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Neue Stadt - Neues Glück

von Seredhiel
GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P16
Chiaki Nagoya Marron Kusakabe Miyako Toudaiji OC (Own Character) Yamato Minazuki
12.09.2020
28.11.2020
9
28.794
6
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Dieses Kapitel
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12.09.2020 3.271
 
Hallo zusammen,

einige von euch kennen mich durch meine Fanfictions zu InuYasha.
Auf Wunsch meiner Freundin habe ich mich dazu entschlossen auch zu meinem Lieblingspaar von Kamikaze Kaito Jeanne, Maron - Chiaki, was einfallen zu lassen.

Hier ist das Ergebnis meiner Idee und ich hoffe es gefällt euch.

Ich bedanke mich herzlichst bei Miyu94, die mich als Betafee unterstützt.
Dennoch kann es sein, dass Rechtschreib- oder Grammatikfehler möglich sind.
Bitte informiert mich mit einer PN darüber, ansonsten darf der Finder sie behalten *smile*

Die Charaktere können hin und wieder OOC sein, weshalb ich das im Vorfeld sage, denn diese Geschichte ist ein alternatives Universum. Bedenkt das bitte im Vorfeld, bevor ihr zu lesen beginnt.

Nun aber, viel Spaß beim Lesen *Kekse und Kakao da lass*

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Ein neues Jahr brachte oft Veränderungen mit sich. So auch bei der braunhaarigen alleinerziehenden Mutter. Lange hatte sie überlegt, wohin sie mit ihrem Sohn ziehen sollte. Sie wollte für ihn eine angenehme Umgebung schaffen. Nach dem ganzen Großstadtgetümmel bot sich ihr ein Ausweg an. Sie hatte bei der Arbeitssuche eine freie Stelle als Krankenschwester im Momokori Hospital entdeckt. Im Internet stand ein Inserat und da hatte sie sich dort beworben.

Nach nur ein paar Tagen erhielt sie eine Einladung zum Vorstellungsgespräch. Erfreut sagte sie sofort zu und bereitete sich dafür vor. Zeitlich war der Termin perfekt gelegt, denn sie konnte ihren Sohn Kenji zum Kindergarten bringen, nach Momokori fahren und noch immer wäre sie rechtzeitig zurück, um ihn wieder abzuholen. Sie hoffte sehr, einen guten Eindruck beim Bewerbungsgespräch zu hinterlassen.

Momokori war ihrer Meinung nach perfekt, um ihren Sohn großzuziehen. Es war eine ruhigere Gegend. So könnte sie ihn auch mal draußen spielen lassen. In der Großstadt war dies unmöglich. Leider hatten sie in ihrer jetzigen Umgebung keinen Spielplatz und wenn es mit dem Job klappen würde, würde sie auch bei dem Vermieter nachfragen, ob die Wohnung im Orleans Wohnhaus frei war.

Dieses Inserat hatte sie entdeckt, als sie nach dem besten Weg suchte, um nach Momokori zu gelangen. Natürlich dachte sie darüber nach, wo sie leben sollten. Um eine Schule für ihren Sohn müsste sie sich noch kümmern, doch zuerst brauchte sie den Job. Ohne diesen würde jeder Umzug nichts bringen. Schließlich gäbe es ohne Job kein Geld, womit sie die Schule zahlen könnte. Es war nicht so einfach, alles unter einen Hut zu bekommen, doch sie machte das Beste daraus.

Am Tag des Vorstellungsgespräches machte sie ihren Sohn fertig für den Kindergarten und zog sich etwas Bequemeres für die Fahrt an. Für das Gespräch packte sie eine weiße Bluse und eine Anzugshose ein. Ein gutes Äußeres war bekanntlich der erste Schritt, um an den Job zu kommen. Nachdem sie Kenji im Kindergarten zurück gelassen hatte, machte sie sich auf den Weg nach Momokori.

Glücklicherweise kam sie sehr gut voran, so dass sie genug Zeit hatte sich um zu ziehen. Im Krankenhaus angekommen, ließ sie ihr Auto auf dem Parkplatz zurück und nahm ihre Sachen mit, um sich einmal auf der Toilette frisch zu machen. Dort zog sie sich auch um und brachte die getragenen Sachen wieder in den Wagen. Ihre Unterlagen und auch ihre Handtasche nahm sie heraus.

