Tanz der Vampire-was danach passiert

von Sly740118
KurzgeschichteHumor / P6
Alfred Graf von Krolock Herbert von Krolock Koukol Professor Abronsius Sarah
16.09.2020
16.09.2020
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16.09.2020 1.978
 
Tanz der Vampire!

Was danach passiert passiert




Das Schloss des Grafen von Krolock liegt einsam und still in der verschneiten Einsamkeit der Südkarpaten.
Vor kurzem hat es hier noch einen rauschenden Ball gegeben, an dessen Ende Sarah Chagall die hübsche Tochter des Wirtshausbesitzers durch dem Grafen zur Vampirin gemacht wird.
Glücklicherweise konnte sie mit Alfred, Professor Abronsius und ihrem Schwamm fliehen. In der von Abronsius gelenkten Kutsche verwandelt Sarah nun auch Alfred in einen Vampir.
Da Professor Abronsius nun „lebende Studienobjekte“ hat und immer wieder vom Nobelpreis dem man ihm verleiht spricht,fliehen die beiden kurzerhand aus der Kutsche.

Doch wohin nun? In das nach Knoblauch stinkende Wirtshaus mit der mickrigen Holzwanne bestimmt nicht, denkt sich Sarah.

Sarah, die sich nun wirklich nicht entscheiden kann ob es nun der charmante, mysteriöse Graf von Krolock, oder knuddelige liebreizende aber etwas verpeilte Alfred sein soll, rät, dass sie zum Schloss zurückkehren.

Reumütig klopfen sie an das Tor und erbitten Einlass, der ihnen vom Grafen höchstpersönlich gewährt wird, da Kokoul ein wenig unpässlich ist und gutes Personal so schwer zu finden ist.

Der Graf betrachtet die beiden nachdenklich, während Herbert an einer Säule lehnt und süffisant lächelt.

Seid gegrüßt Herr Graf und verzeiht die Aufregung von vorhin. Wir äh dachten erst, es wäre besser wenn wir fliehen. Aber die Probleme mit den Särgen unterwegs, sind nicht lösbar.“ stottert der liebenswerte Vampir Alfred.

Herbert kommt mit einer schwungvollen Bewegung, die seinen Umhang aufwirbelt näher und tätschelt Alfred´s Schulter.
„Keine Sorge mein Lieber nun bist Du ja wieder hier.“ säuselt er mit einem breiten Lächeln.

Graf von Krolock breitet theatralisch seine Arme aus, darauf achtend, dass er mit seinen langen Nägeln nicht im Umhang hängen bleibt.

„Nun, da ihr reumütig zurückgekehrt seid, werde ich euch nicht wieder gehen lassen.“ erklärt er mit leicht drohenden Betonung.

„Auf gar keinen Fall!“ beschwert sich Herbert, „draußen ist es kalt, und wir wollen doch nicht, dass dem armen Alfred noch kalt wird.“

Mir ist es nicht kalt.“erwidert Alfred mit ungutem Gefühl als Herbert seinen Arm um ihn legt, so dass sie beide in den Umhang verwickelt sind.

Sarah blickt den Grafen an:“Ein Bad wäre jetzt nicht übel.Wenn es denn recht ist,gehe ich dann mal baden.“ säuselt sie.

Graf von Krolock verdreht die Augen. Er weiß was nun folgt.

„Erstens will ich jetzt baden und wir haben nur eine Badewanne. Warum haben wir eigentlich nur eine Wanne? Einhundert Zimmer aber nur eine Wanne. Welcher unfähige Trottel hat das denn geplant? empört sich Herbert und richtet sich an Sarah
„Geht doch nach Hause und nehmt...Euren Waschzuber und zweitens, junge Dame, ist dieses gute Stück, mein Schwamm und nicht der, den ihr besitzt ! Dies ist ein Naturprodukt!“ ,empört sich Herbert, „ mit Eurem Schwamm wird wird doch vorher noch der Abwasch gemacht.“

Nun holt Sarah zum Gegenschlag aus: „Erstens mein lieber Herbert ist das mein Schwamm...“
bevor sie jedoch weiter reden kann, spöttelt Herbert

„Es heißt Vicomte Herbert von Krolock.“ meine liebe Sarah „aber ich verzeihe Euch diesen groben Fehler.“fügt er rügend an und richtet tadelnd den Zeigefinger auf Sarah.

