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Neun Jahre

GeschichteSchmerz/Trost, Liebesgeschichte / P18
Futakuchi Kenji OC (Own Character)
07.09.2020
23.11.2020
17
36.679
8
Alle Kapitel
25 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
19.10.2020 2.351
 
Hallo meine Lieben,

Schon wieder Montag?! Wo rennt nur die Zeit hin. Kann es gar nicht glauben dass eine weitere Woche rum ist! Um euch den Wochenstart zu versüßen gibt es ein neues Kapitel, hoffe es gefällt euch. Bin sehr gespannt was ihr dazu zu sagen habt und freue mich und bin äusserst gespannt auf eure Rückmeldungen!

An dieser Stelle eine kleine Triggerwarnung! Aizawa lässt in diesem Kapitel Aussagen vom Stapel, die absolut NICHT meine persönliche Meinung wiederspielgeln! Jedoch ist dies und vor allem sein Charakter für den weiteren Storyverlauf wichtig. Mehr will ich an der Stelle gar nicht verraten, sonst spoiler ich euch zu sehr.

Ein riesiges Dankeschön ❤️❤️❤️ für die neu dazugekommen zahlreichen Favoriten-Einträgen und das neue Sternchen. Das überrascht mich jede Woche aufs neue und freue mich über jedes einzelne riesig! ❤️❤️❤️ So etwas motiviert mich total!!! :-*
Ebenso ein grosses Dankeschön an alle die immer noch mit dabei sind! ❤️❤️❤️

Weiterhin gilt, ich freue mich ebenso über Reviews mit konstruktiver Kritik, Lob und anderen Anmerkungen, egal ob diese öffentlich oder per PN bei mir ankommen. Also haut auf die Tastatur wenn ihr möchtet. XD
Danke für die ganze Reviews, die vorallem per Privatnachricht eingehen. ❤️
Ebenso freue ich mich auch über weitere Empfehlungen und Favoriten. ❤️

Dann wünsche ich euch nun einen entspannten Restmontag und einen guten Start in die neue Woche!

Lange Rede kurzer Sinn viel Spass beim Lesen!

Liebe Grüsse
Yuki ❤️
_______________


Widerlich?!


"Fuck! Fuck! FUUUCK!" wie von der Tarantel gebissen rannte ich die Treppe ins Erdgeschoss hinab. Was war ich doch für ein Idiot?! Shit, war das peinlich! Seit dem Moment als Iwashita meine Badezimmertür geöffnet hatte, brachte ich nichts weiter fertig als ihr auf die Brüste zu starren, welche sich unter meinem Shirt nur allzu deutlich abzeichneten. Das musste die Schwarzhaarige doch gemerkt haben, ich hoffte dass dies nicht der Fall war. Obwohl spätestens als ich stammelte wie der letzte Vollidiot, wegen dem… Haartrockner??? Ach, keine Ahnung, es war einfach zu schräg und surreal, das da ein Mädchen in meiner Dusche duschte, zwischen meinen dreckigen Klamotten. Wann wurde das alles so schräg? Dieser verdammte Sommerregen war an der ganzen Scheisse schuld! Seufzend und mit unglaublicher Hitze im Gesicht öffnete ich die Türe zum kleinen Hauswirtschaftsraum, in dem die Waschmaschine und der Trockner stand. Iwashitas Jeansshorts, sowie das dunkelblaue Shirt flogen als erstes zu meinen eigenen nassen Sachen in das Gerät, erst dann wurde mir bewusst was ich da noch in den Händen hielt. Erschrocken warf ich Keikos Unterwäsche direkt zum Rest der nassen Wäsche, ein unglaubliches Kribbeln raste von meinen Händen über meine Arme in meine Wirbelsäule. Dieses Gefühl jagte weiter meine Nervenbahnen hinab ehe es sich in meinem unteren Rücken sammelte und schier zu explodieren schien. Was sollte das? Warum passierte ausgerechnet mir das? Weshalb gerade jetzt? So eine Situation, in der ich tatsächlich mal die Unterwäsche eines Mädchens in den Händen halten sollte, stellte ich mir definitiv anders vor. Wütend über mich selbst, haute ich regelrecht auf die Knöpfe der Maschine, als sei diese Schuld an der ganzen Situation. Fahrig fuhr ich mit den Händen durch meine feuchten Haare, versuchte ruhig zu atmen, während das Ding vor mir zu arbeiten begann. Die lauter werdenden, gleichmässigen Geräusche beruhigten mich, meine Atmung wurde endlich wieder langsamer, normalisierte sich. Bereits nach der Tür greifend bemerkte ich das etwas wesentliches fehlte, weshalb ich eigentlich vorhin in mein Zimmer ging, nur Shorts hatte ich angezogen, das Shirt vergessen. Wie bescheuert war ich eigentlich? Hastig schaute ich mich um, entdeckte einen frisch gewaschenen und säuberlich zusammengelegte Stapel Wäsche im Regal, mit dem Waschmittel. Erleichtert atmete ich aus, durchwühlte den Stapel und fand eines meiner Shirts, eilig warf ich es mir über und machte mich auf in die Küche. Hunger hatte ich nicht wirklich, aber ich wollte das Keiko was gegessen hatte und da sie alleine garantiert nichts aß, blieb mir wohl nichts anderes übrig.

