Warmer Sommerregen

GeschichteRomanze, Familie / P18 Slash
Joachim "Joko" Winterscheidt Klaas Heufer-Umlauf
16.09.2020
20.09.2020
2
3.063
8
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16.09.2020 1.208
 
Hallo meine Freunde! Da bin ich wieder mit einen neuen Story :) Ich denke sogar, dass es diese Art hier bisher noch nicht gab. Also dieses Babysitter Ding. Ich bin sehr gespannt, wie euch das Konzept so gefällt. Lasst mir also gerne eine Review da :D Tatsächlich habe ich so gut wie alle Kapitel schon geschrieben, aber da mir noch so 3-4 fehlen, wird der Anfang hier von eher unregelmäßig hochgeladen. Ich hoffe, dass ist kein Problem für euch.
Ansonsten wünsche ich euch viel Spaß mit dem ersten Kapitel! ^^




Sommerferien… eine Zeit in der man eigentlich entspannen sollte. Für die Kinder hieß das zumindest eine Auszeit vom Stress und vom Druck. Für Eltern hieß es Urlaub. Entweder sich Urlaub nehmen oder Urlaub machen.
Der Sommer war eine schöne Jahreszeit und Joko liebte es vor allem mit seinen Freunden am Nachmittagen, mit dem Rad zum See zu fahren, um dort das ein oder andere Bier zu trinken, doch momentan war daran für den 38-Jährigen nicht zu denken. Abschalten war für ihn momentan zeitlich einfach nicht drin, da er einfach viel zu viel Stress mit der Suche seiner Arbeit hatte. Wie viele Bewerbungen hatte er jetzt schon geschrieben und wie viel Mühe und Arbeit hatte er bis jetzt schon investiert, um einen neuen Job zu finden? Definitiv zu viel, dachte Joko. Vor zwei Wochen hatte er seinen festen Arbeitsplatz verloren, da das Unternehmen, bei dem er gearbeitet hatte, pleite gegangen war. Mit seinen Kollegen hatte er sich immer gut verstanden. Thomas und Jakob waren sogar zu seinen guten Freunden geworden und dann war plötzlich Schicht im Schacht. Zu den beiden hatte Joko natürlich trotzdem Kontakt gehalten, wobei die anderen sehr schnell einen Anschluss fanden, während Joko noch auf dem Trockenen saß. Er suchte jeden Tag nach Anzeigen, Stellen, die ihm gefielen und setzte sich in den Kopf etwas zu finden, bei dem er Spaß haben würde. Natürlich würde es irgendwann eng werden und er musste das Beste nehmen, was er kriegen konnte. Seine kleine Wohnung bezahlte sich schließlich nicht von allein. Jedoch wollte Joko erst einmal warten, bis es so weit war, denn wenn er sich etwas in den Kopf setzte, dann tat er alles daran sein Ziel zu erreichen, auch wenn das schlaflose Nächte für ihn bedeuten würde.


Er hatte schon einige Stellenanzeigen im Internet gesehen… zum Beispiel eine Stelle im Callcenter, ein Job als Maskottchen von einer Wäscherei, die typische Anzeige einer Putzkraft oder ein Job als Kassierer. Das alles hatte ihm nicht so wirklich zugestimmt, weshalb er auch leichte Panik bekam. Er hatte Angst nichts zu finden und am Ende tot unglücklich zu sein. Sogar sein bester Freund Matthias wollte ihm aushelfen und bot ihm an, bei sich im Restaurant zu arbeiten. Natürlich würde Matthi dann seinen Chef fragen, doch das war Joko etwas unangenehm. Wäre es nicht unfair, wenn er vielleicht sogar nur wegen seines Freundes angenommen werden würde?
Außerdem fand er den Job als Kellner jetzt auch nicht so klasse, aber er nahm sich dennoch vor, dass er das Angebot seines Freundes annehmen würde, bevor er nichts hatte und pleite war. Bis dahin hatte er jedoch genug Zeit, weshalb er jetzt grade auch wieder damit beschäftigt war, sich die Lokale Zeitung durchzulesen und jede Stellenanzeige genau zu analysieren.


In seiner Küche hörte man nur das leise Ticken der Uhr, dessen Glas einen leichten Sprung hatte. Ihm war die Uhr beim Umzug heruntergefallen und er war bis dahin zu faul eine neue zu kaufen.
Ein weiteres Mal leckte Joko seinen Finger an, um mit diesem die nächste Seite der Zeitung umblättern zu können. Nebenbei tunkte er seinen Löffel immer mal wieder in die Schüssel mit den Cini Minis, neben ihm auf dem Esstisch. Das Geräusch der tickenden Uhr vermischte sich so immer mal wieder mit crunchen der Cornflakes zwischen Jokos Zähnen.
Jokos Augen überflogen ein paar Zeilen auf dem Blatt Papier, bis sie stoppten.
„Babysitter gesucht“, murmelte er leise vor sich hin und las die Überschrift der Stellenanzeige.


