Dragons and Fairies

von Riola
GeschichteRomanze, Familie / P16
16.09.2020
15.10.2020
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16.09.2020 2.578
 
1. Von nackten Kerlen...

Magische Gilden waren schon immer etwas gewesen, was ehrliches Interesse in dir weckte. Sie waren überall, kamen in den verschiedensten Größen und Ausführungen vor, waren manchmal strickt und manchmal familiär und strotzten nur so von den verschiedensten Magie-Arten.

Den Gedanke eventuell einer Gilde beizutreten, hattest du schön öfters, doch wirklich dazu gekommen warst du nie. Es gab immer etwas das dich hinderte, etwas das dich aufhielt. Gilden reizten dich zwar, doch waren sie nun mal nie wirklich auf dem ersten Platz in deiner Prioritäten Liste.

Es gab einfach zu viele Sachen um die dich erst kümmern musstest, zu viele Probleme die du nicht weiterhin mit dir herumtragen wolltest.

So kam es vor das du zwar schön öfters vor den verschiedensten Gilden standest, kurz davor warst beizutreten oder dir sogar Plätze angeboten wurden, doch du dich immer im letzten Moment dagegen entschiedest.

Deine Ausrede war dabei immer das selbe alte 'Ich bin noch nicht bereit'. Eigentlich war es dämlich. Vielleicht war es sogar ein wenig feige. Wärst du in einer Gilde gewesen hättest du dir sicherlich schon so viel erleichtern können, Probleme meiden können und weitaus bessere Erfahrungen sammeln können. Doch du hattest dich nun mal nie dazu überwinden können einer beizutreten.

Jetzt allerdings, nachdem genug Jahre ins Land gezogen waren und das zarte alter von 18 Jahren erreicht hattest, warst du dir ziemlich sicher das es nichts mehr gab das dich aufhielt.

Vor allem nichts mehr von dem du bereit warst dich aufhalten zu lassen.

Fest umklammertest du den Brief in deine Hand.

Du hattest sie niemals vergessen. Das kleine Blonde Mädchen, höchstens ein Jahr junger als du selber, mit dem du eine tiefe Freundschaft teiltest. Es war nicht immer einfach, vor allem wenn man mal bedachte das ihr aus unterschiedlichen Wohlstandklassen kamt, doch irgendwie hattet ihr es geschafft diese Freundschaft aufblühen zu lassen und immerzu in Kontakt zu bleiben. Mal mehr, mal weniger. Manchmal hörtet ihr Monate lang nicht von einander, manchmal waren es mehrere Briefe pro Woche.

Das letzte Jahr war wieder einer dieser Zeiträume in denen der Kontakt rar gesät war und nur wenige Briefe bei dir ankamen, doch in den letzten Wochen hatte sich das rapide geändert. Die Briefe überfluteten dich regelrecht und in jedem einzelnen Brief gab es ein Wort, eine einfacher Name, der dir immer wieder ins Auge stach.

Fairy Tail.

Deine Kindheits Freundin Lucy Hearthfilia war schon immer begeistert was die Gilde Fairy Tail anging. Als ihr noch Kinder wart, hatte sie immer davon erzählt das sie eine starke Stellargeist Magierin werden wollte um dieser Gilde beizutreten. Als ihr älter wurdet steckte sie mit dem Kopf immer tief in Zeitschriften um jeglichen Klatsch und Tratsch bezüglich Fairy Tail mit zubekommen und jetzt?

Jetzt war sie ein Teil dieser Gilde. Ein Teil dieser Familie, wie sie es formulierte.

Sie erzählte von so vielen Sachen, das dir selbst wenn du ihre Briefe mehrmals last, niemals langweilig wurde. Von den ganzen verrückten Gestalten die in dieser Gilde ein und ausgingen, ganz vorne dran ein Kerl mit dem Namen 'Natsu', aber auch von ihren Abenteuern und ihren Gedanken bezüglich alle dem.

Angefangen hatte alles bei einem Kerl der sich als der Salamander ausgab, nur um am Ende vom richtigen Salamander verprügelt zu werden, über eine dunkle Gilde mit dem Namen Eisenwald bis hinzu der Insel Galuna samt dem Demon Deliora.

Wenn man ein normales Menschliches Wesen war, ohne jeglichen Zusammenhang zur Magie, klang das alles einfach nur verrückt. Für dich hingegen war es wahrlich faszinierend. Du freutest dich wirklich für Lucy das sie einen so guten Ort gefunden hatte, den sie als Heimat bezeichnen konnte. Für sie war es besser als dieses dumme Anwesen mit ihrem strikten Vater, in dem sie zuvor ihr da sein fristen musste.

Ja, wenn du dir diese Gilde, Fairy Tail, bildlich vorstellen musstest, passte Lucy da wirklich perfekt hinein.

