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Resort of Changes

von Yesaja
Kurzbeschreibung
GeschichteAllgemein / P16 / Gen
OC (Own Character) Tom Hiddleston
10.09.2020
26.10.2020
31
80.069
7
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10.09.2020 2.483
 
Voller Tatendrang Eilte Milly vorneweg und erzählte von den Pflanzen und Tieren, die es um und manchmal im Resort gab. Sie war es durch ihre Führungen mit mehreren Personen so gewohnt und dachte sich nichts dabei und Tom beschwerte sich auch nicht. Im Hotel boten sie in der Ferienzeit für jeden die Führungen an. Da kamen selten Promis und wenn, hatten diese keine Probleme damit auf Fans zu stoßen.
Außerhalb der Saison waren dann ausschließlich Promis im Haus, mit denen sie eher selten wanderte.
Die begleitete sie, wenn überhaupt, nur durch den Dschungel Abschnitt, außerhalb des Grundstücks.
Tom sah ihr hinterher und war erstaunt, dass sie trotz der bald auftauchenden Mittagssonne, so schnell unterwegs war. „Wenn Sie hier rechts über die Palmen hinwegsehen, können Sie die Dächer der Stadt erkennen!“, deutete Milly über ihre geliebten Palmen.
„Wie lange gibt es das Resort denn schon?“, fragte Tom Neugierig. Er hatte den Geheimtipp von einem Filmpartner bekommen und zuvor nie etwas davon gehört.
„Schon viele Jahre. Aber in diesem Ausmaß erst rund Zehn. Hier stand zuvor nur das Hotel und die Pool Landschaft. Das Theater kam ein Jahr danach und wurde wie gesagt, regelmäßig genutzt, um Ferienspiele und so etwas zu veranstalten“, erklärte Milly. „Aber die Menschen kamen irgendwann nur noch zum Entspannen und Erkunden her. Sie wollten sich nicht auf eine Steintreppe setzen und sich etwas auf der Bühne vorspielen lassen. Kinder brachte bald keiner mehr mit, weshalb auch das wegfiel.“ Milly blieb stehen und sah Tom an.
„Wenn Prominente kommen, erholen sie sich am Pool, im Kasino oder in der Bar. Die Jungen gehen abends in die Stadt und lassen sich nachts wieder hochfahren. Die einzigen die so richtig agil sind, sind die Rentner oder Familien in den Ferien. Dann ist hier wirklich alles voll und ich habe drei Wanderrunden am Tag. Eltern mit Kindern und Rentner mit Erkrankungen dürfen nicht allein Wandern. Viele kommen auch um hier Fotos zu machen.“
Ein Lächeln legte sich auf Milly Gesicht. „Hochzeitsfotografen, Models und viele mehr. Einmal sogar ein Filmteam!“, nickte sie verträumt und ging dann weiter. Diesmal etwas langsamer.
„Ein Filmteam?“
„Ja, das war vor meiner Zeit. Es wurden Aufnahmen am Pavillon und dem Theater gemacht. Sie werden in den nächsten Tagen sehen, warum oder Sie schauen sich die Fotos bei unserem Fotografen an.“

Die beiden wanderten eine gute halbe Stunde den Weg entlang und manchmal zeigte sie ihm abseits des Weges die Futterplätze für Tiere oder Nester der Vögel.
„Sie können bei Sonnenaufgang sehen, wie die Vögel ihre Nester verlassen, um Futter zu suchen. Es ist so früh besonders schön hier draußen. Vielleicht schaffen Sie es mal hier entlang zu joggen.“
„Mrs. Amiri, darf ich darum bitten mich Tom zu nennen? Ich... Wir sind schließlich drei Wochen hier und ich denke, man wird sich öfter sehen, außerdem fühle ich mich dann so alt.“ Er reichte ihr die Hand und schmunzelte.
„Miss Amiri. Ich bin weder verheiratet noch geschieden. Ich heiße Milly, aber wir dürfen uns nur bei den Vornamen nennen, wenn ich nicht im Dienst bin. Es ist verboten sich mit den Gästen anzufreunden, sie unförmlich oder unhöflich anzusprechen oder gar eine Affäre mit ihnen anzufangen. Deshalb werde ich im Hotel trotzdem Mr. Hiddleston sagen müssen.“
„Na dann werden wir mal besser keine Affäre haben würde ich sagen!“, fing Tom laut an zu lachen.
Milly wurde in der Sekunde knallrot und legte beschämt die Hände ins Gesicht.
„So habe ich das nun nicht gemeint. Oh mein Gott, was müssen Sie nun von mir denken.
Es ist nur... Ich wollte nur die Regelung näher erläutern!“, schnaufte Milly aus und drehte sich von ihm weg.
„Schon gut, ich habe das schon richtig verstanden, dass muss dir nicht Peinlich sein! Ich fand es nur sehr lustig und ich musste es einfach verwenden, diese Vorlage untergehen zu lassen, wäre eine Verschwendung gewesen. Außerdem hatten wir uns gerade geeinigt das du Tom sagst, oder?“, legte er die Arme ineinander.
„Sorry, ja. Ich muss nur aufpassen, ich brauche den Job noch eine Weile.“

