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Die Spionin

von Trios
GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P18
Alexsandr Kallus Ezra Bridger Garazeb "Zeb" Orrelios Großadmiral Thrawn Hera Syndulla Sabine Wren
13.09.2020
22.11.2020
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11.10.2020 2.875
 
Die Nacht verbrachte sie auf die Bargain Hunter die friedlich auf Atollon stand. Die Luke hielt sie so lange es ging auf, damit sie den leichten Wind des Planeten genießen konnte. Es zerrten schon an den Nerven, über Tage und Wochen nur recycelte Luft einzuatmen.
Mina hatte von ihrem vergangenen Abenteuer genug, und hielt sich schon fast ängstlich von allem was hinausführen konnte fern. Tilda währenddessen hatte ihre Decke vor der geöffneten Luke gelegt und starrte wehmütig in die Dunkelheit hinaus. Maris setzte sich zu ihrem Kind und strich ihr über das blonde Haar.
„Ich bestrafe dich nicht, um dir wehzutun.“
„Ich weiß, Mama.“
Maris schloss ihre Augen. Tilda war noch so jung und zerbrechlich. In einer perfekten Galaxis hätte das Mädchen ein normales Leben verdient. Eine Wohnung, eine Schulklasse und einen Vater. Maris selbst hatte zumindest zwei der drei Dinge in ihrer Kindheit gehabt.
„Deine Mutter die dich geboren hat, wollte das ich dich beschütze. Es war ihr das wichtigste auf der Welt.“
Traurig sah Tilda zu ihr auf. Es gab nie ein unangenehmes Gefühl, wenn sie über Uma sprachen. Es war Maris wichtig gewesen. Uma war tot, sollte aber ein Teil in Tildas Leben sein.
„Bin ich ihr ähnlich?“
Maris lächelte und zog ihr Kind fest an sich.
„Ja, du erinnerst mich jeden Tag an sie.“ Log sie ohne zu zögern.
Sie hatte um Uma einige Lügen gestrickt. Behauptet Tildas Leibliche Mutter sei Tänzerin gewesen und eine enge Freundin von ihr. Noch hatte sie keine Lügen über ihren Vater erzählen müssen. Sollte Tilda aber einmal Fragen, hatte sie auch da schon eine Geschichte zurechtgelegt.
Die Wahrheit würde sie für sich behalten.
Auf Corellia in einem billigen Schließfach lag eine Datenkarte für Tilda, sollte Maris einmal sterben. Auf der hatte sie die wahre Geschichte erzählt. Alles was sie über Tildas Familie zusammengetragen hatte. Die Stadt auf Ryloth, der Name des Bordells. Als sie einmal in der Gegend zurückgekehrt war, hatte sie von einer Twi`lek Frau sogar den Namen von Tildas Vater erfahren…ihre Tochter besaß einen zehn Jahre älteren Halbbruder.
Auch der Weg zu Umas Grab war vermerkt. Anscheinend waren die Frauen, die die Schwangere damals alleine zurückgelassen hatten doch nicht so furchtbar gewesen. Ein Grab zu haben war keine Selbstverständlichkeit.
Maris hoffte, das sie ihrem Kind mit sechzehn all das selbst sagen konnte. Es wäre Feige, wenn all die Lügen erst nach ihrem Tod ans Licht kamen.
Vor neunzehn Jahre war sie selbst belogen worden und konnte es nicht verstehen. Seit Tilda die Wahrheit über ihre Mutter wissen wollte, konnte sie Thrawns Lügen dem Extragalaktischen Flugobjekt betreffend verstehen…auch wenn es sie schockierte, wie viele Menschen er getötet hatte und sie den Grund wissen wollte.
„Ich schließe die Luke gleich. Geh jetzt schlafen, mein Schatz.“
Tilda gehorchte dieses Mal ohne zu diskutieren. Erleichtert seufzte Maris. In der Nacht kam ihr Kind zu ihr ins Bett gekrochen. Maris lächelte als sie Tilda in die Decke wickelte und an sich drückte.
Tilda hatte mehr als das alles hier verdient, aber zumindest konnte sie trotz allem behaupten eine gute Mutter zu sein.

Sie aß zusammen mit Tilda auf dem Schiff ehe sie sich herauswagte. Nach dem holprigen Start auf Atollon, sowohl mit Tracy als auch mit Hera, wollte sie den anderen lieber aus dem Weg gehen. Außerdem schien es vernünftiger ihre eigenen Vorräte anzurühren als die der Basis zu belasten.
