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Resort of Changes

von Yesaja
Kurzbeschreibung
GeschichteAllgemein / P16 / Gen
OC (Own Character) Tom Hiddleston
10.09.2020
26.10.2020
31
80.069
7
Alle Kapitel
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Dieses Kapitel
2 Reviews
 
15.10.2020 2.212
 
Tom beendete seinen letzten Drehtag mit dem Team und verabschiedete alle in den verdienten Urlaub vor der Promo und Premiere.
Vor seinem Flug nach Colorado, besuchte er Chris in Newark. Bei einem Essen wollten die beiden sich mal wieder austauschen und Spaß haben.
„Wo solls eigentlich hingehen?“, fragte Chris neugierig.
Tom seufzte kurz, bei dem Gedanken daran, dass er einfach mal ein paar Tage von all dem Wegkommen würde. „Colorado. Beaver Creek. Kyle meinte die Skihütte wäre etwas abgelegen, am Waldrand.“
„Lass mich raten, du bist dir nicht sicher, ob du fahren sollst!“
„Am liebsten würde ich Milly sehen! Doch daraus wird nichts, sie hat Geschäftliche Termine und wird erst ein paar Tage später Zeit finden.“
„Das ist natürlich blöd, aber du hast jetzt viel länger ausgehalten.“ Chris leerte sein Glas und räusperte sich.
„Sag mal, wer ist eigentlich dieser Steve?“
Tom zuckte mit den Achseln. „Soviel ich weiß war Milly mit ihm zusammen, bis das alles eskaliert ist. Ein Unternehmer, Selfmade Millionär, Menschenfreund. Ihm gehört der In-Club der Stadt und er hat wohl noch in anderen großen Städten seine Finger drin.“
„Die Bilder in der Zeitung waren auch mehr als eindeutig! Ich wollte mich nur vergewissern, dass ich nicht irgendwie…“ druckste Chris herum und zog das Kinn nach unten.
„Nein schon gut! Milly konnte machen was sie will und ich wusste es schon von Miranda. Ich habe es ja auch erst noch mit Zawe versucht.“ „Und nun hat sie ihn abgelegt und wartet auf dich?“ Tom kicherte. „Ich weiß was du meinst, aber... Ja man kann es so sagen. Milly und er waren zwar so etwas wie ein Paar, aber er scheint wohl einer zu sein, der nichts von Gefühlen und fester Partnerschaft hält. Sie waren sich einig, dass er sich zurückzieht, wenn sie in eine Beziehung möchte.“
„Zu dir also!“, gluckste Chris und hob das neue Bierglas an.
„Kyle hat mir erzählt, dass Steve zumindest immer von „dem Briten“ gesprochen hat.“ Toms Wangen nahmen leicht Farbe an.
„Sie scheint ja was an sich zu haben, schließlich hattest du nach drei Tagen schon Herzflattern. Und in der ersten Woche?“, sah Chris ihn fragend an. Tom nickte und Chris fuhr fort. „Zawe in den Wind geschossen!“, beendete er seinen Dialog.
Tom schnaufte. „Ich kann dir nicht genau sagen was das war, aber ich habe mich sofort wohlgefühlt. Milly und auch ihre Kollegen, haben mich nicht wie einen berühmten Schauspieler behandelt, sondern wie Tom von Nebenan. Sie hat nichts auf den Promistatus gegeben. Ihre ganze Art hat mich fasziniert! Sie ist eine großartige Frau und sie liebt das was sie tut. So eine Leidenschaft, für etwas aufzubringen, um sich unter anderem auch Träume zu erfüllen… Das imponiert mir sehr! Ich weiß was sie dort verdienen und wenn dir dann wieder bewusstwird, wie „ungerecht“ das eigentlich ist. Wir verdienen Millionen, machen was wir lieben und erschaffen etwas für die Leinwand. Diese Leute tragen uns alles vor den Hintern, kümmern sich um unser Wohl und da ist körperlich anstrengende Arbeit neben wenig Schlaf, schon fast harmlos gegen das Verhalten der Menschen, ihnen gegenüber. Ich meine, wir schlafen auch oft wenig, wenn wir drehen und ja, wir strengen uns an, können uns sogar verletzen. Aber ganz ehrlich Chris, wir machen das wenige Monate am Stück, Stundenweise. Die Menschen um uns herum, machen es ja teilweise nicht mal mit Spaß, sondern um zu überleben!“
Chris versuchte ihm gute Gedanken mitzugeben und bei einem Drink in der Bar, abzulenken.
„Ich weiß was du meinst Tom, aber daran können wir nicht wirklich etwas ändern! Wir spenden, wir engagieren uns. Und deine Milly, die wirst du sicherlich auch bald sehen! Es ist nur eine frage der Zeit, bis Zawe aufgibt. Sie ist doch schnell gelangweilt, wenn es nicht um ihre Karriere geht.“
Die beiden saßen noch eine Weile an der Bar und Tom hatte bald das Gefühl, das es wirklich nur noch eine Frage der Zeit war, bis sein Leben wieder etwas Ruhiger ablaufen würde.
„Du bist besser als jeder Psychologe, weißt du das eigentlich?“, grinste er Chris prostend zu.
„Ich weiß, sagt mir meine Frau auch immer!“, lachte er frech zurück und nahm einen Schluck aus dem Glas.
Tom hatte sich in den letzten Wochen und Monaten nicht so befreit gefühlt, wie an diesem Abend und dafür war er seinem Freund mehr als dankbar.


