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Neue Stadt - Neues Glück

von Seredhiel
Kurzbeschreibung
GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P18 / Het
Chiaki Nagoya Marron Kusakabe Miyako Toudaiji OC (Own Character) Yamato Minazuki
12.09.2020
31.07.2022
51
162.712
10
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68 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
19.09.2020 3.178
 
Guten Tag zusammen,
heute kommt das zweite Kapitel.

Wie der Titel es schon sagt, beginnt Maron hier ihre neuen Arbeitsstellte.
Mal sehen wie sie sich schlagen wird *kichert*

viel Spaß beim Lesen *Kekse und Kakao da lass*

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Blinzelnd sah sie in braune Augen und wusste nicht wieso, aber irgendwie kam ihr der junge Mann bekannt vor. Leicht schluckte sie, während sie sein Gesicht musterte. Sie entdeckte die blauen Haarspitzen, die ein wenig seine Augen verdeckten, da sie etwas länger waren, als gewohnt. Seine Lippen formten ein breites Grinsen. Das passte gar nicht zu seinen Augen und daher besann sie sich endlich.

Räuspernd richtete sie sich auf, entzog sich seinem Griff und nahm sofort Abstand zu ihm. “Tut... mir leid”, murmelte sie dabei. Von seinem Erscheinen war sie ein wenig verwirrt. Allen voran, weil er ihr so vertraut vorkam. Noch konnte sie nicht einordnen wieso das so war, doch irgendwie sah er ihrem Arbeitgeber verdammt ähnlich, doch den Gedanken verwarf sie sofort wieder. Das konnte eigentlich doch gar nicht sein.

“Solch stürmische Begrüßungen bin ich bereits gewohnt”, kam es arrogant von ihm. “Doch dich Zuckermäuschen kenne ich glaube ich noch nicht, oder?” Diese Worte waren so dämlich und abgedroschen, dass es definitiv nicht Kaiki sein konnte. Dieser hatte wenigstens Charme und brauchte solch dummen Sprüche nicht.

Fast schon wie von selbst rollte sie genervt mit den Augen. “Und das wird sich so schnell nicht ändern. Ich möchte niemanden kennenlernen, der solche Dummheiten von sich gibt”, konterte sie und ging an einem absolut verblüfften Mann vorbei. Ihr waren solche Spielchen einfach nur zu dumm. Genervter machte sie sich auf den Weg zur Umkleide. Jedoch konnte sie die Begegnung nicht so einfach vergessen.



Noch immer sah der Blauhaarige der jungen Dame nach. Wer zum Geier war das denn? Vor allem... wieso wagt sie mir einen solchen Spruch reinzudrücken., wunderte er sich. Es war ungewohnt, dass eine Frau ihn so abblitzen ließ. Bei den meisten klappten seine Worte ohne Probleme, aber diese schien sich davon nicht beeindrucken zu lassen.

“Chiaki?”, hörte er von hinten, doch sein Gehirn reagierte noch nicht. Er verarbeitete gerade noch die Abfuhr. “Wieso stehst du hier so dämlich im Gang herum?”, wurde er aus seinen Gedanken gerissen. Erst jetzt drehte er sich zu der Person, zu der die Stimme gehörte, um. Nun erkannt er auch seinen besten Freund Yamato.

“Yamato, du bist aber zeitig hier”, meinte er ruhiger. Bei ihm war er um einiges freundlicher.

“Zeitig ist ein sehr guter Witz”, lachte dieser und brachte Chiaki dazu den Kopf schief zu legen. Er verstand nicht wirklich, was genau sein Freund meinte. “Unsere Schicht beginnt schon in 10 Minuten”, erklärte er einfach.

“Oh, war ich so spät dran?”, murmelte Chiaki verwundert und sein Freund lachte nur. Sie kannten sich nun schon seit der Mittelschule. Lang genug eigentlich um zu wissen wie der andere tickte. Eigentlich waren sie komplett gegensätzlich, doch genau vermutlich deshalb hatten sie sich damals angefreundet. Chiaki war der Chaot und Yamato umso einiges organisierter. Weshalb letzterer seinen Freund oftmals anleiten musste, doch das machte ihm nichts aus.

