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RANGO // OӘͶAЯ - Another outlaw story

von ReScripta
GeschichteAbenteuer, Parodie / P12
Bohnes Vater Böser Bill Jenkins Brüder Klapperschlangen Jake OC (Own Character) Rango
15.09.2020
19.01.2021
43
72.117
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37. Pärchen



„Priscilla?“
Coral schaute in jeden Raum, konnte sie aber nicht finden. Das Aye-Aye befand sich nicht im Erdgeschoss des Rathausgebäudes. Nun versuchte sie es weiter oben und kroch die Stufen hoch, wo sie von dort aus in einen Korridor gelangte. Die Albino-Klapperschlange hielt inne, als sie vertraute Stimmen und Schritte hörte und fühlte.
Ihre Bewegungen wurden schneller und sie erreichte die große Tür. Zögernd lehnte sie ihren Kopf dagegen und lauschte. Tatsächlich es war ihre Stimme und eine andere ältere, die sie auch schon letzte Nacht gehört hatte.
Sie hob ihr Schwanzende mit der Rassel und klopfte gegen die Tür.
„Kommen Sie rein“, meldete die ältere Stimme.
Die Schlange öffnete die Tür und steckte ihren Kopf durch den Spalt. In einem großen Büro-Raum stand eine Schildkröte in einem Rollstuhl mit einem maussausehenden Mädchen, das etwas in den Armen hielt.
„Hey, Coral!“
Priscilla rannte auf sie zu und hielt das fremde Etwas in den Händen zu ihr hoch.
„Das ist August, er kann ohne Wasser viele, viele Monate überleben. Hast du das gewusst?“
„Ich begrüße Sie, Miss“, sagte Bürgermeister John und hob seinen Hut.
Coral nickte zurück.
„Das ist sehr nett“, sagte sie zu Priscilla. „Ähm, aber könntest du ihn jetzt zurücklegen und mit mir kommen? Die zwei Damen sagten, dass sie etwas für dich haben.“
„Muss das jetzt sein?“, fragte das Mädchen enttäuscht.
„Vielleicht kannst du später damit wieder spielen, oder?“
Sie warf Bürgermeister John einen fragenden Blick zu.
„Natürlich kann sie das“, sagte er. „Ich freue mich über jeden Besuch.“
„Du hast es gehört“, sagte sie und zeigte mit dem Kopf Richtung Tür. „Gehen wir.“
Priscilla seufzte, doch dann ging sie rüber zu Bürgermeister John und setzte den Fisch auf seinen Schoss ab. Sie verabschieden sich vom Bürgermeister und verließen den Raum.

„Ach, komm schon“, sagte Kinski und hielt das Glas vor Bills Nase hin. „Nur einen. Du hast bist jetzt noch kein einziges Glas getrunken.“
Das Gila-Monster stieß einen tiefen Seufzer aus.
„Na schön. Aber nur einen.“
Buford beobachtete sie schweigend, während er ein Glas putzte. „Hast du heute dienstfrei?“
Kinski gab ihm einen warnenden Wink mit der Hand, doch Bill bewege schon die Lippen auf diese Frage.
„Mehr als runter geht es gar nicht.“
„Oh, komm schon!“, meinte Kinski aufmunternd und versetzte der Echse einen Seitenstoß. „Wo ist der alte Bill den ich kenne? Ich möchte ihn wiedersehen.“
„Die Zeiten haben sich geändert“, sagte Bill und strich mit seiner langen Echsenkralle über den Tisch.
„Vielleicht sollten wir mal eine kleine Tour durch die Nord-Berge unternehmen“, schlug Kinski vor.
„Du willst doch nur, dass ich eine andere finde.“
Der Hase riss die Hände zum Himmel hoch. „Verdammt, was willst du denn dann machen?“
In diesem Moment öffneten sich die Flügeltüren und eine bekannte Schlange schaute hinein.
„Guten Morgen, Mister Jake“, grüßte Buford. „Einen Drink gefällig?“
Doch Jake schüttelte den Kopf. „Nein danke. Bill, da ist jemand, der dich sprechen möchte.“
Bill schenkte ihm nur einen müden Blick. „Kann das nicht bis morgen warten? Ich bin nicht in der Stimmung mit jemanden zu reden.“
„Das ist jemand, den du ganz bestimmt sprechen willst. Komm schon.“
Ohne abzuwarten packte er sich die Echse und zerrte sie mit sich. Kinski und Chorizo tauchten verwirrte Blicke.

„Wo bringst du mich hin?“, fragte Bill etwas verärgert. „Ist das denn so wichtig?“
„Warte ab und siehe“, war Jakes Antwort und hielt in der Nähe des Geschäftes an, wo er die Echse auf dem Boden absetzte.
„Sag, wo hast du sie das letzte Mal getroffen?“
Bill meinte sich verhört zu haben.
„Ist das der Grund weshalb du mich hierhergeschleppt hast?“
„Beantworte mir einfach nur meine Frage. Wo?“
Die Gila-Echse seufzte laut, doch dann bewegte er sich nach vorne und ging zu einer Seitenstraße, die neben dem Geschäft lag.
„Es war hier“, sagte Bill und deutete hinein. „Genau hier…“
Die Luft zum Atmen für den finalen Teil des Satzes blieb ihm im Halse stecken. Ein Schatten stand in der Gasse. Sie hatte ihm den Rücken zu gewandt, doch ihr langer Zopf war sichtbar.
Jake sage nichts, sondern blicke nur auf die Echse herab, die jetzt wie versteinert dastand.
Plötzlich begann die Stimme einer Frau zu sprechen: „Es war schon so lange her, dass ich so viele Dinge vergessen habe.“
Sie schaute hinter sich in seine Richtung. Auf dem Gesicht der Echsen-Dame zogen sich traurige Züge. Alles war so fremd und doch so vertraut. In der Vergangenheit hatte sie nach ihm in der Gasse gesucht, jetzt war sie es, die im Schatten der kleinen Straße stand.
„Ähm, ich denke“, sie drehte sich zu ihm um und ging auf ihn zu. „Ich denke, das gehört dir.“
Sie hielt ihm das alte leere Bonbonpapier hin.
Bill wusste immer noch nicht was er sagen sollte. Dachte er vielleicht, dass sie nicht echt war? Wie in Trance streckte er seine Hand nach dem Papier aus, aber es war eine mehr automatische Bewegung. Er schien seine Umgebung nicht mehr wahrzunehmen.
Sie senkte ihre Hand, doch noch bevor das Papier seine Handfläche berührte, sprang das Gila-Monster vor und umarmte sie feste mit seinen Armen.
„Mm, du zerdrückst mich“, zischte sie.
Erschrocken lockerte Bill seinen Griff um sie. „Tut mir leid, tut mir leid, ich wollte nur feststellen, ob du keine Fata Morgana bist.“
„Sehe ich denn so aus?“, fragte sie.
„Nein“, hauchte er. Dann lehnte er seinen Kopf näher zu ihrem Hals.
Sie räusperte sich warnend. „Das ist nahe genug.“
„Tut mir leid, tut mir leid“, stotterte Bill.
Im nächsten Moment entspannte er seine Umarmung und ging zwei Schritte von ihr weg.
Sie zuckte zusammen, als sie Tränen in seinen Augen erkannte.
„Stimmt etwas nicht?“, fragte sie besorgt.
Bill beugte seine Arme enger an seinem Körper und biss sich auf die Unterlippe. „Nein, es ist… es ist nur…“
Er konnte es nicht länger aushalten. „Ich dachte, ich würde dich nie mehr wiedersehen!“
Dann vergrub er das Gesicht in den Händen.
Für einen Moment wusste sie nicht was sie sagen sollte. „Äh, und du hast wirklich vorgehabt zu mir zurückzukommen?“
Er senkte seine Hände ein wenig. „Das war mein Plan.“
„Selbst wenn mein Vater dich erschossen hätte?“
Er ließ die Hände komplett runter, seine getrockneten Tränen waren immer noch sichtbar. „Ich wäre vorsichtig gewesen.“
Sie sah ihn fragend an.
„Wir kennen uns doch erst seit ein paar Stunden in all den Jahren. Was motiviert dich zu solchen Dingen?“
„Du bist eine wunderbare Frau.“
„Woher willst du das wissen?“
Er suchte nach einer Antwort. „W-weil du es bist. Du hast diese Aura.“
Skeptisch verschränkte sie die Arme. „Hast du das irgendwo gelesen?“
„Vielleicht, aber besser kann ich es nicht erklären.“
Sie hob die Augenbrauen und strich sich über die Haut.
Meinte er das wirklich ernst?
`Diese Art von Liebe ist eine Illusion,´ hatte ihre Schwester gesagt.
War das eine Illusion?
Sie senkte den Blick. Bill versuchte den Augenkontakt zu behalten, doch sie erlaubte es ihm nicht.
„Wie lange hast du auf mich gewartet?“, fragte sie.
Bill machte einen Schritt auf sie zu. „Bis heute.“
Plötzlich drehte sie ihm den Rücken zu und starrte auf den Boden.
Für eine Weile sagte keiner von beiden ein Wort.
„Ich… ich weiß nicht was ich denken soll.“ Sie rieb sich die Schläfen.
„Was soll das heißen?“, fragte er vorsichtig.
Sie drehte sich wieder zu ihm um. „Das ich nichts weiß. Das ist alles zu viel! Ich brauche mehr Zeit um darüber nachzudenken.“
Bill legte den Kopf schief. „Wie lautet dein Plan?“
„Ich weiß es nicht.“ Sie verschränkte die Arme und sah ihn unsicher an. „Ich kenne dich nicht, aber…“
„Aber was?“ Das Gila-Monster war wie auf Dynamit.
„Aber, vielleicht, könnten wir, vielleicht, nur vielleicht, könnten wir uns näher kennenlernen.“ Sie legte die Hände zusammen und sah ihn schüchtern an. „Vielleicht.“
„Das wäre…!“
„Aber vielleicht auch nicht“, unterbrach sie seine Freude. „Vater wird dagegen sein.“
Sie zuckte zusammen, als seine Hände sich um ihre klammerten.
„Wenn dem so ist, dann lass uns anfangen.“
„Jetzt? Mit was?“ Sie errötete. Noch nie hatte ein Mann sowas mit ihr gemacht.
„Uns kennenlernen.“
„Wie?“
„Gute Frage.“
Sie sachte eine Sekunde nach. „Ähm, könntest du…“ Sie zögerte diese Frage zu stellen. „Vielleicht könntest du mir deinen Namen sagen. Meinen Namen kennst du ja schon.“
„Meinen Namen? Äh, William… aber du kannst mich… Bill nennen.“
Sie gab ihm ein schiefes Lächeln. „Okay, Bill.“
Das Gila-Monster schnappte nach Luft vor Freude. Sie hatte seinen Namen gesagt!
Doch dann rieb sie über die Ärmel ihrer Bluse. „Ähm, und über was willst du mit mir reden?“
„Nun, was ist deine Lieblingsfarbe?“
„Oh.“ Sie errötete erneut. „Das hat mich bis jetzt noch nie jemand gefragt, aber wenn du es wissen willst…“
„Sheriff?“
Die Klapperschlange, die die beiden Echsen aus sicherer Entfernung beobachtet hatte, drehte sich um. Zuerst sah er nur die zwei Saloon-Damen auf sich zukommen.
„Was sagen Sie dazu? Oder mehr, von ihr?“, fragte Fresca und beide traten ein paar Schritte zur Seite.
Die gebeugte Albino-Klapperschlange hob langsam und zurückhaltend ihren Oberkörper.
Jakes Augen weiteren sich etwas. Er sah sie jetzt zum ersten Mal im Sonnenlicht.
Sie trug einen braunen Cowgirl-Hut mit einem hellbraunen Hut-Kranz, ein hellblaues Halstuch lag um ihren Hals, die von einer Blumenbrosche zusammengehalten wurde.
„Und das hier war meine Idee“, sagte Melonee und deutete auf den Klapperschlangen-Schwanz, wo ein kleines Kettchen die Hornringe zierte.
„Und das Parfum ist von mir“, fügte Fresca hinzu.
Die Saloon-Damen beobachten die schweigende Klapperschlange. Er brauchte mehr als ein paar Sekunden bis er sich räusperte. „Es sieht nett aus… Ähm.“
„Ist das alles?“, dachten Melonee und Fresca gleichzeitig.
Doch dies genügte Coral, um sie erröten zu lassen und lehnte ihren Kopf auf einen Teil ihres langen Körpers. „Vielleicht zu viele Sachen.“
„Nette Antwort“, dachte Fresca sarkastisch, doch Melonee nahm sie beiseite.
„Ich denke wir lassen euch jetzt alleine.“
Damit verließen sie das Klapperschlangen-Pärchen, die einander sich anschauten.
„Ähm.“
„Uh…“
„Du bist…“
„Danke.“
„Ich meine… bitte sehr.“
Sie schenkte ihm ein Lächeln. Er wiederum lächelte verschmitzt zurück. Doch dann senkte er den Blick und rief sich seinen Stolz zurück. Er war kurz davor für einen neuen Satz wieder Luft zu holen, als laute Stimmen seine Aufmerksamkeit erregten.
„Sehe ich richtig, oder ist das etwa… bist du das?“
Er drehte sich um.
Melonee und Fresca waren neben der Gasse am Laden zum Stillstand gekommen, wo Reis und Bill immer noch in der kleinen Straße standen. Als die Echsen-Dame sie sah, war sie kurz davor wegzulaufen, doch Bill bekam sie noch am Arm zu fassen.
„Nein, nicht schon wieder“, klagte das Gila-Monster.
Reis riss an ihm herum. „Ich darf nicht hier sein.“
„Sie werden dich schon nicht beißen.“
„Oh ja. Sie ist es.“
Die zwei Saloon-Damen kamen näher. Reis’ Gezerre wurde schwächer, doch ihr Drang zu Flüchten war immer noch da. In der nächsten Sekunde stand die Frau neben ihr und berührte ihren Arm.
„Oh meine Güte! Wie lange ist das schon her?!“, rief Fresca. „Sie sieht aus wie ihre Mutter.“
„Du bist gewachsen“, fügte Melonee hinzu. „Wie ist das möglich dich hier zu sehen?“
„Ist deine Schwester auch hier? Lebt sie noch?“
„Was macht denn dein Vater?“
„Bitte“, unterbrach Bill. „Lasst sie.“
„Ich – ich bin nur gekommen um… einen Blick auf die Stadt zu werfen“, stotterte Reis.
Sie konnte es sich nicht erklären. Normalerweise war sie ein Mädchen das manchmal Feuer war, doch jetzt stand sie da wie ein verlorenes kleines Kind in einem großen Kaufhaus.
Die zwei Damen tauschten Blicke. Dann schwenkten ihre Augen auf Bill.
„Oooh“, schnurrten sie schließlich. „Pärchen im Doppelpack heute.“
Jetzt war es Bill, der etwas röter im Gesicht wurde.
„Würdet ihr uns entschuldigen?“
Damit zog er Reis nach vorne und schob sie auf die Straße.
Doch kaum hatten sie die Straßenseite erreicht, drangen anderen Stimmen auf ihre Ohren.
„Bill? Was machst du da?“
Beide Echsen fuhren herum, als sie in die zwei Gesichter von Kinski und Chorizo starrten.
„Hab ich euch nicht auch auf dem Land meines Vaters gesehen?“, fragte Reis.
„Nein, hast du nicht“, sagte Bill schnell, der dachte es könnte noch zu viel für sie werden.
„Wer ist das?“, hörte Jake Corals Frage hinter sich.
„Das ist eine lange Geschichte“, antwortete die Klapperschlange.
Im nächsten Moment kam Miss Oats die Straße entlangspaziert.
„Was ist denn hier los? Ist das…“
„Es ist Joels Tochter“, rief Fresca.
„Was? Elgin!“
Der Wüstenluchs rannte sofort zu ihr hin. „Was’n los?“
„Es ist Joels Tochter.“
Immer mehr und mehr Leute kamen hinzu und umkreisten sie. Reis wurde innerlich immer kleiner und kleiner. Noch nie hatte sie so viele Leute um sich gesehen und durchlöcherten sie mit Fragen.
