Seltsame Vorkommnisse am Fünffarbigem See

GeschichteHumor, Freundschaft / P12
Chloe Chris Kratt Jimmy Martin Kratt OC (Own Character) Stella
14.09.2020
24.09.2020
7
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16.09.2020 1.705
 
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Die Sonne ging bereits hinter dem Talrand unter, als das Team einen Hügel hinauf spazierte. Unter ihnen lag der See, in welchem sich die ersten Sterne spiegelten. Stella blieb kurz stehen und bewunderte die Aussicht: "Wunderschön." "Allerdings.", bestätigte Chris, während er mit seinem WildPad einige Fotos von der Kulisse machte. "Für deine Freundin?", stichelte Martin auf ihn herum. Chris warf ihm einen scharfen Seitenblick zu: "Anstatt dich über mich lustig zu machen, solltest du dir lieber Gedanken darüber machen, was Laura dazu sagen wird, wenn sie erfährt dass Tanya von mir Fotos bekommen hat aber sie keine von dir." Martin machte den Mund auf, um zu protestieren. Machte ihn dann aber zu und holte sogleich sein WildPad hervor, um selbst mehrere Fotos zu schießen. Neben ihm stand Aleu und blickte ihn an, während sie ein kurzes Bellen von sich gab. "Ja, ja. Mach du dich nur lustig über mich. Vergiss nur nicht, dass ich derjenige bin, der darauf achtet, dass wir steht's genug Futter für dich vorrätig haben.", erwiderte Martin trocken. Chloe schüttelte den Kopf: "Also echt. Martin. Du tust manchmal so als würde sie wirklich mit dir sprechen." "Wer sagt dass ich nur so tue?", fragte Martin grinsend, bevor er sein WildPad wieder wegsteckte und, gefolgt von Aleu, summend an den anderen vorbei ging. Die blickten ihm irritiert nach, bis Chloe, Stella und Jimmy ihre Blicke zu Chris wandten. Dieser wiederum konnte nur fragend mit den Achseln zucken.

Schließlich holten die anderen Martin und Aleu wieder ein und Jimmy übernahm die Führung. Ein sehr ungewöhnlicher Anblick. "Also Jimmy? Sag schon. Wo führst du uns eigentlich hin?", fragte Stella neugierig." "Tut mir leid. Aber ich sage nichts. Aber lange müsst ihr euch nicht mehr gedulden, wir sind nämlich fast da.", antwortete Jimmy und zwinkerte ihnen zu. Das Team war ratlos. Aber nichts desto trotz sollten sie bald eine Antwort bekommen. Denn kurze Zeit später merkten sie, wie sie sich einem Haus näherten. Es stand rechts von ihnen am Weg, während links von ihnen der Abhang herunter ging und man auf den See blicken konnte. Es war ein einfaches Haus, mit einer großen Außenterrasse und als die Freunde die vielen Tische und die Leute sahen, welche an diesen saßen, wurde ihnen klar, was dass hier vor ihnen war.

Chloe schmunzelte: "Verstehe. Deshalb wolltest du dass wir hier herkommen. Damit wir in diesem Restaurant essen gehen." "Dass schon. Aber dass hier ist nicht irgendein Restaurant.", antwortete Jimmy und zeigte auf das Schild oberhalb der Eingangstür. Dort stand in bunten Buchstaben geschrieben 'Cinque Colori' "Colori? Dass heißt sicher Farbe, oder? Es wird fast genauso geschrieben wie das spanische Wort: color.", beobachtete Stella. "Ja, da hat Stella recht. Und cinque bedeutet auf italienisch fünf. Also ist der Name übersetzt Fünf Farben-Restaurant.", erklärte Jimmy. Martin verschränkte grinsend die Arme vor seiner Brust: "Also einen passenderen Namen hätte nicht mal ich mir überlegen können." In diesem Moment wurde die Tür geöffnet und ein junger Mann kam heraus. Er hatte kurze schwarze Haare, braune Augen und leicht gebräunte Haut. Außerdem trug er eine Kellneruniform, bestehend aus einem weißen Hemd und einer schwarzen Hose. Als er die Gruppe sah, lächelte er: "Jimmy! Endlich seid ihr da. Es ist so schön, dass du meine Einladung endlich annehmen konntest und natürlich auch, dass du deine Freunde mitgebracht hast." "Hallo, Antonio. Es ist schon Ewig her.", begrüßte Jimmy den Mann und umarmte ihn freundschaftlich.

