Spot the pigeon

GeschichteRomanze, Freundschaft / P16
Akaashi Keiji Bokuto Koutarou OC (Own Character)
13.09.2020
17.10.2020
3
6.455
6
Alle Kapitel
3 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
 
17.10.2020 2.581
 
Hallo meine Lieben!
Ich entschuldige mich dafür, dass es heute leider erst das neue Kapitel gibt. Wie immer, bin ich natürlich zu Beginn der Ferien erstmal krank geworden, daher die Verspätung. Ich hoffe natürlich, dass euch das neue Kapitel gefällt. Über Anregungen, Kritik und Kommentare freue ich mich sehr.
Jetzt wünsche ich aber erstmal viel Freunde beim Lesen! <3

***

Hungry Heart

»Huuunger! Akaashi, muss essen!«
»Dann iss.«
»Ich hab‘ aber nichts mehr.«
»Dann sag deiner Mutter, dass sie dir mehr mitgeben soll.«
»Sie weigert sich. Sie meint, ich fress‘ ihr die letzten Haare vom Kopf.«

›Sie hat vollkommen recht.‹

Sie liefen in Richtung der Bahnstation. Der Club hatte heute mal wieder länger gedauert. Hauptsächlich, weil ihr Herr Kapitän es nicht sein lassen konnte. Und das im wörtlichen Sinn. Während Akaashi und der Rest der Mannschaft schon auf dem letzten Loch pfiffen und sich mehr schlecht als recht auf den Beinen hielten, hämmerte ihre Nummer Vier auf den Ball, als gäbe es keinen Morgen. Drei schier endlose Trainingsspiele mussten sie über sich ergehen lassen, bis auch Bokuto sich zu ihnen auf ihr sterbliches Niveau herabließ und das Training für diesen Freitag beendete. Akaashi würde zwar den Teufel tun und es offen zugeben, aber manchmal beneidete er seinen besten Freund für sein unglaubliches Durchhaltevermögen – zumindest sein physisches.

Obwohl es eigentlich Akaashi war, der sich erschlagen fühlte, war Bokuto das Spiegelbild Akaashis körperlichen Zustands. Kaum hatten sie die Sporthalle der Schule verlassen, fing Bokuto an, schrecklich zu jammern. Das Ass schleppte sich Straße für Straße stöhnend hinter dem Zuspieler her und hielt sich gequält den Bauch. Jeder Schritt ließ ihn die Leere seines Magens spüren. Wie ein Erdbeben zog sich der endlose Weg durch seine Eingeweide und brachte den Koloss an den Rand der Verzweiflung. Stöhnend streckte er seine Hand aus.
»Akaashi… hilf mir, mein BESTER Freund.«
»Selbst, wenn ich noch etwas hätte, heute würdest du nichts mehr von mir bekommen. Du hast mein halbes Bento gegessen.«
»Du hast selbst gesagt, ich dürfte probieren.«
»In welchem Universum bedeutet probieren denn bitte gnadenlos wegfressen?«
Sie schwiegen. Akaashi überlegte schon, ob Bokuto vor lauter Hunger still und heimlich den Löffel abgegeben hatte, da spürte er eine eigentümliche Aura hinter sich aufflackern. Bokuto Kōtarō, Kapitän des Volleyballteams der Fukurōdani Gakuen, eines der fünf Top-Asse der japanischen Oberschulen, sein bester Freund und zeitweise der größte Idiot, den er kannte, schaute gebannt nach vorn und sah aus, als hätte er seinen Messias gefunden. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite flackerte ein Schild in der einsetzenden Dunkelheit auf. Die grünen Lettern der Neonreklame spiegelte sich in den Augen des Jungen und verhieß die Erlösung von der quälenden Lähmung des anhaltenden Hungers. Bokutos Schritte beschleunigten sich und er zog mit seinem Freund gleichauf.