“Wohl eher, weil du wieder mit irgendeiner Tussi deine Zeit vergeudet hast”, antwortete Yamato augenrollend. Er fand schon damals, dass sein Freund viel zu viel Zeit nur unnötig mit diesen oberflächlichen Frauen vergeudete.

“Also... eigentlich nicht... es war ganz...”, meinte Chiaki, doch weiter kam er nicht. Denn Yamato schob ihn weiter zu den Umkleidekabinen.

“Wenn man nicht auf dich aufpasst, baust du nur noch mehr Mist... das geht so nicht... dein Vater wird nicht ewig dulden, dass du dir so viele Freiheiten in Sachen Pünktlichkeit nimmst”, hielt er ihm einen Vortrag. Irgendwie wurde dies zu einem Ritual zwischen ihnen. Sobald sie gemeinsam ihre Schichten anfingen, musste Yamato ihn pushen.

Nur von ihm ließ sich Chiaki etwas gefallen. Alle anderen konnten ihn mal kreuzweise. Ganz besonders sein Vater. Es schien so, dass nur Yamato ihn wirklich verstand. Schon damals konnte dieser hinter seine Fassade blicken. Mit seiner so simplen und freundlichen Art hatte er seine Freundschaft verdient. “Ist ja gut... verschon mich bitte heute mit meinem alten Herrn... reicht schon, dass ich später mit ihm noch zwei Operationen habe.”

Erneut rollte Yamato mit den Augen und grummelte nur vor sich hin, während er seinen Freund weiter voran trieb. “Schon gut, Chiaki, aber nun los... wir haben noch Übernahme und dann ab zum OP”, erinnerte Yamato ihn noch daran, dass sie noch mit den Pflegern der Vorschicht reden müssten.

“Jaja... du bist echt ein Sklaventreiber, Yamato”, brummelte Chiaki vor sich hin. “Wie hält das Miyako nur mit dir aus?”

“Bei ihr muss ich nicht so pushen wie bei dir”, konterte er schlicht und einfach. Miyako wusste schon immer, was sie wollte. Da brauchte er sie niemals zu etwas drängen. Eigentlich war dies das genaue Gegenteil, viel mehr pushte sie ihn oft und erinnerte ihn an seine Träume und Ziele.

Seufzend ergab sich schließlich Chiaki. Weiter ging er nun selbstständig, denn das Geschiebe war nervig, wie jedes Mal. Erleichtert atmete Yamato durch und endlich kamen sie in der Umkleide an. Sie zogen sich für die Arbeit um und machten ihre Pieper an. Es war ihre Regelung, damit niemand sich überarbeitete, dass die Pieper nur an blieben, sollten sie Dienst haben. Ansonsten blieben diese aus. Für Notfälle waren die Ärzte über ihre Handys erreichbar.

“Dann wollen wir mal. Heute wird ein langer Tag sein”, meinte Yamato und Chiaki lachte leise. Da hatte sein Freund definitiv Recht, denn beide hatten auch Operationen auf dem Plan. Jede Woche hatten sie welche am Dienstag und Donnerstag. Hin und wieder kamen noch die Notoperationen dazu, doch das war bei den beiden im Moment seltener.

“Korrekt, also los”, sprach der Blauhaarige und sie gingen in ihre jeweiligen Stationen. Während Yamato in der Chirurgie tätig war, war Chiaki auf einer anderen Etage tätig. Momentan war es die innere Medizin.

Alle Ärzte waren für die Patienten zuständig. Deren Vorsorge, die Operationen und auch die Nachsorge. Oftmals waren mehr als 40 Personen pro Station zu betreuen. Sie mussten all das mit ihren Ärztekollegen und Pflegern immer koordinieren. Daher waren die Übergaben der Schichten sehr wichtig, um auf dem neusten Stand zu bleiben.

