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Alderkralle

von Joahar
Kurzbeschreibung
GeschichteThriller / P12 / Gen
Dr. von Gänseklein Emma Graf Duckula Igor
15.09.2020
01.11.2020
9
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15.09.2020 6.798
 
Pfähle, Sumpf und Feuer



Vladimir stand an Fenster. Er wußte nicht warum, aber ihn richteten sich die Federn auf. Ein sicheres Zeit dass etwas nicht Stimmte. Doch bisher hatte er nichts wahr genommen was auf eine wirkliche Gefahr hinwies. Kein Ballon, kein Zeppelin, nichts…
Er runzelte die Stirn, woher kam dieses Gefühl. Vladimir versuchte sich auf das Gefühl zu konsentieren… sein Blick wurde in Richtung Wald gezogen.
Er überlegte einen Moment. Schließlich verließ er sein Zimmer.

Unten in Speiseraum, saß sein Bruder und kaute an seinen Frühstück. Igor stand dabei und betrachtete die Speiseauswahl seines Herren mit Missfallen.
Als Vladimir eintrat, drehte sich dieser nach ihn herum, seine Miene hellte sich auf. "Guten Morgen Vladimir… darf ich ihnen einen Gläschen guten AB Positiv bringen?"
Vladimir schüttelte den Kopf. "Moin Igor, danke für das Angebot, aber ich habe noch keinen Hunger. Ich denke, ich werde meinen Speiseplan selbst fangen."
"Ratten oder Mäuse?" seufzte Igor.
"Weiss noch nicht, mal sehen was sich ergibt." damit setzte sich Vladimir zu den Grafen hin. Dieser Blickte ihn Missbilligend am. "Würdest du bitte ein solches Gespräch später führen? du siehst du dass ich gerade an Essen bin!"
"Genau davon habe ich doch geredet." Vladimir grinste.
Der Blick des Bruder wurde noch Strafender. "Es gibt Moment, da kann man einfach nicht übersehen was du bist Vladimir!"
"Ach ja? was meinst du woher ich es habe? Sie mal in Spiegel."
"Dann sehe ich nichts."
"Eben!"
Etwas Missmutig widmete sich Graf Duckula wieder seinen Frühstück.
"Endschuldige, ich wollte dich nicht verärgern Fridolin."
Der Graf überlegte und Schluckte den letzten Bissen runter. "Ist schon gut. Ich denke, ich war auch nicht ganz Fair. Ist doch nicht deine Schuld dass du ein Vampir bist."
Vladimir zuckte mit den Schultern. Er hatte dazu eigene Gedanken, beschloss aber, dass es nicht der richtige Moment war darüber zu Reden. Ihn lag was ganz Anders auf der Seele.
"Sag mal Fridolin, was hältst du davon denn wir heute einen schönen Spaziergang machen. Nur du und ich?"
"Ohne Personal? ohne Igor und Emma?"
Vladimir nickte. "Nur die zwei Duckula Brüder. Wir machen einen Spaziergang durch unsere schöne Landschaft. Das Wetter ist angenehm, die Sonne scheint. Da hat rechnet keiner der Dorfbewohner damit, dass wir unterwegs sind."
"Ich weiss einen geheimen Gang, den wir nehmen können. Da bemerkt uns Keiner."
"Perfekt!"

Kaum war Graf Duckula mit seinen Frühstück fertig, stand er auf und verkündete Igor und Emma, dass er und Vladimir nun einen Spaziergang machen würden und erst gegen Mittag zurück kommen würden. Sie sollen sich also keine Gedanken machen.
Igor hielt sie auf. "Fragen sie sich selbst Mylord, ist dies Vernünftig? sollten sie nicht wenigstens einen von uns mitnehmen?"
"Wozu? Igor wir sind erwachsene Enten, wir können gut auf uns Selbst aufpassen."
"Nur sie sind ein Ausgewachsener Erpel Mylord. Vladimir nicht."
Graf Duckula holte tief Luft. "Nun dann ist wenigstens einer von uns Beiden Erwachsen Igor. DAS sollte genügen!"
Der Butler betrachtete den Grafen. Nun er hatte seine Eigenen Gedanken dazu. Nur wie sollte er es angemessen ausdrücken? Sein Herr mag Technisch gesehen der Ältere von Beiden zu sein. Praktisch war er Kindisch, und nicht in der Lage alleine zurecht zu kommen. Dazu war er ausgesprochen Feige. Vladimir, war der jüngere von Beiden und hatte durch sein Leben bewiesen, dass er sich in Notlagen überlegen konnte. Aber er war ein pubertärerer Vampir, der meinte mehr zu Wissen und zu verstehen als ein fast 900 Jahre alter Butler!
Vladimir war ein Dickkopf und Aufmüpfig!
Schließlich seufzte Igor und gab nach. Vladimir würde schon auf den Grafen aufpassen… hoffte er zumindest.