»Essen!«, Sabber sammelte sich im Mundwinkel des Giganten und lief ihm unappetitlich das Kinn runter, »Brauche Geld, Akaashi.« Leicht angeekelt verzog Akaashi sein Gesicht.
»Hast du Pfeife wieder dein Geld am Automaten ausgegeben?«
»Es war unvermeidbar.«
»Von mir bekommst du nichts.«
»Wie kannst du nur so herzlos sein? Hilf einem hungernden Mann.« Bokuto streckte ihm beide Hände entgegen, als wollte er um eine kleine Spende bitten. Doch Akaashi ließ sich nicht erweichen. Seit Monaten sparte er nun schon auf eine Sonderedition seines Lieblingsmangas und endlich kam diese in greifbare Nähe. Er verschränkte seine Arme vor der Brust und wendete den Blick ab. Aus dem Augenwinkel sah er, wie Bokuto enttäuscht seine Arme sinken ließ und sein ansonsten so stacheliges Haar in sich zusammenfiel. Wie ein Häuflein Elend stand sein bester Freund vor ihm.

›Das wird das letzte Mal.‹

Er fing an, in seiner Jackentasche zu kramen und nach seinem Portemonnaie zu suchen, da traf ihn die Erkenntnis wie ein kräftiger Volleyball ins Gesicht. Hinter der Glasscheibe des Konbini sah er das Gorillamädchen und stoppte augenblicklich in seiner Handlung.

›Überspiel es! Er darf nichts merken.‹

Doch es war bereits zu spät. Natürlich hatte Bokuto erkannt, dass er es scheinbar mal wieder geschafft hatte, seinen besten Freund rumzukriegen. Bei Gelegenheit sollte er sich wirklich mal erkenntlich zeigen. Den Kopf zum Setter erhoben folgte er dessen Blick und vergaß mit einem Mal seinen Hunger. Seine Pupillen weiteten sich, als er die junge Kassiererin sah, die gedankenverloren an einem Onigiri herumknabberte. Ihr kurzes braunes Haar hing ihr strubbelig ins Gesicht. Immer wieder strich sie sich dieses hinter ihr rechtes Ohr und genauso häufig löste es sich von dort und fiel ihr erneut vor die Augen. Kurz warf er einen schnellen Blick zur Seite und beobachtete Akaashi, der noch immer apathisch durch die Scheibe starrte, dann wieder zurück zum Mädchen, das es anscheinen inzwischen geschafft hatte, einen Teil ihrer Haare zu futtern, wieder zurück zu seinem besten Freund, zum Mädchen, zum Zuspieler. Man hätte denken können, Bokuto sah einem besonders rasanten Tennisspiel zu und während Akaashi sich bereits wünschte, Bokuto wäre auf dem Weg tatsächlich einfach verhungert, loderte ein Feuer hinter den Augen des Asses auf und er wusste, wie er sich für all das Geld und all das Essen, das er sich jemals von seinem Freund „geliehen“ hatte, bedanken konnte. Ohne zu zögern, griff er nach der Hand seines Vizekapitäns und spazierte nun bester Laune in den kleinen Laden, ein besonders breites Grinsen auf seinen Lippen. Nur widerwillig ließ sich Akaashi hinter dem Riesen herziehen. Verzweifelt versuchte er, den Griff um seine Finger zu lösen, doch hatte er keine Chance gegen die bestialische Stärke Bokutos. Schon standen sie vor der Kasse und beanspruchten Kichis Aufmerksamkeit.