„ Aber... Alfred darf mit mir baden,“raunt er verführerisch und stemmt die Hände theatralisch in die Hüften, „ mir fällt so oft die...Seife herunter. Mit seinen langen Nägeln tippt er sich verführerisch unter sein Kinn und wirft seine langen Haare zurück.

W..w..welche Seife,“stottert Alfred, „und ich will auch nicht baden!“ schnell windet er sich aus Herberts Umhang hervor, so das sich dieser in dem wallenden Stoff verfängt und stolpert.
Pikiert richtet er sich auf, erlangt schnell seine Fassung wieder und erklärt
„Der Ball ist aber jetzt vorüber mein lieber Alfred.“ dabei zieht er mit einer übertriebenen Geste ein Spitzentaschentuch hervor
„ Oh sieh nur, Sarah hat dich vollkommen beckleckert. Bis zu den Wimpern. Diesen langen wundervollen Wimpern.“
flüstert Herbert und kommt dabei Alfred immer näher, zückt ein Spitzentaschentuch spuckt darauf, während er Alfred sein schönstes Vampir lächeln präsentiert. Mit dem feuchten Tuch will er Alfred die Blutspritzer vom Gesicht abtupfen.
Dieser stolpert panisch rücklings´s und landet vor Krolock´s Füßen .
Mit einem seufzen hilft dieser ihm auf. Denn nun geht der Streit zwischen Sarah und Herbert weiter.
„und zweitens mein ehrenwerter Vicomte von Krolock habe ich als Eure zukünftige Stiefmama das Vorrecht habe, die Badewanne zu benutzen.“
säuselt sie, während sie wieder darüber nachdenkt ob sie nun Alfred, Graf von Krolock...oder sich mit einem Schwammgeschäft selbstständig machen soll.
„Das mit dem Vorrecht auf die Badewanne und der Stiefmama, kann sie vergessen. Ich könnte ja dein Ururgroßvater sein, auch wenn ich viel jünger und besser aussehe.“ kichernd schüttelt er den Kopf und lehnt sich an eine Säule.

Sarah merkt nicht, das sie nun schon eine ganze Zeit dasteht und sich hin und her wiegt.

„Hatte sie einen Schlaganfall?“ flüstern sich Herbert und Alfred zu und starren Sarah an.

„Nein, hat sie nicht. Sie denkt darüber nach, wer von uns, oder ein Schwamm...ach vergesst es.“
stöhnt er.

Graf von Krolock reibt sich die Schläfen. Wenn er hätte Kopfschmerzen kriegen könnte, so hätte er jetzt welche. Leise vor sich hin fluchend zieht er den Ledermantel aus und wirft ihn auf den Boden.

Herbert stößt sich entrüstet von der Säule ab und wirft die Hände in die Luft.

„Und wer hilft MIR denn jetzt aus diesen ominösen Lackstiefeln und dieser Hose?“ ereifert sich der Vicomte, „Wie ich damit tanzen konnte, weiß ich immer noch nicht.“genervt schüttelt er den Kopf.

„Aaalfred...wird mir bestimmt helfen mich dessen zu entledigen.“mit einer übertriebenen Geste schmeißt er sich in Pose.

„Ich habe nur meinen Mantel ausgezogen. Erst der Umhang, jetzt der Mantel. Meine Haare sind total verknotet.“knurrt er und lässt sich auf einen der Sessel fallen.

„Habt ihr Euer Badewannenproblem gelöst?“ fragt er zynisch, hebt dabei seine krallen bewehrte Hand und zeigt auf die beiden.