Als die beiden Duckula´s den geheimen Gang verließen, genossen sie es erst einmal ohne ihr Personal zu sein. Also ohne jemanden der meinte sie zu bevormunden oder zu bemuttern zum müssen.
Vladimir sah sich nach allen Seiten um, kniff die Augen zusammen und überlegte.
Eine seltsame Geste welche seinen Bruder gleich auffiel. "Hast du was bestimmtes vor, Vladimir?"
Vladimir öffnete sein gesundes Augen etwas. "Ich? neee… wie kommst du denn da rauf?" er schüttelte sich.
"Ich dachte… ich meinte nur… weil eben…" Graf Duckula stemmte die Hände in die Hüften. "… ich kenne dich nun lang genug um deine Eigenarten zu kennen! und ich finde du hast davon einige!"
Vladimir sah ihn von der Seite her an. "Dito!" erwiderte er. Ging aber nicht weiter auf die Frage seines Bruders ein. Er war nicht immer gut ihn in alles einzuweihen was ihn gerade durch den Kopf ging, deshalb grinste Vladimir nur. "Komm schon lass uns den Tag geniessen!" Damit machschierte er los und winkte seinen Bruder zu ihn zu folgen.
"Und warum, sollen wir gerade in diese Richtung gehen?!" Protestierte Graf Duckula mehr um den Schein zu wahren.
"Warum nicht?"
"Vladimir, DAS ist keine Antwort!"
"Ist eine Gegenfrage denn keine Antwort?" Vladimir lief einfach weiter, sein Bruder hinter ihn her. "und wenn du mit diesem Weg nicht einverstanden bist, warum folgst du mir dann?"
"Weil… weil… weil du eben diesen Weg genommen hast! und ich ein netter Graf bin der seinen jüngeren Bruder folgt! Deswegen!"
"Na dann… danke. Und jetzt folge mir."
Vladimir führte den Grafen direkt in den Wald hinein, kurz vorher blieb der Graf Stehen. "Du willst in den echt Grusligen Gruselwald?"
"In was…?" Vladimir runzelte die Stirn, schüttelte dann den Kopf. "Willst du lieber das Dorf besuchen? und deren Gastfreundschaft genießen?"
Graf Duckula schluckte. Schließlich ging der Vladimir hinterher.
Immer wieder blieb Vladimir und lauschte in sich rein, das Gefühl was er spürte, war nicht wirklich angenehm, aber er spürte, dass es nichts half. ER musste sich dem stellen! Er musste herausfinden was hinter all dem steckte. Und doch versuchte Vladimir sich nichts anmerken zu lassen, er wollte seinen Bruder nicht beunruhigen.
Allerdings kam Vladimir´s Verhalten, den Grafen , dann doch seltsam vor. Immer wieder blieb dieser stehen, und führte ihn durch unwegsames Gelände.
Graf Duckula klopfte ihn auf die Schulter. "Sag mal Vladimir… bist du sicher dass wie den Rückweg finden? ich meine wir sind schon recht weit gegangen… und der Wald ist sehr groß."
Vladimir schnaufte fast verächtlich als er sich zu ihn herum drehte. "Wir sind nicht weit von Schloss, und wir sind Vampire! Wozu haben wir unsere Sinne?"
"Ähm… in allgemeinen zum Jagen." Ärgerlich zerrte der Graf an sein Cape, welches an einen Gebüsch hängen geblieben war. Vladimir half ihn dabei es aus den Gestrüpp los zu bekommen.
"Ich dachte wir haben darüber geredet?" er klopfte den Grafen mahnend auf den Schnabel. "unsere Sinne sind zu viel mehr gut! und meine Sinne sagen mit jetzt das wir diesem Weg nehmen sollten."
"Aber… aber… warum?"
"Wenn man in der Wildnis immer erst nach den "Warum?" fragend würde, wäre man schneller der leckere Imbiss eines Raubtieres, als man überhaupt diese Frage stellen könnte." erwiderte Vladimir trocken.
"Dann gehe ich recht der Annahme, dass es hier mehr ist als nur ein Spaziergang?" es war mehr eine Feststellung als eine Frage.
"Da hast du vollkommen Recht…" Vladimir sah nachdenklich auf. Sie waren in eine Art Schlucht geraten, deren Seiten sich Rechts und Links von ihnen immer mehr verengte.
"Das Gefällt mir nicht." Flüsterte der Graf.
"Mir auch nicht… aber es hilft nichts. Wir müssen weiter gehen!"
"Sollten wir nicht Igor und Emma dazu holen?" das zittern in der Stimme war unüberhörbar.
Vladimir überlegte kurz, schüttelte dann aber den Kopf. "Nein. Das müssen wir Beide ganz alleine Erledigen. Sie wären uns dabei nur im Weg."
Graf Duckula schluckte deutlich auf. "Aber… aber…"
"Was "Aber?" wir sind Vampire! Wir brauchen nicht für alles Leute die uns Beschützen! wäre es so wäre ich sehr jung gestorben."
Graf Duckula seufzte. Gegen dieses Argument konnte er kaum ankommen, außerdem ER war der Ältere von Beiden. Und Blamieren vor Vladimir wollte er sich auch nicht! So strafte er seine Haltung, schritt an den verblüfften Vladimir vorbei um an der Spitze zu laufen. "Gut Vladimir! mir nach!"
Vladimir zuckte mit den Schultern und ging schließlich hinterher.

Die Schlucht wurde immer Enger. Mutig schritt der Graf voran. Bis er einen intensives Zischen von Vladimir hörte. Und von ihn an den Cape zurück gerissen wurde, so dass er der länge nach hinfiel.
Graf Duckula wollte schon losschimpfen, doch Vladimir´s erster Gesichtsausdruck hinderte ihn daran. "Komm ganz langsam auf mich zu…vorsichtig…" flüsterte dieses.
"Aber was?" Graf Duckula drehte sich herum, und sah dass sich ein kleines Loch in Boden Zeigte, wo er eben noch eine Flosse aufsetzten wollte. "Vorsichtig.,, komm…" flüsterte Vladimir ihn wieder zu.
So richtig verstand Graf Duckula immer noch nicht was los war, gehorchte aber den Anweisungen seines Bruders. Als sie wieder zusammen standen, wollte er diesen zur Rede stellen.
"Vladimir was sollte dass?"
Vladimir sah ihn nur kurz in die Augen, antwortete aber nicht, sondern beugte sich herunter um einen größeren Stein aufzuheben, dann warf er diesen mitten auf die Stelle wo Graf Duckula eben noch hingehen wollte. Sofort fiel der Boden zusammen und gab ein großes Loch frei.
Vladimir nach die Hand des Grafen und führte ihn vorsichtig dort hin, damit sie runter blicken konnten.
Augenblicklich fing der Graf an zu zittern und brach in Schweiß aus. Was sich zeigte war mehr als nur ein tiefes Loch, der Boden war übersät von spitzen Holzpflöcken.
"Da versucht doch jemand die Tricks unserer Vorfahren an uns anzuwenden…." murmelte Vladimir leise.
"Wie bitte?" Vladimir sah seinen Bruder an überlegte. "Nichts… vergiss was ich gerade gesagt habe."
"Lass uns zurück gehen…" wimmerte Graf Duckula nun.
"Nein! wir müssen weiter… und gehst vor an!"
"Aber…"
Vladimir seufzte und verdrehte die Augen. Er imitiere den Grafen, wenn dieser Teleportierte. Graf Duckula verstand. "Na gut…"
in nächsten Moment stand dieser an anderen Ende der Kuhle und drehte sich nach Vladimir herum. "Und du?"
Vladimir leckte sich über den Schnabel… ging einige Schritte zurück und holte Anlauf. Graf Duckula hatte das Gefühl, ihn blieb gleich das Herz stehen, als er zusah wie Vladimir über das Lock springen wollte. Ganz knapp erreichten seine Flossen das Ende der Falle… Vladimir drohte hinten rüber zu kippen, und wäre er auch. Wenn Graf Duckula ihn nicht an Kragen gepackt hätte und zu sich gezogen hätte. Vladimir keuchte. "Dass war Knapp!… Danke Bruderherz!"
Beiden sahen sich einen Moment atemlos an.
"Müssen wir wirklich weiter…" wimmerte der Graf schließlich. "… da ist jemand uns nicht wohl gesonnen."
"Willst du etw den gleichen Weg zurück gehen? Ich meine… für dich ist es ja kein Problem… aber für mich?"
Graf Duckula seufzte. "In was hast du uns da nur rein geführt?"
"Ich denke du willst immer Abenteuer erleben?! jetzt hast du eines und es ist dir auch nicht recht."
MIt diesen Worten ging Vladimir einfach an ihn vorbei und weiter.

