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Liebe überwindet alles

von Mimi85
Kurzbeschreibung
GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P18 / Gen
OC (Own Character) Sebastian Stan
12.09.2020
07.09.2021
7
15.979
4
Alle Kapitel
96 Reviews
Dieses Kapitel
19 Reviews
 
 
12.09.2020 2.272
 
Müde schob sich Mimi ihre Sonnenbrille auf ihre blonden Haare, als ihre Freundin und Arbeitskollegin Nina neben ihr zu quicken anfing. Es war eine kurze Nacht gewesen und doch bereute sie nichts. Sie erwischte sich dabei, wie ihr immer wieder ein Grinsen über ihre Lippen huschte, wenn sie an die vergangene Nacht dachte. Mimi hatte ihren Hund Dodger zu Hause gelassen, bevor sie sich mit Nina treffen wollte. Nina hatte sie voller Euphorie angerufen und gebeten, sie bei ihrer Autogrammjagd zu begleiten. Um wen es ging, wollte ihre Freundin ihr dann doch nicht erzählen. Umso überraschender war sie, als sie ihre Freundin neben sich hörte. Sie lehnte sich in ihrer kurzen Jeans Hotpants und einem Trägertop an die Motorhaube Ihres Toyotas, der von vorne bis hinten zwei Farbwechsel machte. Erst von hellblau nach dunkelblau und schließlich von dunkelblau zu schwarz. Es war kein typisches Amerikanisches Auto. Die Fahrerseite war nicht wie normal auf der linken Seite, sondern auf der rechten Seite. Mit vielen Auflagen hatte ihr Bruder das Auto herüber schiffen können, als sie nach New York zog.
„Da kommt er endlich“, rief Nina aufgeregt
Mimi blickte nach vorne und sah, wie der besagte Schauspieler aus dem Auto stieg. Er lächelte in die Menge und hob zum Gruß die Hand, als er kurzdarauf schon anfing die ersten Autogramme und Fotos mit seinen Fans zu machen. Es war Sebastian Stan. Mimi war schon leicht enttäuscht, da sie jetzt eher wen anders erwartet hatte. Immerhin hätte Nina ihn auch auf Arbeit fragen können.
„Dann los Nina. Hol dir dein Autogramm von ihm.“, ermutigte Mimi ihre Freundin

