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You broke me first

von Xcarly
GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P12 / Gen
Charlotte Montrose Gideon de Villiers Gwendolyn Shepherd Leslie Hay OC (Own Character)
14.09.2020
08.04.2021
12
16.612
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27.12.2020 1.556
 
>Familie - ein Ort an dem das Leben beginnt und die Liebe niemals endet<
"Gwendolyn?" Grace Stimme ist nur ein Flüstern und ihre Augen weit aufgerissen. Kalt schaue ich Grace an. Meine eigene Mutter hatte mich im Stich gelassen und auf die Meinung derer vertraut die sie eigentlich selbst immer verabscheut und gemieden hat. Kalt schaue ich Grace entgegen. "Genau die Grace. Live und in Frabe" Die Tatsache das ich Grace nicht mehr mit Mum oder Mutter anrede, scheint ihr einen Hieb zu versetzen, doch ich ignoriere es gekonnt. Auch Grace schenke ich einen Bourbon ein und schiebe ihn auf sie zu. Dankend nickt sie und leert das Glas in einem Zug. Innerlich scheint sie tief durchzuatmen. Genau beobachte ich jede kleine Bewegung um nicht die Kontrolle der Situation verlieren zu können. "Was möchtest du Gwendolyn?" Grace scheint sich etwas gefasst zu haben. "Wie kommst du her? Wir dachten.." Ich unterbeche bevor Grace auch nur einen Satz weiter sprechen kann. "Ich denke es ist besser wenn du oder IHR einfach mir das Denken überlasst" Grace wendet ihren Blick ab und schaut star vor sich auf den Boden. "Was möchtest du Gwen? Warum tust du uns das an? Wir sind glücklich" Ihre Worte bringen mich komplett aus der Fassung und ich schaue entsetzt zu ihr rüber. "Achso Entschuldigung Grace ja, hatte ich ja ganz vergessen, IHR seit glücklich. Tut mir ja voll leid nun, wenn das so ist. Achso ja nein warte, hat es euch etwa interessiert ob ich damals glücklich war? Hat jemals jemand von euch sich dafür interssiert? Wenn ja erinnere mich daran dass ich dem jenigen eine Karte schreibe, aber nein warte, es gab ja niemanden. Was ein Glück. ICH war deine TOCHTER, wieso hast du mir nicht geglaubt? WIESO GRACE?" Am Ende ist meine Stimme unfassbar laut und gleicht einem eigenartigen schreien, ich habe komplett die Komtrolle über meine Stimme und meine Emotionen verloren.  Meine Hände fangen an zu zittern und ich verspanne mich. Ich hatte mir vorgenommen ihnen nicht meine wahren Gefühle zu zeigen, niemals wieder. Kalt schaue ich zu Grace. Meine Stimme ist bedrohlich leise "Warum Grace. ANTWORTE MIR"  Grace zuckt zusammen und schaut weinend zu mir. "Gwend..." Ich ziehe meine Augenbraue nach oben und schaue verachtend zu Grace "Penelope Grace, ich heiße Penelope" Grace schluck schwer und wendet den Blick ab. "Natürlich ja. Penelope du hast gemeinsam mit dem Grafen gearbeitet und hast ein Kind von ihm erwartet, ganz zu schweigen von dem was mit Leslie war. Was hätte ich tun sollen. Deine Schuld war eindeutig." Grace Blick senkt sich und ihr schluchzen ist das einzige, was durch den Raum tönt. >Deine Schuld war eindeutig< Diese Worte wiederholen sich in meinem Kopf. Immer und immer wieder, wie ein Mantra. Ein nicht endendes Mantra. Ich drehe mich zu meiner Fensterfront und schaue hinaus. "Gwen bitte, was ist aus dir geworden. So kenne ich dich nicht. Was hat man mit dir gemacht." Die Worte sind zu viel für mich, egal was mir Bastian alles erklärt hat und Alex mir gelernt hat, meine innere Wunde scheint einfach aufzureißen. Gefährlich langsam drehe ich mich um "Was man mit mir gemacht hat Grace? Du fragst dich, was man mit mir geamcht hat? DU?" Während meine Stimme immer leiser und bedrohlicher wird gehe ich langsam auf meinen versteckten Wandsafe zu. "Ich weiß gar nicht wo man da anfangen soll. Was man mit mir gemacht hat" Aus irgendeinem Grund fange ich an, leise zu lachen. Diese Ironie in ihren Worten. An dem Safe angekommen, öffne ich ihn und nehme die alles entscheidende Akte heraus. Marios Arbeit der vergangenen Jahre. Mit der Akte gehe ich zu Grace. Mit einem Knall lasse ich die Akte vor Grace auf den Tisch fallen. Dabei schaut Grace erschrocken zu mir auf und dann fragend auf den Tisch. "Lies es Grace und dann beantworte mir die Frage was man mit mir gemacht hat. Los Lies" Mein Ton lässt keinen Wiederspruch zu. Grace atmet tief durch und schlägt dann die Akte auf.
