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Resort of Changes

von Yesaja
Kurzbeschreibung
GeschichteAllgemein / P16 / Gen
OC (Own Character) Tom Hiddleston
10.09.2020
26.10.2020
31
80.069
7
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Dieses Kapitel
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24.09.2020 2.253
 
Bepackt mit einer Fotomappe, die er von Ole bekommen hatte, machte sich Tom auf den Weg zu seinem Zimmer. Bei der Durchsicht der Bilder, wurde ihm bewusst, wie bescheuert er eigentlich war und dass er jetzt endlich eine Entscheidung treffen musste. Auch wenn es ihm alles andere als leicht viel.
Nachdem er das Zimmer betreten hatte, erkannte er Zawe auf dem Balkon. Sie lag mit einer Decke auf der Liege und schien entspannt. Die Lederne Fotomappe legte er auf das Sofa und nahm die letzte Hürde. „Zawe ich bin zurück, geht’s dir besser?“
„Ich habe dich schon gehört, ja mir geht’s besser, setzt du dich zu mir, ich muss dir was sagen.“, drehte sie sich in seine Richtung. „Ich muss auch mit dir reden!“, ging er auf den Balkon und setzte sich ihr gegenüber auf den Korbsessel. „Zawe ich, ich weiß nicht, wie ich anfangen soll!“ „Wie wäre es am Anfang? Oder du lässt mich zuerst!“, grinste sie ihn an.
„Wir haben diesen Urlaub gebucht, um uns daran zu erinnern, wie wir als Paar funktioniert haben, wie sehr wir uns eine Familie gewünscht haben und glücklich waren", erklärte er. Zawe nickte. „Ja und auch wenn es sehr holprig ist, ich denke es hat sich gelohnt!“, säuselte sie.
„Zawe, das einzige was sich verändert hat, ist mein Empfinden! Ich kann das nicht mehr!“
Das Lächeln wich aus ihrem blassen Gesicht. Ihr Blick ging wild auf dem Balkon umher. Immer wieder schnappte sie nach Luft und versuchte zu dem, was sie da gerade hörte, etwas zu sagen, doch es gelang ihr nicht recht. Ihre Stimme krächzte leicht, als sie die kraft fand ihn anzusehen. „Du willst mir nicht gerade sagen, dass du dich von mir trennen willst? Tom, dass…das kann nicht dein Ernst sein!“
„Doch Zawe, das ist mein Ernst! Wir haben uns verändert im Verlauf des vergangenen Jahres und das weißt du genau so wie ich! Wir haben es versucht und du musst doch selbst merken, dass weder die Woche in Frankreich vorher noch der anschließende Urlaub hier, irgendetwas verändert hat. Ganz im Gegenteil! Ich merke das wir uns nicht mehr nah genug sind und ich für jemanden Gefühle habe, dem ich aus Dummheit bereits das Herz gebrochen habe. Wahrscheinlich beende ich den Urlaub als einsamer Idiot, der zwei großartigen Frauen gegenüber nicht ehrlich sein konnte und alles verlor, ich weiß es nicht, aber ich werde nicht resignieren und tun, als wäre nichts. Ich will es nicht irgendwann bereuen!“
„Aber Tom ich…“ „Nein Zawe, bitte! Ich lasse mir ein anderes Zimmer geben und hole morgen meine Sachen hier raus.“
Er sah Zawes Tränen, wischte sie weg und gab ihr einen letzten Kuss. „Es tut mir leid!“
Aus dem Zimmer schnappte er sich eine Garnitur Wäsche, die Mappe von der Couch und das Ladegerät seines Handys und verschwand durch die Tür. Neben der Couch stand Zawe in Tränen aufgelöst und hielt ein Foto in der Hand, das auf dem Boden gelegen hatte. Tom und Milly lachend am Meer.
Es versetzte ihr einen Stich und weinend sackte sie auf die Couch.


