Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

Neue Stadt - Neues Glück

von Seredhiel
Kurzbeschreibung
GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P18 / Het
Chiaki Nagoya Marron Kusakabe Miyako Toudaiji OC (Own Character) Yamato Minazuki
12.09.2020
31.07.2022
51
162.712
10
Alle Kapitel
68 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
15.01.2022 3.109
 
Guten Spätabend noch,

leider kam ich heute nicht früher dazu das Kap hoch zu laden,
weshalb ich auch euch nicht mehr auf die Folter spannen will

viel Spaß beim Lesen *Kekse und Kakao da lass*

~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

Trotz der anstrengenden Arbeit nahm sich das Paar auch ein wenig Zeit für sich selbst. Denn sogar fünf Minuten in den Armen des Liebsten waren viel mehr wert als alles andere. Maron hatte sogar etwas Sorge, dass sie Chiaki vernachlässigte. Jedoch winkte er jedes Mal ab, sobald sie ihn danach fragte. Da sie wusste, dass er ihr keine Umstände machen wollte, konnte sie demnach nicht sagen, ob es die Wahrheit war oder ob sie ihm zu wenig Aufmerksamkeit zu kommen ließ.

Daher beließ sie es erstmal dabei und kuschelte viel mit ihm oder küsste ihn von sich aus. Das war neu für ihn, doch er freute sich über ihre Initiative sehr. Glücklicherweise kam der Samstag schnell und das Paar müsste nur noch bis 13 Uhr arbeiten. Am Morgen waren sie sehr leise, um Kenji nicht zu wecken. Schließlich konnte er ausschlafen. Sakura würde in einer knappen Stunde da sein, ansonsten konnte der Kleine durchklingen, sollte er früher wach sein. Das hatten sie mittlerweile mit ihm geübt. Denn er würde hin und wieder eine Stunde alleine sein, wenn es sich anders nicht ausgehen sollte.

Beim Frühstück hatte sich das Paar mit leichten Berührungen geneckt. Jedes Mal kicherte Maron dabei und Chiaki grinste sie an. “Nach der Schicht... wollen wir da kurz verschwinden?”, fragte er sie mit einem zweideutigen Unterton. Blinzelnd sah sie zu ihm und augenblicklich bekam sie rote Wangen, da sie sich denken konnte, was er wollte.

“Vielleicht”, entgegnete sie ihm, schnappte sich ihren ToGo-Becher und eilte in den Flur.

Kurz war Chiaki verwirrt, doch dann lachte er los, nahm seinen Becher für unterwegs mit und folgte ihr. Ihm war dadurch klar, dass sie stets mit ihm spielen würde. Das gefiel ihm sehr und nahm noch seine Schlüssel mit, genau wie sie. Zusammen verließen sie die Wohnung und sie schloss die Tür hinter sich ab. Erst danach begaben sie sich zu dem Fahrstuhl und mit diesem hinunter. Direkt steuerten sie seinen Wagen an und stiegen ein. Kaum waren sie angeschnallt, schon startete er den Motor und fuhr sie beide zum Krankenhaus.

Dort zogen sie sich für ihre Schicht um und machten sich direkt an die Arbeit. Als Team waren sie wahrlich unschlagbar und hatten die Visite schnell erledigen können, wobei sie an dem Tag weniger zu tun hatten. Daher gönnten sie sich eine kleine Kaffeepause in dem kleinen Büro. Chiaki ließ es sich nicht nehmen Maron in der Zeit auf seinen Schoss zu ziehen. Erst wollte sie schimpfen, aber da sie in letzter Zeit wirklich wenige Momente nur zu zweit hatten, war das wirklich schön. Leicht lehnte sie sich an ihn und genoss einfach die beschützende Wärme, während sie ihre Becher leerten.

“Wenn wir weiterhin so gut in der Zeit liegen... könnten wir heute früher raus”, grinste er und nahm seinen letzten Schluck zu sich. Zeitgleich streichelte er sanft mit der freien Hand über ihren Rücken.

“Hmmm... früher raus? Du willst doch nur etwas Spaß haben”, schmunzelte sie und blickte leicht zu ihm.

“Ich gebe es zu... ich will Spaß mit dir haben”, gab er gleich ehrlich zu und wirkte gerade leicht verlegen.

“Du bist süß, wenn du so unsicher wirst”, sprach sie aus und schlang ihre Arme um seinen Nacken, während er seinen Kaffeebecher abstellte. Sie sahen sich tief in die Augen. “Komm... lass uns die Akten übertragen und danach die Übergabe machen”, zwinkerte sie ihm zu.