Der Tag war noch jung und ein frischer Wind zog über die Steppe. Trotz der Besonderheiten die sie hier gesehen hat, immerhin zwei Jedi und einen Lasat wollte sie diesen Planeten bald wieder verlassen. Die Kritik an ihrer Tochter und ihre Erziehung hatte Maris doch mehr getroffen als sie zugeben wollte. Sie würde heute nach einem genaueren Auftrag Fragen und um Credits bitten. Dann wäre sie wieder im Weltraum und würde für ihre Tochter endlich einmal einen Lehrplan zusammenstellen. Das Kind sollte zumindest bevor es acht Jahre alt wurde Basic lesen und schreiben können.
Ihre Gedanken wurden unterbrochen als sie den Lärm zweier Trainerenden hörte. Als sie realisierte, das dies von der Ghost kam, gewann ihre Neugier die Oberhand.
Vor dem Raumschiff konnte sie Kanan und Ezra trainieren sehen. Wie Geschickt der Blinde reagierte und mit wie viel Elan und Feuer der Padawan konterte. Maris lächelte und dachte an ihre Kindheit zurück. Die Geschichten der Jedis, die Hüter des Friedens, hatten sie schon immer fasziniert.
Ihre Tante hatte gewollt, dass sie ihre gute Schulbildung nutzte um einem wohlhabenden Mann zu finden. Als Teenager jedoch hatte sie von einem Job bei den Jedis geträumt. Die Schiffe zu warten oder als Assistent zur Verfügung zu stehen. Madelaine, ihre Tante hatte ihr ein schlimmes Schicksal vorausgesagt.
„Jedis sind nicht gut zum Heiraten. Mit so viel Faszination wie du sie siehst, wird es böse bei dir enden.“
Am Ende war alles anders gekommen. Sie hatte das korrupte der Republik erkannt und wurde Schmugglerin. Ihre Tante war wenige Monate zuvor gestorben und hat es zum Glück nicht mehr miterleben müssen.
Maris schüttelte still in sich gekehrt den Kopf. Bereut hatte sie diesen Weg nie wirklich, nur war sie auch irgendwie froh, ihrer Tante nicht auf diese Art das Herz gebrochen zu haben.
Die Jedis trainierten eine gute halbe Stunde ehe sie auseinandergingen. Ezra kam grinsend auf sie zu. Mit wie viel stolz er sein Lichtschwert trug.
„Maris, wo ist dann Tilda und die Loth-Katze?“
„Sie haben Hausarrest.“
„Die Katze oder das Kind?“ Wollte er neckend wissen.
„Beide.“
Auch Kanan kam mit einem Lachen zu ihr.
„Ezra liebt Loth-Katzen.“
„Sie erinnern mich an Zuhause.“ Wimmelte der Padawan ab.
Maris genoss es bei den beiden zu sein, beschloss aber zum eigentlichen Zweck ihres Hierseins zu kommen.
„Was denkt ihr, kann ich einfach so ins Commando Gebäude gehen und endlich mal jemand erwischen der mir weiterhelfen kann?“
Ezra zuckte mit den Schultern und warf Kanan einen kurzen Blick zu. Er schwieg kurz, dachte nach.
„Ja, ich denke schon. Hera ist gerade in einer Besprechung dort. Zumindest sind alle zusammen.“
Etwas nervös fuhr sie sich durch das Haar.
„Ich will nicht einfach reinplatzen.“ Sie war noch neu hier auf Atollon und zudem nur eine kleine Schmugglerin. Niemand wichtiges. Niemand der das Recht hatte eine Versammlung zu stören.
Kanan nahm ihr Unwohlsein wahr und wahrscheinlich den Grund dafür.
„Wir begleiten dich. Wahrscheinlich ist Hera schon genervt genug von den endlosen Diskussionen. Wir werden sie unterstützen und gleichzeitig dein Anliegen vortragen.“
Etwas erleichtert nickte sie und folgte den beiden Jedis tiefer ins Zentrum der Basis. Ihr viel auf, das die beiden gar nicht verschwitzt oder außer Atem waren. Womöglich waren jene alten Geschichten die sie einst über die Jedi gehört hatte doch nicht so übertrieben wie gedacht.
„Was wird gerade besprochen?“ Maris wollte nicht völlig ahnungslos bei den Anführern erscheinen.
„Hauptsächlich wie es rund um Lothal weitergeht. Eine Twi`lek ist zudem angekommen und bittet um Unterstützung für Ryloth. Commander Salvin hat sich mit Unterstützung als ernste Bedrohung erwiesen.“
Maris schwieg. Ryloth war ein Pulverfass. Als sie zu Tilda gekommen war, wollte sie nur eine Lieferung abgeben und wurde dann in einem Stunden dauernden Straßenkampf hineingezogen.