Mit einem kleinen Stoß in die Seite, deutet sie auf den Schauspieler, der von seinen Fans umkreist wurde. Alle schrien durcheinander und wollten seine Aufmerksamkeit.
„Mimi, ich glaub, ich schaffe das nicht. Wir sollten gehen.“, murmelte ihre Freundin leise.
„Wir haben jetzt nicht fast eine Stunde hier gewartet, damit du zum Schluss den Schwanz einziehst! Die ganze Warterei für nichts“, brummte Mimi ebenso leise zurück, ehe sie auf ihre Uhr blickte. Lange konnte Mimi nicht mehr hierbleiben, ehe sie ihrer Pflicht als Visagistin wieder nachgehen musste.
Auch wenn sie extra am Set Bescheid gesagt hatte, dass sie vielleicht etwas später käme, da sie mit ihrer Freundin auf Autogrammjagd war, konnte sie nicht unendlich lange wegbleiben.
„Kannst du nicht da rüber gehen und mir Autogramm holen?“, nuschelte Nina bittend an ihre Freundin Mimi und klimperte dabei ein wenig übertrieben mit ihren Wimpern.
Die Blondine verdrehte die Augen, entnahm ihrer Freundin das Poster und wandte sich noch mal an sie.
„Du bist doch für gewöhnlich die Autogrammjägerin…“, meinte Mimi grinsend
„Für das Selfie musst du aber alleine geradestehen.“, warf sie hinterher.
Ohne auf eine Antwort von Nina zu warten, schritt sie entschlossen auf den Schauspieler zu.
„Schuldige Sebastian, kriege ich auch ein Autogramm?“, lächelte Mimi Sebastian an, als dieser den Kopf zu ihr drehte.
„Sicher, wie ist dein Name?“, fragte Sebastian, der seinen Blick nicht von der Blonden lösen konnte.
„Das ist nicht für mich, sondern für meine Freundin.“, erklärte Mimi und deutete mit einer kleinen Kopfbewegung an, dass es um die Frau, die ein Stück Abseits stand ging.
Sebastian blickte in besagte Richtung, ehe er etwas verwundert in Mimi ihre blauen Augen sah. Mimi schenkte ihm ein erneutes Lächeln.
„Meine Freundin ist etwas schüchtern.“, versuchte sie zu erklären und hoffte, dass er das jetzt nicht als Ausrede von ihr ansah um sich ein Autogramm zu holen.
Er blickte nun an ihr vorbei und sah, wie die junge Frau etwas schüchtern die Hand hob.
„Nun gut, wie heißt den deine schüchterne Freundin?“, fragte er und widmete sich dem Poster welches ihm Mimi hinhielt.
„Das ist Nina.“, meinte Mimi an Sebastian, der sich schon wieder voll und ganz ihr gewidmet hatte
„Hübscher Name“, meinte er darauf hin, ehe er zu schreiben begann.
Der Stift flog über das Poster, und als er fertig war, war eine kleine Widmung und sein Name zu erkennen. Er blickte wieder auf und suchte den Blick von Mimi. Zum ersten Mal fiel dem Schauspieler dabei auf, dass die junge Frau völlig entspannt vor ihm stand. Kein Anzeichen von Nervosität auch kein Zeichen von Aufregung zeigte. Fast schon etwas gruselig. Das Einzige, was er leicht erkennen konnte, war Müdigkeit. Auch durch das Überschminken, oder zumindest den Versuch, war diese  deutlich zu erkennen. Er war Schauspieler und wusste, wie man versuchte die Müdigkeit zu verstecken.
„Dann möchte sie sicher auch ein Selfie haben, richtig?“, fragte der Schauspieler weiter und hielt Mimi das Poster hin.
„Ja, darüber würde sie sich freuen.“, erwiderte Mimi und konnte kaum den Blick von ihm lösen.
Sie wusste nicht, was es war weshalb sie ihren Blick nicht abwenden konnte. Waren es seine Augen oder doch etwas ganz anders?
„Ich komme gleich zu ihr, wenn ich hier fertig bin.“, lächelte er.
„Das ist nett.“, kam von Mimi und entzog dem Schauspieler das Poster und wandte sich von ihm ab, als sie noch mal seine Stimme hörte.
„Verrätst du mir auch deinen Namen?“
Mit einem Schulterblick schenkte sie ihm als Antwort ein Lächeln. Kein Name. Nichts. Nur ein Lächeln. Doch lange konnte er ihr nicht hinterher blicken, da sich ein Fan in sein Blickfeld schob.