“Mmmh... guter Plan”, meinte er und stahl sich noch einen Kuss von ihr, bevor sie sich wieder ihrer Arbeit widmeten. Es dauerte einige Momente, bis sie diese erledigt hatten.

Kurz nach der Mittagszeit hatten sie ihre Übergabe noch gemacht und konnten damit überpünktlich in den Feierabend gehen. Direkt gingen sie in die Umkleiden und zogen sich um. Chiaki war schneller fertig und wartete auf Maron vor den Damenumkleiden. Lächelnd wurde sie empfangen und bekam leicht rote Wangen, während sie ein ‘Danke’ nuschelte. Beide verließen eilig das Gebäude, denn sie wollten nicht riskieren, dass sie noch aufgehalten werden würden.

“Soll ich Sakura schreiben, dass wir noch etwas brauchen?”, wollte sie von ihm wissen, als sie im Auto saßen.

“Brauchst du nicht”, meinte er schmunzelnd und brachte sie beide schon zum Wohnhaus. Überrascht blinzelte sie und hob ihre Augenbraue hoch. Erst wollte sie nachfragen, doch dann begriff sie.

“Oh... du hast... sie schon angeschrieben?”, fragte sie und schmunzelte, als er nickte. “Du bist unglaublich, weißt du das?”, wollte sie von ihm wissen und er grinste.

“Ich weiß... und jetzt komm... wir hatten noch was vor”, meinte er direkt und zwinkerte ihr zu, nachdem er geparkt hatte und den Motor aus gemacht hatte.

“Dann komm”, kicherte sie und stieg aus. Er folgte ihr direkt und amüsiert verschwanden sie in seiner Wohnung. Da Sakura mit Kenji noch im Park auf dem Spielplatz war, konnten sie sich etwas Zeit für einander nehmen.



Nach einer ausgiebigen Kuscheleinheit duschte das Paar und neckte sich gegenseitig, weshalb sie erneut in einer innigen Umarmung landeten. Danach föhnte Maron ihre Haare und Chiaki machte ein paar Snacks fertig, damit sie mit Kenji noch ein wenig länger im Park bleiben könnten. Angezogen ging Maron in die Küche und lächelte bei dem Anblick. “Das sieht gut aus”, sprach sie verträumt aus und er sah grinsend zu ihr.

“Später mehr”, zwinkerte er und verpackte alles sorgfältig im Rucksack zusammen. Sie reichte ihm noch drei Flaschen Wasser und gab ihm einen Kuss auf die Wange.

Lächelnd verließen sie die Wohnung und schlenderten Hand in Hand in den Park. Natürlich hatte Chiaki Sakura geschrieben, als er in der Küche war, damit sie abschätzen konnte, wie lange das Paar brauchen würde. Demnach hatte sie ihm geantwortet, dass sie noch auf dem Spielplatz mit dem Jungen war. Aus diesem Grund steuerten sie diesen an und kaum waren sie in Sichtweite, schon hatte Kenji sie entdeckt. Der Kleine sprang von der Schaukel und lief zu den Beiden.

“Mama! Aki!”, rief er begeistert aus und sprang ihnen regelrecht in die Arme. Kichernd folgte Sakura dem Kleinen und grüßte das Paar mit einer Umarmung.

Während Chiaki gleich von Kenji zu den Rutschen gezogen wurde, blieb Maron mit dem Rucksack bei Sakura stehen. Sie sah den Jungs nach und lächelte verliebt. Es war einfach ein Traum, denn Chiaki war so liebevoll mit Kenji. “Da haben sich zwei gefunden”, hörte sie plötzlich neben sich.

“Stimmt wohl”, lächelte Maron. “Wenn ich nicht wüsste, dass sie eigentlich nicht verwandt sind...”

“Würde man meinen sie wären Vater und Sohn”, vervollständigte Sakura und lächelte.

“Ja... ist es komisch, dass ich so empfinde?”

“Aber nein, Maron”, meinte die Ältere. “Es ist normal, dass man für sein Kind sich genau das wünscht.”

“Er ist so perfekt”, schwärmte Maron mit roten Wangen, denn Chiaki las ihr einige Wünsche von den Lippen ab.

“Das ist er... sobald man seine Fassade durchschaut hat”, schmunzelte Sakura und leise lachte Maron. Dem konnte sie nur zustimmen, denn eigentlich hätte sie nie im Leben gedacht, dass ein Macho so liebevoll sein konnte. Ein wenig unterhielten sich die Damen noch, ehe Sakura sich verabschiedete, da sie noch mit ihrem Mann verabredet war.