Tom deutete mit einer Hand den Weg entlang. „Dann einigen wir uns darauf, dass wir uns hier Tom und Milly nennen und im Hotel bleiben wir ganz förmlich, einverstanden?“
„Einverstanden!“, nahm sie an.
„So, da wir das nun geklärt haben, wie lange arbeitest du schon hier und warum? Ausgenommen dieser Wunderschöne Aussicht natürlich!“
„Seit knapp sechs Jahren bin ich nun hier. Ich habe damals Urlaub unten in der Stadt gemacht und dort...“ Milly brach ab und fügte dann in einem schnellen Satz hinzu: „Ich habe den Weg hier rauf gemacht und mich sofort wohlgefühlt.
Die Besitzer waren sehr nett und haben mir einen Job angeboten, als sie erfahren haben, dass ich Floristin bin. Sie hatten da gerade angefangen in allen Blockhütten und Zimmern, Pflanzen unterzubringen und die Halle zu Renovieren.“
„Einfach so, ohne Vorbereitung in ein anderes Land ziehen? Das ist ein mutiger Schritt!“
„Manchmal sollte man Risiken eingehen oder Dinge tun, die nicht zu einem passen.“
„Ohne meine Familie könnte ich nicht lange Leben und wenn ich mir nun vorstelle, dass du hier lebst und deine Eltern sind Meilen entfernt. Das ist unvorstellbar.“
„Sie leben seit einem Jahr unten in der Stadt.“ Milly grinste, damit schien er nicht gerechnet zu haben. Er schaute etwas verlegen. „Da war ich wohl zu voreilig!“ „Etwas!“, kicherte Milly.
Eine Weile schwiegen die beiden und liefen den unebenen Weg entlang. Immer wieder blieb Tom stehen und Fotografierte. Als er ein Selfie von sich machte, dachte Milly das er den Weg vor sich fotografierte und grinste, ohne wirklich zu sehen, was vor ihr passierte. „Es ist noch ein ganzes Stück!“ „Wie lang ungefähr? Ich finde es tatsächlich angenehm zu laufen.“ „Halbe Stunde schätze ich.“
Tom sah auf die Uhr und schien zu überlegen. „Ich denke morgen schaffe ich mehr. Kommt man dann auch zu einem Aussichtsplatz?“
„Wenn Sie, wenn du allein oder mit Zawe gehen möchtest, kann ich eine Karte aus dem Büro holen. Circa zwanzig Minuten nach der Hütte, kommt eine Plattform und weitere zehn Minuten weiter, kommt der Pavillon. Aber da kannst du derzeit nicht allein rauf. Es ist zwar nicht hoch, aber die Unfallvorschriften verbieten es.“
„Ich gehe stark davon aus, dass sie nicht mit mir dort hoch klettern wird, aber je nachdem wie er aussieht, würde ich ihn mir denke ich schon gerne ansehen.“
„Dann würde ich empfehlen zuerst nachzusehen und dann einen Termin mit mir abzusprechen oder mit Georg natürlich. Dann kannst du dort rauf und ihn dir genau ansehen.“
„Habt ihr den Kletterschein?“
„Nein, so schwierig ist es nicht. Es geht eher darum, dass niemand einfach so und als Mutprobe die Felsen hochklettert. Es ist nicht hoch, aber durch die hohe Luftfeuchtigkeit, rutschig. Uns sind da schon ein paar Möchtegern Profis runter gesegelt. Sicherheitshalber muss einer von uns dabei sein und die Sicherheitsseile befestigen, an denen man sich hochziehen kann und diejenigen unterweist, wie und wo sie entlanglaufen sollen. Es geht vielleicht 5 Meter in die Höhe.“
„Das hört sich Human an, da bin ich dabei.“
„Ich lasse mich überraschen!“ Milly zupfte an ihrer Gürteltasche und zog die Wasserflasche hervor. „Wir haben jetzt noch vielleicht zwanzig Minuten, dann kommt die Hütte.“
„Das ging schnell!“, wischte sich Tom den Schweiß von der Stirn und trank ebenfalls etwas Wasser. „Die Zeit vergeht hier gefühlt schneller, da solltest du dich dran gewöhnen! Unser Paradiesisches Fleckchen, hat schon so manchem Gast das Herz gebrochen! In Null Komma nichts, sind die Drei Wochen vorbei und keiner weiß wohin.“
„Das wäre schade, wenn ich mich nicht erinnern könnte. Es ist tatsächlich schöner als ich dachte.“
„Viele Glauben das es einfach nur ein Resort zwischen Palmen ist. Ohne Geschichte, ohne die schönen, alten Steingebäude, die Natur und den verdammt schönen Ausblick. Die Stadt bietet die Partymeile, den Luxus und den Sandstrand. Auf der anderen Seite eine tolle Altstadt mit süßen Boutiquen und Cafés. Ruhe wird doch selten noch gesucht. Normalität ist langweilig.“
Tom blickte zu Milly, die sich auf einen großen Stein gesetzt hatte und in die Ferne sah.
„Ich wäre froh, wenn ich ab und zu Normalität hätte. Mein Leben läuft auf der Überholspur ab. Ich bin ja froh Erfolg zu haben, ich liebe meinen Beruf, aber privat wäre mir Ruhe und Privatsphäre doch lieber!“, erzählte Tom mutig. Er hatte das Gefühl Milly vertrauen zu können.
„Ist es überhaupt möglich eine Beziehung zu führen ohne von der Presse verfolgt und zerrissen zu werden?“ Milly riss die Augen auf. „Oh, Entschuldigung, das war unprofessionell. Ich darf nicht... Gott, das... Vergiss es einfach, ich habe nicht gefragt. Wir gehen am besten weiter.“