Der Weg wurde wieder etwas breiter, dafür allerdings Schlammig, und ausgesprochen glitschig, zudem ging es immer steiler Berg ab. Bis Beide schließlich das Gleichgewicht verloren und gradewegs in einen modrigen Sumpf rutschten, welcher sich vor ihnen zeigte. Mit einen schmatzendem Geräusch landeten Beiden in Sumpf und versackten erst einmal in Dreck bis sie sich Beide nach oben kämpften.
Vollkommen von Schlamm überzogen hätte man sie nicht mehr unterscheiden können - wenn Vladimir nicht seine Eckzähne hätte.
"Wunderbar…" zischte Graf Duckula. "… wirklich Wunderbar! Weißt du was Emma mit uns macht wenn wir so nach Hause kommen?"
"Ich denke…" Vladimir keuchte, "… DAS ist unser geringstes Problem." er sah sich um. "wir müssen hier erst einmal wieder raus kommen…"
Das Vorwärts kommen, gelang ihnen nur langsam und äußerst mühselig.
Der Sumpf schien relativ groß zu sein, jedenfalls für die Beiden. In einer Entfernung vor sich sahen sie sehr bald, vor einer Feldwand eine Fremde Person an einen einen Gerät arbeiten, welcher vor sich hin redete.
"Vielleicht sollten wir um Hilfe Rufen?"
"Lieber nicht…"
"Warum nicht? er könnte und vielleicht helfen."
"Ich glaube nicht das jemand, der so versteckt arbeitet und wohlgesonnen ist…" überlegte Vladimir. Wie zur Bestätigung seiner Worte, kam eine zweite Person durch eine Felsspalte dazu, mit einer sehr wohl bekannten Stimme. "Gänseklein!" entfuhr es Graf Duckula.
Vladimir duckte sich tiefer in Schlamm und deutete Graf Duckula an, es ihn gleich zu tun. "Zieh dein Cape aus… es ist zu auffällig." flüsterte er diesem zu. Graf Duckula tat dies, es blieb auf den Schlamm liegen. Bei Beide kämpften sich so lautlos wie es ging weiter zum Ufer vor. Allerdings machten sie jetzt einen großen Linksbogen, um nicht entdeckt zu werden.
Schließlich kamen sie erschöpft. Vladimir deutete seinen Bruder an einen Moment wie ein Schlammiger Stein liegen zu bleiben, und Schmierte noch mehr Dreck auf ihre Schnäbel. "Sie sind zu auffällig…" flüsterte er leise. Vorsichtig krochen sie weiter, um hinter einen Felsen Schutz zu suchen.
Das Gespräch des Fremden und von Gänsekleins zeigte eines mit Gewissheit - sie waren BEIDE Vampirjäger. Und dass es wohl eine Meinungsverschiedenheit unter ihnen gab.

"… Ich brauche kein Vampirometer… ich kann diese Bestien riechen!" knurrte der Fremde. "Bisher habe ich noch jeden von ihnen Riechen können… ihr Geruch ist unverkennbar!" der Fremde schnüffelte in der Luft. "Hier allerdings riecht man nur diesen vermoderten Sumpf! sonst nichts!"
Graf Duckula und Vladimir, schlugen in den Moment die Augen zu, und waren dankbar dafür dass der Sumpf ihnen eine modrigen Geruch verpasst hatte, der eigentlich kaum erträglich für sie war.
"Kennst du den Anderen?" zischte Vladimir seinem Bruder zu.
Vorsichtig guckte Graf Duckula um die Ecke.
Der andere Vampirjäger war hochgewachsen und Schlank, er hatte einen spitzen Schnabel… ein Adler. Er trug einen weiten dunklen Mantel. Seine Stimme war scharf und schneidend.
Graf Duckula wich wieder zurück. Er schüttelte den Kopf. "Ich mag ihn nicht… er ist mir unheimlich."
"Er ist ein Vampirjäger, unser natürlicher Feind. Aber ich gebe zu er ist mir auch unheimlich." wisperte Vladimir zurück.
Der Graf runzelte die Stirn. "Das Ding sieht aus wie eine Laserkanone… ich habe so etwas ähnliches schon in meinen Comic´s gesehen."
"Könnte durch aus so etwas ähnliches sein." betätigte Vladimir.

"… es gibt noch etwas um einen Vampir auszulöschen", erklärte dieser mit einer Stimme, welche Scharf wie ein Messer klang. "Feuer." er klopfte mit diesen Worten zufrieden, auf das Gerät.
"und mein neues "Baby" hier, wird dieses Schloss in Sekunden in eine Brandhölle versetzten!"