Damit machte sie sich auf den Weg nach oben zum Büro des Leiters des Krankenhauses. Sie hatte den Termin direkt bei Prof. Dr. Kaiki Nagoya. Vor seiner Tür schluckte Maron und schloss die Augen, um noch einmal durch zu atmen. Sie war ein wenig nervös, denn in ihrer Bewerbung musste sie auch angeben, dass sie einen Sohn hatte. Nicht jeder Arbeitgeber stellte gerne Alleinerziehende ein.

Alles wird gut. Augen zu und durch., machte sie sich Mut und sah auf die Uhr. Noch ein paar Minuten fehlten, bis sie anklopfen könnte. Daher blieb sie neben der Tür stehen und sah sich im Gang ein wenig um. Es sah nicht so aus, wie in einem typischen Krankenhaus. Viel freundlicher war dieses hier dekoriert. Nicht so trostlos, wie die meisten. Vielleicht zog es sie auch hierher. Es war der perfekte Ort, um neu an zu fangen. So dachte sie es sich zu mindestens.

In Gedanken versunken merkte sie gar nicht, dass die Bürotür aufgegangen war. “Miss Okabe?”, hörte sie hinter sich und verwunderte drehte sie sich um.

“Ja?”, kam es überrascht von ihren Lippen.

“Willkommen”, begrüßte er sie. “Ich bin Kagura Kanataki, der persönliche Assistent von Dr. Nagoya”, stellte der Mann vor ihr sich vor und sie begriff erst jetzt, dass sie zu sehr gegrübelt hatte.

“Oh... entschuldigen Sie bitte”, meinte sie verlegen, doch er winkte ab.

“Machen Sie sich bitte keine Sorgen”, erklärte er und öffnete die Tür. “Kommen Sie. Dr. Nagoya wird gleich hier sein. Er musste noch einmal zu einem Patienten”, fuhr er fort und Maron folgte seiner Bitte.

“Das ist nicht schlimm. Ich bin auch etwas zu früh hergekommen”, lächelte sie sanft und setzte sich auf den Stuhl, den Herr Kanataki ihr anbot.

“Es freut mich sehr, Sie heute begrüßen zu dürfen.”

Bei seinen Worten blinzelte sie überrascht und schluckte. “Wie... meinen Sie das?”, wollte sie wissen.

“Weil wir dringend noch Personal suchen”, sprach eine andere Stimme, noch bevor Kagura Zeit hatte zu antworten.

Verwundert blickte Maron zur Tür und erhob sich automatisch. Ein älterer Mann kam herein. Er war vielleicht Anfang 50, doch er sah bei weitem jünger aus. Das hatte Maron für einen Moment sprachlos gemacht. Sie schluckte und blinzelte, ehe sie sprechen konnte. “Dr. Nagoya?”, fragte sie leise und dieser nickte.

“Aber bitte nennen Sie mich Kaiki. Wir sind hier sehr familiär”, erklärte er lächelnd und ging um den großen Tisch herum, um sich auf seinen Chefsessel zu setzen. Maron war noch immer etwas verwirrt. Dieser Mann war ganz anders als sie dachte. “Setzen Sie sich bitte”, meinte er.

“Oh... natürlich”, kam es von ihr und sie setzte sich wieder auf den Stuhl. Kagura stellte sich neben seinen Chef und reichte ihm die Akte.

“Miss Okabe, in ihrer Bewerbung habe ich schon gesehen, dass sie in Frankreich den Beruf zur Krankenschwester erlernt haben”, begann Kaiki und Maron nickte.

“Bitte sagen Sie Maron zu mir, wenn ich schon ihren Vornamen verwenden soll”, lächelte sie und führte aus, warum sie im Ausland war. Immerhin zogen ihre Eltern mit ihr dorthin, als sie fünf Jahre alt war.

“Nun verstehe ich es, denn es war eigenartig zu lesen. Sie sind hier geboren, aber waren dort in der Schule. Da wollte ich nachfragen”, sprach Kaiki und Kagura reichte die nächste Akte. Diese müsste unterzeichnet werden, da es sich dabei um die Entlassungspapiere von Patienten handelte.