„Es tut mir leid zu hören Mr. Hiddleston, ich werde sehen was sich machen lässt. Ich kann Ihnen aber nichts versprechen, wir sind immer ausgebucht in den Sommermonaten.“ Zoe tippte wild auf die Tasten und suchte eine Übernachtungsmöglichkeit für Tom, der mit einem Kleidersack im Arm vor ihr stand. „Ein kleines Zimmer, irgendetwas mit einem Bett würde reichen!“, erklärte er und hoffte, dass er nicht zurück aufs Zimmer musste.
„Ich kann Ihnen anbieten Ihre Sachen hier zu Lagern und ich suche etwas für sie. Gehen Sie solange an die Poolbar und entspannen Sie sich.“ Tom gab ihr dankend den Kleidersack, hielt sich aber an der Fotomappe fest. „Danke, die nehme ich mit.“ Zoe sah ihm nach und versuchte Miranda oder Rico zu erreichen. Es gab kein Zimmer, zumindest nicht in den nächsten Stunden.
Alles rotierte und überlegte. Irgendwie mussten sie ihn doch unterbringen können. Irgendwann war man soweit ihm das Zimmer von Jason zugeben der eh nie darin schlief, als der Computer aufleuchtete und eine Abreise deklariert wurde. „Abreise? Wer reist ab?“ Zoe öffnete den Eingang. „Ehm, okay. Da verabschiedet sich in einer guten Stunde Miss Zawe Ashton und bittet um den Koffer und Fahrservice. Bei wem hat sie denn bitte angerufen?“, wunderte sich Zoe und starrte aufs Telefon.
„Ist doch egal, er kann sein Zimmer behalten, das ist wichtiger. Ich geh es ihm sagen, dann hat er eine Sorge weniger!“ „Es würde mich ja Mal interessieren, was los war! Er sagte, sie sei krank und er bräuchte ein anderes Zimmer und sie gibt ebenfalls Krankheit als Begründung an. Irgendwie komisch!“
„Das geht dich nichts an Zoe! Und nun an die Arbeit!“, fauchte Miranda und lief in die Richtung der Poolbar. Auf einem der Barhocker, erkannte sie das Häufchen Elend und steuerte ihn direkt an. „Hey, wir brauchen kein Zimmer für dich, du kannst deines behalten!“, erzählte sie diskret und ruhigem Ton. „Miss Ashton verlässt uns in der nächsten Stunde. Wir werden dann das Zimmermädchen hochschicken, um es schnell zu reinigen. Willst du erst noch sehen ob Wertsachen herumliegen?“
Mit weit geöffneten Augen sah er Miranda an. „Sie reist ab?“ Ein vorsichtiges Nicken bestätigte. „Okay, dann... Dann werde ich hochgehen und nachsehen, bevor ihr es reinigen lasst, danke!“ „Wenn du ihr noch etwas sagen willst, dann tue es jetzt!“, gab ihm Miranda noch einen Tipp und wendete sich dann ab. Tom legte sein Gesicht in die abgestützte Hand und schnaufte.

Toms Magen zog sich unweigerlich zusammen, als er zusah, wie Zawe in den Wagen stieg und davonfuhr. Was war nur aus ihnen und ihrer Beziehung geworden? Wie konnten sie sich so schnell entfremden? Bei ihr war es anders, als bei den Frauen zuvor und er hatte wirklich das Gefühl sie wäre die Frau fürs Leben! Wie konnte dann ein halbes Jahr, so viel zerstören?
Im Zimmer fand er den Ring, den er ihr geschenkt hatte und einen Zettel.

*We will wait in London. *

Er schnappte sich alles was er fand und verstaute es im Koffer, ehe er Platz für das Zimmermädchen machte.

Bedrückt ließ er den Abend in der Lounge ausklingen. Die Gläser mit Brandy liefen gut und bescherten ihm einen festen Schlaf, aus dem er auch erst relativ spät am Morgen erwachte.