Nina fiel ihrer Freundin freudig um den Hals, als sie das Poster sah. Er hatte sogar noch einen kleinen persönlichen Text geschrieben.
*Trau dich nächste Mal, mich selbst anzusprechen…ich beiße nicht ;)*
„Ich danke dir.“
„Er kommt gleich, wegen dem Selfie.“, erklärte Mimi ihrer Freundin mit einem Lächeln.
Nina drückte ihr Poster noch einmal an sich, um es dann sorgfältig in ihre Tasche zu verstauen. Noch ein kurzer Blick in den Handtaschenspiegel und sie war bereit für den Schauspieler. Mimi schüttelte den Kopf, als sie im Augenwinkel sah wie der Schauspieler auf sie zu kam.
„Hallo Nina. Du wolltest ein Selfie?“, lächelte Sebastian Nina an und sein Blick ging kurz zu Mimi.
Diese wurde das Gefühl nicht los, dass er sicher gern auch ein Bild mit ihr machen würde und hofft das sie ebenfalls nach einem Selfie fragt. So wie er sie immer ansah.
„Hey. Ja sehr gern.“, hauchte Nina und lief rot an, wie eine Tomate
Mit leicht zitternden Händen zog sie ihr Handy vor, als Sebastian es ihr auch schon aus der Hand nahm und sie anlächelte. Er wollte unter keine Umstände das es zu Boden ging, da ihm das Zittern ihrer Hände nicht entgangen war.
„Ich nehme dir das mal lieber ab, bevor es kaputt geht.“, grinste er.
„Danke.“, sagte sie leicht eingeschüchtert
Obwohl seine Aufmerksamkeit bei Nina war, sah der Schauspieler noch mal zu Mimi, die einen Schritt nach hinten machte, als ihr Handy klingelte. Sie verdrehte die Augen, als sie auf dem Display blickte. Um ungestört zu telefonieren, drehte sie sich von den beiden weg und ging ein paar Schritte.
„Ja, Cap?“
„Prinzessin, du musst dringend zum Set kommen.“
„Jetzt? Was ist los?“,
„Ich habe nichts gegen Jenny‘s Arbeit, aber du bist einfach die Beste.“, jammerte der Schauspieler
„Chris…“, seufzte Mimi.
„Bitte Prinzessin.“, nörgelt er
„Ich bin unterwegs“, brummte sie leicht mürrisch
Sie kannte Chris‘ Launen und wusste, dass er nicht gerne andere Leute an seinem Gesicht herum pfuschen ließ. Er war eben ein spezieller Fall, wenn es um seine Visagistin ging und da Mimi seine war, bestand er nun mal darauf das sie sein Gesicht schminkte und nicht irgendwer. Schließlich hatte er Mimi nach so langer Pause wieder und war froh nicht mehr von Jenny geschminkt zu werden. Deshalb war Chris am Anfang dagegen gewesen, als Jenny für sie eingesprungen war.
Kopfschüttelnd wandte sie sich an ihre Freundin, die nun mit Sebastian in einem Gespräch vertieft war, aber immer wieder ein Bild gemacht wurde. Sebastian schien sich für Nina besonders viel Zeit zu nehmen, wie den beiden Freundinnen auffiel.
„Nina, ich fahre zum Set zurück. Cap dreht grad etwas durch.“, grinste sie augenverdrehend und flüsternd.
Es musste ja nicht jeder hören wo sie arbeitete und vor allem mit wem. Manch einer käme womöglich auf die Idee, dass Mimi sich das nur ausdachte, um sich wichtig zu machen. Was jedoch in ihrem Fall keineswegs so war. Auch wenn sie einen berühmten Bruder hatte, blieb das Ansprechen nach einem Selfie oder Autogramm Gott sei Dank aus. Nur ganz selten wurde sie schüchtern gefragt, was sich aber in Grenzen hielt. Dafür geierten oft die Journalisten nach einem Bild von ihr, von denen aber keiner zu sehen war. Die Autogrammstunde war ganz inoffiziell bekanntgegeben worden. Nina war in solchen Fällen immer am besten informiert und dann immer Feuer und Flamme, um das nächste Autogramm zu bekommen. Ihre Sammlung war beachtlich und einige richtige Schätze waren dabei.
„Schuldige, dürfte ich auch ein Selfie haben?“, fragte eine schüchterne Stimme plötzlich
„Klar“, lächelte Sebastian
Er wandte sich an junge Frau, die etwas eingeschüchtert war.
„Ehm, ich meinte eigentlich Sie?“, nuschelte sie und zeigte auf Mimi
Sebastian blickte erst den Fan und dann Mimi verwirrt an. Mimis Mundwinkel zuckten leicht, da hatte sie sich zu früh gefreut.
„Sicher.“, nuschelte Mimi schließlich freundlich
„Toll“, freute sich die junge Frau.
Mit wenigen Schritten überbrückt sie den Abstand, zog ihr Handy aus der Tasche und machte strahlend ein Selfie. Im Augenwinkel sah Mimi wie Sebastian noch immer seinen Blick auf ihr hatte. Das war ihm wohl noch nie passiert. Innerlich musste die junge Visagistin leicht auflachen.
„Vielen Dank. Lieben Gruß an deinen Bruder“, nuschelte die junge Frau noch
„Mach ich“, sagte Mimi lächelnd und damit war der unbekannte Fan auch schon verschwunden.
„Nina, ich verschwinde jetzt wirklich“, rief Mimi
Nina grinste ihre Freundin an und nickte verstehend, und damit war Mimi auch schon verschwunden. Sebastian sah nur noch wie sie in den dreifarbigen Toyota stieg. Allerdings stieg sie auf der nicht typischen linken Seite ein, sondern rechts.
Mimi blickte noch mal kurz durch die getönten Scheiben zu ihrer Freundin und dem Schauspieler, als ihr Blick auf ihren Sitz fiel. Ein Skript. Doch sie schüttelt den Kopf und fuhr langsam durch den New Yorker Stadtverkehr.
Sebastian kannte nur wenige Länder, wo sich die Fahrseite auf der rechten Seite befand und war immer wieder überrascht, wie Leute mit dem Linksverkehr zurechtkamen. Erst jetzt wurde ihm bewusst, dass er seine Chance verpasst hatte. Er wusste noch immer nicht den Namen der Unbekannten. Dazu überraschte ihn, dass sie nach einem Selfie gefragt wurde und sie soll ihren Bruder grüßen. Stand ihr Bruder also in der Öffentlichkeit? Fragte er sich selbst. Ein kleiner Aufschrei von Nina ließ den Schauspieler kurz zusammenzucken und riss ihn somit aus seinen Gedanken.
„Verdammt, ich muss auch zum Set, aber ich habe kein Auto. Wir sind zusammen mit ihrem gekommen.“, murmelte Nina eher zu sich selbst.
„Set? Nicht rein zufällig in den Studios unweit von hier?“
Sebastian‘s Neugier war geweckt. Konnte er so viel Glück haben, dass die unbekannte Frau ebenfalls dort arbeitete? Erwartungsvoll schaute er Nina an.
„Ehm... Ja, genau dort.“
„Das trifft sich gut. Ich kann dich gerne mitnehmen. Ich muss auch zum Set in diese Studios.“, erklärte Sebastian
„Das wäre sehr nett.“ Sagte Nina leicht schüchtern.