“Es ist ein wenig komplizierter wohl, aber meine Eltern haben in Europa gearbeitet und ich war auf einem Internat, in dem ich zum einen meinen Schulabschluss als auch eine Ausbildung gemacht habe”, erklärte sie und war fasziniert, wie die beiden Männer miteinander arbeiteten. Zeitgleich aber auch mit ihr sprachen.

“Aus der Bewerbung geht auch hervor, dass sie mehrere Sprachen beherrschen. Hätte Sie Probleme damit auch in schriftlicher Form dieses unter Beweis zu stellen, Maron?”

“Aber natürlich, aber in wie fern wird so etwas gebraucht?”, wollte sie wissen und Kaiki erklärte es ihr. Da das Hospital auch Privatpatienten aufnahm, waren oft Ausländer bei ihnen auch zu Gast. Vor allem aber bei Untersuchungen.  

“Wie sie sehen, brauchen wir kompetentes Personal und Sie sind für uns perfekt”, erklärte der Krankenhausleiter und brachte Maron dazu rote Wangen zu bekommen. Das war ein Kompliment mit dem sie gar nicht gerechnet hatte. Der Mann vor ihr machte sie noch ganz verlegen.

“Heißt das... Sie wollen mich einstellen?”, fragte sie verblüfft nach, da sie mit solch einem einfachen Gesprächsverlauf gerechnet hatte.

“Natürlich möchte ich Sie einstellen. Wir haben zwar fähige Ärzte, aber nicht jeder ist auch fremdsprachlich bewandert, weshalb es eine Bereicherung für uns wäre, Sie bei uns zu haben”, erklärte Kaiki lächelnd und unterzeichnete noch weitere Dokumente. “Wann könnten Sie anfangen, Maron?”

“Oh... erstmal müsste ich doch hierher ziehen und...”, begann sie ihm zu erklären. Jedoch wurde sie unterbrochen.

“Noch einen Schulplatz für ihren Sohn finden?”, sprach Kagura und Maron schluckte.

“Sie haben keine Probleme damit, dass ich alleinerziehend bin?”, fragte sie unsicher nach.

“Aber nein... auch ich war alleinerziehender Vater, daher verstehe ich ihre Situation, doch machen Sie sich keine Sorgen. Wir helfen ihnen so gut wir können. Kagura kennt die Stadt besser als jeder andere. Also wenden Sie sich ruhig an ihn, sobald sie etwas brauchen”, kam es freundlich von Kaiki und Kagura nickte zustimmend.

Mit dieser Information hatte Maron gar nicht gerechnet, weshalb sie erstmal schluckte und verstehend nickte. “Wäre es... möglich, dass nicht jeder von meinem Sohn erfährt?”, fragte sie vorsichtig. “Wissen Sie, ich möchte dadurch nicht anders behandelt werden, nur weil ich Mutter bin”, gestand sie und Kaiki nickte.

“Das verstehe ich und wir werden es keinem sagen”, lächelte der ältere Herr und erleichtert atmete die junge Frau durch. Noch nie wollte sie eine Sonderbehandlung haben. Es war damals ihre Entscheidung gewesen, ein Kind zu bekommen und daher war es auch ihr Entschluss, wer wann von diesem Kind erfuhr.

“Ich habe ein Inserat im Wohnhaus Orleans gelesen, dass eine drei Zimmerwohnung frei wäre. Wenn ich Glück habe und diese ist noch frei, dann könnte ich in einem Monat anfangen”, erklärte Maron erfreut. Kaiki blinzelte verwundert. Ein wenig schmunzelte er und nickte.

“Kagura wird sich gerne für Sie informieren, während wir alles andere besprechen”, schlug Kaiki vor und sein persönlicher Assistent nickte eifrig. Noch bevor Maron etwas dagegen sagen konnte, war Kagura schon aus dem Büro gegangen, um zu telefonieren.

“Äh... ich hätte auch alleine anrufen können”, meinte sie und Kaiki grinste leicht.