Ich mustere Grace genau und lasse sie keine Sekunde aus den Augen. Mit jeder Seite die sie umblättert wird sie blasser und die Tränen mehr. Als sie die letzte Seite liest schluchzt sie laut auf und schaut entsetzt zu mir. "Ist Gideon ihr Vater?" Grace Stimme ist nur ein Hauchen und auf ihr Gesicht tritt ein schmerzvoller Ausdruck. "Ja" Meine Stimme ist wie ein Messer dass die Stille zu schneiden scheint. Grace schaut wieder in die Akte." Oh Gwen.." Ich schaue sie an und sage nichts. Viel zu viel hatte mir diese Familie angetan. Jahrelang wurde ich wie der letzte Idiot behandlet. Mit einem -oh GWen..- ist damit nichts wieder gut gemacht. "Du hast also eine Tochter Gwen?.. Wie.. also wie..wie heißt sie und wo ist sie?" Ich schaue auf Grace und drehe mich dann verachtend mit einem schnauben zu meinem Fenster. "Meine Tochter hat aktuell kein Interesse daran, jemanden von euch kennen zu lernen und ich, welch Ironie sehe dies auch nicht als erforderlich. Meinem Kind geht es sehr gut, aber das ist nicht euer Vedienst sondern lediglich meiner" Ich höre Grace hinter mir schwer schlucken. "Hör zu Gwen, es ist unverzeihlich was wir getan haben, ich..." ruckartig drehe ich mich um "Unverzeihlich Grace? Du hast deine eigene Tochter verraten und mir verflucht nochmal nicht die Chance gegeben mich zu erklären. DU warst nicht für MICH da als ich dich am meisten gebraucht habe und nun möchtest du, dass ich euch einfach verzeihe? Ist dir nur im Grundsatz klar, was ihr angerichtet habt? Hast du nur den Hauch einer Ahnung wie es mir ging? Ihr habt mir unterstellt meine beste Freunin beinahe umgebracht zu haben und Gideon betrogen zu haben, mit einem Menschen den ich mehr als alles andere gehasst habe und zuvor umbringen wollte. Ihr habt mich schwanger und ALLEIN vors Gericht gezogen und dann auf die Straße gesetzt. ALLE GEGEN EINEN. Aber Grace weißt du, vergiss nicht die Verschiegenheitserklärung vom Anfang." Ich hatte Grace genau da, wo ich sie haben wollte. Sie war blind in meine Hände gelaufen und es war tatsächtlich so einfach gewesen. "Weißt du Grace, ihr hättet vielleicht auch einen kleinen Funken Glaube und Vetrauen in mich haben sollen, dann hätte ich das nun auch in euch" Ich gehe auf Grace zu und beuge mich langsam zu ihr runter. "Du wirst niemanden ein Wort hiervon sagen oder ich mache dich dem Boden gleich Grace. Und vergiss nicht, im Falle eines Verstoßes gehen die Bilder an Falk Grace. Glaub mir, mit mir möchtest du keine falschen Spiele mehr spielen, sei also gewarnt" Grace verspannt sich sichtlich und kurzzeitig hört sie auf zu weinen. "Gwen, ich weiß du möchtetst es nicht hören aber es tut mir wirklich leid." Ich wende mich schnaubend ab. "Du hast Recht, ich habe als Mutter versagt und falsch gemacht was man falsch machen kann, aber ich möchte dir helfen. Was auch immer ich tun kann, ich tue es. Nur darf ich einmal meine Enkelin sehen? Bitte Gwen?"Grace Stimme klingt flehend, ihre Augen sind gerötet und angeschwollen und aus irgendeinem Grund empfinde ich plötzlich Mitleid. In meinem Bauch breitet sich eine Wärme aus, die ich lange nicht mehr gespührt habe und immer verdränge. Ich gehe langsam zu meinem Mantel und hole aus meinr Geldbörse ein kleines Bild. Meine Tochter sitzt auf einer Bank und leckt genüsslich an einem Schokoeis, wobei das meiste von dem Eis an ihrem Mund, Fingern und sämtlichen Klamotten hängt. Ich lächle kurz, besinne mich und reiche Grace das Bild. "Behalte es, aber vergiss nicht, kein Wort. Und nun geh bitte" Grace erhebt sich langsam und ich wende mich ab, gehe einige Schritte weg von ihr um einen sicheren Abstand zu bekommen. Bei der Tür dreht sich Grace  nochmal zu mir um und flüstert leise "Es tut mir wirklich so unendlich leid Gwen" Ich schaue sie nur kühl an und sie verlässt mein Büro. Als die Türen zufallen rufe ich sofort nach Alex, welcher die ganze Zeit im Nachbarraum durch eine Kamera und ein Mikrofon alles mitansehen und hören konnte. Sicherheit geht nun mal vor. Wer weiß welche Märchen sich die Montrose sonst noch ausdenken. Ich handle zwar moralisch gesehen nicht unbedingt zusagend aber die Moral vertsößt gegen keine Gesetze, dementsprechend sichere ich mich sicherheitshalber ab. Ein Tipp den mir Bastian vor seinem Tod noch mitgab.
Ich fühle mich unfassbar fertig und müde aber eine Sache muss ich noch erledigen. Als Alex den Raum betritt reiche ich ihm wortlos den Briefumschlag und er verlässt mein Büro wieder. Mein Blick gleitet zu meiner Wanduhr. Auch wenn ich innerlich komplett fertig bin, muss ich durchhalten und die Wand von Penelope aufrecht erhalten. Zügig gehe ich in mein angrenzendes Bad und schaue in den Spiegel. Ich wirke zwar etwas blass, aber sonst erscheint alles so wie es soll. Da Grace mich nicht erkannt hat, werden es die Montrose auch nicht, dafür werde ich sorgen. Seufzend nehme ich die Akte der Montrose von meinem Schreintisch und verlasse mein Büro.
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