Babysitter über die Sommerferien gesucht!
Wir sind eine kleine dreiköpfige Familie und suchen einen Babysitter, der auf unseren dreijährigen Sohn aufpasst. Mit wir meine ich meinen Mann Klaas, meinen Sohn Ben und mich selbst, Doris. Wir würden uns freuen, wenn sich jemand melden würde, der von Montag bis Freitag immer von 9 bis 18 Uhr auf unseren Sohn aufpassen könnte. Wir wissen, dass dies eine sehr lange Zeit ist, weshalb wir auch mehr Geld bezahlen würden. Unser Sohn ist sehr aufgeschlossen, liebt es mit anderen zu spielen und kann sich auch sonst sehr gut benehmen. Da die Kita in den Sommerferien geschlossen hat und beide Elternteile berufstätig sind, würden wir uns über jemanden freuen, der vertrauensvoll und liebevoll ist und sich durchsetzen kann. Natürlich sollte die Person sich auch gut mit Kindern verstehen können.
Vielen Dank im Voraus!



Joko las sich die Anzeige genau durch. Vielleicht auch zwei oder drei Mal und notierte sich die Kontaktdaten im Anhang auf einem kleinen Schmierzettel. ‚Jackpot!‘ Dachte er sich und küsste vor lauter Glück die Stellenanzeige in der Zeitung. Zum Glück sah das keiner, denn das wäre etwas unangenehm gewesen.
Das Angebot war eigentlich perfekt für ihn, denn Joko liebte Kinder und verstand sich immer gut mit ihnen. Er liebte es die kleinen Zwerge zu unterhalten und mit ihnen zusammenzuspielen. Dazu noch hatte er momentan eh sehr viel freie Zeit und dafür, dass er gutes Gehalt bekommen würde, überlegte er tatsächlich das Angebot anzunehmen. Zwar stand in der Anzeige kein Betrag, jedoch könnte er ja immer noch absagen, wenn es ihm nicht passen würde.


Joko überlegte, tippte mit seinen Fingerkuppen an seinem Kinn herum, wie ein Professor, der grade die Lösung auf eine seiner vielen Fragen suchte und beschloss dann einfach seinen besten Freund anzurufen.
„Joko?“
„Hey Matthi!“
„Na! Was gibts?“
„Ich hab ne Stellenanzeige gefunden… als Babysitter.“
„Ne!“ Die Ungläubigkeit in der Stimme seines Freundes konnte man deutlich heraushören und Joko konnte es wirklich verstehen. Matthi nervte ihn fast jeden Tag mit denselben Fragen, in denen es um das finden, eines Jobs ging und so langsam schien der blonde Lockenkopf langsam die Hoffnung aufzugeben.
„Doch, aber ich weiß nicht, ob ich das Angebot annehmen soll…“ erklärte ihm der Größere und fing auch gleich damit an ihm alle Einzelheiten, die in der Anzeige standen zu erzählen, während der andere aufmerksam zuhörte und seinen Freund nicht unterbrach. Erst, als er komplett fertig war mit erzählen, gab Matthi einen Kommentar ab.
„Und da überlegst du noch?! Du liebst Kinder. Denk doch nur mal an Luisa, die liebt dich abgöttisch! Und die vermisst dich auch schon wieder.“ Jokos Finger stoppten, als er mit dem Zettel der Kontaktdaten spielte und musste grinsen. Luisa war die kleine Tochter von Matthis Schwester, mit der Joko auch befreundet war. Sie war zwar erst zwei, aber Joko hatte immer wieder mordsmäßigen Spaß mit ihr und die kleine freute sich immer wieder über die Anwesenheit des älteren. Einmal hatte sie sogar gesagt, sie würde Joko vermissen, obwohl sie diesen erst am Tag zuvor gesehen hatte.


„Du hast ja recht.“
„Ja, hab ich und jetzt ruf da schnell an, ansonsten ist der Job schon vergeben!“
„Alles klar! Danke für deine Hilfe!“
„Kein Problem, bis dann Winterscheidt!“
Somit legte Joko auf und beschloss sofort bei den Heufer-Umlaufs anzurufen.
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