Obwohl Chiaki seinen Vater nicht ausstehen konnte, so bewunderte er diesen für seine Fähigkeiten und seine Erfolge. Daher eiferte er ihm insgeheim nach und hatte seine Schule mit Bravour gemeistert. Zudem schloss er sein Studium als Jahrgangsbester ab und bildete sich weiter. Neben der inneren Medizin, konnte er auch in der Chirurgie arbeiten. Im Moment wollte er sich auch in der Gefäßmedizin weiter bilden. Ehrgeiz lag hier absolut in der Familie.

Immerhin gehörte seinem Vater das Krankenhaus und er wuchs in diesem auf. Von klein auf lernte Chiaki die Abläufe kennen und war natürlich fasziniert von diesem Beruf. Auch wenn er am liebsten seinen Vater geärgert hätte, indem er einen anderen Berufswunsch gehabt hätte. So konnte er es einfach nicht. Schon damals wollte er Arzt werden und daran hatte sich nichts geändert.

Seine Qualifikationen waren schon jetzt ausreichend, dass er die Leitung anstelle seines Vaters übernehmen könnte. Diese Leistung honorierte sein Vater nur zu gerne, indem er ihn immer mehr eigene Entscheidungen treffen ließ. So konnte er seine Schichten selbst einteilen und auch mit wem er zusammen arbeiten wollte. Einzig bei den Operationen achtete Kaiki darauf, dass immer ein Chefarzt anwesend war.

Kaum waren die Freunde auf ihren jeweiligen Stationen, schon begannen sie mit ihrer Schicht. Erst wurde die Schichtablöse eingeleitet und danach besprachen sie mit den Pflegern den Ablauf des Tages. Es war ihre tägliche Routine und so gingen sie auf Nummer sicher, dass niemand etwas vergessen könnte. Zwar waren alle Pläne ausgeschrieben, doch vieles konnte sich kurzfristig ändern. Vor allem da viele der Ärzte operierten, mussten sie dies unter einen Hut bringen. Daher war ein gutes Team das Wichtigste in diesem Hospital.



Auch wenn Maron noch irgendwie durch den Wind wegen dem Zusammenprall mit dem Unbekannten war, so musste sie ihre Arbeit professionell über die Bühne bekommen. Sie konnte sich keine Fehler erlauben. Diese Stelle war ihr sehr wichtig, denn sie war um einiges besser bezahlt als all die anderen. Sie brauchte das Geld, um sich und ihrem Sohn ein Leben zu ermöglichen.

Nachdem sie sich umgezogen hatte, ging sie nach oben zu Kaikis Büro. Es war mit ihm vereinbart, dass sie vor Beginn ihrer ersten Schicht dort auf Kagura warten soll. Dieser würde sie an diesem Tag herum führen und sie dem Team vorstellen. Immerhin war die Braunhaarige komplett neu und Kaiki wollte sie nicht gleich ins kalte Wasser springen lassen.

“Schön Sie zu sehen, Maron”, lächelte Kagura, der vor dem Büro schon auf die junge Frau gewartet hatte. Ein wenig schmunzelte sie darüber.

“Könnten Sie mich einfach nur Maron nennen, ohne das drum herum. Dieses Formelle ist mir einfach viel zu hoch gestochert”, gestand sie und er lachte leise.

“War es bei den anderen Arbeitsstellen auch so?”, hakte er nach und sie nickte eilig.

“Genau, da war ich Schwester Maron oder einfach nur Maron”, erklärte sie und diesmal schmunzelte er.

“Einverstanden, aber nur, wenn du mich auch nur Kagura nennst”, meinte er grinsend und eilig nickte sie zustimmend.

“Das ist viel besser, da fühle ich mich gleich wie zu Hause”, lächelte sie sanft und er verstand, was sie damit meinte.

“Komm ich zeige dir erstmal unsere Stationen und danach sehen wir, wo wir dich einteilen können. Zurzeit sind wir noch etwas unterbesetzt, doch das wird sich schon bald ändern”, erklärte er und machte einen kleinen Rundgang mit Maron.