“Hast du schon etwas Hunger, Kenji?”, fragte Maron ihren Sohn und er nickte eifrig. Direkt gab sie ihm ein kleines Sandwich und öffnete auch die Box mit Karotten und Paprika.

“Wow”, kam es von dem Kleinen und Maron lächelte sanft, während Chiaki leicht verlegen sich am Nacken kratzte. Dies war ein eindeutiges Kompliment von Kenji, welches der Arzt nur zu gerne annahm.

“Chiaki hat das für uns fertig gemacht, während ich noch im Bad war”, klärte sie den Jungen auf und er bekam ganz große Augen und blickte zu Chiaki.

“Aki hat das gemacht?”, fragte er fast schon süß nach. Kurz musste der Blauhaarige sogar schlucken, da er sich nun unsicher war, ob es für Kenji passte. Daher nickte er zustimmend auf diese Frage. “Danke”, strahlte nun der Kleine und biss von seinem Brot ab.

Erleichtert atmete Chiaki durch, während Maron über dieses Szenario schmunzelte. Die beiden waren einfach niedlich mit an zu sehen und sie konnte genau sehen, wie verunsichert ihr Freund eigentlich war. Doch er gab immer sein bestes und mehr konnte und wollte sie auch nicht von ihm verlangen. Sie überlegte auch wie sie ihm dafür danken konnte, dass er all das mitmachte. Schließlich war dies alleine schon schwer zu handhaben, aber auch noch mit Kind war sicher eine Mammutaufgabe. Vor allem für ihn, da er eigentlich nur lockere Beziehungen hatte.

Bis zum Abend blieben sie im Park und gingen gemütlich zurück nach Hause. Es fühlte sich so gut an. Bei ihr in der Wohnung hatten sie noch zusammen gegessen und machten es sich bei einem Film noch bequem. Da sie alle am kommenden Tag ausschlafen konnten, nutzten sie die Möglichkeiten voll aus. Besonders, da sie nach den beiden freien Tagen wieder die Spätschichten haben würden. Dabei würden sie kaum Zeit für den Kleinen haben und vermutlich auch nicht für sich.

Aber diesen trüben Gedanken schüttelte Maron ab und genoss einfach die Zeit mit ihrem Freund und ihrem Sohn. Zusammen kuschelten sie und sahen sich den Film an. Zwischenzeitlich lachten sie und amüsierten sich über mehrere Stellen. Es war wundervoll gemeinsam zu sein. Selbst solch etwas einfaches fühlte sich mehr als perfekt an. Verliebt sah sie zu Chiaki und lächelte ihn liebevoll an. Das eine Mal sah er ebenfalls zu ihr blickte und ihre Blicke trafen sich. Für einen Moment schien die Zeit still zu stehen.

Leicht beugte er sich zu ihr rüber und legte seine Lippen auf ihre. Lächelnd erwiderte sie den Kuss und lehnte danach ihren Kopf an seinen. “Ich liebe dich”, flüsterte sie an seinen Lippen. Diese Worte ließen ihn lächeln und er sprach sie auch aus.

Erst am Ende des Filmes, lösten sie sich von einander und sie brachten Kenji ins Bett. Der Kleine wünschte ihnen eine gute Nacht, genau wie sie ihm. Ein Kuss auf die Stirn folgte von beiden Erwachsenen. Danach verließen sie sein Zimmer und lehnten die Tür an. Zurück im Wohnzimmer räumten sie die Sachen wieder auf und begaben sich ins Bad, um die Zähne zu putzen und sich für die Nacht fertig zu machen. Dort zogen sie sich bereits um und die Kleidung landete im Wäschekorb.

Da Maron dort ihre Nachthemd hatte, zog sie eines an und sah zu Chiaki. Es war sehr warm draußen, deshalb blieb er oft nur in seiner Boxershorts beim Schlafen. Allein von seinem Anblick fuhren ihre Fantasien Achterbahnen. “Was genau geht in deinem Kopf vor?”, fragte er sie neckend und sie wurde knallrot, denn er hatte sie ertappt.

“Ähm... nichts”, kicherte sie und eilte ins Schlafzimmer. Schnell hatte sie sich unter der Decke versteckt. Lachend war er ihr gefolgt und schloss die Schlafzimmertür hinter sich.

“Dir sollte doch klar sein, dass du mir nicht sagen brauchst, woran du gedacht hast. Ich konnte alles in deinem Blick sehen”, sprach er mit einem amüsierten Lachen aus und stieg zu ihr ins Bett.

“Aber... das ist mir so unangenehm”, nuschelte sie unter der Decke und er schmunzelte.