Vladimir und Graf Duckula blickten sich erschrocken an und Schluckten. "Deshalb wurde ich hier her geführt…" flüsterte Vladimir.
"Um zu hören, dass wir als Entenbraten enden?" der Graf zitterte an ganzen Leib.
"Nein. Um es zu verhindern!" Mit diesen Worten hielt Vladimir ihn mit einer Hand fest um ihn zu beruhigen.

"…ich verstehe…dann sollten wir es Abends einsetzten." bemerkte Gänseklein während er das Gerät begutachtete.
"Abends! sie machen wohl Scherze! wo die Vampire aufwachen?" der fremde Adler klopfte auf das Gerät. "Nein… Tags über wenn sie schlafen!"
Von Gänseklein rückte sich die Brille zurecht. "Nun tja mein Guter… sie haben ja recht… gewöhnlich… aber in diesen Falle. Sie müssen verstehen… hier ist es anders. Tags über ist das Schloss oft einfach nicht da… es ist einfach weg!"
"Von Gänseklein, sie machen Witze."
"Nun ich wünschte es wäre so!… dieses Schloss hat irgendein Reisemechanismus… und oft ist es eben einfach…weg! Aber wenn die Sonne unter geht, dann…ja DANN kommt es wieder. Und dass immer!"
Der Adler verdrehte die Augen. Er hatte schon davon gehört das dieser Doktor von Gänseklein durchdreht war, man merkte es spätestens dann wenn dieser sich wieder mit seinen Assistenten Heinrich unterhielt. den es nicht gab. Oder nicht mehr gab. Wie auch immer… Außerdem sollte er schon seit Jahrzehnten Vampire jagen, und mit besonderen Eifer die Duckula´s.
Aber ein Reisendes Schloss?!
"Es Nachts aufzustellen, Dr. von Gänseklein, ist viel zu gefährlich! wenn die Vampire es bemerken…"
"Sie schlafen Nachts."
Kopfschütteln. "Sind sie sicher dass sie wirklich von Vampiren reden?"
"Ganz Sicher! Bei denen ist alles… irgendwie… Anders!… ich kann es mir auch nicht erklären…"
"Wir müssen uns sicher sein, dass es wirklich Vampire sind! wenn wir Unschuldige Töten… dann zerstören wir unseren Ruf!"


"Die machen sich nur um ihren Ruf Sorgen…" schnaufte dieses mal Graf Duckula.


"Es sind Vampire. Der eine hat sogar fürchterliche Eckzähne… aber sie sind beides Ungeheuer! Vampire sind Meister in der Täuschung!… DAS sollten sie doch Wissen… sie sind doch auch Vampir-Jäger! Die Duckula´s sind seit Hunderten von Jahren der Schrecken der Bevölkerung."
Der Fremde Vampirjäger nickte. "Das stimmt. Wir müssen den ein Ende machen! und sie überraschen. Aber wann?"
"Also mein Vorschlag wäre… Ganz früh Morgens. Wenn die Monster noch schlafen… Heinrich was meinst du?"


Vladimir spürte wie sein Bruder hinter ihn langsam in Panik geriet, deshalb drehte er sich zu ihn herum. "Es wird uns nichts passieren."
"Du wie willst du es machen? sie wollen uns Rösten, hast du nicht verstanden Vladimir? sie wollen uns Grillen!… an besten wir hauen ab! für immer! Ja das ist es! Das Schloss kommt alleine zurück, ohne uns… und dann brennen sie nur das Leere Schloss ab! Wir…"
Weiter kam er nicht, denn er wurde je von einen Vladimir unterbrochen welcher ein wütendes zischendes Geräusch von sich gab. "Ich habe mehr mal 90 Jahre gebraucht um wieder nach Hause zu kommen… ich lasse mir mein Zuhause jetzt nicht zerstören! Hast du verstanden! ich lasse mir unser Zuhause nicht vernichten!"
"Aber… aber wie willst du es verhindern?"
Vladimir überlegte, da zu diesen seltsamen Gerät hinüber, dann zu den Felsen darüber. Graf Duckula verfolgte seinen Blick. "Willst du einen Felsblock darauf fallen lassen?"
"Nein. DAs würde nichts bringen… dieser Kerl und von Gänseklein würden nur ein Neues bauen. Nein… das ist nicht der Weg. Es darf einfach nicht Funktionieren. Wenn der Kerl dort von Gänseklein die Schuld daran gibt,werden sie sich vielleicht zerstreiten."
"Und woher willst du wissen, dass dieser… "Flammenwerfen" nicht Funktioniert?"
Vladimir blickte seinen Bruder an. "Weil ich dafür sorgen werde!… pass auf Fridolin, du wirst sie ablenken. Sie müssen von diesen Ding weg gehen. Dann renne ich da hin. sehe es mir an und werde einige… Verbesserungenvornehmen."
Graf Duckula nickte eifrig. "Ja… ja… DAS ist gut. Aber… momentmal… ichsoll sie ablenken wie denn?"
"Las dir was einfallen. Du bist doch ein kluger Kopf. Also denke dir was aus?"
"Ich soll den Lockvogel spielen? meinst du dass?"
"Nein. Eigentlich nicht. Dann könnten sie zu schnell dahinter kommen. Sie dürfen keinen von uns Beiden sehen." Vladimirs Blick fiel wieder auf einen oberen Zeit des Felsens.
"Meinst du du kannst dort ein paar Steine in Bewegung setzten, ohne dass sie es merken?"
Graf Duckula blickte in die Richtung in der Vladimir zeigte. "Ich denke schon…"
"Na dann los!"
Hinter ihn war der Graf schon verschwunden, Vladimir beobachtete wie er an der Stelle stand, welche Vladimir ihn gezeigt hatte. Er stieß ein paar Steine ein, welche mit lauten Geräusch hinunterrollten und noch weitere Seite mit rissen. In gleichen Moment war der Graf von dort verschwunden. Vladimir erspähte ihn eine Stelle darüber, wo dieser sich Flach auf den Boden legte und sich nicht bewegte.
"Gut gelernt." murmelte Vladimir vor sich hin. Das Geschehen hatten die Aufmerksamkeit von den Beiden Vampirjägern auf sich gezogen, sie blickten dort hin und gingen dann auch von ihrer Position weg um genauer zu betrachten was passiert ist.
Vladimir rannte los. Er war fast an diesen seltsamen Gerät angekommen, als sich die Vampirjäger auf ihn zu bewegten. Augenblicklich kauerte sich der vollkommen verdreckte Vladimir zusammen, um nicht bemerkt zu werden. Er fühlte das Herz in seiner Brust wild schlagen.
Graf Duckula bemerkte die Wendung in seinen Versteck auch. "Vladimir…nein!" kurz entschlossen setzte er weiter Steine in gang, dann noch welche, damit eine kleine Steinlavine hinunter stürzte.
Es funktionierte. Sie waren abgelenkt.