Immer wieder staunte sie bei der Größe des Krankenhauses. Aber auch die der einzelnen Zimmer. Es war absolut anders aufgebaut als all die anderen, in denen sie bisher gearbeitet hatte. Sehr großzügig geschnitten und nicht nur darauf ausgelegt am meisten Geld zu verdienen. Das gefiel ihr sehr und sie fühlte sich richtig geborgen dort.

“Wie du sehen kannst ist hier alles ein wenig anders. Wir haben die Operationssäle getrennt von den anderen. Alles was damit zu tun hat, ist dort zu finden.”

“Das geht?”, wunderte sie sich und Kagura nickte. Er erklärte dabei, wie viel einfacher es war all die Stationen korrekt zu beliefern und diese auch richtig zu versorgen.

“Auch die Notaufnahme ist dort drüben. Es ist anfangs ungewohnt wegen der Organisation, doch deshalb haben wir auch feste Teams, die sich um diese kümmern.”

“Verstehe, dann arbeite ich immer mit den gleichen Personen?”, fragte sie interessiert nach.

“Zu 90 Prozent wird es so sein. Jedoch könnten wir deine Hilfe beim Übersetzen gebrauchen. Daher solltest du dir die Wege gut einprägen. Doch keine Sorge, ich werde dir einen Lageplan anlegen und diese mit dir zusammen durchgehen”, erklärte er und verstehend nickte Maron.

Hier war es absolut anders als in ihren bisherigen Arbeitsstellen. Obwohl das hier ein Krankenhaus war, fühlte sie sich eher wie in einem Hotel. “Alles klar. Ein Lageplan wäre perfekt, dann kann ich diesen zu Hause auch nochmal durchgehen.”

“Gebe ich dir gleich mit. Aber jetzt möchte ich dich deinem Team vorstellen. Wir haben ein paar Ausfälle in der Chirurgie-Station und da wollten wir dich erstmal unterbringen. Ende des Monats wird sich all das wieder ändern, doch bis dahin ist ihr Ansprechpartner Dr. Minatsuki. Er ist unser Chefarzt in der Chirurgie und kümmert sich um die Einteilung.”

“Dr. Minatsuki”, wiederholte sie und versuchte sich den Namen zu merken. Das würde sie bestimmt noch einiges an Zeit kosten diese sich zu merken, doch sie freute sich auch schon darauf die Leute hier kennen zu lernen. Bisher wurde sie positiv überrascht, denn Kaiki und Kagura waren äußerst nett und zuvorkommend.

“Ich gebe dir auch noch eine Liste vom Personal mit Foto und Namen, damit es leichter wird, diese auswendig zu lernen”, schlug Kagura vor und dankend nickte Maron.

“Das wäre am besten”, lächelte sie und folgte ihm durch die Gänge. An der Station angekommen, sah sich Kagura erstmal den Plan an. Es hatte sich nichts verändert, sodass das Team einige Minuten Zeit hatte. So könnte er Maron ihnen vorstellen ohne in den Stress zu geraten.

An der Tür des Schwesternzimmers klopfte er an und öffnete diese direkt. Er ließ Maron zuerst hinein, ehe er auch reinging. “Guten Tag zusammen”, grüßte er in die Runde.

“Kagura? Mit dir hatte ich gar nicht gerechnet”, meinte Yamato direkt, denn sie hatten gerade die Termine besprochen und sich einen Kaffee gegönnt.

“Denkst du wir lassen euch erneut hier nur zu sechst arbeiten?”, entgegnete Kagura direkt und die Anwesend blickte automatisch zu Maron. Diese schluckte und grüßte freundlich. “Das ist Maron Okabe. Sie wird eure neue Unterstützung sein. Sie ist mehrsprachig begab und hat Erfahrungen auch aus dem Ausland”, erklärte er weiter.

“Willkommen in unserem Team”, sprach Yamato lächelnd. “Ich bin Yamato Minatsuki, aber nennen Sie mich einfach Yamato. Wir sind hier schon daran gewöhnt uns beim Vornamen anzusprechen.”