“Das ist mir bewusst, doch so können wir gemeinsam ihren Vertrag vorbreiten, Maron”, lächelte er sie warmherzig an und sie starrte ihn ungläubig an.

“Sie... meinen das Ernst?”, brachte sie hervor und er nickte sofort. Aus seiner Schublade holte er bereits den Vorvertrag.

“Ich habe mir erlaubt diesen hier auf zusetzen. Lassen Sie uns gemeinsam das durchgehen. Vielleicht möchten Sie noch etwas geändert haben wollen. Haben Sie noch andere Fragen?”

“Oh... Sie haben sich also schon für mich entschieden, noch bevor sie mich gesehen haben?”, wunderte sie sich.

“Ihre Bewerbung war sehr aussagekräftig und Sie wirken auf mich sehr seriös, freundlich und hilfsbereit. Genau das suchen wir hier. Noch dazu können Sie mehrere Sprachen, also genau perfekt, um unser Team zu verstärken”, erklärte er und reichte ihr den Vorvertrag. Diesen würde sie sicher gebrauchen, um eine Wohnung, aber auch um einen Schulplatz für ihren Sohn, zu bekommen.

Gemeinsam mit Kaiki ging sie den Vertrag durch. Es war ein gewöhnlicher Vertrag zwischen dem Krankenhaus und ihr als Krankenschwester. Sie hätte eine 42 Stunden Woche mit Schichtbetrieben, wobei Kaiki sich vornahm sie in der ersten Zeit nicht für die Nachtdienste einzutragen, damit sie sich an ihren Arbeitsplatz gewöhnen konnte.

“Wie gewohnt, in den ersten drei Monaten keine Urlaube möglich, wobei es eine Ausnahme gebe, sobald ihr Sohn eingeschult wird”, zwinkerte Kaiki. “Solche Tage sind besonders, daher sollten sie diese auch nicht verpassen.”

Bei seinen Worten nickte Maron und würde das auch zur Kenntnis nehmen. Schließlich hatte Kenji nur sie und niemanden sonst. “Ich werde darauf achten. Zwei Tage die Woche frei, nehme ich an?”

“Korrekt”, meinte er und Maron schluckte als sie das Monatsgehalt erblickte. “Das ist das Anfangsgehalt unserer Pflegekräfte. Sie haben die zusätzliche Qualifikation mit den Sprachen, weshalb ihr Gehalt um 10 Prozent angehoben wurde, wie bei jedem Mitarbeiter, des dies mit sich bringt”, erklärte er, da er eine Vermutung hatte, dass ihr genau dieses ins Auge gefallen war.

“Verstehe”, kam es überrumpelt von ihr.

“Großartig, somit können Sie unterschreiben und am 1. März fangen Sie bei uns an, sofern sich alles mit der Wohnung und der Schule geklärt hat?”, fragte er hoffnungsvoll. Mit solch einem Verlauf hatte Maron absolut nicht gerechnet, weshalb sie immer noch ganz schön baff war.

Bei seiner Nachfrage nickte sie und unterschrieb den Vorvertrag. Sie freute sich sichtlich darüber hier bald arbeiten zu können. Auch der Leiter des Hospitals freute sich sehr darüber. Die junge Frau war ihm sehr sympathisch und deshalb hatte er schon im Vorfeld beschlossen, dass sie eingestellt werden würde.

Kaum hatte Maron ihre Unterschrift gegeben, kam Kagura zurück ins Büro und stellte erfreut fest, dass die Beiden sich einig wurden. “Dann darf ich wohl gratulieren, Miss Maron”, meinte er und sie blinzelte.

“Scheint so”, kam er perplex von ihr und beide Männer grinsten nur. Sie war wohl sehr überrascht darüber, dass sie die Stelle bekam.

“Gratulation”, sprach Kaiki und reichte ihr die Hand. Diese schüttelte Maron und lächelte.

“Ich freue mich sehr auf die Zusammenarbeit.”

“Und ich mich erst, Maron”, meinte er ehrlich. Sogleich sprach Kagura von seinem Telefonat und berichtete Maron, dass die Wohnung noch frei wäre und sie diese gleich besichtigen könnte. Er würde sie sogar begleiten, damit sie sich in der Stadt nicht verfahren konnte.

