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Resort of Changes

von Yesaja
Kurzbeschreibung
GeschichteAllgemein / P16 / Gen
OC (Own Character) Tom Hiddleston
10.09.2020
26.10.2020
31
80.069
7
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Dieses Kapitel
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28.09.2020 2.459
 
Mit zitternden Händen und leicht bebendem Körper, saß Milly in Kyles Büro, nicht mehr so mutig und selbstbewusst, wie sie es sonst war, sondern fast zerbrechlich und in sich gekehrt. Donna lehnte sich in Kyles Chefsessel zurück und starrte Milly eine weile einfach nur an. Sie schien zu genießen, dass Milly ihr nicht die Stirn bot, sondern Angst hatte, vor dem was nun folgen würde.
Millys Magen verkrampfte sich und die Übelkeit breitete sich in ihrem Körper aus. Sie hatte das Gefühl ihren Herzschlag würde man bis zu Donna hören. Schweißperlen bildeten sich unweigerlich auf ihrer Stirn. Mit einem schiefen lächeln schob sich Donna an den Schreibtisch und klappte eine Mappe auf, die vor ihr lag. Quälend lange sah sie auf die Blätter darin und schürzte immer wieder die Lippen und gab ein spöttisches: „Tztztz“, von sich.
Irgendwann hielt Milly es nicht mehr aus und bettelte schon fast nach einer Erklärung. „Donna, könntest du mir jetzt bitte einfach sagen was los ist? Du hattest jetzt deinen Spaß! Das ist gesetzlich nicht erlaubt und unzumutbar was du hier tust!“
„So, siehst du das so? Ich mache nicht außer mir das hier anzusehen und zu überlegen, was ich mit dir tue! Ich bin Personalchefin und muss dafür sorgen, dass ihr euch an die Regeln haltet. Du warst in den letzten Jahren ein Musterbeispiel für jeden Mitarbeiter und jetzt? Ich bin enttäuscht von dir Milly!“
Millys Blick lag auf den Papieren, in der Hoffnung selbst etwas zu erkennen, doch leider hob Donna immer wieder einen Zettel an.
„Ich habe die Gerüchte erst nicht Glauben wollen, gerade weil du immer diejenige warst die sich immer an die Regeln des Hauses gehalten hat, die andere ermahnte und ihren Job mehr als zufriedenstellend erledigt hat. Aber nach der E-Mail, die ich bekomme, habe und… Wie soll ich sagen, dem zufälligen Sichten eines Fotos, welches diese Aussage unterstreicht, muss ich sagen, konnte ich nicht anders!“
Mit steinerner Miene warf sie Milly die Mappe hin. „Hier, sie es dir an!“
Um Donna nicht noch mehr triumphieren zu lassen, mobilisierte Milly letzte Kräfte, um das Zittern der Finger nicht in das Papier überschwappen zu lassen. Ihr blick fiel sofort auf den Absender der E-Mail. Zawe.


…. Musste ich feststellen, dass ihre Mitarbeiterin, sich schamlos an meinen Verlobten herangemacht hat. Sie müssen sich nur das Foto ansehen, dass ich ihnen mitgesendet habe!
Ich erwarte das dies Konsequenzen mit sich bringen wird!

Diesen Satz las Milly immer und immer wieder. Warum erzählte Zawe so etwas? Doch bevor sie dagegen Protestierte, sah sie sich die anderen Zettel an, die sie in der Hand hielt. Zawe hatte das Bild mitgeschickt, auf dem Tom auf dem Stein vor dem Wasserfall stand und Milly fest in seinen Armen hielt.
Ebenfalls fand sie Notizen von Donna.

-Milly begründet ihr zu spät kommen mit verschlafen. Mitarbeiter*in erwähnt, dass ein Mann aus ihrem Haus kam.
- Zimmermädchen erzählt mir, dass seit Tagen das Bett von Mr. Hiddleston unberührt ist.
- heute gehe ich mit ihr auf das Zimmer und sehe ein gerahmtes Foto auf dem Bett liegen. Abgebildet er mit Milly.
-Bei Millys Poolbar Dienst, wird beobachtet, dass sie sich besonders um Mr. Hiddleston bemüht und zwischendrin einfach verschwindet, nachdem er nur wenige Minuten zuvor gegangen war. Gesichtet wurden beide in der Lounge. Gäste bestätigen, dass sie längere Zeit im Getränkelager waren. Zutritt ausschließlich für Mitarbeiter!
- Milly bietet Nachtspaziergang an und am nächsten Morgen finden wir Mr. Hiddleston in ihrem Schlafzimmer.