“Danke, das habe ich bereits gehört, aber nur, wenn Sie mich duzten, das hochgestocherte liegt mir nicht”, meinte sie ehrlich und er nickte.

“Gleiches gilt für uns. Willkommen, Maron”, sprach eine der Krankenschwestern. “Ich bin Shiroko.”

“Hallo, ich freue mich sehr, euch helfen zu können”, lächelte Maron. “Hoffentlich seid ihr mir nicht böse, wenn ich all eure Namen noch durcheinander bringen werde.”

“Das macht absolut nichts aus. Auch wir waren mal neu und mussten uns alle erst kennen lernen”, erklärte Shiroko verständnisvoll und lächelte. “Wichtig ist, dass du Yamato kennst. Er ist für uns hier zuständig. Alles andere kommt mit der Zeit.”

Kagura lächelte sanft und wusste genau, warum er Kaiki überredet hatte Maron erstmal hier anfangen zu lassen. Eigentlich wollte der Krankenhausleiter sie in Chiakis Team einarbeiten, doch das war dort im Moment viel zu chaotisch und das hätte jeden abgeschreckt. So konnte Maron sich an die Umgebung gewöhnen und danach könnte sie das vorgesehene Team verstärken.

“Apropos Zeit... ich muss zu den Operationen. Wir sprechen später weiter, Maron”, meinte Yamato und sah zu Shiroko. “Kümmerst du dich bitte um Maron, Shiroko?”

“Natürlich, Yamato. Bis später”, meinte sie und der Chirurg machte sich auf den Weg zu den Operationssälen. Dort würde er die nächsten Stunden verbringen. Shiroko blickte zu Maron und lächelte sanft. “Dann zeige ich dir erstmal unsere Station, damit du genau weißt, wie viele Patienten wir haben und wo was steht.”

Zufrieden lächelte Kagura und holte noch die Unterlagen heraus, die er für Maron zusammen gestellt hatte. “In dieser Mappe ist alles Notwendige drin. Ein Parkausweis, natürlich auch das Namensschild, die Liste der Kollegen und auch der Lageplan. Zudem meine Nummer und die von Kaiki. Sollte es Probleme geben, melde dich einfach bei uns”, meinte er und aufmerksam hatte Maron zugehört.

“Danke, Kagura, das wird mir sicher weiterhelfen”, lächelte sie und er nickte.

“Ich habe auch noch Termine und komme in drei Stunden vorbei”, meinte er und verabschiedete sich von den Damen und Herren. Damit war Maron nun auf sich gestellt. Wobei Shiroko sehr freundlich war.

Sie zeigte ihrer neuen Kollegin die Station. So wie sie es vorhin angesprochen hatte. Es war genauso, wie das gesamte Krankenhaus, großzügig angelegt und sie staunte darüber. “Es ist fast wie ein Hotel hier”, meinte sie und Shiroko nickte.

“Kaiki legt viel Wert darauf, dass der Comfort unserer Patienten gewährleistet ist. Auch wenn wir ein Krankenhaus sind, so sollen sich die Menschen hier wohl fühlen und sich auch erholen.”

“Verstehe, das finde ich großartig”, lächelte Maron und folgte ihrer Kollegin weiter zu den Vorratskammern.

“Für gewöhnlich alles aufgefüllt in den Schränken vor den Zimmern, doch wenn dort etwas fehlen sollte, findest du es hier. Verbände, Spritzen, Bettbezüge. Einfach alles, was unsere Patienten brauchen. Hier ist auch eine Liste”, erzählte sie und zeigte auf den Zettel, der neben der Tür hing. “Sobald du etwas rausholst, hier notieren mit Datum und Namen.”

“Verstehe und wer macht die Bestellung?”, wollte sie wissen, da dies oftmals anders gehandhabt wurde.

“Für gewöhnlich einer von uns. Natürlich mit Yamato zusammen. Die endgültige Absprache erfolgt mit Kaiki oder Kagura. Je nachdem wer von den Beiden gerade Zeit hat. Einige der Materialien brauchen wir öfters, weshalb wir diese auch teilweise zwei Mal die Woche bekommen.”

