeitsuniform anzuziehen; bestehend aus einem Hut.

Ach, und einem lausigen Namensschild. Ja, sein knausriger Chef war geizig genug, ihnen keine normale Arbeitsuniform zu geben. Es musste so billig wie möglich sein, war das Motto von Mr. Krabs.

Dann verließ er sein Haus, sperrte die Vordertür ab und ging langsam in Richtung Krosse Krabbe. Als er sich umsah, entdeckte er neben sich seinen Nachbarn.

„Geh mir nicht auf die Pelle, Spongebob“, knurrte Thaddäus, als Sponge ihn anlächelte.

„Ich hab doch gar nichts gesagt, Taddl“, gab der gelbe Schwamm von sich. Bei näherer Betrachtung, sah Spongebob gar nicht gut aus. Er hatte tiefe Augenringe.

‚Was hat denn der Kleine auf einmal?‘, ging es Thaddäus durch den Kopf. Irgendwie sah Sponge wirklich überhaupt nicht gut aus und er schwankte zudem auch noch gewaltig.

Als Spongebob drohte zu stürzen, war Taddl längst zur Stelle, fing den kleinen Schwamm auf und legte ihn dann vorsichtig auf den Boden. Besorgt nahm er sein Muscheltelefon heraus, wählte die Nummer vom Krankenwagen und wartete ab. Währenddessen lag Spongebob bewusstlos auf dem Boden.

Es meldete sich eine Frau am Hörer, mit der er sprach. „Wir brauchen unbedingt einen Krankenwagen!“, so Taddl. Die Frau meinte dann, dass er warten solle. Es würde bald ein Rettungsdienst zur Stelle sein.

„Ja, beeilen Sie sich.“, drängte der Tintenfisch besorgt.

Sobald der Rettungsdienst da war, nahmen sie Spongebob mit sich, aber Thaddäus musste zurück bleiben, da er kein Familienmitglied von Sponge war.

„Sagen Sie mir wenigstens, wo Sie ihn hinbringen!“, forderte der Tintenfisch theatralisch, aber die beiden Sanitäterfische schlossen ohne zu antworte  die Türen des Wagens.

Dann fuhr der Wagen davon und zurück blieb der besorgte Taddl, welcher sich nun Gedanken über alles machte. ‚Vielleicht bekam ihm die Sonne nicht?‘, dachte er und klapperte gedanklich jegliche Art von Gründen ab.

Immerhin waren es heute wieder knapp 40° C. Er raufte sich den Kopf, versuchte damit den Gedanken zu verschieben, welchen er zuletzt gehabt hatte. ‚Spongebob wird es mit Sicherheit wieder gut gehen. Dann nervt er mich wieder den lieben langen Tag. So wird es wohl sein.‘

Er ging weiter zur Krosse Krabbe, betrat das Restaurant, und sofort fuhr ihn Mr. Krabs an, weshalb er zu spät dran sei. Zeit wäre immerhin Geld. Aber Thaddäus äußerte sich nur knapp dazu, während er an Mr. Krabs vorbeigehen wollte. Da hielt ihn die Krabbe auf.

„Wo ist eigentlich Spongebob abgeblieben? Normalerweise kam er immer pünktlich zur Arbeit.“, die Krabbe packte sich an das Kinn, dachte nach.

„Spongebob ist ohnmächtig geworden. Ich musste einen Krankenwagen rufen. Er sah gar nicht gut aus“, sprach Taddl monoton und desinteressiert. Sein Chef warf ihm einen geschockten Blick zu, als er die Wörter wahrnahm.

„Was? Und wieso bleibst du so kalt dabei?“, fragte er.

„Hm“, zuckte Taddl mit den Achseln. „Weil er mir egal ist. Punkt“, gab der eiskalte Taddl von sich.

Aber tief im inneren wurde er verrückt vor Sorge. Was war nur los mit dem gelben Schwamm? Als Krabs in sein Büro lief, nachdem er ihm gesagt hatte, Taddl solle die Burger braten, ging Thaddäus zur Fensterscheibe.

„Hoffentlich geht es dem Kleinen gut“, murmelte er.
Review schreiben