"Antonio. Dass sind meine Freunde, von denen ich dir erzählt habe. Leute, dass ist Antonio. Wir kennen uns von unserer Zeit bei der Pilotenschule.", stellte Jimmy einander vor. "Oh. Dann bist du also auch Pilot?", fragte Martin. Antonio wiegte den Kopf hin und her: "Na ja, ich habe den Pilotenschein nur gemacht, weil das Fliegen ein Hoppy von mir ist. Jimmy hier hat diese Richtung beruflich eingeschlagen. Eins war sicher, bei den praktischen Übungen hat er uns alle im Kurs alt aussehen lassen." "Wow.", meinte Chris beeindruckt. Jimmy rieb sich verlegen den Nacken: "Ach was. Hättest du mir nicht beim lernen geholfen, hätte ich niemals den theoretischen Teil der Prüfungen bestanden." "Jetzt arbeite ich im dem Restaurant meiner Familie, welches wir nach dem Fünffarbigen See benannt haben.", erzählte Antonio und zeigte mit dem Daumen über seine Schulter aufs Restraurant. Schließlich klatschte er in die Hände und wandte sich an Jimmy: "Also. Ich hoffe du und deine Freunde habt einen großen Appetit mitgebracht." "Da fragst du noch?", freute sich Martin.

Sofort führte Antonio sie zu einem Tisch auf der Außenterrasse, von welchem man einen tollen Blick auf den See hatte. "Diesen Tisch kriegen nur unsere Ehrengäste.", flüsterte Antonio und zwinkerte ihnen zu. Alle fünf Freunde saßen an dem rundem Tisch mit der schneeweißen Tischdecke, während Aleu sich neben Martins Stuhl auf den Boden setzte. Um sie herum waren alle anderen Tische ebenfalls besetzt. Verschiedenste Leute saßen zusammen und redeten, lachten und aßen, während in der Luft ein köstlicher Duft hing. Es dauerte nicht lange, bis sie alle ihr Essen hatten und zudem ein großer Krug Limonade in der Mitte ihres Tisches stand. Es roch köstlich und jeder hatte sich etwas anderes bestellt. Schließlich kam Antonio ein letztes mal und brachte eine Schüssel mit großen Bröcken Rindfleisch mit: "Und zu guter Letzt für unseren pelzigen Gast. Es kommt nicht jeden Tag vor, dass wir einen Hund bei uns erlauben." "Hey, Antonio. Da du gerade bei uns bist. Willst du mit uns zusammen anstoßen, bevor wir mit den Essen anfangen? Ich habe um ein sechstes Glas gebeten.", fragte Jimmy, während Antonio die Schüssel vor Aleu auf den Boden stellte. Man konnte ihr deutlich ansehen, wie ihr beim Anblick des rosa Fleisches das Wasser im Maul zusammen lief, jedoch hielt sie sich zurück, bis die anderen auch anfingen. Antonio richtete sich lächelnd auf: "Na, wenn ihr mich so nett fragt." Jimmy gab seinem alten Freund ein Glas und Chloe nahm den großen Glaskrug und befüllte es mit der Limonade. Die anderen hatten bereits ihre Gläser voll und hoben diese an. Stella sprach mit feierlicher Stimme: "Auf Jimmy. Welcher uns zu diesem tollen Ort geführt hat." "Und auf Antonio, ohne dessen Hilfe wir wohl niemals Jimmy bei uns hätten.", ergänzte Chloe. "Und auf weitere tierische Abenteuer die auf uns warten!", fügte Martin noch hinzu, woraufhin sie alle lachten.

"Cheers!", riefen sie, als sie alle mit einander anstießen und selbst Aleu, auch wenn sie kein Glas hatte, freudig mitbellte.