Lothal jedoch…
„Ich mag Lothal. Dort habe ich auch mein Haustier gefunden.“
Sie hatte die Felder mit Jogan Früchten geliebt und das Meer genossen. Tilda hatte am Strand geschwommen. Tief in ihrem Herzen war sie auf Corellia Zuhause konnte die Schönheit anderer Planeten jedoch anerkennen.
„Wie ist die Situation dort?“
Ezra sah zerknirscht zu Boden.
„Der Großadmiral hat uns überrascht…“
„Wir haben die neue Herausforderung unterschätzt. Jetzt sind wir vorbereitet.“ Sprach Kanan zu Ende. Unterbrach seinen Schüler regelrecht.
Maris runzelte die Stirn. Bedeuteten die Worte der Jedi, dass irgendein Großadmiral des Imperiums ganz gezielt Jagt auf sie machte? Normalerweise zerpflückten Imperiale offensichtliche Bedrohungen immer mal wieder. Richtig Jagt führte das ISB im Stillen mit deutlich weniger Ressourcen durch als ein Großadmiral. Wenn Kanans Worte so stimmten, war die Gefahr doch größer als Maris eigeschätzt hatte. Gegen ihren Willen erschauderte sie.
Das Gebäude wo die Besprechungen abgehalten wurden, unterschied sich kaum von den anderen Schuppenartigen Gebilden der Basis. Vielleicht war die Tür etwas robuster und mehr Fußspuren im festen Sand zu sehen, als die von den Rädern, Fahrzeuge oder Droiden.
Kanan klopfte deutlich gegen die Tür und trat dann hinein ohne auf eine Antwort zu warten. Ezra schlüpfte nach ihm hinein und Maris folgten den beiden ein Herzschlag später.
Sofort spürte sie die Anspannung die in dem winzigen Besprechungszimmer herrschte. Zwei Männer, Hera und eine ihr Unbekannte Twi`lek befanden sich hier. Das Gespräch verstummte und die Männer als auch Hera schlossen ihre Münder. Nur die andere Frau ließ sich von dem Auftauchenden Fremden nicht unterbrechen. Sie gab einen wirklich atemberaubenden Anblick ab, soviel Wut wie sie ausstrahlte.
„Dieser Inkompetente Idiot Salvin schafft es ganz Ryloth die Daumenschrauben anzulegen. Das können wir nicht dulden. Selbst Cham Syndulla ist ihm unterlegen. Ich will wissen was genau dort gespielt wird.“
Intensive Lila Augen starrten Hera an, die in ihren typischen Piloten Overall die Arme vor der Brust verschränkt hatte.
„Es ist nicht die Schuld meines Vaters, dass das Imperium die Provinzen eingenommen hat.“
Die Fremde hatte ihre Hände in die Hüften gestützt. Sie trug fast schon Kopfgeldtypische Lederkleidung, die jeden Zentimeter ihres Körpers perfekt betonte. Die blaugrüne Haut strahlte als Kontrast sehr viel Sanftheit aus. Maris viel nicht darauf herein. Nichts an dieser Twi`lek war sanft.
„Ich habe nie Persönlich unter Cham gedient. Aber ich weiß um seine Methoden und Ziele. Seit den Klonkriegen kämpft er für die Twi`leks und Ryloth. Seit dem katastrophalen Anschlag auf dem Imperator, hat er nie mehr solche Verluste hinnehmen müssen. Sag mir, was hat sich geändert? Damit wir dieses Problem lösen können.“
So wie sie den Kopf hob, hatte sie ein fast schon Königlichen Ausdruck im Gesicht. Die Fremde würde alles für ihr Volk und ihrem Planeten tun. Sie lechzte nach Blut.
Der jüngere Mann im Raum auch, wenn sein braunes Haar bereits mit grau durchzogen war ergriff das Wort. Kalt war seine Stimme. Die drei Neuankömmlinge schienen von Ausbruch der Twi`lek völlig vergessen.
„Lösen? Sie meinen einen Anschlag.“
Die Fremde zuckte mit den Schultern.
„Es sind nur Imperiale. Wir töten jeden Tag welche. Salvin auf diese Liste zu setzten wäre eine Überlegung um Ryloth zu schützen.“
Neben Maris senkte Ezra unbehaglich den Kopf. Sie hatte ein unbewusstes Gespür was den jungen Jedi beschäftigte. Er dachte an seine Heimat und stimmte den grausamen Worten zu und hatte dabei gleichzeitig ein schlechtes Gewissen.