Vladimir rannte nun zu den Gerät hin, entdeckte eine Abdeckung, welche sich zum Glück leicht öffnen ließ. Ihn zeigte sich ein Gewirr von Kabeln, in alle möglichen Farben. Rot, Blau, Gelb, Grün, Schwarz.
Einen Moment lang bereute es Vladimir dass er von Technik so gar keine Ahnung hatte. Er riss zwei Kabel heraus und verbandverschiedne verschiedne miteinander, indem er die rohen Kabel zusammen verdrehte.
Es blieb ihn nur mehre Hoffnungen, dass man es nicht so schnell bemerkte und dass er das richtige Tat. Schließlich setzte er die Abdeckung vorsichtig wieder drauf. Sie sollten auf keinen Fall sofort etwas bemerken.

Zur gleichen Zeit bemerkte Graf Duckula, einen schmalen Felsspalt, welcher nach unten führte, in der nähe der Stelle wo sie beide gestanden hatten.
In Windeseile rannte Vladimir zu seinen Versteck zurück. In gleichen Moment erschien auf der Graf wieder an dieser Stelle.
"Ich habe da hinten eine kleine Felsspalte entdeckt die nach oben führt," meinte dieser zu Vladimir. "sie ist sehr schmal, aber ich denke du passt da durch. Und dann gehen wir nach Hause."
Vladimir nickte. Sein Bruder führte ihn zu der Felsspalte hin, als Vladimir sah wie schmal sie war, holte er tief Luft und hoffte dass er wirklich den ganzen Weg durch passte.
"Und der Riss geht bis nach oben?" flüsterte Vladimir. "Ja." "Also gut… ganz wohl ich mir dabei mit Fridolin." "Wenn du Angst hast… ich gehe vor." erwiderte Graf Duckula tapfer.
Vladimir schüttelte den Kopf. "Nein, wenn was ist bleiben wir Beide stecken. Ich denke es ist besser, wenn du gleich nach oben verschwindest und dort auf mich wartest. In Notfall kannst du Hilfe holen,"
"Aber…" Vladimir zog eine Augenbraue hoch und sah seinen Bruder herausfordernd an. Graf Duckula gab nach. "Also gut. Wie du meinst."
Damit sah er zu wie Vladimir in der Felsspalte verschwand. Doch so ganz zufrieden war Graf Duckula mit seiner Rolle dabei nicht…

… Vladimir kletterte langsam die Felsspalte hoch. Tatsächlich erwies sie sich als sehr eng, und er hörte immer wieder wie sein Hemd von den Steinen immer weiter zerrissen wurde. Fast verfluchte Vladimir dass er in den letzten Jahrzehnten gewachsen war. Früher hätte er keinen Probleme gehabt dort hoch zu kommen, jetzt war er fast schon zu groß dafür. Er konnte nur hoffen dass er es noch schaffte…

… Graf Duckula sah sich inzwischen in Umkreis um. So wie Von Gänseklein in eine Höhle seine Werkstatt gefunden hatte. Schien es bei diesen Adler auch der Fall zu sein. Denn nicht unweit von hier fand er ebenfalls eine kleine Höhle, oder besser gesagt eine kleine Nische in Felsen, in denen allerhand Gerätschaften lagen. Unter anderen Seile. Eilig warf Graf Duckula sich eines über die Schulter und verschwand wieder. Gerade in richtigen Moment, die beiden Vampirjäger kamen an um die Ecke und unterhielten sich.
Der Adler stutzte. "Ich könnte schwören ich hätte hier drei Seile liegen gehabt…"
"Och, dass passiert mir auch immer wieder. Da legt man etwas ab, dreht sich um, und schwupp, weg ist es." erwidere Von Gänseklein gelassen.



… Vladimir wurde es langsam zu eng. Er blickte hoch und hoffte seinen Bruder irgendwo zu sehen. Tatsächlich erschien dieser auch, doch nicht weit über ihn, sondern direkt hinter der Enge.
"Ich bin hier Vladimir." "Aber du solltest doch!" "Sei Ruhig und pass auf!" zischte Graf Duckula zurück. In nächsten Moment, folg ein Seilstück zu Vladimir hinüber.
"Woher hast du das?" "Frag nicht, sondern binde dich fest! Ich ziehe dich dann hoch!" Vladimir tat wie ihn geraten wurde. Kurz drauf spürte wie jemand ihn hoch zog, dass war natürlich sehr viel einfacher.
Oben angekommen, sah er seinen Bruder stehen. Das Seil hatte dieser an einen Baum befestigt um ihn dann hoch zu ziehen.
Erschöpft sanken die Brüder zusammen. "Las.. uns… jetzt nach Hause… gehen…" keuchte Graf Duckula. "Ich habe dagegen nichts einzuwenden…" erwiderte Vladimir eben so erschöpft.