Dabei wirklich daran gedacht selbst den Schritt zu wagen endlich mal einer Gilde beizutreten, hattest du schon länger nicht mehr. Du hattest dieses Thema erfolgreich verdrängt und vor dir hergeschoben. Erst Lucy erinnerte dich wieder daran was du wirklich wolltest, weckte erneut deine neugier und machte dir bewusst, das eigentlich nichts mehr gab was dich aufzuhalten hatte. Dabei brauchte sie nichts weiter zu tun als dir von ihren Erlebnissen zu erzählen und einen einfachen Satz auf ein Stück Pergament zu schreiben. Ein Satz der so simpel war, so einfach und es dennoch schaffte deine Magie zum brodeln zu bringen.

„Fairy Tail ist ein wundervoller Ort. Ich bin mir ziemlich sicher das du hier auch gut reinpassen würdest. Du solltest beitreten, d/n.“

Hätte sie diese Worte, wenige Monate zuvor an dich gerichtet, so wärst du dir nicht sicher gewesen was du geantwortet hättest. Jetzt jedoch, forderte es dich nur wenige Sekunden um eine Antwort zu finden.

Ein Mitglied von einer Gilde wie Fairy Tail zu sein, klang nämlich gar nicht so schlecht.

Den Brief den du Lucy als Antwort schicktest, beinhaltete lediglich fünf kurze Wörter.

„Ich bin auf dem Weg.“

-*-

„Oh mein Gott, ich kann es nicht fassen das du endlich hier bist!“, entkam es der blondhaarigen Stellargeistmagierin erfreut als sie ihre Arme um dich schloss. „Wir haben uns so lange nicht mehr gesehen, ich hätte dich fast nicht wieder erkannt!“

Du erwidertest ihre Umarmung mit einem leichten lächeln auf den Lippen. „Jup, es ist echt lange hier. Du hast dich kaum verändert.“

„Du glaubst gar nicht wie froh ich darüber bin das du ebenfalls Fairy Tail beitrittst! Ich kann deine Unterstützung bei diesem verrückten Haufen wirklich gebrauchen.“

„Huh, du hattest ja bereits erwähnt das es wild bei euch zugeht.“

„'Wild' ist noch eine Untertreibung. Fairy Tail ist einfach... einfach... mir fällt noch nicht mal eine zutreffende Bezeichnung ein.“


„Ich bin gespannt.“

„Das solltest du auch! Gerade Natsu treibt es immer wieder auf die Spitze. Erst letztens hat er wieder mehrere Häuserreihen komplett zerstört. Gray ist ebenfalls eine Nummer für sich, ich versteh zwar nicht wirklich wie er das anstellt, aber er schafft es immer wieder sich unbewusst komplett auszuziehen und zu strippen. Dann gibt es da noch Erza-“, fing Lucy an von ihren Gildenkameraden zu erzählen und hörte gar nicht mehr auf. Du sogst jede Information die sie dir liefern konnten regelrecht in dich auf und kamst nicht drumherum ein gewisses Maß an vorfreude zu entwickeln.

Erst als ihr eine knappe halbe Stunde später vor dem Gildengebäude zum stehen kamt, unterbrach sie ihren rede Schwall und das, obwohl sie bei weitem noch nicht fertig war.

Dir war ab dem Moment, ab dem das Tor mit voller Wucht auf geschleudert wurde und eine Person kurz hinaus stolperte - nur um im nächsten Moment wieder mit einem Kriegsschrei hineinzustürzen - bewusst das Lucy nicht übertrieben hatte.

Der Anblick der sich dir bot war wirklich... kurios.

Wenn man das ganze kurz und knapp beschreiben musste, wäre die richtige Bezeichnung wohl 'Prügelei'. Jedoch warst du dir ziemlich sicher das das nicht ganz zutraf.

Eine Schlacht um den größten Idioten zu küren, traf es wohl besser.

„Urgh... nicht schon wieder.“, grummelte Lucy neben dir leicht genervt. „Lass uns versuchen um die Idioten herum zu gehen... und nimm dich vor fliegenden Gegenständen in acht.“

Gesagt, getan. Ohne deinen Blick auch nur einmal von der wild gewordenen Meute loszureißen, schrittest du Lucy, die versuchte sich so nah wie möglich an der Wand der Gildenhalle aufzuhalten, um möglichen Komplikationen direkt auszuweichen, hinterher. Dabei musstest du nicht nur einmal einem fliegendem Stuhl oder anderen... undefinierbaren geschossen ausweichen.

War das gerade ein Stück Erdbeerkuchen?