Hera hob die Hand und wischte die Worte beiseite.
„Wir kämpfen nicht nur für einen einzigen Planeten, Dahna. Außerdem ist Salvin nicht für die veränderten Muster der Angriffe verantwortlich.“
Die Twi`lek, Dahna stütze sich auf den Holotisch ab. Aus dem Winkel konnte man gut auf ihre Brüste schauen. Sie wusste es auszuspielen, warum auch immer. Alle Augen beobachteten sie, nur waren die Männer zu kontrolliert um darauf anzuspringen. Kurz verkrampften sich ihre Finger an der Kante des Tisches.
„Wer ist dann verantwortlich?“
Heras Augen wurden mit einem Mal so kalt wie die von Dahna.
„Großadmiral Thrawn.“
Alle Luft wich aus Maris Lungen und die Ränder ihres Blickfeldes begannen zu verschwimmen. Bestimmt hatte sie sich verhört.
„Noch nie von ihm gehört.“ Schnaubte Dahna.
„Oh, das wirst du noch. Wenn dir dein Leben etwas wert ist, dann vergiss ihm als Anschlagsziel.“
Dahna warf Hera einen vernichtenden Blick zu.
„Du bist nicht wie dein Vater. Ihr werdet Ryloth nicht helfen. Ich werde Wege finden, du Verräterin.“
Mit diesen Worten entfernte sie sich vom Holotisch und stolzierte hinaus. Sie ignorierte Kanan und Ezra dabei. Maris jedoch betrachtete sie mit einer hochgezogenen Augenbraue. War es so offensichtlich, dass sie schockiert war?
„Maris?“ Leise hörte sie Ezras Stimme neben sich. Er zögerte und ergriff dann ihre Hand.
Sie hatte sich nur verhört. Thrawn konnte kein Teil des Imperiums sein.
Sie atmete tief durch und nickte angespannt. Der Padawan blieb dennoch wachsam.
„Jedi, was führt euch in diese Besprechung?“
Der zweite Mann hatte nun gesprochen. Er war noch älter als der andere. Sein Haar war nicht nur leicht grau, sondern komplett weiß. Der Bart buschig und die Augen von einem kühlen blau. Jeder der um den Holotisch versammelt war strahlte Autorität und Opferbereitschaft aus. Einzig Ezra und sie schienen noch einen Funken Leichtigkeit in ihren Herzen zu tragen.
Der Jedi grinste wissend.
„Ich habe gespürt, dass Hera angespannt ist.“
Die Twi`lek verdrehte die Augen. Ihre Mundwinkel hoben sich aber ein klein wenig. Diese Jedi Karte auszuspielen konnte sehr praktisch sein.
Kanan drehte sich zu Maris um und schien erst jetzt ihr Ungleichgewicht zu bemerken. Er stutzt ignorierte es dann aber.
„Und Maris Ferasi hat einige Fragen zukünftigen Lieferungen betreffend.“
Maris nickte und zog ihre Hand von den jungen Jedi zurück.
Die Männer nickten ihr respektvoll zu.
„Commander Jun Sato.“ Stellte sich der jüngere vor.
„Jan Dodonna.“ Fügte der weißhaarige hinzu.
Maris zwang sich dazu ruhig zu werden und sich zu konzentrieren. Sie musste ihr Anliegen professionell hervorbringen. Als sie es tat nickte Jun Santo nachlässig.
„Credits können wir für Vorräte und Werkzeug erübrigen. Aber es wäre auf Dauer besser hinter anderen Quellen her zu sein.“
Maris verschränkte die Arme.
„Ich kann mit Dieben Geschäfte machen und sogar zusammenarbeiten. Aber selbst zu stehlen, dafür habe ich kein Talent.“
Sie war Schmugglerin. Ihr ganzes Erwachsenenleben. Sie wusste wo es gewisse Dinge gab, kannte sich mit der Qualität und Preisen aus. Maris wusste wo das Imperium öfter Kontrollen machte. Außerdem kannte sie an die zehn Cantinas die ein guter Punkt für Informationen war.
Es gab Millionen wie sie. Sie war durchschnittlich gut. Es gab bessere Schmuggler als sie aber auch schlechtere. Und sie war der Rebellion loyal. Das war hier ihr Pluspunkt. Die meisten anderen Schmuggler dachten nur an ihr Profit.
„Es gibt hier einige die es ausgleichen.“
Maris nahm das Angebot in ein Team zusammenzuarbeiten kommentarlos an. Es kam für sie nicht in Frage. Tilda und sie waren alleine. Das war besser so und auch sicherer.