Da Milly sichergehen wollte, dass nichts aus Beas Laden verschwand, half sie vor ihrer Abreise, zwei Tage beim Sortieren und Abtransportieren ins Hotel und die Lagerhalle, die Steve ihr zur Verfügung gestellt hatte. So würde während ihrer Abwesenheit die renovierungsarbeiten stattfinden. Ihr blutete das Herz, bei dem Gedanken daran, dass der Blumenladen nun in fremden Händen war.
Mitten in all den Erinnerungen und Lieblingsstücken, aus dem Geschäft, das sie vom ersten Tage an, als sie auf die riesige Insel gekommen war, liebte und faszinierte, saß Milly mitten im Lagerraum und schniefte vor sich hin.
Kyle und Steve, die sie an dem Tag das erste Mal in Jeans und T-Shirt gesehen hatte, zumindest in der Öffentlichkeit, standen vor dem Rolltor, mit den Armen ineinandergelegt und sahen sie an. „Geh zu ihr Steve!“, gab ihm Kyle einen Stoß gegen die Schulter. „Wieso ich?“ Kyle zog die Brauen hoch und legte den Mund schief. Es waren keine Worte nötig, fand Kyle und verschwand, nachdem Steve verlegen nickend zu ihr zurücksah.
Langsam lief er auf Milly zu und setzte sich neben sie auf den Boden der kleinen Halle und sagte nichts. Er war da, präsent und voller Ruhe. Milly atmete ein paarmal tief durch und sah ihn dann an. Ein sanftes Lächeln lag auf seinem Gesicht. Es war anders als in den Monaten, in denen sie ihn nun kannte, es war noch ehrlicher und – voller Liebe. „Danke!“, flüsterte Milly und griff nach seiner Hand. „Nichts zu Danken Milly, das weißt du!“, ließ er seinen Daumen über ihre Finger gleiten. „Ich habe in all den Jahren nicht einmal daran gedacht, dass mein Leben mal so ablaufen könnte oder dass mir jemand den Blumenladen unterm Hintern weg kauft! Was ist dieses Jahr bloß los?“ Steve schüttelte den Kopf. „Ich habe keine Ahnung Milly! Für uns alle hat sich seit Sommer etwas verändert. Mal mehr, mal weniger groß oder bedeutend. Sieh die Kyle an. Der hat sich jetzt, nach dem Tod von seinem Vater, wieder zu dem Gewandelt, den ich aus der Schule kenne. Er ist reifer geworden, wie ich scheinbar auch! Er wird den Traum seiner Eltern weiterleben. Du wirst ebenso deinen Weg gehen, egal wie und wo, das weiß ich Milly. Du musst dir nur selbst vertrauen!“
„Ich weiß was ich kann und wie ich mir meine Wünsche oder Träume erfüllen kann, ich brauche nur Zeit und das kann, wie man hier sieht, auch schnell nach hinten losgehen! Was ich will, ist im Moment ganz einfach. Meine Ruhe! Meine Ruhe und …“ Milly seufzte auf. „..Tom. Ich will Tom!“
Steve schloss die Augen kurz und schmunzelte. „Natürlich! Dann lass los Milly. Lass das hier alles los und hol ihn dir! Es ist egal was die Medien wollen, es ist egal was seine Ex will, es zählt nur, was ihr wollt! Und da ist es egal ob ihr nach 3 Tagen Herzchen in den Augen habt oder nach 3 Monaten! Hör einfach nicht hin und lass die Kritik an dir abprallen!“