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"Dass war ein echt tolles Essen.", schwärmte Stella, als sie zwei Stunden später zusammen auf dem Rückweg zur Tortuga waren. Sie hatten sich bei Antonio für das Essen und die Gesellschaft bedankt. Für die Freunde war es natürlich selbstverständlich, neben dem bezahlten Essen, auch ein ordentliches Trinkgeld dazulassen. "Dass kannst du laut sagen. Der Lachs war einfach köstlich.", stimmte Chloe ihr zu, während sie nebeneinander gingen. Da schloss Jimmy zu ihnen auf: "Ja. Aber nichts übertrumpft meine Pizza!" "Sag mal, Jimmy. Warst du schon einmal in einem italienischen Restaurant und hast etwas anderes bestellt als Pizza?", fragte Chloe. Jimmy zuckte mit den Achslen: "Bisher habe ich keins gefunden, welches keine Pizza anbietet."

"Hey, seht euch dass mal an!", rief Chris. Er, Martin und Aleu, waren etwas voraus gegangen und blickten auf den See. Es war mittlerweile komplett dunkel und das einzige Licht was man hatte waren der Mond und die Sterne. Da es heute Nacht windstill war, wurde die Oberfläche des Sees in keinster Weise gekräuselt. Er wirkte wie ein nachtschwarzer Spiegel, in welchem sich Mond und Sterne spiegelten. Als wäre ein Stück vom Nachthimmel auf die Erde gefallen. "Wie romantisch.", seufzten Chloe und Stella gleichzeitig, woraufhin Jimmy nur spielerisch die Augen verdrehte.

"Wisst ihr was? Es ist ewig her, dass ich zuletzt Nachtschwimmen war. Warum geht ihr nicht schon einmal zur Tortuga vor und Aleu und ich kommen dann später nach.", sagte Martin plötzlich und machte Anstalten zum Ufer runter zu laufen. Wurde jedoch von einer Hand, welche nach seinem Arm griff, daran gehindert. Diese Hand gehörte zu Chris: "Du willst doch jetzt nicht ernsthaft schwimmen gehen, oder? Nicht nachdem was du gegessen hast." Martin blickte seinem Bruder irritiert an: "Warum nicht? Und was soll die Aussage. Meine Portion Carbonara war nicht viel größer als euer Essen. Außerdem haben wir alle Nachtisch bestellt." "Dass schon. Aber du hast in meinen Augen viel zu schnell gegessen.", konterte Chris. "Also ich würde nicht in der Nacht schwimmen gehen. Dass ist mir viel zu gruselig.", gestand Jimmy nervös. "So oder so. Heute gibt es kein schwimmen mehr.", meinte Chris und anhand seiner Tonlage konnte man deutlich heraushören, dass er kein Aber dultete.

Er ließ Martins Arm wieder los, woraufhin dieser zerknirscht seine Schultern hängen ließ. So gleich wechselte Chris Stimmung und er legte seinem Bruder einen Arm um die Schultern: "Kopf hoch, Bruder. Der Morgen kommt früh genug. Dann kannst du schwimmen so lange du willst. Außerdem kannst du dabei gleich den Farbwechsel des Sees aus der Nähe beobachten." "Ja. Da hast du wohl recht.", gab sich Martin schließlich mit einem kleinem Lächeln geschlagen.

"Wenn ihr zwei morgen mit dem See beschäftigt seid, werden wir das Dorf erkunden. Hier gibt es sicher ein paar hübsche kleine Läden.", sagte Stella, während ihr Chloe zunickte. "Tut dass. Ich werde am Ufer meinen Liegestuhl aufstellen und es mir gemütlich machen.", meinte Jimmy und schloss bei der Vorstellung mit einem wohligen Lächeln die Augen. "Und Aleu? Was willst du morgen machen?", fragte Martin, während er sie hinter den Ohren kraulte.

Bald kam die Tortuga in Sicht und sie alle machten Pläne für einen entspannten Tag. Doch der Tag welcher auf diese Nacht folgen sollte, würde alles andere als entspannt werden wie man es sich erhoffte.  

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