Tatsächlich war es schon Abends als sie durch den Geheimtunnel wieder ins Schloss ankamen. Igor war der Erste welche seine beiden Herren entdeckte, was kein Wunder war, Igor hielt sich öfters in den Kellerräumen auf. Schon wegen der Folterkammer und seinen Experimenten mit der Schwarzen Magie.
Als er jetzt die Beiden Vampir-Enten vor sich sah, war er Fassungslos. Beide total Verdreckt, mit teilweise zerrissener Kleidung, nur derTatsache das Vladimir Eckzähne hatte, war es zu verdanken dass man Beide unterscheiden konnte.
"Mylord! Junger Herr!" schrie Igor bald auf. "wo waren sie so lang! und in was für einen… unwürdigen Zustand kommen sie zurück!… allerdings… ich muss zugeben… ihre Geruchsnote…"
Igor schloss genießerisch die Augen. "…weckt Wunderbare Erinnerungen!"
"Igor… lass bitte deine Mutter aus den Spiel." bemerkte Graf Duckula. Vladimir blickte ihn fragend an, bekam aber keine Antwort.
"Wir würden und gerne Waschen und etwas zu uns nehmen."
"Gewiss Mylord… gewiss… darf ich mir noch eine Frage erlauben?Wo haben sie ihr Cape gelassen? Ihr unwürdiges Aussehen…"
"Würde mein Cape auch nicht aufbessern. Aber um deine Frage zu beantworten Igor, es liegt in den Sumpf in welchen wir auch gefallen sind. Würdest du bitte jetzt…"
"EMMA!" schrie Igor auf. "ich habe unsere Beiden Herren gefunden! sie sind hier unten in Keller!"
In nächsten Moment krachte die Wand ein, eine völlig Aufgelöste Emma kam herein. Eben war sie noch an Jammern weil ihre "Küken" verschwunden waren. In nächsten Moment schrie sie auf und wurde streng. "Oh ihr beiden Schmutzfinken! wie seht ihr aus?! ungezogene Jungen seit ihr! erst eure arme alte Emma so erschrecken und dann in einen solchen Auftreten erscheinen! euch sollte man den Hintern versohlen! Ihr kommt sofort unter die Dusche und dann ab in die Wanne mit euch!"
Vladimir und Graf Duckula wollten schon den ersten Schritt tun, als sie die Beiden aufhielt. "Oh nein! so geht ihr mir nichts durchs Schloss, ihr werdet alles Schmutzig machen…" mit diesen Worten packte sie den Grafen am Kragen. "Mister Igor, nehmen sie Vladimir! Ich will nicht dass sie mit ihren Schmutzen Patscheflossen den Boden total verdrecken!- und wie ihr Stinkt!"
Mit einen Griff nahm sich Igor Vladimir vor und trug in an Kragen genauso vor sich her, wie Emma den Grafen. Etwas umsichtig bliebt Igor allerdings doch, als Emma vorgehen wollte, rief er sie zurück und meinte dass es besser wäre wenn er vorginge und sie ihn folgte. Sonst wären sie noch in einen schlechteren zustand wenn sie in Badezimmer ankommen würden.

In Badezimmer angekommen, entkleideten sich Vladimir und Graf Duckula erst einmal. Emma hob die Kleidung auf und fing wieder an mit beiden zu Schimpfen. Ihre Sachen seien nicht nur verdreckt und würden erbärmlich Stinken, sie wäre auf zerrissen und sie könne diese nur noch weg werfen. "Wo hast Cape gelassen!" Mit diesen Worten so sie ihren Duckyputz streng an.
"In Sumpf Emma, in Sumpf… das habe ich Igor bereits erklärt."
"Böser böser Junge!" schallt sie ihn. "was spielt ihr auch in einen Sumpf!"
"Wir haben nicht Gespielt," versuchte Vladimir zu erklären. "er mußte das Cape ausziehen um an leben zu bleiben."
"DAS erklärt ihr uns bitte später." knurrte Igor. "Und jetzt erstmal unter die Dusche, damit der größte Schmutz runter kommt."
"Und danach in die Wanne, damit ihr den Gestank los wird!" bestätigte Emma. Igor´s Worte dass er den Geruch eigentlich sehr angenehm fände, ignorierte sie entweder oder überhörte sie einfach.
Kaum dass die beiden Vampir- Enten tropfnass auf der Dusche heraus kamen, packte Emma sie schon und setzte sie in das Badewasser.
In einen so unbekleideten zustand konnte man erkennen, dass die Beiden eine weitere Ähnlichkeit besaßen. Einer war so mager wie der Andere.
Eigentlich hätten Graf Duckula und Vladimir das warme Schaumbad genossen, würde Emma nicht drauf bestehen sie Beide wie kleine Kinder abschrubben zu müssen. Igor stand nur dabei zu grinste.
Er sagte nichts dazu erschien ihn diese doch wie eine gerechte Strafe. Erst als Emma anfing Vladimir´s Schnabel besonders schuppen zu wollen um den Schmutz aus seiner Narbe zu bekommen, war Vladimir doch zu genervt, von der Behandlung und protestierte laut.
Endlich war Emma mit ihren beiden Schützlingen zufrieden und ließ sie los. Igor reichte den Grafen ein Handtuch welches er sich um seine Hüften schwang als er aufstand.
Vladimir sah ihn fragend an. Als Igor ihn auch ein Handtuch reichen wollte, wehrte Vladimir dies ab, statt dessen stand er auf und schüttelte sein Gefieder, so dass das Wasser in alle Himmelsrichtungen folg und ihre Gesinde vollkommen durchnässte. "Ähg!" stöhnte Igor auf. "Ich wünschte sie könnten sich das Abgewöhnen, sie sich eine gewöhnliche Ente zu benehmen!"
"Igor… ich bin eine Ente!"
Wieder bot Igor ihn das Handtuch an, was, zugegebener massen, nun auf Durchnässt war. Wieder werde Vladimir es ab.
"Wie ich schon sagte, ich bin eine Ente! genauer gesagt ein Erpel! bei mir gibt es nichts zu sehen, außer eine Menge Federn!" er warf Graf Duckula einen fragenden Blick zu.
"Ich frage mich warum du dieses Handtuch brauchst? du trägst doch sonst auch keine Hosen?"
"Weil es sich für ein Erpel ihres Standes so gehört." erwiderte Igor bestätigte.
"Mister Igor hat recht. Es ist unschicklich so unbekleidet herum zu laufen!" bestätigte Emma Igor´s Worte,
"Wie ich schon sagte, ich bin ein Erpel und man sieht nichts außer Federn…" Vladimir stöhnte.
Wortlos reichte Graf Duckula Vladimir ein trockenes Handtuch. "Es ist besser, wenn du tust was sie dir sagen. Glaube es mir. Außerdem haben sie recht, es ist unschicklich."
Vladimir stöhnte noch lauter, nahm das Handtuch aber um. "Wenn ihr darauf besteht…" seufzte er.
"Und jetzt"," meinte Igor mit tiefer Bassstimme. "würden sie uns bitte Erklären, was sie den ganzen Tag über getrieben haben?"