„Glaubst du, ich kann mit ihm in London leben? In dem Land, der Stadt, in dem auch sie ihre Heimat hat? Wir wissen alle wie ekelhaft die britische Presse ist! Hier habe ich meine Ruhe, denn irgendwann werden die Fuzzis bei Fiona verschwunden sein!“
„Dann muss er die meiste Zeit hier wohnen, ganz einfach! Und wir müssen uns nicht von dir trennen.“ Grinsend starrte er gerade aus, spürte Millys Blick, der von der Seite sein Profil abscannte.
„Sieht mich nicht so an!“
Milly schmunzelte leicht. „Warum?“
„Das macht mich Nervös!“
„DU? Der Mann mit den Stahlharten Nerven? Der Mann, dem die ganze Stadt gehören könnte, wenn er wollte?“, amüsierte sie sich auf seine Kosten.
Im Bruchteil einer Sekunde, warf er sie um, wie Hulk Thor in New York. Nur das Milly nicht wegflog, sondern lediglich mit dem Oberkörper zur Seite wegfiel und die Beine weiterhin in einem Schneidersitz verknotet waren. Zumindest einen Moment. „Ich habe dir gesagt, an dem Abend im Archies, dass ich Spuren hinterlassen werde, alter Mann!“, kicherte Milly und hievte sich hoch. Steve sah ihr Kopfschüttelnd und einem sanften lächeln nach. „Ja, hätte ich dich Mal nicht mit in mein Penthouse genommen! Frauen!“
„Vorsicht!“, hob Milly den Zeigefinger.

Zurück im Penthouse, packte sie ihren Koffer. Versorgt mit genügend dicker Winterkleidung und drei Kleidern, auf die die Männer bestanden hatten, inklusive der hohen Heels. Die waren Milly nach wie vor suspekt.
Zusammen mit Steve, fuhr sie nur wenige Stunden später, zu einem Abschiedsessen mit ihren Freunden. Sie war zwar nur eine Woche weg, aber das wäre seit vielen Jahren das erste Mal, also bestand Miranda darauf.
An Steves Arm, betrat sie das Pool Haus, das eigentlich geräumt wurde, um es zu renovieren. Doch Miranda hatte dort einen großen Runden Tisch aufbauen und schmücken lassen. Sie wollte eine schöne Atmosphäre, ohne Gäste des Hotels.
Mit einem Cocktail stand Milly an der improvisierten Bar und lachte über Jasons Witze, als Miranda endlich ebenfalls eintraf. Hinter ihr kamen Kyle und Zoe, Kyles Cousine in den Raum. Milly stürzte auf Miranda los und zerrte sie am Arm weg von allen anderen. „Hey, mach mal langsam, was ist denn los?“ Milly riss die Augen auf. „Was los ist? Na, ich will wissen was der Arzt gesagt hat!“
Miranda schnaufte und legte Milly die Hände auf. „Später, bitte!“ Damit drehte sie sich weg von Milly und gesellte sich zu Jason und Steve, um sie zu begrüßen. Milly legte ihre Augen in schlitze. Irgendetwas verheimlichte sie ihr!