Auch wenn es ungewohnt war, so nahm sie das Angebot gerne an und verließ mit einem unterschriebenen Vertrag das Gebäude. Hoffentlich würde das mit der Wohnung auch klappen, dann wäre sie die glücklichste Frau auf Erden.



Nach diesem erfreulichen Tag vergingen einige Wochen. Der Umzug rückte immer näher und nicht nur Maron war aufgeregt. Auch Kenji war schon ganz hibbelig auf die neue Umgebung. Der Junge war noch nie Menschenscheu. Im Gegenteil er liebte es neue Leute kennen zu lernen. Da war der Junge ganz die Mama, denn sie war auch offen gegenüber neuen Bekanntschaften. Lächelnd half sie ihrem Sohn in den Wagen und schnallte ihn fest.

Während Maron mit Kenji und einigen persönlichen Sachen im Auto fuhr, wurden ihre Möbel und Kleinteile mit dem Umzugswagen befördert. Dank Kagura hatte sie das schnell organisieren können. Er hatte ihr auch geholfen bei der Schule einen Platz für Kenji zu finden. Diese war nicht weit von Wohnhaus entfernt, sodass der Junge auch alleine hin gehen könnte. Auch wenn Maron das niemals zulassen würde.

Seine Schulzeiten waren perfekt, so dass sie ihn hin und abholen könnte, ohne dass dies mit ihrer Arbeit kollidieren würde. Das erfreute sie am meisten und eine Nanny hatte sie ab März auch schon organisieren können. Sie war zwar teurer als die vorherigen, doch das machte Maron nichts aus. Jeder Yen war es wert, den sie für ihren Sohn brauchen würde. Er war ihr Ein und Alles. Ohne ihn könnte sie sich auch kein Leben mehr vorstellen, daher achtete sie auf sein Wohl.

Am Wohnhaus angekommen, stieg Maron aus und half Kenji raus. “Gleich sind wir da, mein Stern”, lächelte sie sanft und neugierig sah der Junge sich um.

“Heute noch spielen?”, fragte er seine Mama.

“Wenn... wir schon fertig eingerichtet haben, können wir zum Spielplatz gehen. Aber erst sollten wir alles rein bringen lassen und deine Sachen auspacken”, stellte sie ihre Bedingung und sofort nickte er.

“Klar, Mama”, gluckste Kenji und zusammen gingen sie bereits nach oben in ihre Wohnung. Die Tür schloss sie auf und ließ ihren Sohn zuerst hinein gehen. Die Küche war schon drin und sie hatte das Nötigste hinein gebracht. “Boah! So groß”, staunte er und Maron kicherte leise.

“Das stimmt und sogar mit Balkon, aber aufpassen, denn wir sind hier sehr weit oben”, erklärte sie ihm und er lief strahlend durch die noch leere Wohnung. Bald würden hier die Möbel stehen und sie könnten sich einleben.

“Mama guck”, rief er aus und zeigte zu dem Spielplatz, den er aus dem Fenster schon entdeckte. Schmunzelnd ging sie zu ihm und hob ihn hoch.

“Da gehen wir spätestens morgen hin, Kenji”, lächelte sie und drückte ihn an sich. “Aber wenn wir schnell sind, können wir nach dem Abendessen hin.”

“Oh ja... ganz schnell!”

Ihr Sohnemann war ziemlich ungeduldig und das brachte sie häufiger zum Lachen. Auch wenn er danach schmollte, so war es immer schön mit ihm den Alltag zu meistern. “Na komm, ich zeige dir dein Zimmer”, sprach sie und leuchtende Augen sahen sie an.

Sogleich ging sie in das Zimmer, welches sie für ihren Sohn hervorgesehen hatte. “Mein... Zimmer?”, fragte er neugierig und sie nickte. So stimmte sie ihm zu und er konnte es kaum noch erwarten. Doch zuerst müssten die Möbel hinein.

Kaum dachte sie daran, schon klingelte es an der Tür. Der Umzugswagen war endlich eingetroffen und sie öffnete die Tür. Ihren Sohn bat sie in der Wohnung zu bleiben, während sie den anderen helfen würde. Sie hatte sich nicht nur den Lastwagen gemietet, sondern auch drei Männer angeheuert, die ihr beim Schleppen, Abbau und nun auch dem Aufbau helfen würden. Zu mindestens die größeren Möbel waren ihr wichtig.