„Donna, du weißt schon, dass du nicht in seinem Zimmer schnüffeln darfst?“ Milly tränengetränkter Blick ging auf die selbstgefällige Blonde. „Habe ich nicht! Ich habe das Zimmermädchen begleitet, die mir sagte, dass sie seit Tagen keine komplette Zimmerreinigung machen muss. Das Bild lag offen auf dem Bett und tut es wahrscheinlich immer noch.“
„Wer sagt das ich mit ihm geschlafen habe und das da mehr ist? Ich habe Miss Ashton niemanden ausgespannt, dass behauptet sie jetzt nur, weil sie gekränkt ist.“
Donna schnaufte und kratzte sich mit ihrem langen Fingernagel an der Nase. „Hör zu Milly, ich muss euch nicht in Flagranti erwischen, ich habe den Mann in deinem Schlafzimmer erwischt, nach dem er von dem Nachtspaziergang nicht zurückkam. Du weißt unser Empfang ist Kamera überwacht! Er geht und kommt erst morgens wieder. Die Fotos, selbst wenn sie gestellt sein sollten, sagen mehr aus, als du gerade zugeben willst! Deine Gefühle interessieren mich einen Scheiß! Sex mit Gästen ist und bleibt verboten und du nimmst ihn mit in den Getränkeraum, während der Arbeitszeit!“
„Beweis es mir!“, knurrte Milly leise.
„Muss ich nicht, ich muss nur an den richtigen Schrauben drehen! Das ich dich jetzt vor die Tür setze, müsstest du ahnen. Wenn du die klappe hältst und nicht versuchst dich mit weiteren Lügen weiter reinzureiten, bekommst du deinen Lohn für den Rest der Hauptsaison. Das Haus räumst du bis Ende des Jahres! Die Kündigung kannst du dir gleich mitnehmen, liegt der Mappe bei. Keine Sorge, ich habe von allem eine Kopie!“

Nach Luft schnappend, griff sich Milly alles und stürmte aus dem Büro. In Tränen aufgelöst, rannte sie an allen vorbei, fuhr mit dem Aufzug ins Erdgeschoss und platzte in den Personalraum. Dort knallte sie die Mappe auf den Tisch, zog das Schloss ihres Spints auf, in dem Wechselklamotten waren und zog die Cargo Shorts aus. In ihren privaten Jeans Shorts, fühlte sie sich gleich wohler. Das wenige Private warf sie in eine Tasche, stopfte die Mappe hinein und atmete hart aus. Vor ihr standen Ronda, Miranda und Zoe, die sie sprachlos anstarrten. „Zufrieden?“, giftete Milly Ronda an, holte aus und feuerte ihr die flache Hand ins Gesicht. „Miststück!“, presste Milly durch die Zähne und verließ den Raum mit nur einem Ziel – Tom!

Da sie nicht davon ausging, dass er in ihrer Hütte wartete, fuhr sie zurück in den 6. Stock. Blind durch ihre Tränen, steuerte sie das Zimmer an und klopfte wie wild dagegen. Tom war tatsächlich dort und riss sofort die Tür auf, als er sie gehört hatte. „Milly, was ist los?“, nahm er sie sofort in seine Arme und schloss die Tür.
Schluchzend erzählte sie ihm alles. Kopfschüttelnd las er die E-Mail von Zawe. „Was glaubt sie, was sie damit erreicht? Ich werde das Klären Milly, das verspreche ich dir!“
„Es wird nichts bringen Tom, ich wurde aufgrund unserer Aktivitäten gefeuert! Es ist nun mal verboten und ich habe dagegen verstoßen!“
„Das werde ich trotzdem nicht unkommentiert lassen! Sobald Kyle zurück ist, werde ich mit ihm reden!“
„Viel Spaß, der kommt erst Sonntagabend oder Montagmorgen wieder. Wie jedes Wochenende!“
„Was machst du jetzt? Kann ich dir helfen?“
„Ich muss aus dem Haus raus und das soll ich bis Ende des Jahres räumen. Ich werde zu Bea gehen. Die Frau hatte wieder den richtigen Riecher! Sie ist unsere Hellseherin! Oft sieht oder spürt sie Dinge, wenn sie dich ansieht oder berührt und das hat dann Hand und Fuß.“
„Willst du nicht hierbleiben?“ „Ganz ehrlich Tom, das möchte ich nicht. Ich will nicht als Zielscheibe Dienen!“
„Verstehe. Dann komme ich zu dir.“
„In das kleine Bett? Na Prost Mahlzeit!“, durchbrach ein lächeln das traurige Gesicht.
„Wir finden schon einen Weg.“ Tom legte seine Wange an ihren Kopf und verzog das Gesicht. Das würde Zawe erklären müssen!
„Warum war ich nur so blind? Warum?“ Milly drückte sich aus Toms Armen und blitze ihn wütend an. „Wären diese dämlichen Fotos nicht gewesen, hätte deine „Verlobte“ sie nicht gefunden, hätte sie nie diese E-Mail geschrieben. Hätte ich mich nicht in denen Augen verloren und wäre von deinem Lächeln weich geworden, und verdammt, wären diese Fotos nie entstanden, wäre all das nicht passiert!“ Milly wurde lauter, verzweifelter. Tom versuchte sie zu packen und beruhigend auf sie einzureden. „Dann wäre es anders passiert! Außerdem war ich nicht mit ihr verlobt!“
„Das macht es jetzt besser? Du fliegst nächste Woche zurück in dein Leben und ich? Ich habe alles verloren! Meinen Job, mein zuhause und meine Träume! Alles! Und wenn ich nicht in der Stadt arbeiten kann, verliere ich nach und nach mein erspartes, weil Bea mich nicht bezahlen kann. Ich muss sagen, läuft bei mir!“ Während sie Tom alles vor die Füße knallte, lief sie zur Tür. „Es war ein Fehler mein Herz an dich zu verlieren! Ich werde das was zwischen uns war nie vergessen, es war etwas Besonderes und es hat mir gutgetan, aber wie ich es hinterm Wasserfall schon gesagt habe, dafür wird mich der Teufel holen!“ Tom konnte nicht schnell genug reagieren, da war die Tür schon ins Schloss gefallen und Milly den Flur hinuntergerannt, in den offenen Aufzug.