„Ich natürlich!Ich bin Euer geliebter Sohn.“sagt Herbert und blickt seinen Vater an. Dieser blickt ihn an

„Na ja. Sohn,“ räuspert sich der Graf, „geht doch zusammen baden. Damit wäre das Problem gelöst.“

„Zusammen baden. Vater, Du weißt doch, wie empfindliche meine Haut ist.“giftet er.

„Du bist ein Vampir, mein Sohn, Deine Haut ist seit fast vierhundert Jahren...“ erklärt der Graf und wird von einem entrüsteten Herbert mitten im Satz unterbrochen.
Den Kopf in den Nacken schmeißend schreitet er mit wehendem Umhang im Kreis.
„Und warum! Und warum! Weil ich eine strenge Feuchtigkeitspflege einhalte. Erst im warmen Dampf die Haut...“kreischt er fast vor Entrüstung.

„Oh Herbert, mein Sohn,“ raunt der Graf, „Totale Finsternis, ich glaub ich verliere den Verstand.“
Graf von Krolock bedeckt mit den Händen die Augen.
„Sieh dir meinen Vater an,“ erklärt Herbert mit erhobenen Armen, „ihr Frauen seht ja nur das schwarze Haar die markanten Züge und diese geniale Stimme. Ich aber sehe da und dort trockene Haut...und das, obwohl wir fast das selbe Alter haben. Särge, meine liebe Sarah, sind nicht gerade förderlich für die Haut.“ mit dem Daumen und dem Zeigefinger berührt er seine Stirn und blickt verzweifelt zur Decke.

„Ich war auch damals schon ein wenig älter als Ihr...mein geliebter Sohn.“
flüstert er, mit dem Kopf auf der Tischplatte und auf seine Schenkel guckend.
Alfred blickt auf den Grafen und er stellt fest, das dieser ihm leid tut. Ihm geht das hin und her mit der Badewanne, den Schwämmen und der Feuchtigkeitspflege auf den Nerv. Da kommt ihm eine Idee.

„Sarah, Vicomte Herbert.“ sagt er mit leichtem Zittern in der Stimme. Die beiden blicken ruckartig zu ihm.

„Jaa mein...lieber Alfred.“ kokett lächelnd kommt er dem armen Burschen näher, der schnell, bevor Herbert noch näher kommt, erklärt
„Das mit der Feuchtigkeitspflege finde ich eine gute Idee.“ stammelt er und hört den Grafen seufzen

„Du jetzt auch. Womit habe ich das verdient,“ dann richtet er sich auf, „diese schändliche, unendliche, unstillbare Gier...nach Badewannen.“ führt er aus und lässt den Kopf wieder auf die Tischplatte sinken.

Alfred fängt da an wo er aufgehört hat: „ Ihr könntet doch nacheinander baden, und währen ihr beide von dem Badewannendampf profitiert könnte doch, der eine dem anderen die Gurkenscheibchen und die Creme ins Gesicht schmieren.“ beendet er seinen Satz, und sieht aus dem Augenwinkel, wie der Graf leicht den Kopf hebt und zu ihm blickt.
Herbert touchiert Alfred mit seinen Handschuhen und erklärt zufrieden: „ Es heißt nicht schmieren, du frecher Bengel. Wenn Du nicht so ein süßes Putzelchen wärst, würde ich jetzt böse. Verteilen und einmassieren heißt es natürlich.“

Doch nun ist auch Sarah interessiert.
„Was sagt ihr Vicomte. Wir könnten tatsächlich nacheinander baden und uns gegenseitig bei der Pflege helfen. Was sagt Ihr dazu?“
Plötzlich ist nun  Alfred uninteressant.

„Für Freunde Herbert. Nennt mich Herbert. Ich kann Dir eine Menge über Peeling, Cremes und das richtige Make up für den blassen Teint beibringen,“erklärt er erfreut und bietet Sarah seinen Arm an.

„Ich geb Dir was Du willst, den ich lade dich ein zum Mitternachtbaaaad....aber nicht in die Wanne furzen.“ hört man während die beiden zusammen weggehen.