Unter den strengen Blicken Millys, setzte sich Miranda irgendwann an den Tisch. Das sie keinen Alkohol trank hätte ein Indiz sein können, doch auch bei einem Magenproblem, würde man das nicht trinken. Milly setzte sich ihr gegenüber, Steve und Jason an ihren Seiten. Zoe und Kyle an Mirandas. Georg und Ole, hatten durchaus Millys Blick entdeckt, hielten sich aber lieber raus und warteten auf den Showdown.
„Könntest du aufhören so zu gucken?“, flüsterte ihr Steve irgendwann ins Ohr. „Nein, sie verheimlicht mir was und ich möchte wissen was!“ „Ehm, wie wäre es mit warten?“
„Warten? Ich warte seit Tagen! Das verstehst du nicht!“, wiegelte Milly ab.
„Du willst wissen ob sie schwanger ist und von wem, stimmts?“ Blitzschnell zuckte Millys Kopf in Steves Richtung. „Woher?“ Steve kicherte und nahm einen Schluck von seinem Wein. „Die Wände haben Ohren und ich, wie soll ich sagen. Ich wäre ein guter Sherlock geworden!“
Millys Augen legten sich in erschöpfte Schlitze. „Dein Ernst?“
Antworten konnte Steve nicht mehr. Kyle hatte sich erhoben, um ein paar Worte zu sagen.

„Guten Abend und danke das ihr gekommen seid, um diese kleine Furie da vorn auf ihre erste Geschäftsreise zu entlassen!“, lachte er laut auf. Milly zeigte ihm lächelnd den Mittelfinger und griff dann nach ihrem Glas.
„Milly wird morgen nach Amerika fliegen und wichtiges für unser Hotel regeln. Ich muss sagen, ich bin stolz auf dich Milly, dass du das Machen wirst! Ich hätte mir keine bessere Vertreterin wünschen können, schade, dass du in Zukunft wohl öfter in London rumhängen wirst! Es gibt aber noch andere Dinge, die ich mit euch besprechen möchte! Das Resort wird sich verändern, das habe ich euch bereits mitgeteilt. Viele Umbauideen habe ich in den letzten Wochen noch einmal abändern müssen. Zusätzlich wird es Personelle Änderungen geben! Zum einen werde ich für meine Vertreterin eine Vertreterin suchen müssen oder sagen wir so, ich habe sie schon gefunden! Da es immer nur um ein paar Monate am Stück sein wird, haben Miranda und ich uns geeinigt, dass sie Milly vertreten wird, sollte sie sich außerhalb des Hotels aufhalten, sprich in London oder wer weiß, Amerika.“
Miranda lächelte zufrieden und sah zu Kyle auf. Milly war überrascht, damit hatte sie nicht gerechnet, aber sie fand es großartig. „Wer sagt euch denn eigentlich allen, dass ich mich n London aufhalten werde?“, fragte Milly neugierig und erntete Gelächter ihrer Freunde.
„Wer so verrückt nach einem Briten ist, der wird sich nicht lange ohne diesen irgendwo aufhalten können!“, grölte Steve und hob ihr das Glas prostend vor das Gesicht. „Das klang leicht abwertend!“, brummte Milly und sah ihm tief in die Augen. „Du weißt, Briten sind auf der einen die Charmanten Gentleman und auf der anderen, macht man sich gern über sie lustig!“
„Und was ist mit Mirandas Job? Macht sie das dann nebenbei?“, fragte Jason, der sich morgens mit Miranda besprach. „Das ist der andere Punkt, den ich ansprechen muss! Miranda wird nächstes Jahr nur bis zum Sommergeschäft arbeiten, dann wechselt sie in den Mutterschutz!“
Während allen beteiligten der Unterkiefer aufklappte, sprang Milly quietschend auf. „Nein! Hatte ich also recht!“, deutete sie auf ihre Freundin, die Tränen in den Augen hatte vor Glück. „Wer ist der Papa? Ich meine, der hat dich von den Frauen weg…“ „Ich!“, brummte es dazwischen. Milly plumpste zurück auf ihren Stuhl, den sie nur erwischt hatte, weil Steve sie am Arm hielt. „Du?“, starrte sie wie benebelt in die Richtung des Kindesvaters. „Ja ich! Und wenn du nichts dagegen hast, würden wir gern im Resort heiraten!“
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