So schnell wie in diesem Moment war sie noch hie in ihrem Blockhaus angekommen. Den Koffer auf die Couch gepfeffert, füllte sie ihn mit ihren Klamotten und wichtigen Dingen. Zum Glück hatte sie ganz private Dinge und Erinnerungen bei ihren Eltern oder im Schließfach der Bank. Den Rest würde sie holen, wenn sie das Haus räumte. Ihr schluchzen und Weinen wurde lauter und kräftiger. Der schmerz überrollte sie immer mehr. Sie hatte gerade alles verloren, ihr komplettes Leben und für was? Für eine Affäre. Für einen Mann in den sie sich gerade Hals über Kopf verknallt hatte, obwohl sie wusste, dass er wieder abfliegen würde.
„Das alles machte nie Sinn, nie!“, schrie sie auf. Vor den Rosen kam sie zum Stehen. Langsam fuhr sie mit den Fingern durch die Blüten, versuchte sich an den Moment zu erinnern, sich daran festzuklammern, wie glücklich sie war. Die salzigen tränen tropften unaufhörlich auf die zarten Blätter. Entschlossen nahm sie den Eimer und stellte ihn auf die Veranda. Am liebsten hätte sie in die Stufen hinuntergestoßen. Überfordert mit allem, sackte sie zwischen Küche und Couch zusammen, legte ihre Hände an ihre Oberarme und hockte sich auf ihre Schienbeine und Füße.
Minutenlang brüllte sie die Wut heraus, bis sie von zwei Händen umfasst und nach oben gezogen wurde. „Milly, bitte lass mich helfen!“, bat Tom und drückte sie fest in seine Arme.
„Du kannst mir nicht helfen Tom! Es ist vorbei, ich bin hier Geschichte, mein Leben und meine Träume sind Pfutsch.“
„Sag das nicht Milly.“ „Willst du es nicht verstehen, es ist vorbei…“
„Milly, Was Zawe getan hat ist unverzeihlich und das werde ich mir ihr klären sobald ich zurück in London bin. Und auch wenn wir gegen die Regeln verstoßen haben, sie kann dich nicht einfach vor die Tür setzen! Lass mich helfen und mit Kyle reden. Ich habe mich ganz bewusst für dich und gegen eine Beziehung entschieden, die lange keine mehr war.“
Milly drehte sich aus seinen Armen und starrte ihn an.
„Wenn das schon lange keine mehr war, wie du sagst, dann dürfte bei euch ja auch nichts mehr gewesen sein! Ich zumindest könnte das nicht. War das noch was?“
„Was bringt es dir, wenn du es weißt? Ich war bis zu Zawes abreise noch in einer Beziehung, wenn auch eine irreparable!“ „Sag es mir doch einfach.“ Milly flüsterte nur noch, ihre kraft wich und die Stimme versagte. „Wir haben uns nach einem halben Jahr beruflicher Trennung vor etwa sieben Wochen in Frankreich getroffen, wo sie die Monate zuvor gearbeitet hat. Und...“ Tom schnaufte und sah verlegen zu Boden. „...letzte Woche.“
„Okay. Dann hast du ihr letzte Woche also noch Hoffnungen gemacht.“ „Ich musste selbst erst mit meinen Gefühlen klarkommen Milly. Ich wollte es ebenso wenig wahrhaben wie du, dass da was passierte in mir! Verdammt, ich wollte mich nicht Hals über Kopf in etwas stürzen, ohne zu wissen, wo es endet! Aber Ich musste feststellen, dass ich Zawe nicht mehr liebe und das Vertrauen … sie hat in meinem Handy spioniert. Und mehr als alles andere wollte ich dich Milly! Und das will ich immer noch.“
Mit seinen Daumen wischte er ihre Tränen weg und gab ihr einen Kuss. Erst Blockte Milly ab, doch bei dem versuch aus seinen Augen zu kommen, seine Hände loszulassen, zerriss es ihr fast das Herz. Mit einem Satz war sie an ihm hochgesprungen. Ohne einen Gedanken daran zu verschwenden was man hören und sagen würde, liebten sie sich intensiver als je zuvor.