„Das ist mein Text aber wen interessiert es“ brummt der Graf und lehnt sich zurück.

Leise hört man Sarah noch fragen: „Können Vampire überhaupt furzen?“
die letzten Worte von Herbert, bevor sie um eine Ecke biegen
„Eigentlich nicht, nur wenn sehr viele Zwiebeln im Blut sind.“ dann sind sie verschwunden.

„Schnell Herr Graf, wenn wir uns beeilen sind wir über alle Berge bevor sie zurück sind.“ fleht Alfred und blickt zum Ausgang. Doch der Graf lächelt.

„Genial ich bin gefangen.“ singt er leise. „Mein lieber Alfred, dass werden wir wohl nun zusammen ertragen müssen.“ der große, Alfred überragende, Graf steht auf und kommt diesem näher
. Der zuckt zurück: „Seid ihr etwa auch beziehungsweise ....mögt ihr Männer?“ fragt er ängstlich.
Der Graf lacht, „ Nein mein lieber Alfred, nicht im geringsten....höchstens als...Snack,“lächelt er.

Nach einer kurzen Zeit des Schweigens wendet sich der Graf dem jungen Mann zu.
„Alfred! Pokerst du?“ ,fragt der Graf grinsend, „Ich erwarte gleich noch ein paar Grafen.Leider sind einige verhindert.“ bedauert dieser.
„Warum denn?“ fragt Alfred.
„Der eine lädt gerade zum Mitternachtball, der andere singt „Totale Finsternis und wiederum ein anderer...ach vergesst es.“ ,sagt er launig, „also könnt ihr pokern?“ fragt er nochmal ungeduldig.

„Ja äh, ja. Ich denke schon.“ erwidert Alfred.

Da klopft es an die Türe. Der Graf öffnet persönlich die Türe und fünf Grafen in Lederkleidung treten ein. Die Ähnlichkeit zwischen
ihnen ist frappierend.
„Darf ich vorstellen die Grafen von Krolock. Seid gegrüßt meine Herren. Dies ist...“

„Alfred.“ antworten alle gleichzeitig.
„Nun denn, lasst uns anfangen. Wer möchte ein Gläschen frisch gezapftes?“fragt er und blickt zu Alfred.

„Bier?“fragt der unwissende junge Vampir
.
Die Grafen lachen ihn aus. „Blut natürlich, Dummerle.“antworten alle Grafen gleichzeitig.
Während Graf von Krolock das “Frisch gezapfte“ verteilt und ein Päckchen mit Karten auf den Tisch legt, während er sich selber hinsetzt und einen Schluck des guten Tropfen´s nimmt.
Endlich kann er sich entspannen.
„Alfred, bist Du so lieb. Du weißt schon, wegen der Nägel sind wir ein wenig verhindert.“

Verwirrt mischt Alfred die Karten und teilt diese aus.
„Meine Herren, die Einsätze.“ erklärt der Graf.
Da Alfred dem Professor den Geldbeutel gestohlen hat, kann er mithalten.

Die Stunden vergehen wie im Fluge, nun da Sarah und Herbert mit der Schönheitspflege beschäftigt sind und die Grafen eigentlich ganz nette Kerle sind.

Plötzlich hören die Grafen das langsame tippen von langen Fingernägeln auf Stein, dann ein dumpfes poltern, dass klingt als hätte jemand etwas auf den Boden plumpen lassen.
In einer perfekt manikürten Hand; mit langen, schwarz lackierten Nägeln baumelt der wieder einmal steif gefrorene Professor Abronsius.
„Mum is back in the Castle!“ ertönt eine Frauenstimme....

Über ein Bewertung würde ich mich sehr freuen. Ist meine erste Geschichte hier bei Fanfiction. Kann leider noch keine Review´s schreiben, aber über "It´s Teatime" habe ich sehr gelacht. Ich werde auch noch ein paar andere lesen, denn ich lache gerne.
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