Genervt wälzte ich mich ein weiteres Mal von einer zur anderen Seite im Bett, der Wecker strahlte mir die Uhrzeit höhnisch entgegen. In neongrünen Ziffern zeigte dieser  mir die nächtliche Zeit von 02:08Uhr an, wann konnte ich das letzte mal wegen  meiner Gedanken nicht einschlafen? Seit zwei Stunden lag ich bereits im Bett, hatte es mit einer Dokumentation über Mathe versucht, welche mehr als langweilig war, genauso ein Buch welches ich aus der Not heraus angefangen hatte, jedoch musste ich die Sätze dutzende Male lesen um zu verstehen was da stand. Meine Konzentration war einfach wie weggefegt, somit hatte ich mich entschieden einfach die Dunkelheit meines Zimmers anzustarren, was genauso wenig funktionierte. Seufzend stand ich auf machte mich auf den Weg ins Erdgeschoss, allein meine geschlossene Badezimmertür verursachte wieder eine abgeschwächte Version des Kribbelns von heute Nachmittag. Im Dunkeln holte ich mir etwas zum Trinken, machte mich danach, durch die Schwärze des Hauses, auf ins Wohnzimmer. Seufzend flog ich aufs Sofa, Shingo stob fauchend auf und sprang offenbar ans andere Ende des Sofas. "Wenn ich nicht schlafen kann brauchst du das auch nicht!" Verärgert blaffte ich den Kater an, dem es offenbar den ganzen Nachmittag nichts ausgemacht hatte, dass die Schwarzhaarige ohne Unterwäsche mir Nachhilfe geben musste. Die ganze Zeit über lag dieser Verräter zusammengerollt auf dem Schoß des grauäugigen Mädchens und ließ sich schnurrend den Kopf kraulen. Nun tappsten die Samtpfoten über meine Beine nach oben, während ich einen grossen Schluck trank. Anklagend maunzend setzte sich der schwarze Kater auf meinen Bauch, schlug mir mit dem Katzenschwanz auf den Oberschenkel. Der Kerl hatte ganz schön Kraft, sah man ihm gar nicht an. Grinsend schloss ich die Wasserflasche und stellte sie neben der grossen Couch auf den Boden. Den linken Arm legte ich über meine Augen während meine andere zu Shingo wanderte und ihn gedankenverloren anfing zu Kraulen. "Es war ja nicht meine Schuld, das Iwashita nass wurde. Konnte ich ja nicht wissen das es bereits am frühen Nachmittag zu Schütten anfangen würde, also mach mir keinen Vorwurf, hast du gehört?" Miauend wanderte die Samtpfote höher, rollte sich auf meiner Brust ein, meine Hand nahm das Kraulen wieder auf, das Schnurren des Katers vibrierte durch meinen ganzen Torso. Wirkte beruhigend auf mich, half mir meine Gedanken zu ordnen, sie zu sortieren, ein wenig klarer zu sehen.

Keiko machte mich seit einigen Wochen unglaublich nervös, mit pampigen unfreundlichen Antworten versuchte ich das zu überspielen, von dem Umstand abzulenken. Irgendwas hatte sich geändert, das wollte ich nicht, es sollte alles so bleiben wie es war. Freunde sollten einen nicht nervös machen, sie sollten dafür sorgen dass man sich gut fühlte. Sie sollten nicht der Grund sein das man auf irgendwelche Typen Eifersüchtig war, welche man nicht einmal kannte. Wenn ich an den Drittklässler dachte, welcher immer wieder die Schwarzhaarige um ein Date bat, formte sich ein fetter Klumpen in meinem Magen. Es widerstrebte mir allein der Gedanke das die beiden irgendetwas unternahmen, ins Kino gingen, gemeinsam etwas aßen, allein bei der Vorstellung dass sie sich nur unterhielten wuchs der Kloß in meinen Eingeweiden ins Unermessliche. "Tze…was ist nur los mit mir Shingo? Was soll das alles?" Der Kater schnurrte entspannt weiter, zuckte bei meinen Fragen nur kurz mit dem Ohr, eine Antwort bekam ich wohl eher nicht von dem Kerl. Vor meinem inneren Auge huschte das Bild der leeren Seite aus dem Notizbuch der Grauäugigen vorbei, die durchgedrückte Notiz sah ich in diesem Moment klar und deutlich vor mir. Der Stein in meinem Magen wandelte sich in sengend heisses Magma, drohte meine Eingeweide zu verbrennen. Galle stieg mir wie Lava die Speiseröhre hinauf, verätzte alles. Schnell tastete ich nach Wasserflasche neben dem Sofa, nahm einen grossen Schluck davon, nur um festzustellen das es nichts half, stöhnend fand die Flasche ihren Weg zurück. Shingos empörtes Maunzen über den Unterbruch der Streicheleinheiten ließ mich kurz lächeln, ehe das Gespräch von heute Nachmittag erneut vor meinem geistigen Auge ablief, seit dem war ich mir sicher wem diese Telefonnummer gehörte.

Ich saß an dem Tisch im Ramenladen an dem Keiko noch kurz zuvor lernte, ehe Gäste das kleine Restaurant betraten, da war es mit der Ruhe zu Ende. Die Schwarzhaarige ließ mich mit der Tüte Sour Drops am Tisch zurück und nahm die Bestellung der wenigen Gäste auf. Der Kerl am Tisch neben mir beobachtete meine Schulkameradin mit Argusaugen, verfolgte jede ihrer Bewegungen. Verrenkte sich sogar fast als diese um die Ecke verschwand, erst als sie ihm seine Bestellung brachte, hatten seine Iriden von ihr abgelassen. Der Koch des gemütlichen Ladens setzte sich zu dem Kerl an den Tisch, während Keiko hinter dem Thresen beschäftigt war. Verstohlen blickte ich immer wieder zu den beiden herüber während ich tat als las ich in einem von Keikos Schulbüchern, ein Sour Drop nach dem anderen verschwand zwischen meinen Lippen. "Na Aizawa, wie war dein Aufriss von gestern Abend?" Grinsend schlürfte der Kerl eine Ramennudel ein. Aizawa legte sein Kinn in seine Hand, stützte den Ellenbogen auf der Tischplatte ab und schaute sein Gegenüber mit schief gelegtem Kopf an, ehe er seufzte. "Langweilig, es macht keinen Spass wenn die Mädels nach kurzer Zeit schon nachgeben und man diese ohne grosse Mühe abschleppen kann. Und die Nacht war auch nicht besser, diese willigen naiven Gören gehen mir auf den Keks, Shindou." So hieß der Typ also, der sich vorhin hier niedergelassen hatte, dreckig grinste der Gast, während dieser die Essstäbchen auf der Schüssel ablegte. "So… So...andere wären froh sie hätten es so einfach wie du, Aizawa, Mädels ins Bett zu kriegen. Ist halt nicht jede wie dein kleines Kellnerinnen-Püppchen, niedlich ist sie ja und offenbar auch gut gebaut, für ihr Alter. Sag mal wie alt ist die? Ist schwer zu schätzen, find ich." Aus dem Augenwinkel sah ich wie beide zu meiner Freundin blickten, nun war ich alarmiert. "Ich glaube im zweiten Jahr der Oberstufe, vielleicht auch drittes, so viel wie der kleine Bücherwurm hier lernt." Die beiden sprachen tatsächlich über Keiko, was hatte der grosse dunkelhaarige Kerl vor? "Das ist ein Spiel mit dem Feuer, Aizawa. Das ist dir hoffentlich klar, du bist zweiundzwanzig und das Mädel… siebzehn höchstens achtzehn? Die könnte dir ganz schön Ärger machen!" Dreckig lachte der Restaurantmitarbeiter auf. "Ach was, die gibt höchstens mit mir vor ihren Freundinnen an, das sie was mit nem Älteren hatte. Wenn dieses kleine Biest irgendwann mal endlich nachgibt, bei der kommt man mit dem Standardscheiss nicht weiter, die ist echt ein harter Brocken und standhaft. Das macht wirklich spass wenn sich die Weiber bockig verhalten, es Arbeit ist bis man die nächste Kerbe in den Bettpfosten machen kann. -" Aizawa lehnte sich zurück und griente selbstgefällig. "- Da frage ich mich ob die sich auch so zwischen den Federn anstellt? Das wäre ein Vergnügen." Wut stieg in mir auf, wenn er so abfällig über meine Freundin sprach, als wäre sie nichts weiter als ein Gegenstand den dieser Wichser nach dem einmaligen Gebrauch entsorgen konnte, nachdem der seinen Spass hatte. Das kleine Türglöckchen ließ uns drei zum Eingang schauen, lediglich Keikos Ablösung kam herein, die glücklicherweise überpünktlich war. Kehlig lachte Aizawas Bekannter auf als er seine Stäbchen wieder in die Hand nahm. "Manchmal bist du echt pervers, Aizawa. Gut hab ich nur Brüder…sonst hätte ich echt Schiss" Der Koch lachte dreckig auf.

Keine Ahnung wann ich den Bleistift in die Hand genommen hatte, jedoch zerbrach dieser in dem Moment zwischen meinen Fingern. Das splitternde Geräusch ließ mich schief Grinsen, während ich mich zu den Beiden drehte. "Du Arschloch solltest echt aufpassen wen du hier angräbst, sonst haben wir ein echtes Problem wenn du weiterhin meine Freundin anmachst!" Zischte ich den beiden, vor allem dem widerlichen Koch entgegen, starrte ihm angriffslustig in die braunen Iriden. Belustigt lachte dessen Gegenüber auf, sprach während er weiter seine Ramen aß. "Oh jetzt wird es interessant, du fischt wohl in besetztem Gewässer, Aizawa." Grienend lehnte sich der Ladenmitarbeiter zu mir herüber, hielt meinem Blick stand. "So… So…dir gehört also ihr kleiner Knackarsch?!? Das erklärt warum du in den letzten Wochen regelmäßig hier warst, oder meinst du, der Riese und deine Wenigkeit sind mir nicht aufgefallen? Das macht dieses kleine Spielchen ja noch interessanter, wenn ich einen Konkurrenten habe. Hast du sie schon in die Kiste bekommen? Ist sie da auch so biestig?" Belustigt funkelten seine Augen mir entgegen, der Arsch sah das tatsächlich als Spiel an. "Das geht dich einen feuchten Scheissdreck an, wie sie im Bett ist, Keiko ist KEIN Spielzeug! Lass deine Finger von meiner Freundin, sonst haben du und ich ein grosses Problem miteinander!" Böse funkelte ich zurück und fing unwillkürlich an die Sachen der Dunkelhaarigen zusammen zupacken, damit ich dem Wichser keine verpasste. Kirchernd mischte sich sein Kollege wieder ein. "Da hat der Gute wohl echte Gefühle im Herzen, statt nur in der Hose." Der Typ war genauso ein Idiot wie der Koch des Ladens. Mit einem Ratschen zog ich den Reissverschluss von Iwashitas Tasche zu, als sie auf unsere Tische zu gelaufen kam. Erst da fiel mir auf was der Vollpfosten gesagt hatte, nachdenklich blickte ich meine Schulfreundin an und sie fragte ob sie zum Gehen bereit war. Lediglich ein genervtes Schnauben, hatte die Aushilfs-Kellnerin für die Abschiedsworte des Ramenkochs übrig, überheblich grinste ich die beiden an bevor ich meiner Kollegin aus dem Laden folgte.


"Echte Gefühle? Hab ich das wirklich für Iwashita?" seufzend sprach ich in das Dunkel des Wohnzimmers. Shingos leises Atmen und das Ticken der Uhr war das einzige Geräusch neben meiner Stimme. Keine Ahnung, ob ich die wirklich hatte, oder was es war das ich fühlte, das Einzige was ich wusste war, das ich nicht wollte das irgendwer Keiko das Herz brach. Schon gar nicht irgend so ein dahergelaufener Perverser, wie dieser Aizawa, der vermutlich wirklich Kerben in seine Bettpfosten machte. Dieser Gefühlsmist war einfach zu kompliziert und zu anstrengend, wütend über all das schlug ich mit der Faust gegen die Sofalehne. Starrte erschöpft und verwirrt in die Dunkelheit und hoffte das ich bald einschlafen konnte.
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