Vladimir und der Graf sahen sich an. Dann blickte Vladimir auf Igor. "Nun… herumtreiben würde ich es nicht nennen."
Igor holte tief Luft, es war nur zu offensichtlich dass er etwas einwerfen wollte. Doch die Stimme seines kleinen Herren hielt ihn auf. "Igor, ich habe Hunger und ich denke Vladimir wird es genauso gehen. Schließlich hat er heute noch nichts getrunken. Ich denke unsere Dienerschaft sollte uns erst einmal versorgen, bevor wir gewillt sind deren Fragen zu beantworten. Außerdem… sollte wir uns erst einmal ankleiden."
Dem konnte Igor nicht widersprechen, wenn er sich auch als seinen Herren als Überlegen ansah, war er immer noch sein Diener - und nicht sein Meister.
"Oh ich werde gleich mal unseren kleinen Küken ihr Nachtgewand holen." säuselte Emma entzückt. "Damit die Kleinen sich gleich ausruhen können…"
"Emma… sie sind nicht - ach was soll ´s?" Igor gab es auf.

Kurz darauf wurden die beiden Duckula´s, bekleidet in ihren Nachthemden, in der Küche versorgt. Der eine mit Gemüse, Brot und Kakao, der Andere mit einer Tasse Blut. Graf Duckula hatte sich längst daran gewöhnt, dass sein Bruder öfters bei ihn saß uns seine eigene Nahrung zu sich nahm. Solange er damit nicht kleckerte, bekam man eh davon nicht viel mit.
Igor stand, etwas Missmutig, dabei, der wollte immer noch eine Erklärung haben, warum die Beiden fast den ganzen Tag verschwunden gewesen waren - und einen so unwürdigen Zustand zurück gekommen waren. Kaum hatten die Brüder das Abendmahl beendet, verlangte Igor wieder nach einer Erklärung.

"…also dass war so", begann Graf Duckula. "… wir wollten nur spazieren gehen… und da war dann dieser Graben, voller Pfähle… fast sind wir rein gefallen - aber ich hatte natürlich keine Angst! Vladimir aber meinte wir sollten weiter gehen… weil…" Igor verstand nichts, genauer gesagt, er verstand nur eines, hinter all dem steckte offensichtlich der Junge Herr.
Streng blickte er Vladimir an. "Nun ich muss zugeben die Erklärung des Grafen ist kaum nach vollziehbar. Wie steht es mir ihnen Vladimir Duckula? können es mir genauer erklären?"
Vladimir blickte Igor nur an. "Alles was ich verstanden habe ist, dass hinter all dem SIE stecken." bemerkte Igor.
Vladimir wirkte verlegen, er holte Tief Luft. "Nun… ja… es stimmt schon dass ich…"
"Sie haben also den Grafen und sich in Lebensgefahr gebracht?!" Igor Stimme klang etwas aufgebracht.
"Nun… wenn man es so nennen will - schon. Aber wir sind doch Vampir und ich denke…"
"SIE sind ein Pubertierender Unmündiger! und mit erwiderte gesagt, keiner von ihnen Beiden ist wirklich ein Vampir!"
Graf Duckula und Vladimir blickten Igor überrascht an. Was hatte Igor da gerade gesagt?
Igor räusperte sich. "Vladimir ist ein Bastard-Vampir… und sie Herr Graf sind ein Vegetarier. Sie haben Niemals die wirkliche Kraft und Überlegenheit eines richtigen Vampirs!"
"Mag sein", erwiderte Vladimir "aber wenn wir zusammen halten, dann haben wir die Möglichkeiten einen echten Vampirs. Was ich nicht kann, kann Fridolin und was er nicht kann - kann ich!"
Igor blickte Vladimir mit einen Blick an der alles andere als Freundlich war. Dann sah er zu Emma hinüber. "Emma… Vladimir hat sich und unseren Herren in Lebensgefahr gebracht. Ws meinst du dazu?"
Auch Emma´s Blick war jetzt alles andere als Freundlich. "Ihn sollte man den Hintern versohlen!"
"Ganz Recht Emma, ganz recht …" er gab Emma ein Zeichen. Ehe sich Vladimir groß dagegen wehren konnte, hob Emma ihn hoch und hielt ihn so fest das sein Hinterteil nach außen zeigte.
"Emma überlass das mir!" befahl Igor.
Vladimir versuchte sich aus Emma´s Umklammerung zu befreien, was aber vergeblich war. Schnell stellte sich Graf Duckula zwischen Igor und Emma. "Halt!!! DAS lasse ich nicht zu! hört ihn doch erstmal zu!"
"Wenn sie es befehlen Herr Graf."
"Ja ich befehle es! last Vladimir herunter und hört ihn zu! Emma! Igor! ich dulde keinen Wiederspruch!" Igor war deutlich anzusehen wie schwer es ihn fiel, den Wort seines Herren gefolge zu leisten.
Aber er war immer noch sein Herr. Igor seufzte. "Also Gut Emma, lass Vladimir los. Und dann hören wir uns Vladimir´s Geschichte an…"