Tom sah ihr nach und kicherte. „Schon okay, ich habe keine Probleme damit.“
„Darum geht es nicht. Zu privat werden ist nicht gut. Mir ist es nicht erlaubt und es kompliziert alles. Ich muss einen gewissen Abstand waren zu unseren Gästen und das kann ich so nicht.“ Milly lief weiter und wedelte dabei mit den Händen. Tom wusste was sie meinte, es amüsierte ihn trotz allem, dass sie so reagierte.
Ohne weiter darauf einzugehen, lief er neben ihr her.
„Warum werden die Gäste eigentlich so getrennt? Ich konnte in der Ferienzeit nicht buchen, da zu viele Familien eingebucht waren. Wie ist das Konzept?“, fragte Tom, um sie wieder etwas aufzulockern.
„Wir haben, dieses Jahr zumindest noch, eine Partnerschaft mit einem Reiseunternehmen. Familien, Rentner und junge Paare, sind seit Jahren die Geldbringer für unser Domizil. Aber mehr kann ich nun wirklich nicht sagen. Sorry.“
„Schon okay, ist in meinem Beruf nichts wirklich anders.“
In der Ferne konnten sie die Umrisse der Berghütte erkennen. Davor stand einer der Mitarbeiter, den Milly zuvor informiert hatte. „Ist das der Ort, an dem unser Spaziergang endet?“, fragte Tom neugierig, obwohl er die Antwort schon kannte. „Ja ist es. Tito wird dir eine Erfrischung anbieten und du kannst dich bequem setzen und die Aussicht genießen. Wenn du dann zurück gehen möchtest, würde er dich Begleiten.“
„Soll das Heißen, das meine Begleitung mich nun sitzen lässt?“ Tom spielte empört und schmunzelte.
„Die Begleitung ist seit heute Morgen um 5 Uhr im Hotel unterwegs, hat auf ihr Mittagessen verzichtet und möchte nun in den verdienten Feierabend, wenn es dem Herrn genehm ist.“
„Natürlich, auch wenn es sehr schade ist, da ich gerne noch eine Erfrischung mit dir zu mir genommen hätte. Dann wünsche ich schon mal einen erholten und entspannten Feierabend, ehe wir ankommen, denn dann muss ich wieder Sie sagen, richtig?“
„Jein. Du kannst Milly sagen, der Gast ist König! Ich darf das aber nicht. Vielen Dank und entschuldige, aber ich bin wirklich ausgebrannt für heute.“ Millys Blick wanderte an dem schlanken Briten hinauf, der sie anlächelte. „Ich kann es verstehen, wirklich! Ich werde mich dann morgen mit dir besprechen, wegen den nächsten Wanderungen, in Ordnung?“
„Kein Problem, ich bin bis 12 Uhr im Blumenladen und danach noch eine Stunde im Hotel unterwegs. Irgendwo wirst du mich finden.“
„Super, dann bedanke ich mich herzlich für die Begleitung, es war sehr lehrreich und die Aussicht, grandios.“
„Sehr gerne, Mr. Hiddleston. Sollten Sie dazu noch Fragen haben, wissen Sie, wo sie mich erreichen können. Ich wünsche Ihnen einen wunderschönen Abend!“ Milly beugte sich ein wenig vor und lächelte, ehe sie sich in die Hütte, in eine Liste eintrug und den Weg zu ihrer Hütte nahm. Tom sah er hinterher und nahm einen Schluck von dem Eistee, den Tito ihm hingestellt hatte. „Das ist der Weg zurück zum Hotel und zu unseren Wohnungen“, grinste Tito Tom an. „Danke!“, nickte dieser zurück.