Im Gegensatz zu Lucy, hattest du es sogar unversehrt durch das Krisengebiet geschafft, als an ihr an einem Tresen ankamt. Die Blonde hingegen hielt sich fluchend den Kopf und murmelte nur irgendwas von wegen „Hoffentlich bringt Erza ihn um.“

Das fliegende Buch war ihr nur wenige Sekunden zuvor zum Verhängnis geworden.

„Oh, wenn haben wir den da? Dich hab ich hier zuvor noch nie gesehen.“, sprach euch eine weißhaarige Frau an, die hinter dem Tresen stand und mitten dabei war ein Glas zu polieren. Wenn dich nicht alles täuschte musste es sich hierbei um Mira-Jane handeln. Auch von ihre hatte Lucy erzählt. Eine wunderschöne junge Frau, die an der Bar arbeitete und sich um alles hier kümmerte.

„Hallo. Mein Name ist d/n.“, stelltest du dich, freundlich wie du nun mal warst, vor. Die weißhaarige nickte darauf kurz und schenkte dir ein sanftes lächeln. „Ich bin Mira-Jane. Freut mich dich kennen zu lernen. Kann ich dir irgendwie behilflich sein?“

„Uhm ja, ich würde gern-“, fingst du an, aber stocktest mitten im Satz. Ja was wolltest du eigentlich? Du wolltest dieser Gilde beitreten, ganz klar, aber konntest du das den so einfach? Konntest du einfach so hier herein marschieren als würde dir der Laden gehören und fragen ob du der Gilde beitreten durftest? Oder musstest du irgendwelche Voraussetzungen erfüllen oder gar irgendwelche Tests über dich ergehen lassen?


Seid machtest du dir über so etwas überhaupt so große Gedanken? Du warst nie ein Mensch der sich groß zurückhielt oder schüchtern war und Sorgen über so sinnlose Dinge machtest du dir erst recht nicht. Also warum zögertest du auf einmal?

Lucy die deinen inneren Zwiespalt bemerkte, ließ sich auf einem der Barhocker nieder, ehe sie sich in euer Gespräch einmischte. „D/n und ich sind schon lange Freunde. Ich hab ihr empfohlen auch der Gilde beizutreten.“

„Oh! Ich verstehe, dann ist das sicher auch der Grund warum du hier bist?“

Du nicktest kurz. „Ja genau.“, insgeheim warst du Lucy dafür dankbar das sie sich dazu entschieden hatte einzugreifen. Du wusstest nicht woher deine ganzen Bedenken schon wieder kamen, doch sie waren ganz klar fehl am platz. Für Rückzieher war es zu spät.

Du würdest dieser Gilde beitreten, komme was wolle. Dennoch konntest du einfach nicht leugnen das es dir schwer fiel. Es war ein großer Schritt für dich, aber auch für deine Zukunft und eventuell auch für die Leute um dich herum.

„Oh na dann sollte ich mal schnell den Master holen gehen. Er wird sich sicher freuen ein neues Gesicht hier zu sehen“, meinte Mira und wollte schon hinter dem Tresen hervortreten, wurde jedoch dabei unterbrochen. „Das ist nicht nötig. Ich bin bereits hier.“

Dein Blick viel auf einen kleinen Mann der es sich im Schneidersitz auf dem Tresen gemütlich machte.

Das war also der Master von Fairy Tail? Er war erstaunlich... klein. Doch du wusstest es besser als über die Größe von irgendwelchen Leuten zu urteilen. Meistens hatte die äußerliche Erscheinung eines Menschen nicht wirklich viel über ihre stärke und Magie zu sagen. Ganz im Gegenteil, der erste Blick konnte einen ganz schön täuschen, wenn man unvorsichtig war.

Mal von seiner äußerlichen Erscheinung abgesehen, war dir jedoch im ersten Augenblick klar, dass der Master von Fairy Tail nicht zu unterschätzen war. Deine Magie erlaubte es dir schon immer ein gewisses Gespür für andere Magien zu haben und starke Individuen zu erkennen - und dieser Mann war ganz klar einer von ihnen. Die Magische Energie pulsierte ziemlich stark um ihn herum. Wobei sie das nicht nur bei ihm tat, sondern überall in der ganzen Gilde.

Diese Gilde war ganz klar voll bis oben hin mit starken Leuten.

„Du willst also unserer Gilde beitreten?“, wandte sich der alte Mann an dich.

„Ja, Sir.“

„Mh...“, nachdenklich betrachtete er dich, ließ seinen Blick auf und ab wandern und legte seinen Kopf schief.

Du hattest einen kurzen Moment lang die Befürchtung das er dich ablehnen würde, dir sagen würde du solltest dich wieder ins nächste Loch verziehen, doch konntest im nächsten Augenblick erleichtert aufatmen, als sich ein breites grinsen auf seine Züge schlich. „Na dann, herzlich willkommen in der Familie! Wo willst du deinen Tattoo hin haben und welche Farbe soll es haben?“

… Familie, huh?