Gerade schien der Abend seinen unübertroffenen Tiefpunkt zu erreichen, an welchem Kichi zum wiederholten Mal ihre Haare vom Sushireis des Onigiris befreien musste, als sie eine Bewegung auf dem kleinen Monitor vor sich wahrnahm, dessen Kamera auf den Eingang des Konbinis gerichtet war. Mit strammen Schritten kamen ihre liebsten Kunden auf sie zu. Eventuell hatte dieser Status etwas damit zu tun, dass sie bis jetzt kaum Kundschaft gehabt hatte, vielleicht aber auch damit, dass diese beiden Muskelprotze sie aus ihrer anfänglichen Lethargie gerissen hatten. Wie sehr hatte sie sich darüber gefreut, als sie den Kleineren mit den schönen schwarzen Haaren bei ihrem Besuch in ihrer zukünftigen Schule gesehen hatte. Das bedeutet dann ja wohl, dass sie bald auf dieselbe Schule gehen würden. Als ihre Gedanken wieder im Hier und Jetzt ankamen, wurde sie beinahe vom Lächeln des größeren Jungen geblendet, als er mit seinem Freund händchenhaltend vor ihr zum Stehen kam. Konzentriert fokussierte sie sein Gesicht und blieb mit ihren Augen an seinen Lippen hängen.
»Guten Abend, wertes Fräulein. Mein Freund hier und ich «, Bokuto zeigte unnötiger Weise zuerst auf Akaashi und dann auf sich selbst, während sich das gequälte Lächeln seines Freundes angesichts des erhöhten Drucks um dessen empfindlichen Finger noch weiter verstärkte, »haben uns gefragt, ob wohl noch welche von diesen köstlichen Onigiri da sind. « Leicht legte Kichi den Kopf zur Seite, was Bokuto als Zeichen auffasste, weiterzusprechen.
»Unsere gemeinsame Liebe für diese hat uns direkt zu dir geführt.  Nicht wahr, Akaashi? Hast du nicht letztens noch von ihr… äh ihnen geschwärmt, hm?« Kritisch bemerkte der Zuspieler, wie seine Finger gefährlich knackten. Seine zweite Hand schloss sich um Bokutos und versuchte verzweifelt, einen Ausweg aus seiner Umklammerung zu finden, während er einfach nur nickte. Gerade war ihm ganz egal, was irgendjemand von ihm dachte, wenn er nur seine Hand wieder freibekam.
Begeistert von dieser kleinen Regung riss Bokuto seine Hände in die Luft und ließ dabei nun endlich Akaashis Hand los. Stattdessen schob er kurz darauf seinen jüngeren Freund vor sich, als wollte er ihn auf irgendeiner Messe zur Schau stellen und dem Meistbietenden verkaufen. Seine Pranken, die gerade noch auf den Schultern des Setters lagen, fanden nun den Weg vor seine Brust, gerade auf die Höhe seines Herzens und verflochten sich dort theatralisch.
»Meinem lieben Akaashi bedeutet das sehr viel. Also die Onigiri, versteht sich.« Während er das sagte, wackelte er unerhört mit seinen Augenbrauen, was ihm wohl einen Schlag eingebracht hätte, hätte Akaashi ihn sehen können.
Stattdessen standen die beiden nun abwartend vor Kichi, die verzweifelt versuchte, sich einen Reim auf diese wirren Gebärden zu machen. Bei ihr war Folgendes deutlich angekommen: „Onigiri“ und „gemeinsame Liebe“. Zusammen mit den wilden Fuchteleien der beiden konnte das nur eins bedeuten:
»Guten Abend! Für so zwei liebevolle Jungen habe ich natürlich noch Onigiri.« Kurz drehte sie sich um und nahm drei Reisklöschen aus der Kühlstation. Vorsichtig verpackte sie diese in einer kleinen Tüte, die anscheinend noch vom Whiteday übriggeblieben war. Mit einem breiten Grinsen drehte sie sich wieder um und überreichte Akaashi den kleinen Papierbeutel, der mit weißen Herzchen geschmückt war.
»Das geht aufs Haus.« Sie verbeugte sich tief vor den Zweien und komplimentierte sie aus dem Laden. Stolz klopfte sie sich innerlich auf die eigene Schulter. Das hatte sie gut hinbekommen.


Draußen standen sich Bokuto und Akaashi gegenüber. Auf dem Gesicht des Älteren erschien ein markerschütterndes Lächeln. Gönnerhaft wuschelte er Akaashi durch das lockige Haar und nahm ihm gleichzeitig die Tüte mit dem Essen ab.
»Sie hat dir eine Herzchentüte gegeben, Akaashi, du alter Charmeur. Jetzt bist du mir aber was schuldig.« Beherzt griff er in die Tüte. »Sie hat uns sogar ein zusätzliches Onigiri gegeben. Ich glaube, die Kleine steht auf dich.«
Genervt sortierte Akaashi seinen dunklen Locken und versuchte, sein Gemüt abzukühlen, bevor sein gerade viel zu dünner Geduldsfaden riss.
»Hey hey! Glaubst du, deine süße Freundin wird uns jetzt immer Essen schenken? Ich meine, dass wäre wirklich … «
»SIE HÄLT UNS FÜR SCHWUL, DU SACK!«
» … fantastisch.«

Ein Mann mit einem regelrechten Stahlhelm auf dem Kopf schaute von der gegenüberliegenden Straßenseite unverhohlen zu ihnen herüber und musterte sie nonchalant. Beschämt verbeugte sich Akaashi vor ihm, einen letzten Blick auf die beiden werfend schulterte er seine Einkäufe und ging weiter seines Weges. Wie in Zeitlupe drehte sich Akaashi zu Bokuto um und war drauf und dran, ihm an die Gurgel zu gehen, da öffnete sich die Schiebetür des Ladens und das Mädchen stand vor ihnen. Verlegen hatte sie ihre rechte Hand an den Hinterkopf gelegt und hielt ihnen eine weitere Tüte entgegen.
»Ich dachte, ihr beiden würdet euch eventuell noch über etwas Süßes freuen.« Völlig erschlagen nahm Akaashi ihr die zweite Tüte ab und warf einen flüchtigen Blick hinein – Erdbeermochi.
»Vielen Dank!« Lächelnd drehte Kichi sich wieder um und kehrte zurück in den Laden.
»Hey Akaashi, hast du gesehen, deine Kleine ist gar nicht so klein. Die ist bestimmt so groß wie Saru. Und süß ist sie auch noch. Ich würde mich ranhalten, wenn ich du wäre.«

›Ignorier ihn. Ignorier ihn einfach. Am Montag hat er sie wieder vergessen.‹



Vollständig mit sich zufrieden lief Bokuto den letzten Weg von der Bahnstation zu seinem Haus. Genüsslich kaute er auf einem der Mochis herum, die ihm Akaashi anstandslos überlassen hatte. So schnell, dass Bokuto kaum gucken konnte, war Akaashi, nachdem sein Mädchen ihnen noch einmal etwas gebracht hatte, Richtung Metro geflüchtet. Bokuto beschwerte sich nicht darüber, dass er nun das gesamte Essen für sich hatte. In Gedanken schon beim Abendessen öffnete er die Tür zum Haus seiner Familie.

»Kōtarō, wo hast du so lange gesteckt? Das Essen wird schon kalt. Komm schnell an den Tisch. Deine Obaasan hat Hunger.«
»Ich komme sofort. Ich bring eben nur meine Sachen weg.« Schnell warf er seine Tasche in sein Zimmer, stopfte sich das letzte Onigiri in den Mund und kam dann ins gemeinsame Ess- und Wohnzimmer, wo seine Mutter, sein Vater und seine Obaasan bereits saßen und ungeduldig auf ihn zu warten schienen, während im Hintergrund der Fernseher düdelte.
»Das wird aber auch langsam Zeit. Das nächste Mal warten wir nicht auf dich«, murmelte sein Vater gedämpft, während er genüsslich auf einem Stück Fleisch herumkaute.
»Ihr habt euch das Warten anscheinend verkürzt.«
»Das würdest du auch, wenn du so einen unzuverlässigen Sohn hättest. Wo treibst du dich immer nur herum? Sag nicht, dass du dir wieder irgendetwas beim Konbini geholt hast. Du verdirbst dir noch den Magen, wenn du weiterhin so viel isst wie dein Vater.«
»Bitte?«, verdutzt hob dieser seinen Blick.
»Du schätzt mich mal wieder völlig falsch ein, Mama. Ich habe Akaashi dabei geholfen, seiner Herzensdame näherzukommen.«
»Akaashi hat eine Freundin?«
»So gut wie.«
»Woher kennen sie sich?«
»Äh… ich glaube, sie sind sich mal beim Einkaufen begegnet.«
»Ah, das ist so schön, wenn sich junge Leute verlieben. Ich erinnere mich noch gut daran, wie ich damals meinem ersten Freund begegnet bin. Es war Liebe auf den ersten Blick. Unsere Augen kreuzten sich während meines ersten Ferienjobs über die Fleischtheke hinweg. Ich fragte ihn, ob es noch etwas mehr sein dürfte und er antwortet mit der schönsten Einladung zu einem gemeinsamen Essen, die sich eine Frau nur wünschen kann.«
»Mama, spinn‘ nicht rum. Du erzählst wieder wirres Zeug. Du hast Papa bei der Hochzeit der Washios kennengelernt.«
»Ich spreche auch nicht von deinem Vater, junge Dame. Und ich verbitte mir diesen abfälligen Ton, wo du doch den Traummann schlechthin gefunden hast.«
»Danke, Mütterchen«, nuschelte Bokutos Vater. Er hatte scheinbar nur mit halben Ohr zugehört, der größte Teil seiner Aufmerksamkeit lag auf dem Fernseher, welcher das Spiel der NEC Blue Rockets gegen die Suntory Sunbirds zeigte. Das Ass der Blue Rockets hatte gerade einen Punkt gemacht, was das Familienoberhaupt dazu veranlasst, sich nun gänzlich dem Flimmerkasten zu widmen.
»Kōtarō, verspricht mir bloß,« sagte seine Mutter eindringlich, während sie sich von ihrem Mann abwandte und ihre Blick eindringlich auf ihren Sohn legte, »dass du gut auf Keiji Acht gibst. Die erste Liebe kann schmerzhaft sein, wenn man nicht gerade MIT SO EINEM GÖTTERGATTEN GESEGNET IST WIE ICH!«
»Ich danke dir, mein Schatz.«

Während Bokuto weiter aß, dachte er darüber nach, dass seine Eltern wirklich Glück gehabt hatten. Obwohl sie sich immer wieder in die Haare bekamen, waren sie doch insgesamt ein sehr zufriedenes Paar. Wahrscheinlich hatte auch er daran seinen Verdienst, denn wie konnte man nicht von Glück verfolgt sein, wenn man einen Sohn wie ihn hatte.
Nach dem Essen schleppte sich Bokuto müde den Flur zu seinem Zimmer entlang. Eventuell hatte er es heute Abend wirklich etwas mit dem Essen übertrieben. An seine Hausaufgaben verschwendete er nur einen kurzen Gedanken. Keine zehn schwarzen Kater konnten ihn jetzt noch dazu bringen, seine Matheaufgaben anzufangen. Stattdessen schmiss er sich auf sein Bett und ließ sich in sein Kissen fallen. Sein Blick richtete sich an die Decke, an der er das Poster einer Frauenbeachvolleyballmannschaft geheftet hatte. Seine eigene Schwere machte ihn noch müder und sein Kopf gab das bewusste Denken nun vollständig auf und ließ ihn friedlich wegdösen.

Er träumte von Akaashi. Dieser stand in einem schwarzen Anzug am Ende eines blumenverzierten Gangs. Seine Obaasan stand seitlich davon hinter einem langen Tisch voller Erdbeermochi, gekleidet in einem wesentlich zu freizügigen Bikini. Er selbst ging an der Hand seines Vaters auf seinen besten Freund zu. Oberhalb des Torbogens saß eine weiße Taube, die das Schauspiel interessiert beobachtete und dabei laut gurrte.

Erschrocken fuhr Bokuto aus dem Schlaf. Das Licht in seinem Zimmer brannte und er trug noch seine Schuluniform. Sich umziehend schwor er sich, beim nächsten Mal keinen Nachschlag zu nehmen. Nachdem er das Licht ausgemacht hatte und wieder im Bett lag, nahm er sein Handy zur Hand und betrachtete das letzte Foto, das er gemacht hatte. Es war etwas verschwommen, aber man konnte erkennen, wer darauf abgebildet war. Er hatte es heimlich gemacht, als das Mädchen mit den Mochis vor den Laden gekommen war. Das Bild zeigte sie, wie sie verlegen lächelte. Kurz überlegte er, ob er es direkt Akaashi schicken sollte, entschied sich aber dagegen. Der richtige Zeitpunkt dafür würde noch kommen. Jetzt musste er erstmal einen Plan entwerfen.
Review schreiben