Beide hatten sich einen Treffpunkt ausgemacht, wo Nina in seinen Wagen steigen sollte, da er noch einige Fans mit Autogrammen und Fotos glücklich machen wollte. Sebastian blickte Nina verwundert an, als sie auf die linke Seite ging.
„Wolltest du fahren?“, grinste er
„Nein. Sorry. Bei ihrem Wagen ist das alles spiegelverkehrt“, grinste sie zurück
Peinlich berührt stiegt sie dann auf der rechten Seite in den Wagen. Schweigend saßen sie nebeneinander, als der Schauspieler die unheimliche Stille brach.
„Deine Freundin sprach vom Set…?“,
„Ja, sie ist Visagistin am Marvel Set.“,
Sebastian glaubte sich verhört zu haben und in ihm keimte die Hoffnung auf, diese Frau, dessen Name er immer noch nicht wusste, wieder zu sehen. Seine Laune hob sich augenblicklich mehr an. Er musste einfach mehr aus dieser Nina heraus bekommen, was ihre Freundin betraf.
„Kommt es öfters vor das sie nach Selfie gefragt wird? Wer ist sie eigentlich?“, fragte er neugierig
„Sorry, Sebastian. Ich darf leider nicht darüber sprechen. Frag sie das nächste Mal am besten selber.“, zwinkerte sie ihm zu.
„Du arbeitest auch dort, als Visagistin?“, fragte er stattdessen neugierig weiter während er den Wagen durch den Verkehr lenkte.
„Nicht direkt. Ich arbeite in der Kantine und bereite euch mit meinen Kollegen das Catering vor.",
Nina schämte sich etwas. Sie liebte ihren Job, aber zum ersten Mal wünschte sie sich einen anderen Job zu machen. Doch nicht wie erwartet warf der Schauspieler ihr keinen herablassenden Blick zu, sondern sie sah das schönste Lächeln was sie je bei jemandem gesehen hatte.
„Dann machst du die fantastischen Sandwiches, die es jeden Morgen am Set gibt?“, lächelte Sebastian sie an
Das hatte er von seinem Filmkollegen und guten Freund Chris Evans gehört. Dieser war schon seit ein paar Tagen am Set. Für ihn selbst war heute der erste Drehtag. Er musste zuvor noch einige Sachen mit seinem Manager klären, bevor es für den „Bucky“- Schauspieler ans Marvel Set ging. Andere Termine musste entweder abgesagt, oder verschoben werden, wenn er mal frei hatte. Er hatte ein straffes Programm und war unglaublich dankbar, dass Jeffrey, sein Manager, seine Termine alle im Blick hatte und alles organisiere.
Etwas verlegen kratze sich Nina am Hinterkopf und nickte. Wie von selbst sprudelte dem Schauspieler raus, welches Sandwich er am liebsten hatte. Nina grinste den Schauspieler von der Seite an und machte sich im Hinterkopf eine kleine Notiz, sein Lieblingssandwich vorzubereiten, ganz nach Sebastians Wunsch.

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Etwas Werbung machen oder um die Zeit zu überbrücken, bis das nächste Kapitel kommt. Schaut doch bei meiner anderen Sebastian Stan Geschichte "Schicksalshafte Begegnung" vorbei und hinterlässt mir ein kleinen Feedback. Eure Meinung, Tips helfen mir mich zu verbessern. Bitte vergesst das nicht ^.^
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