Das war erstaunlich einfach. Lucy hatte dir zwar bereits berichtet das es bei Fairy Tail entspannt zu ging, doch überraschen tat es dich trotzdem.

„Ich hätte es gern hier“, du zeigtest kurz auf die Stelle an der du dein Tattoo am liebsten haben würdest. „Und die Farbe... hm, ja. Ich hätte gern (farbe).“

„Gut, das sollte kein Problem darstellen. Halt bitte kurz still“, wies Mira-Jane dich an, die wie aus Zauberhand plötzlich einen Stempel in der Hand hielt. Wo hatte sie den bitte auf einmal her?

„So fertig und jetzt-“, Mira-Jane kam noch gerade so dazu dir den Stempel auf die Haut zu drücken, ehe ein lautest knallen und ein wütender Schrei durch die Gilde hallte. Aus reinem Reflex drehtest du deinen Kopf in Richtung des Lärmes, hörtest das erschrockene „Oh oh, Erza ist wieder am wüten.“, von Lucy nur noch im Hintergrund, ehe auch schon etwas hart mit deinem Körper kollidierte und dich zu Boden riss.

„Urgh...“, entkam es dir und dem Ding das auf die lag gleichzeitig.

Warte mal.

Überrascht schnellten deine Augen wieder auf - die du zuvor beim Aufprall geschlossen hattest - nur um sich überrascht zu weiten. Das was du sahst, verwirrt dich um ehrlich zu sein nicht nur ein bisschen.

Da war Haut.

Nackte Haut.

Langsam liest du deinen Blick an der Gestalt die noch immer auf dir lag herabwandern und nahmst jedes Detail in dich auf. Schwarze Haare, definierte Muskeln, kein Oberteil, keine Hose, keine-

Heilige Scheiße.

Der war ja wirklich komplett nackt.

Leise vor sich hin fluchend richtete der Kerl sich wieder etwas auf, fasste sich an den Kopf und stützte sich mit einem Arm neben deinem Kopf ab. Erst jetzt realisiertest du wirklich, wie nah dieser Typ dir doch war. Sein irritierter Blick traf auf den deinen, ehe auch seine Augen sich überrascht weiteten.

„Wer bist'n du?“

Du blinzeltest kurz, ließt die Frage richtig bei dir ankommen, ehe du - ohne deinen Blick von ihm zu zu lösen - ausriefst. „Lucy?“

„Eh... ja?“, antwortete diese dir zögerlich, während sie die ganze Situation nur ungläubig betrachtete.

„Da liegt n' nackter Kerl auf mir drauf!“
.
.
.
„Woah was? Wo sind meine Klammoten?“

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Nachwort:
Hallo und Herzlich Willkomen bei dieser Geschichte. Ich freue mich darüber jeden zukünftigen Leser begrüßen zu dürfen!
Da ich weiß das die meisten Leute unnötiges Geschwafel vor oder nach einem Kapitel als nervig erachten, versuch ich mich so kurz wie möglich zu halten, auch wenn ich dennoch ein wenig erzählen bzw. erklären möchte.

Also, wo fang ich an? Diese Geschichte ist eine Reader Geschichte, das heißt das ganze wird aus der Du-Perspektive geschrieben - so das wenn möglich jeder sich in die Haut unserer Darstellerin hinein versetzen kann. Es werden öfters mal einige Abkürzungen vorkommen wie z.b 'D/N' = Dein Name, oder halt ähnliches. Meistens sind diese Begriffe im Kontext jedoch selbst erklärend, weswegen ich sie auch erst jetzt und nicht schon am Anfang des Kapitels erwähnt habe - die Tatsache das ich  solch Begriffs Erklärungen am Anfang einer Geschichte hässlich finde trägt da aber auch mit bei. Sollten dennoch Missverständnisse auftreten oder es kommen kompliziertere Abkürzungen vor, werde ich alles kurz erklären.
Des Weiteren ist das hier eine 'x Various' Geschichte. Heißt es gibt im späteren Verlauf mehrere Love-Interessenten und in ferner Zukunft auch mehrere mögliche Enden. Einige von den Charakteren die mit eingebunden werden stehen bereits fest, jedoch noch nicht alle. Wenn ihr irgendjemand spezielles gerne dabei haben wollt,  könnt ihr mir das gerne mitteilen und ich werde diese Person wenn möglich hinzufügen oder wenigstens ein paar Szenen in die Geschichte einbauen.

Zu den aktuellen Interessenten gehören:

- Natsu
- Grey
- Luxus
- Cobra
- Zeref
- Sting
- etc.

Und damit jetzt viel Spaß bei dem ersten Kapitel!
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