“Vor mir... muss dir nichts, aber auch rein gar nichts unangenehm sein”, erklärte er sanft und krabbelte zu ihr unter die Decke, um sie sanft zu küssen. Verwundert darüber brauchte sie einen kleinen Moment, ehe sie seinen Kuss erwiderte. Voller Liebe und Hingabe verschmolzen sie miteinander und neckten sich ein wenig.



Am Morgen wurde Maron wach, da die Sonne ihr ins Gesicht schien. Etwas verwundert über das helle Licht blinzelte sie und streckte sich einmal genüsslich im Bett. Dabei bemerkte sie, dass niemand neben ihr lag. Schlagartig richtete sie sich auf und sah sich um. Ihr Blick verharrte auf der Uhr. Es war bereits 10 Uhr morgens. Eilig stieg sie aus dem Bett und stolperte fast schon panisch ins Wohnzimmer. Doch kaum hatte die die Tür durchschritten, schon blieb sie stehen und schmunzelte.

Der Fernseher lief und sie konnte Chiakis Haare auf dem Sofa erkennen. Also ging sie näher ran und musste einfach nur Lächeln. Tatsächlich saßen beide Jungs auf dem Sofa und sahen sich eine Serie an. Wobei sie dies mit geschlossenen Augen taten. Vermutlich waren sie wieder eingenickt. Also ließ sie die Zwei weiter schlafen und ging in die Küche, um ihnen ein Frühstück zu machen. Summend machte sie sich erst einmal einen Kaffee, danach bereitete sie ein paar Crêpes zu und erschrak kurz, als sie zwei starke Arme an ihrem Bauch spürte.

“Guten Morgen”, wisperte er in ihr Ohr und sie kicherte.

“Morgen... auch wenn ich mich etwas erschrocken haben”, entgegnete sie ihm.

“Oh... entschuldige, aber Kenji wollte nicht zu uns ins Bett und wir wollten dich nicht wecken. Deshalb sind wir ins Wohnzimmer”, erklärte er reumütig und irgendwie war das süß von ich. Er wollte sie weiter schlafen und hatte sich um Kenji gekümmert. Lächelnd machte sie die Herdplatte aus und drehte sich in seiner Umarmung zu ihm.

“Schon gut... danke, dass du dich bei dem Kleinen warst.”

“Das habe ich gerne gemacht. Er ist ein toller Junge”, lächelte Chiaki und beugte sich hinab, um ihr einen Kuss zu geben. Sofort schlang sie ihre Arme um seinen Nacken und erwiderte diese Geste nur zu gerne.

“Du bist ein Traum”, hauchte sie und er grinste leicht.

“Genau wie du, mein süßer Engel”, erwiderte er ihre Worte und küsste sie noch einmal, ehe er sich von ihr löste.

Zusammen deckten sie den Tisch und kurz darauf kam Kenji in den Küchenbereich geschlürft. Er rieb sich gerade über die Augen und strahlte regelrecht, als er das Frühstück entdeckte. Sein Blick ging zu seiner Mama und er grinste nun. Damit hatte sie genau das richtige für den Kleinen zubereitet. Direkt kletterte er auf den Stuhl und wartete, bis auch die Erwachsenen Platz genommen hatten.

Erst jetzt nahm er sich ein Crêpe und fing an zu essen. Auch Maron und Chiaki aßen ebenfalls und hielten sogar Händchen. Schöner könnte ein Morgen gar nicht sein. Wobei den anfänglichen Schock hätte die junge Mutter echt nicht gebraucht. Irgendwie war sie noch nicht ganz auf der Höhe, dass sie einen Partner hatte, der sich auch um ihren kümmerte. Sogar ohne groß darüber nach zu denken. Dahingehend musste sie sich noch gewöhnen, aber nach diesem Tag konnte sie das mit Sicherheit besser.

“Was machen wir heute?”, fragte Kenji neugierig und sah zwischen Maron und Chiaki hin und her.

“Ich weiß es nicht”, meinte Maron ehrlich und blickte zu ihrem Freund rüber, der etwas nachdenklich wirkte. Einen Moment wartete sie noch ab, ehe sie ihn anstupste und nachfragte, ob alles in Ordnung wäre.

“Was?!”, kam es abwesend von seinen Lippen.

“Was ist los, Chiaki?”, wollte sie nun wissen und er schien erst jetzt wieder richtig aufmerksam zu sein.

“Oh... entschuldige... ich war gerade nur in Gedanken”, begann er und drückte leicht ihre Hand. “Heute würden 30000 Laternen den Weg zum Yasukuni Schrein erleuchten, um den Toten zu gedenken. Normalerweise bin ich da jedes Jahr...”