Milly hatte sich wie versprochen erst um ihr Zimmer gekümmert, damit der Student dort ohne Probleme einziehen konnte und hatte Bea dann noch geholfen, die frische Blumenlieferung anzuschneiden und ins Wasser zustellen, ehe sie sich verabschiedete und den Weg zurück in ihr Blockhaus antrat. Je näher sie dem Resort kam, umso aufgeregter wurde sie. Es gab mit betreten des Grundstücks, keine Möglichkeit mehr, Tom aus dem Weg zu gehen und irgendwann würde es sich nicht mehr verhindern lassen, dass sie miteinander redeten. Beas Worte waren seit Stunden in ihrem Kopf Achterbahn gefahren. Immer und immer wieder hörte sie die Aussagen, dass sie sich nehmen sollte was sie bekam, dass sie genießen sollte und nicht weglaufen. „Er hat sich doch bereits entschieden!“ Es waberte zwischen ihren Synapsen. Doch hatte sie sich auch schon entschieden? Sie wusste es selbst nicht.

Sie lief mit ihrer geschulterten Tasche auf direktem Wege zu ihrem Haus. Sie wollte niemandem begegnen und reden schon gar nicht. Sie riss alle Fenster auf und warf ihre Wäsche in die Maschine. Für einen Moment fühlte sie sich wieder zuhause. Sie liebte dieses Haus und war froh es zu haben, auch wenn ihr Traum anders aussah.
Den Nachmittag wollte sie am Theater verbringen, dort würde sie niemand finden und wissen, dass sie zurück war.
Mit ihren Farben und einer Mappe voller Leinwände suchte sie sich einen Platz Rund um die Bühne. Sie war keine begnadete Malerin, eher abstrakte Kunst eines Leihen, aber es entspannte sie.

Zwischen den Büschen und Bäumen, raschelte es irgendwann. Milly nahm an, dass es der Hund der Security war, der sich immer hier oben aufhielt und malte unbeirrt weiter.
Erst als sie Schritte wahrnahm, drehte sie sich um.
Vor ihr auf den großen Stufen stand Tom, der ihr ein verzweifeltes lächeln schenkte.
„Ehm, Hy?“, druckste sie heraus und lächelte ebenfalls. „Kommst du öfter her?“ Tom presste ein Lachen hervor und schüttelte den Kopf. „Ist mein zweites Mal und was soll ich sagen, ich bin ein Glückspilz!“
Milly drehte sich wieder zu ihrem Bild und setzte den Pinsel an. „Dann genieß die Aussicht, es wird wohl nicht mehr lange stehen, Kyle will es abreißen lassen und einen Wellness Tempel errichten für die Stars und Sternchen.“
„Wie bitte?“ „Das alles hier wird geebnet und ein Gebäude errichtet, in dem sich die VIPS entspannen können. Der Pavillon wird zu Sauna. Mein Job war dann Mal ein Job. Schön, oder?“ „Wann und warum? Ist er so eiskalt?“ „Kyle ist ein Arschlock okay! Er wird alles vernichten, wofür seine Eltern und alle anderen Mitarbeiter Jahrelang gearbeitet haben. 5 Jahre Tom, dann ist alles nicht mehr das, was es jetzt ist!“
„Was hast du dann vor?“ „Ich träume jeden tag davon den Blumenladen von Bea zu übernehmen, aber ich kann es mir nicht leisten. Ich weiß nicht ob sie diese 5 Jahre noch warten kann. Ich fühle mich in dieser kleinen süßen Stadt willkommen und akzeptiert. Dieser Laden ist wie mein persönliches Spa!“ Tom sah ihr dabei zu, wie sie mit dem Pinsel die Farbe auf der Leinwand verteilte und ihr Herz ausschüttete.
„Malst du schon lang?“, ging er auf sie zu und sah sich die Bilder genau an. „Hat man je damit aufgehört? Wir alle fangen im Kindergarten an und kritzeln beim Telefonieren auf irgendwelche Zettel.“ Mit erhobener Augenbraue schielte sie zu ihm rüber und verkniff sich ein lachen.
„War ganz schön ruhig die letzten Tage!“, sagte er leise und nahm einen der Pinsel in die Hand. „Ruhig? Hier? Kann ich mir nicht vorstellen, wenn ich ehrlich bin!“ „Doch, da hat jemand gefehlt der mich unterhält!“ Milly legte die Palette ab. „Jason und Freddy waren doch da!“, grinste sie schelmisch und zog mit dem Pinsel eine Linie. Tom tunkte seinen in die Farbe und malte Milly einen Punkt auf die Nase. „Ich meine dich Milly!“
Perplex sah sie ihn an. „Hast du mich gerade angemalt?“ „Ja und ich tue es wieder, wenn du mir weiter ausweichst!“
„Ich weiche dir nicht aus, ich erhalte den Nötigen Abstand zwischen uns! Das am Samstag war verdammt unprofessionell von mir und darf nicht mehr vorkommen.“
Mit ihrem Malerlappen wischte sie über ihre Nase, was das Ergebnis schlimmer machte als besser und hockte sich auf die Bühne. Tom sah ihr nach und legte den Pinsel zurück auf seinen Platz.
„Das hätte nicht passieren dürfen, verstehst du? Du bist in einer Beziehung, hast deine Freundin dabei und ich...“ „Milly hör auf, bitte!“, stellte sich Tom zwischen ihre Knie und rieb über ihre Oberarme. „Zawe ist abgereist. Ich habe ihr von dem Kuss erzählt und dass ich... Dass ich Gefühle für dich hege.“ Tom druckste herum, sprach leise. „Du hast was?“, fragte Milly ungläubig nach. „Ich habe angefangen Gefühle für dich zu entwickeln Milly! Ich habe mich die letzten Tage selbst gequält und gefragt ob es richtig ist. Und ja verdammt, es ist richtig!“ „Nein bitte, tu mir das nicht an!“ Fluchtartig versuchte sie von ihm wegzukommen, doch Tom hielt sie fest. „Nein Milly, här auf wegzulaufen!“ Vorsichtig griff er nach ihrem Kopf und drückte sie in seine Richtung. „Milly bleib bei mir!“, flüsterte er und schaute ihr tief in die Augen. Mit dem anderen Arm umfasste er ihre Taille und presste sie an sich. „Tom bitte.“ Doch Millys Bitte und das was sie tat, passte nicht zusammen. Sie legte ihren Arm in seinen Nacken und ließ zu, dass er sie küsste. Diesmal schob sie ihn nicht gleich wieder von sich, sondern ließ es zu und erwiderte.
Mit dem anderen Arm um seinen Nacken, schaffte es Tom sie komplett zu umschließen und anzuheben. Er setzte sie wieder auf die Bühne und ließ seine Hände an ihren Seiten entlanggleiten. Es fühlte sich so verdammt gut und richtig an und er bereute keine Sekunde davon.


