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Von Teenies an Eltern

GeschichteAllgemein / P6
08.09.2020
08.09.2020
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Leitfaden für die perfekte Eltern-Kind-Beziehung
(basierend auf meinen Erfahrungen und Erzählungen anderer Teens)

Das hier richtet sich an all die Menschen auf dieser Welt, die sich ELTERN schimpfen. Hier sind die Gedanken eines Teens an euch dort oben, die ihr uns ständig, kritisiert, beschimpft und niedermacht. Ihr, die nach Hongkong fliegen und uns daheim versauern lassen; uns verurteilt, weil wir eine eigene Persönlichkeit und Interessen haben, die sich eurem beschränkten Fassungsvermögen entziehen. Das geht an den Menschen, der mich gezeugt hat und in mir nur sich selbst sieht, nie auch nur an seiner Meinung kratzen will und nie zuhören will.

Regel 1: Ihr habt einen neuen Menschen geboren, nicht euch selbst. Egal wie ähnlich dieses Häufchen Mensch euch sieht, es ist nicht euer perfektes Abbild! Ihr seid nicht die Künstler, denen eine neue weiße Leinwand zur Verfügung gestellt wurde. Ihr stellt nur die Farben und Geräte bereit, beratet und führt die ersten Versuche.

Regel 2: Ihr seid Lehrer und (anfangs) auch Organisatoren. Eure Aufgabe ist es zu lehren, zu organisieren und niemals zu kontrollieren. Ihr sollt nicht den Weg bauen, strukturieren und planen. Ihr sollt nur das Licht auf ihn richten und erklären, was an seinem Rand liegt und was es alles braucht, um ihn zu meistern.

Regel 3: Spaß ist jedem erlaubt! Aber das muss auch jeder lernen und jeder hat andere Bedürfnisse, vergesst das nicht. Ihr habt andere Bedürfnisse als eure Kinder und umgekehrt. Das muss jeder wissen und nach meinem Gefühl weiß das bestenfalls nur einer von euch und meist nicht ihr. Also redet und entscheidet gemeinsam!

Regel 4: Es ist eine neue Zeit, mit anderen Möglichkeiten, Bedürfnissen und Zuständen. Im Klartext bedeutet das: Es soll NICHT eure Kindheit sein! Wie bereits erwähnt: neuer Mensch, neue Interessen.

Regel 5: Manchmal ist es erlaubt sich an anderen ein Beispiel zu nehmen. Es ist nicht schlimm sich zu ändern, mal aus den gewohnten Mustern auszubrechen. Seid nicht so steif! Niemand wird euch verurteilen, weil ihr eure Meinung geändert habt. Noch viel eher wird man euch verurteilen. Seid offen für alles!

Regel 6: Niemand ist perfekt! Ihr nicht, eure Kinder nicht. Deshalb: Verurteilt sie NIEMALS wegen ihrer eigenen hart erkämpften Persönlichkeit. Glaubt mir, es IST ein Kampf - Tag für Tag - , da braucht man nicht noch extra Steine in den Weg geschmissen zu bekommen.

Regel 7: Wie die liebe Yoncé Banks schon sagte: “Bitte akzeptiert alle Menschen.” Es ist okay, gegen gewisse Ansichten zu sein. ABER solange es nicht Kiffen, Rauchen, sich nachts betrinken unter 16, Pornosdrehen, Auto ohne Führerschein fahren oder irgendwas anderes Illegales ist, BITTE verurteilt oder beschimpft sie deswegen. Lasst sie einfach ihr Leben leben. Wenn man es nicht ausprobiert hat, woher soll man dann wissen, wie es sich anfühlt?

Regel 8: Love is everything! Liebt eure Kinder doch einfach noch etwas, denn dazu gehört die Macken des anderen zu respektieren, zu akzeptieren, zu tolerieren und zu lieben.



Mit diesen Gedanken verabschiede ich mich. Aber eine Bitte: nehmt euch meine Worte bitte zu Herzen oder widmet ihnen wenigstens ein kleines Fitzelchen eurer Zeit um über sie nachzudenken.

Ich ziehe meinen imaginären Hut vor euch und verabschiede mich hiermit.

#ichgegenhass #nevergiveup
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