Als sie und Ezra rausgehen sollten, da weitere Gespräche nicht für ihre Ohren bestimmt waren zögerte Maris. Sie war unruhig und spürte ein Kribbeln auf der Haut. Ein Zeichen für drohende Gefahr.
Wenn sie sich nicht verhört hatte…
„Ihr habt über einen Großadmiral gesprochen?“
Die beiden Männer wirkten mit einem Mal verschlossen. Hera zog ihre schmale Augenbraue hoch. Die Wachsamkeit die diese Frau ihr gegenüber an den Tag legte hatte nicht nachgelassen.
Maris konnte es niemanden verübeln. Es war ungewöhnlich das sich kleine Schmuggler wie sie nach einer so wichtigen Persönlichkeit erkundigten. Niemand wollte ihr etwas sagen, das spürte sie sofort. Es sollte nur etwas weniger unhöflich verpackt werden.
Der Padawan jedoch sah anscheinend keinen Anlass Maris mit ihrer Frage im Dunkeln zu lassen.
„Großadmiral Thrawn. Blaue Haut, rote Augen, furchteinflößende Stimme.“ Ezra verzog das Gesicht.
„Kam praktisch aus dem Nichts und macht uns jetzt das Leben schwer.“
„Ezra!“ Kanan hatte die Stimme erhoben. Auch der Rest sah ihm scharf an. Der Junge jedoch zuckte mit den Schultern.
„Was denn! Wir sind doch alle Rebellen.“
Hera kam auf ihm zu. Anspannung in ihren Augen.
„Ja, aber über einen neuen gefährlichen Feind zu sprechen ist etwas anderes als offensichtliche Informationen. Wir wissen selbst kaum etwas über ihm.“
Ezra fühlte noch immer keine Schuld. Er suchte nach Maris Blick um Hilfe zu bekommen und erstarrte.
„Maris?“
Nun drehten sich auch alle anderen zu ihr. Sie hatte sich in einer Ecke zurückgezogen. Die Haut war leichenblass und die Augen weit aufgerissen. Schock verzehrte ihre sanften Gesichtszüge.
Hera reagierte zuerst. Mit schnellen Schritten war sie an Maris Seite.
„Atmen! Ruhig durchatmen!“
Die Stirn legte sich in Falten und ihre Augen schlossen sich. Es war der Schock, nichts weiter. Vielleicht auch ein Hauch von Angst und Gefühlen die sie nicht hinterfragen wollte.
Maris nickte nach einigen Sekunden. Sie hatte sich wieder im Griff. Im Stillen verfluchte sie ihre Reaktion. Wäre sie in einen vollen Raum mit mehr Menschen gewesen, hätte sie sich unauffälliger zurückziehen können. Abtauchen zwischen den anderen. So jedoch… sie konnte das Gefühl bedroht zu werden nicht abschütteln. Seit Thrawns Name gefallen war, hatte sich etwas in dieser kleinen Versammlung verändert. Und jetzt nach ihrer Reaktion, war sie im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit des Ganzen.
Es war schrecklich…
Ezra sah hilfesuchend zu Kanan. Dieser räusperte sich unbehaglich.
„Sie kennen den Großadmiral?“
Hera warf Kanan einen warnenden Blick zu. Anscheinend nicht sicher ob Maris noch einmal in einen Zustand wie gerade eben verfiel.
Maris jedoch hatte sich wieder unter Kontrolle. Strich sich das braune Haar zurück und versuchte neutral auszusehen. Niemanden konnte sie damit täuschen.
„Das ist sehr lange her.“ Murmelte sie abweisend.

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Anmerkung:
Die Twi`lek Dahna kommt im Buch „Inferno Squad“ vor und ist nach der Zerstörung von Jedha eine der sogenannten Träumer. Also Anhänger von Saw Gerreras Erbe. Ich habe sie ausgewählt, weil sie eine Twi`lek ist und so ein Nachvollziehbares Motiv in dieser Geschichte hat. Außerdem gibt es bis auf zwei kurze Sätze nicht viel was über ihre Vergangenheit bekannt ist, darum kann ich ganz gut mit ihr arbeiten.
Der Anschlag auf den Imperator kam im Buch „Sith Lords“ vor.
Das nächste Kapitel wird in der Vergangenheit spielen, damit auch nicht Buchleser von „Die Kundschafter“ den Kern von Maris Verbindung zu Thrawn (und was ich da hinein Interpretiere;) verstehen. Es wird in der Geschichte verteilt eine Hand voll dieser Kapitel geben, die ich mit „Damals“ kennzeichnen werde.

Danke fürs Lesen:)
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