Nach ihrer Knutscherei am Theater, trennten sich ihre Wege. Sie schickte ihn zurück zum Hotel, er durfte nicht bei ihr gesehen werden, sie brauchte ihren Job schließlich noch ein paar Jahre. Das Tom mit Miranda schon etwas geplant hatte, bevor sie wussten, dass er sie schon vorher treffen würde, wusste Milly nicht.
Nach dem Abendessen machte sich Tom in seinem Zimmer fertig und wartete an der Poolbar auf Miranda. Es dauerte nicht lang, bis diese Aus dem Pool Haus kam. „Hallo Tom, alles klar?“ Nickend lächelte er sie an. „Wir haben gleich halb elf und die Gäste werden sich zum Kasino und die Lounge begeben. Sobald niemand mehr zu sehen ist, kannst du den Weg hier nehmen und zu Milly Haus schleichen. Weder meine Kollegen noch die Gäste haben Einblick, aber pass auf, es stehen nur winzige Laternen dort, es ist dunkel. Hier hast du eine Taschenlampe. Geh am besten direkt durch zur Blockhütte. Und sollte sie dich nicht gleich zum Teufel jagen, um 4:00 Uhr musst du dort wieder verschwinden, da werden hier alle wach für den Frühdienst.“ „Ich danke die Miranda!“ „Dank mir wenn’s funktioniert hat!“ „Habe ich!“, grinste er und stand auf. Verwirrt sah sie ihm nach.

Nach einem Rundgang im Hotel, verschwand er in der Dunkelheit. Er hatte die Fotomappe dabei, die er Milly zeigen wollte. Aufgeregt kämpfte er sich den Weg entlang, bis er das beleuchtete Haus vor sich sah. Sein Herz schlug wild in seiner Brust. Er freute sich auf sie und die nächsten Stunden.
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