Tom lag dicht an ihrem Körper und schlief. Milly hatte sich mit viel Kampf wachgehalten und kletterte nun aus dem Bett. Im Wohnzimmer sammelte sie ihre Kleidung ein, schlüpfte hinein, zog sich ihre Sneaker an und steckte das Laptop und die Ledermappe in ihre Tasche. Vollbepackt verließ sie Zur Mittagszeit ihr Haus, ihr Leben und all das, was sie sich aufgebaut hatte. Auf dem Weg zur Einfahrt hatte sie den Fahrer angerufen und ihn gebeten sie abzuholen und in die Stadt zu fahren. Sie suchte weder Jason und Freddy noch Miranda und Zoe, oder Tito und Rico. Sie ging, ohne sich umzudrehen. Ihre Tränen waren vertrocknet und ihr Herz gebrochen.
Tom wachte auf, als es laut an die Tür hämmerte. Miranda hatte Feierabend und suchte nun nach Milly. „Tom, weißt du wo sie ist? Was ist überhaupt passiert?“
Total verschlafen wischte er sich über die Augen und sah sich um. „Ich habe nicht mal mitbekommen, wie sie verschwunden ist. Hat sie keinen Zettel hinterlassen?“ „Jein. Sie hat nur ein Sorry in einem Herz an den Spiegel gemalt. Ehm und... du hast da...“ Miranda deutete verlegen an ihr hinteres Schulterblatt. „ein Kussmund. Ich schätze ein Abschiedskuss?“

Damit Tom aufstehen konnte, ging Miranda zurück in den Wohnraum und schloss dir Tür zum Schlafzimmer. Jason saß auf der Couch und sah sie fragend an. „Er weiß nichts.“
Tom stellte sich im Badezimmer an den Spiegel, besah sich den Kuss auf seiner Schulter und seufzte. Sie war weg.
Entschlossen zog er sich seine Sachen an und stürmte zu den anderen beiden. „Bea! Wir müssen zu Bea, sie hat dort ein Zimmer.“
In Windeseile waren die drei an Jasons Auto gerannt und in die Altstadt gefahren. Das Auto hatte nicht mal ganz gestanden, da war Tom auch schon rausgesprungen. Bea saß vor ihrem Geschäft und riss die Augen auf, bei dieser Aktion. „Mein Junge, das solltest du in Zukunft lassen!“ „Bea... Bea, weißt du wo Milly ist? Hat sie das Zimmer genommen?“, schnaufte Tom und fiel vor der alten Dame auf die Knie.
„Sie hat für ein halbes Jahr im Voraus bezahlt und ist dann wieder in das Taxi gestiegen. Sie sagte sie muss nachdenken. Es tut mir leid, wirklich.“ Verzweifelt fuhr er sich durch die Haare und hockte sich neben sie auf den Boden. „Denk an meine Worte, Hör immer auf dein Herz, egal was in Zukunft für Entscheidungen anstehen!“
Tom sah ihr in die erfahrenen Augen und nickte. „Versprochen, aber jetzt muss ich Milly finden!“ „Du wirst sie finden, wenn sie will, dass du sie findest!“
Mit angezognenen Knie sah er sich um und legte dann seine Stirn an die Arme und schloss die Augen. Nun waren sie schon zu zweit, die alles verloren hatten, was ihnen wichtig war.
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