Nach und nach füllte sich die Wohnung. Während zwei der Männer noch weiter die Sachen rauf brachten, baute sie mithilfe des anderen schon mal die Betten auf. Genauso auch das Sofa und die Wohnwand. Alles andere konnte sie selber hinterher zusammen schustern. Erst nachdem der Lastwagen leer war, machten sich die Helfer auf den Weg zurück.

Zurück blieben Mutter und Sohn. Erschöpft fielen sie auf das Sofa und klinkten den Abend einfach so aus. Es hatte einfach viel zu lange gedauert, doch am Morgen wäre ein neuer Tag und beide erneut voller Elan. Sie würden somit den Kinderspielplatz unsicher machen und die Gegend ein wenig erkunden. Erst danach würde sie weiter machen mit dem Zusammenbauen und Auspacken.



Niemals hätte Maron gedacht, dass ihr Sohn sich so wohl fühlen könnte in der neuen Wohnung. Sie verbrachte jede freie Minute mit ihm, damit sie die Zeit wiedergutmachen könnte. Immerhin würde sie bald anfangen zu arbeiten. Damit aber auch weniger Zeit für ihn haben. “Mama arbeiten?”, fragte er nach, als er bemerkte, dass sie sich fertig machte.

Ihm konnte sie einfach nichts vor machen. Er war eindeutig zu schlau, als dass sie ihn an der Nase herum führen könnte. “Ja, ich muss heute anfangen”, erklärte sie ihm. “Aber falls etwas ist, kannst du mich anrufen und deine neue Nanny kommt auch gleich, um mit dir zu spielen.”

“Okay... aber du bringst mich ins Bett?”, wollte er wissen und Maron nickte. Sie hatte die Mittelschicht an diesem Tag, damit sie den Ablauf kennen lernen konnte. Da würde sie es rechtzeitig schaffen nach Hause zu kommen, um Kenji ins Bett zu bringen.

Als es an der Wohnungstür geklingelt hatte, ging sie zu dieser und machte diese auf. Vor der Tür stand die ältere Dame, die sie durch eine Agentur gebucht hatte. “Guten Morgen, Miss Okabe”, grüßte diese und Maron lächelte.

“Guten Morgen... kommen Sie herein.” Damit führte sie die Nanny ins Wohnzimmer und Kenji stellte sich artig vor. Sie schien überrascht zu sein, dass der Junge schon so höflich war, doch das war erfreulich. “Sollte etwas sein, meine Nummer hängt am Kühlschrank und die des Krankenhauses auch.”

“Machen Sie sich keine Sorgen. Kenji und ich werden schon zurecht kommen”, sprach sie und Maron nickte. Sie streichelte ihrem Sohn durch die Haare.

“Sei brav und bis später, mein Stern”, meinte Maron und gab ihm noch einen Kuss auf die Stirn, ehe sie sich auf den Weg zum Krankenhaus machte.

Sie war ein wenig spät dran, weshalb sie sich natürlich beeilte. Es schickte sich nicht am ersten Tag nicht rechtzeitig zur Arbeit zu erscheinen. Noch bevor sie sich weitere Gedanken machen konnte, öffnete sie die Tür des Personaleinganges und lief zu den Umkleiden. Doch ehe sie diese erreichte, krachte sie mit jemandem zusammen und wäre beinahe hingefallen. Jedoch wurde sie von braunen Augen gemustert.

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damit ist das erste Kapitel geschafft

ich hoffe es hat euch gefallen und freue mich über Anregungen und eure Meinungen

wenn es meine Zeit zulässt, werde ich die Geschichte jeden Samstag um ein Kapitel erweitern.
sollte mir dies nicht möglich sein, wird es alle zwei Wochen ein neues Kapitel geben, doch das werde ich euch wissen lassen, sollte es zu Unpässlichkeiten kommen.

In diesem Sinne bis nächste Woche, eure Seredhiel / Seren *Kekse und Kakao da lass*
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