“Ich nehme an, das Einräumen liegt auch in unserem Zuständigkeitsbereich?”, hakte Maron nach und Shiroko lachte leise. Damit hatte die Braunhaarige ins Schwarze getroffen.

“Genau. Kagura organisiert den Transport bis vor diese Tür, ab dann sind wir zuständig. Natürlich auch vorher sortieren. Ältere Sachen nach vorne.”

“Und die schmutzigen Bettbezüge kommen wohin?”, fragte Maron weiter nach.

“Oh stimmt das habe ich dir noch gar nicht gezeigt”, sprach sie lächelnd und ging hinaus. “Wir haben hier Wäscheschächte. Die kommen direkt nach unten zu unserer Wäscherei.”

“Das heißt es wird Hausintern gereinigt?”

“Genau. Sobald die Regale leer werden, geben wir unten Bescheid und bekommen die Sachen hochgeliefert”, erläuterte Shiroko direkt und verstehend nickte Maron.

“Prima, danke für die Erklärung und die Zeit, die du dir genommen hast.”

“Kein Grund zu danken. Ich war letztes Jahr auch neu hier und mir wurde das genauso gezeigt. Also keine Scheu, wenn du Fragen hast. Ich bin immer erreichbar und nehme mir auch die Zeit dazu”, sprach sie freundlich und erneut dankte Maron ihr.

Die Herzlichkeit und Freundlichkeit waren hier wohl an wichtigster Stelle und das gefiel Maron sehr. Das vermisste sie seit einiger Zeit in ihrem Beruf. Vor allem im letzten Krankenhaus, war es im wahrsten Sinne des Wortes, eine Rarität. Zusammen gingen sie noch einmal alles durch und Maron erledigte mit Shiroko die Versorgung der Patienten.

Es war zwar anstrengend gewesen, doch Maron schlug sich gar nicht mal so schlecht, wie die anderen zuvor. Mit einigen der Schichtkollegen hatte sie sich bereits angefreundet und sie tauschten auch Nummern aus. Sie sortierten gerade die Tabletten ein, als Kagura das Schwesternzimmern betrat. Erfreut stellte er fest, dass Maron sich schon eingelebt hatte.

“Wie ich sehe läuft hier alles hervorragend”, sprach er und die Damen nickten sofort.

“Aber sicher, Kagura. Du kennst uns doch”, grinste Shiroko und er lachte leise.

“Das freut mich sehr, dann störe ich euch nicht weiter, denn ich muss noch die Bestelllisten durchgehen. Wir sehen uns bestimmt schon bald wieder”, meinte er und Maron kicherte leise. Sie scheinen alle Freunde zu sein und das war für das Arbeitsklima von essenzieller Wichtigkeit.

Damit waren die Pfleger wieder unter sich und sie kümmerten sich gemeinsam um die Verteilung des Essens, der Kontrolle der Medikamente und nicht zu vergessen der Notierung der Essenswünsche. Wie in jedem Krankenhaus, gab es vorgefertigte Menüs zur Auswahl und jeder Patient bestellte das nach seinen Wünschen.

Pünktlich wurden sie abgelöst und Maron machte sich auf den Heimweg. Sie wollte noch rechtzeitig nach Hause kommen, um Kenji ins Bett zu bringen. Schließlich war es schon nach 20 Uhr. Erschöpft, aber zufrieden mit ihrer Schicht kam sie bei ihrer Wohnung an und öffnete die Tür. Sofort wurde sie stürmisch begrüßt und sie kicherte leise.

“Lass mich erstmal rein, Kenji”, schmunzelte sie über ihren Sohn und dieser lachte nur, während sie ihn hochhob und in die Wohnung hinein ging. Hinter sich schloss sie die Tür.

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Das war es für dieses Mal ^.^
Damit sind die beiden schonmal aufeinander geprallt,
wie wohl das nächste Treffen ausfallen wird? *überlegt*

Lasst mir gerne eure Meinungen und Anregungen da

bis nächste Woche, eure Seredhiel / Seren *Kekse und Kakao da lass*
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