„Nein, ich… ich muss gehen.“
Mit schnellen Schritten bahnte sie sich einen Weg durch die Menge und überquerte die Straße, während die Stadtleute mit ihren unbeantworteten Fragen zurückblieben. Eine heftige Diskussion machte unter ihnen die Runde.
Bill folgte ihr schnell.
„Wo willst du hin?“
„Ich hab mich schon viel zu lange hier aufgehalten. Ich muss wieder nach Hause. Oder viele mehr gesagt, nach Hause reiten.“
„Kannst du nicht noch etwas länger bleiben?“
Sie wollte seine Frage abwehren, doch plötzlich hielt sie inne und starrte auf ein Gebäude, das direkt vor ihnen stand. Bill folge ihrem Blick und wusste was sie dachte.
Das Echsen-Mädchen faltete die Hände zusammen und schaute zum metallischen Gebäude auf.
„Nach all der ganzen Zeit hat sich nichts verändert.“
Sie ging etwas näher auf die Bank zu. Es war ihr wie ein Gang in die Vergangenheit.
Bill nahm seinen Hut ab. „Ich erinnere mich noch an diesen Tag. Es tut mir leid.“
„Mir auch“, murmelte sie. „Besonders für meine Schwester. Es war ein großer Schock für sie gewesen. Der Tag ist ihr immer noch ins Gedächtnis eingebrannt. Danach konnte sie es nie ertrage eine Waffe zu sehen. Nur mein Vater und ich verwenden noch Schusswaffen.“
Sie unterbrach sich selber. Sie wollte nicht länger darüber reden.
„Darf ich einen Blick reinwerfen?“, fragte sie.
„Oh, natürlich…“ Bill wollte gerade anklopfen, als er zögerte. „Bist du sicher?“
Sie nickte.
Zuerst klopfte Bill und wollte anschließend die Tür öffnen, aber sie war verschlossen.
Nach zwei Sekunden wurde ein Schlüssel im Schloss herumgedreht und Mister Parsons steckte den Kopf raus.
„Was kann ich für Sie tun?“, fragte er höflich.
„Ähm, wir wollten in die Bank rein“, erklärte Bill, doch der Bankassistent schüttelte den Kopf.
„Tut mir leid. Mister Merrimack kontrolliert gerade die Konten. Niemand darf ihn jetzt dabei stören.“
„Während der Öffnungszeit?“, fragte Reis überrascht. „Es ist noch nicht mal Mittag.“
„Welche Öffnungszeit?“, fragte Mister Parsons zurück. „Die Bank ist fast leer. Finanzarbeiten sind im Moment unmöglich. Wir müssen die letzten Ressourcen einsammeln bis es…“ Er beendete seinen Satz nicht und tat es mit einem Handwinkt ab. „Die Zukunft wird es zeigen. Falls wir noch eine Zukunft haben.“
Damit ließ er die beiden draußen stehen und ging die Straße runter.
„Ist es denn so schlimm?“, fragte sie.
Bill knetete seinen Hut. „Kein Wasser keine Zukunft, sagen die meisten Leute.“
Sie bemerkten nicht mehr wie Jake sich in ihrer Nähe aufhielt und versuchte jedes Wort mitzuhören. Er vergaß Coral komplett, die nur ein paar Meter von ihm entfernt stand und ihn beobachtete. Sie war ihm deswegen nicht böse. Sein Blick war konzentriert. Was wollte er von der Echse? Ob es etwas mit der Dürre zu tun hatte?
„Ich befürchte, dass wir ohne Wasser nicht überleben werden“, fuhr Bill fort.
„OH.“ Sie hielt sich die Hände über die Wangen. „Es tut mir so leid. Ich hatte gedacht, Vater würde nur…“
Sie biss sich auf die Unterlippe.
„Was würde dein Vater?“
Sie wich seinem Blick aus. „Nein, es ist nicht das was du denkst.“
Sie strich sich über ihr Haar. „Es ist nur etwas… es ist zu kompliziert.“
„WAS TREIBST DU DA?!“
Beide fuhren erschrocken zusammen, als die wütende Stimme sie so brutal anbrüllte.
Nicht weit entfernt stand eine Figur auf der Straße. In den Händen hielt sie ein langes Gewehr.
Reis wurde blass. „Vater.“
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