… Vladimir erzählte ihnen, alles von Anfang an, von den Seltsamen Gefühl nach Gefahr was er schon an Morgen gehabt hatte, bis zu den Seltsamen "Flammenwerfen" und ihrer Flucht.
Igor sah dabei sehr Nachdenklich aus. "Sie hätten uns mitnehmen sollen. Ich halte es immer noch für Unverantwortlich, dass sie uns nicht mitgenommen haben. Sie hätten dabei Sterben können."
"Sind wir aber nicht Igor! Bitte unterschätze nicht immer unsere Fähigkeiten."
Was sollte Igor darauf erwidern. Dass er seinen Herren als jemand bezeichnen würde, der Überhaupt nicht in der Lage war alleine zu überleben? Wenn es auch die Wahrheit war. So konnte er dies von Vladimir wirklich nicht behaupten… aber Vladimir war ein Bastard, ein Unmündiger der Gefahren offensichtlich Unterschätze.
"Ich hoffe", begann er schließlich "dass diese Geschichte keine Lüge ist."
"Vladimir sagt die Wahrheit. Es war wirklich so und sie mich an Igor, kann dieses Gesicht Lügen?"
Graf Duckula´s Gesicht war wie immer Gutmütig und Freundlich. Igor seufzte. "Da muss ich ihnen leider Recht geben Mylord, sie sind nicht in der Lage zu Lügen. So sehr ich dies auch bedauere."
Dann blickte Igor Vladimir prüfend an. "Von Gänseklein und dieser andere Vampirjäger, wollen also das Schloss in Brand setzten?"
Vladimir nickte nur zur Antwort.
"Haben sie gesagt wann, sie es vor haben?"
"In Morgengrauen."
"Haben sie gesagt an welchen Tag?"
"Nein Igor. Aber ich denke wir sollten jeden Tag damit rechnen."
"Hmmm…" Igor kratze sich an Schnabel. "… es wäre also besser wenn immer jemand von uns wacht. Auch wenn der Junge Herr meint, dass der das Gerät sabotiert hat."
"Wenn sie da sind… kann ich doch das Schloss an einen anderen Ort befördern!" bemerkte Graf Duckula. Eine Idee welche Zustimmung fand.
Auch Beschloss man dass sie abwechselnd Wache halten sollte, Die erste "Schicht" übernahm Igor zusammen mit Emma, danach übernahmen Vladimir mit den Grafen die Wache.
Igor war zwar nicht davon begeistert mit Emma den Dienst zu übernehmen, doch anderseits war er dafür dass die Brüder sich erst einmal von den Tag ausruhen sollten. Bevor sie in der Nacht ihre "Schicht" bis zum Morgen übernehmen sollten. Zudem war es unleugbar das Graf Duckula von allen der Schnellte war und in Sekundenschnelle das Schloss an einen Ort bringen konnte.
Gingen die Duckula Brüder erst einmal schlafen. Allerdings hielt Igor Vladimir noch einmal auf.
"Vladimir, was auch immer war, ihr Handeln war unverantwortlich. Es werden nicht meine letzten Worte dazu sein."
Vladimir verzog das Gesicht. "Das befürchte ich auch Igor."

So hielt das Personal die erste Wache. Doch nichts tat sich. Mitten in der Nacht weckte Igor Vladimir und Graf Duckula auf. So richtig Ruhig hatten diese allerdings nicht schlafen können, so war es ein leichtes diese aufzuwecken. Kurz darauf fanden sie sich an einen Fenster der Schlosses wieder, wo sie an besten den Aufgang zum Schloss überwachen konnten.
Immer wieder witterte Vladimir in die Nacht hinein. Und auch Graf Duckula gab sein bestes um seine Sinne zu schärfen.
Allerdings tat sich nichts, und so hatte Letztere Mühe nicht wieder einzuschlafen.
Immer wenn dies Drohte hielt Vladimir ihn mit einen Gespräch wach.
Mitten drin allerdings, stockte Vladimir in Satz, er blickte den Grafen vielsagend an. "Es ist so weit…" flüsterte er "… ich glaube wir bekommen besuch."
Vorsichtig öffnete Vladimir das Fenster um noch mehr Wahrnehmen zu können. Jetzt merkte Graf Duckula es auch. Konzentriert blickte dieser nach unten. Er hörte sie auch, leise Stimme, sehr leiste Stimmen, Schritte von zwei Leuten die nach oben gingen und offenbar etwas schweres mit sich trugen. "Sie kommen." zischte Graf Duckula.
"Soll ich den Reisemeachnismus in Gang setzten?"
"Jetzt noch nicht, warte einen Moment…" wisperte ihn Vladimir zu. "… sie müssen von den Verschwinden vollkommen überrascht werden."
Unruhig tänzelte Graf Duckula auf einen Fleck hin und her. Vladimir beobachtete ihn kurz, dann nahm seine Hand und versuchte so ihn zu beruhigen.
Schließlich waren die Gegner vor den Schloss angekommen und bauten das Gerät auf, auch sie flüsterten miteinander, nicht wissend das die Beiden Vampire sie genau hörten.
Vladimir hob eine Hand hoch…

…vorsichtig legte die Vampirjäger die ersten Schalter der Feuermaschine um. "Duckula du Monster! heute schlägt dein letztes Stündchen…"
"Seihen sie Ruhig!"1 und genießen sie den Augenblick. Gleich gibt es ein hübsches Feuerchen… brennt Vampire, brennt…"

… Vladimir senkte die Hand. "Jetzt!"
Mit einen Schlag war Graf Duckula verschwunden, in fast Augenblick darauf das gesamte Schloss…

… in gleichen Moment find das Feuergerät an zu Kokeln - um in nächsten Augenblick mit einen lauten Knall in Feuer aufzugehen.
Fassungslos blickten die Vampirjäger auf den verkohlten Rest und auf den leeren Platz wo eben noch das Schloss gestanden hatte.

Graf Duckula jubelte, als er wieder zurück nach Vladimir kam. Sie fielen sich in die Arme. Auch Emma war aufgewacht und drückte Igor an sich, welches von ihrer hemmungslosen Begeisterung , welche einen die Luft raubte, überhaupt nicht angetan war.
"Wo sind wir?" fragte Vladimir schließlich seinen Bruder.
"Mongolische Steppe". Antwortete Graf Duckula. "Oh Gut. Hier sollten wir erst einmal unsere Ruhe haben…" Vladimir gähnte. "Ich schlage vor, wir legen uns jetzt alle noch mal etwas auf Ohr und Schlafen aus."
Dazu gab es keinen Wiederspruch. So kam es dass alle vier Bewohner, erst einmal ausschliefen…
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