Kaum das Milly in ihrer Hütte angekommen war, schoss sie die Schuhe in die Ecke und riss sich alles vom Körper, dass sie trug und beförderte es in die Waschmaschine. Nach einer ausgiebigen Dusche schlüpfte sie in eine Shorts und ein Bikini Oberteil, schnappte sich ein Buch und verschwand nach draußen. Jetzt wollte sie nur noch faul auf der Liege gammeln und die Beine hochlegen. Georg würde ihr sicherlich noch etwas zu essen aus der Stadt mitbringen, wenn er den Aufstieg zurück zum Resort geschafft hatte.
Zufrieden schnaufend, lehnte sie sich zurück und schloss einen Moment die Augen. Dieser Tag war irgendwie verrückt geendet, aber angenehm verrückt! Tom war ihr tatsächlich sympathisch und das war eine Tatsache, die sie nicht nur beruhigte, sondern auch vieles erleichterte. Wenn er nun auch so ein Snob gewesen wäre, hätte sie dieser Führungen unmöglich machen können. Jetzt musste sie nur aufpassen, dass die Kolleginnen sich zurückhielten. Eine Gerüchteküche, wollte sie nicht entstehen lassen.

Tom hingegen war mit Tito zusammen zurück zum Hotel gelaufen und direkt zum Hotelzimmer weiter gegangen. Zum einen wartete dort Zawe und zum anderen, brauchte er dringend eine entstaubende Dusche.
„Da bist du ja endlich, wo warst du denn so lange?“, wisperte die schwarzhaarige gequält unter der Bettdecke hervor. Die Klimaanlage war auf Polarkälte gestellt und Tom schüttelte sich erschrocken. „Willst du dich einfrieren, um länger frisch zu bleiben, oder was soll das?“, drehte der das Thermometer auf angenehmere 16 Grad. „Eine Mitarbeiterin hat mir etwas aufs Zimmer geschickt und sagte, dass ich es kühl machen soll, damit sich die Migräne lösen kann. Es hat auch gut geholfen, aber ich spüre sie noch immer hinter den Augen.“
Zawe deute mit den Fingern an, wo der Schmerz lag. Tom schaute sie mitleidig an. „Es tut mir leid, dass dir die Hitze hier so zu schaffen macht. Das konnte nun wirklich niemand ahnen! Zum Glück kennt sich Milly damit aus! Sie sagt, dass es jeden Tag besser wird und am dritten komplett verschwunden sein wird. Du sollst abends spazieren gehen und versuchen Morgens ebenfalls raus zukommen und nur die Mittagshitze zu meiden. Im Hotel ist es gekühlt, du kannst zum Frisör, ins Kasino, zum Fotografen oder in die Bar. Sie haben einen kleinen Spa Bereich und einen Blumenladen. Dort arbeitet Milly unter anderem.“ Zawe hatte Tom aufmerksam zugehört und irgendwann die Augenbraue verschoben. „Wer ist denn Milly?“ „Das ist die junge Frau, die dir das geschickt hat und mit mir die erste Wanderung gemacht hat. Es ist wirklich wunderschön hier! Du musst dir das unbedingt ansehen Zawe. Vielleicht schaffst du es ja morgen mit mir mitzukommen. Ich wollte am Nachmittag noch eine Wanderung machen.“
„Ja vielleicht. Das können wir morgen beim Frühstück besprechen!“, lächelte Zawe gekniffen. „Dann kann ich mich ja bei ihr bedanken für die schnelle Hilfe“, fügte sie noch an und hielt Tom ihre Hand entgegen. „Ich möchte erst duschen gehen, ich bin voller Staub, entschuldige.“ „Kein Problem, geh nur. Wollen wir im Restaurant essen oder in die Stadt gehen?“, rief sie Tom ins Badezimmer hinterher und schlüpfte aus dem Bett. „Mir wäre es recht, wenn wir hier im Restaurant essen würden. In die Stadt können wir in den nächsten Tagen noch vorbeisehen.“
Schnaufend schob Zawe das Kleid wieder in den Schrank, dass sie sich gerade ausgesucht hatte. Wenn sie hierbleiben würden, brauchte sie das nicht. „Okay, wenn du meinst. Aber dann machen wir morgen was ich möchte, okay?“ Mit einem Sommerkleid im Carmen Stil, ging sie nun ebenfalls ins Badezimmer.
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