“Oh”, kam es von ihr, denn daran hatte sie gar nicht gedacht. Jedes Land hatte schließlich seine eigenen Bräuche und in Japan wurde an den Tod auf diese Weise gedacht.

“Ich hatte den Tag völlig vergessen, doch nun fiel es mir wieder ein”, meinte er verlegen und sah etwas unsicher aus.

“Wir können da hingehen und deiner Mutter gedenken, Chiaki”, sprach sie nun sanft aus.

“Wirklich?”, fragte er fast schon ungläubig nach und Maron nickte. Sie wollte ihn in dieser Zeit beistehen und sie verstand seine leichte Sorge.

“Natürlich”, lächelte sie ihn mitfühlend an und blickte kurz zu ihrem Sohn. “Kenji... heute ist ein besonderer Tag für Chiaki... er möchte an seine verstorbene Mama denken. Möchtest du ihn dabei auch begleiten?”, wollte sie wissen.

“Oh... seine Mama ist ein Engel... da muss man an sie denken”, nickte er fest. Auch wenn er vermutlich das Ritual nicht komplett verstehen würde, so war Chiaki dankbar für den Rückhalt von beiden.

“Danke euch beiden... danach gehen wir etwas essen und holen uns ein leckeres Eis zum Nachtisch”, versprach er Kenji und konnte sogar lächeln.

“Oh ja! Das machen wir”, stimmte der Junge ihm zu und Maron schmunzelte.

“Lasst uns anziehen und los gehen”, meinte sie und zusammen räumten sie den Tisch ab.

Kurz darauf zogen sie sich für den Tag an und verließen schließlich die Wohnung. Gemeinsam machten sie sich auf den Weg. Einige Blocks davon entfernt parkte er seinen Wagen und sie gingen den Rest zu Fuß weiter. Kenji lief zwischen den Beiden und hatte seine Hand in die der Erwachsenen geschoben. Bei so vielen Menschen war er etwas verunsichert und holte sich dadurch die Gewissheit, dass er nicht alleine mit der Masse war. Maron bemerkte durchaus, dass Chiaki etwas angespannt war, doch nicht so schlimm wie zuvor beim verspäteten Frühstück.

“Und das machst du jedes Jahr?”, fragte sie interessiert, um Chiaki etwas ab zu lenken.

“Mhm... Seit dem Tod meiner Mutter bin ich jedes Jahr hier. Anfangs war es schwer, doch mittlerweile... komme ich besser damit klar. Wobei ich mich dieses Jahr dank euch, etwas leichter dabei fühle.”

“Warst du sonst alleine immer hier?”, hakte sie behutsam nach und leise seufzte Chiaki.

“Die ersten zwei Jahre konnte ich meinen Vater nicht sehen, ohne ihn an zuschreien. Danach ging es mal ein oder zwei Jahre gut. Doch dann war wieder diese Wut auf ihn da. Kagura hatte mich immer begleitet, da er nicht wollte, dass ich alleine war. Vater hatte oft bis spät in die Nacht gearbeitet oder war eben bei jemandem daheim”, erklärte er mehr oder weniger kindgerecht, da Kenji theoretisch zu hörte.

Nur zu deutlich konnte Maron spüren, dass Chiaki immer noch eine verdammt große Wut auf seinen Vater verspürte. Warum das so war, hatte er ihr noch nicht erzählt. Natürlich wusste sie, dass er sauer auf Kaiki wegen einiger Frauengeschichten war. Ihr Gefühl jedoch hatte ihr vermittelt, dass da weit mehr dahinter steckte, als sie für möglich halten. Zu mindestens konnte sie dies durch die Gespräche mit Kaiki, Kagura und Sakura zwischen den Zeilen heraus hören. Um die ganze Wahrheit zu erfahren, müsste sie wohl nachfragen.

Doch würde sie das auch tun können? Konnte sie mit der ganzen Wahrheit umgehen und vor allem kannte Chiaki diese oder sein Vater. Diese Fragen beschäftigten sie einige Momente, während sie dem Schrein näher kamen und Chiakis Anspannung wieder nahezu auf 100 Prozent war.

~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

das war es auch schon

was denkt ihr, wird Chiaki alles aussprechen können?
und vor allem wird Maron ihm da halt geben können?

lasst mir gerne eure Meinungen und Anregungen da

ab sofort geht es wieder im 2 Wochen Rhythmus hier weiter

bleibt gesund und bis bald,
eure Seredhiel / Seren *Kekse und Kakao da lass*
Review schreiben
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast