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Stark

von S-Mimi
GeschichteDrama, Freundschaft / P12
13.09.2020
24.10.2020
10
9.872
3
Alle Kapitel
13 Reviews
Dieses Kapitel
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13.09.2020 998
 
Teil 1

Hand in Hand saßen sie am Ufer und guckten in den Sonnenuntergang. Er lehnte mit dem Rücken an einem Baum und hielt sie in den Armen. Seit einem halben Jahr waren Stephan und Sabrina nun schon zusammen und es fühlte sich einfach perfekt an.
Sie unterhielten sich im Moment nicht, sie genossen einfach das zusammen sein. Mehr brauchten sie im Moment nicht.
Langsam versank die Sonne und wurde nach und nach von der Dunkelheit abgelöst. Dennoch waren es angenehme Temperaturen.
Sabrina gähnte und ließ sich noch mehr in Stephans Arme sinken.
„Bist du müde?“ fragte Stephan ruhig.
„Ein wenig“, gab Sabrina zu, schließlich hatten beide Frühschicht gehabt.
„Dann lass uns Heim fahren“, war auch Stephan müde.
Sie standen auf und gingen Händchen haltend zum Parkplatz. Stephan hielt seiner Freundin die Tür auf, bevor er sich hinter das Steuer saß und den Wagen sicher durch Köln steuerte. Vor seinem Wohnblock parkte er ab, stieg aus und öffnete Sabrina die Tür.
Diese lächelte und schüttelte den Kopf, konnte sie das doch selber, aber Stephan bestand darauf.
Die gingen rauf in die Wohnung und setzten sich noch mit einem Glas Rotwein auf die geräumige Dachterrasse.
„Sabrina?“ fing Stephan an.
„Ja.“
„Was hältst du davon, wenn du zu mir ziehst? Oder wir uns gemeinsam eine Wohnung suchen?“ Stephan hatte schon länger darüber nachgedacht und immer den passenden Moment gesucht, aber irgendwie fand er ihn nie, als tat er es jetzt einfach.
Sabrina guckte Stephan an. „Na ja, ich bin inzwischen eh die meiste Zeit hier. Warum also nicht“.
„War das ein ja?“
„Ja“, war sich Sabrina sicher. Stephan hatte nie raus hängen lassen, dass es seine Wohnung war, hatte sich sogar Teilweise ihren Gewohnheiten angepasst. So hatte er vorher im Wohnzimmer niemals gegessen, doch seid dem Sabrina in seinem Leben war, spielte das keine Rolle mehr. Auch musste nicht mehr täglich gesaugt werden.
Stephan zog Sabrina in seine Arme und küsste sie. „Womit habe ich dich bloß verdient? Ich liebe dich“.
„Ich liebe dich auch. Lass uns ins Bett gehen“.
Stephan brachte die Gläser in die Spüle und Sabrina verschwand im Badezimmer um sich fertig zu machen. Als Sabrina aus dem Bad kam verschwand Stephan in diesem.
Im Schlafzimmer nahm Stephan noch eine Tablette.
„Was ist los Schatz?“ fragte Sabrina.
„Alles gut. Nur ich habe schon den ganzen Tag Kopfschmerzen.“
„Schon wieder? Du hast in letzter Zeit oft Kopfschmerzen“, sorgte sich die Krankenschwester.
„Ich bin einfach Urlaubsreif und im Moment drehen die Leute einfach am Rad“, sah es Stephan locker. Er legte sich und zog Sabrina in seine Arme, hauchte ihr einen Kuss auf die Lippen und wünschte ihr eine gute Nacht.

„Was strahlst du heute so?“ war Paul nicht entgangen, dass sein bester Freund heute ein lächeln auf den Lippen hatte.
„Sie hat ja gesagt“, grinste Stephan.
„Wie? Du hast ihr einen Antrag gemacht?“ blieb Paul bei der Fußstreife stehen.
„Nein. Ich habe sie gefragt, ob sie bei mir einziehen will“.
„Ach so“, Paul setzte seinen Weg fort.
„Für einen Antrag ist es noch zu früh, auch wenn es sich Perfekt anfühlt. Lass uns zurück zum Streifenwagen und dann zur Wache. Wir haben in einer Stunde Feierabend und wir müssen noch Berichte schreiben“, wurde Stephan wieder Dienstlich, man wusste ja nie, wer gerade mithörte.
Sie kehrten zum Streifenwagen zurück, wo Stephan zur Wasserflasche und einer Tablette griff und diese runter spülte.
Paul guckte seinen Freund besorgt an. „Das ist schon die zweite“.
„Ich habe einfach Kopfschmerzen, zu wenig getrunken“, wich Stephan aus.
Paul ließ es so stehen und fuhr zurück zur Wache.
Heute war es erstaunlich ruhig und so kam kein weiterer Einsatz dazwischen, nun hieß es noch Schreibarbeit erledigen und dann ab nach Hause.

„Wann geht es los mit dem Umzug?“ fragte Paul in der Umkleide.
„Darüber haben wir noch nicht gesprochen. Vielleicht nutzen wir den Urlaub dazu“.
„Sag Bescheid, wenn ihr Hilfe braucht. Ich kann mit anpacken“, bot Paul seine Hilfe an.
„Danke, ich werde auf das Angebot zurück kommen“, war Stephan froh, hatte aber mit Pauls Hilfe gerechnet.
Sie plauderten noch etwas und fuhren dann nach Hause.
Sabrina hatte heute frei und hatte sich um die Einkäufe gekümmert.
„Hey, du warst einkaufen“, bemerkte Stephan sofort. „Was bekommst du?“
Sabrina legte ihre Arme um Stephan. „Nichts. Wenn ich jetzt hier ganz Offiziell wohne, werde ich mich auch an den kosten beteiligen. Ich dulde keine Widerrede“.
Stephan guckte sie Skeptisch an. Doch er wusste, dass Sabrina wusste was sie wollte. „Du willst dich nicht aushalten lassen“, seufzte er. „Auch wenn ich so nicht Denke, werde ich es akzeptieren. Es sei denn, du lässt dich auf meine Idee ein“.
„Die wäre?“
„Wir bezahlen mit meinem Gehalt den Lebensunterhalt und dein Gehalt sparen wir“.
„Irgendwann vielleicht mal“, war es Sabrina noch zu früh für so eine Regelung. „Sei mir nicht böse, aber es ist mir noch zu früh“.
„Ok“, konnte Stephan mit Leben. „Ich wollte dich nicht Überfallen, war nur so eine Idee“.
„Keine schlechte“, gab Sabrina zu. „Aber lass uns erst einmal si gucken, wie das zusammen leben funktioniert“.
„Es wird funktionieren“, war sich Stephan sicher.
„Das glaube ich auch. Wollen wir zusammen etwas kochen oder hast du schon was gegessen?“
„Ist schon ein paar Stunden her. Hast du an was bestimmtes gedacht?“
„Vegetarische Pizza. Schneidest du das Gemüse, dann mache ich den Teig?“
Stephan nickte und nahm sich ein Schneidebrett aus der Schublade.

„Sag mal, spricht was dagegen, wenn ich nach und nach meine Sachen hierherbringe?“ fragte Sabrina beim Essen.
„Rein gar nichts. Du kannst deine Wohnung auch schon kündigen“.
„Das habe ich heute schon gemacht und ich habe meinem Vermieter auch gesagt, dass ich die Möbel spenden würde, wenn der neue Mieter sie übernehmen möchte. Du hast ja alles“.
Stephan guckte Sabrina an. „Du willst nichts von deinen Möbeln behalten?“
„Nur die eine Kommode die im Schlafzimmer steht, die ist von meiner Oma. Aber der Rest kann weg. Deine Wohnung ist so schön eingerichtet“.
„Unsere Wohnung“, korrigierte Stephan lächelnd. Er nahm Sabrinas Hand und drückte diese.
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