Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

Eifersucht - Eine Leidenschaft die mit Eifer sucht was Leiden schafft

GeschichteAllgemein / P18
Inu-Yasha Kagome OC (Own Character)
07.09.2020
18.01.2021
21
94.501
6
Alle Kapitel
15 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
19.10.2020 6.427
 
7.Kapitel: Auftrag für Kagome





Es schien ein ruhiger und normaler, unaufgeregter Tag im Dorf Kaede's zu werden. Der damit begann, dass Kagome, nach ihrem Bad im Fluss, bei Jinenji auf den Feldern mithalf und einige der Kräuter, zusammen mit Rin, dann zu ihrer beider Mentorin brachte. Um sie dort weiter verarbeiten zu können.

Währenddessen saß InuYasha auf dem Dach von Kaede's Hütte. Dessen Ohren zuckten, als er schon in der Ferne das Trappeln mehrerer Pferdehufe hörte. Vieler Pferdehufe. Die zu einem General und seinem Gefolge gehörten, die so plötzlich im Dorf auftauchten. Dessen Bewohner den Kriegern sofort aus dem Weg oder gleich in ihre Hütten gingen.
„Was wollt ihr hier?“ richtete der Han'yō das Wort direkt an den General, nachdem er vom Dach der Hütte sprang. Sah ihn dabei stur an, auch wenn er durch die Maske seines Gegenüber, diesen kaum erkannte.
Da er wie immer ziemlich laut sprach, erweckte das sofort die Aufmerksamkeit der beiden Frauen und des Mädchens, die sich in der Hütte aufhielten.
„Was ist hier los?“ trat Kaede zuerst an den Samurai auf seinem dunkelbraunen Pferd heran.
„Mein Name ist Toyoichi Meiyo.“ stellte sich der General vor. „Ich komme im Auftrag meines Herren. Der mich zu diesem Dorf schickte. Von dem es heißt, das hier eine Miko mit erstaunlichen Kräften leben soll.“
InuYasha wurde sofort hellhörig und funkelte den Samurai vor sich böse an, knurrte schon fast.
„Zeugen, die der Anwendung ihrer Kräfte zugegen waren, bezeichneten sie als Shikon Miko. Die einst das Shikon no Tama in dieser Zeit wieder erscheinen lies und es ebenso wieder aus dieser entfernte.“
„Ich wüsste nicht, was es euch angeht.“ sah InuYasha auch zu den Männern, die ebenfalls Rüstungen trugen und ihrem Herren folgten.
„Wie kannst du es wagen, das Wort so direkt an mich zu richten?“ Der General musterte seinen Gegenüber. Der menschlich aussah, aber eindeutig Anzeichen dämonischer Abstammung zeigte. Den er deshalb nicht genau zuzuordnen wusste.
„InuYasha.“ ging Kagome deswegen schnell dazwischen. Bevor die angespannte Situation zwischen den beiden Männern noch eskalieren würde. „Mit welchem Anliegen schickte Euer Herr Euch in unser bescheidenes Dorf, Toyoichi-sama?“ fragte sie dann den General. Stellte sich dabei, vorausschauenderweise, zwischen diesen und den Han'yō.
„Mein Herr, dessen Familie auch diese Ländereien hier kontrolliert, wünscht Euch auf seinem Schloss zu sehen. Ihr sollt dort einen Yōkai austreiben, der die Familie meines Herren schon seit längerem belästigt.“
„Schön für deinen Herren. Aber du kannst ihm ausrichten, dass sie dafür nicht zur Verfügung steht.“
„Du niederes Halbblut wagst es, so mit mir zu reden?“ Der General war aufgebracht, legte sogleich die Hand an sein Schwert.
Was InuYasha, der schon bei der Bezeichnung, die für ihn gewählt wurde, seinen Körper sofort anspannte und die Geste mit seiner eigenen Hand auf seinem Schwert erwiderte.
„Ich möchte mich für InuYasha entschuldigen.“ Sie verbeugte sich höflich vor dem Samurai auf seinem Pferd.
„Wie bitte?“ Der Han'yō sah irritiert zu ihr. „Wieso das de-“
„Umgangsformen zu pflegen, gehört nicht zu seinen Stärken. Er ist doch eher sehr direkter Natur.“ Ihre Hände über ihrem Schoß zusammengefaltet, sah sie den Samurai vor sich direkt an. „Bitte sagt mir doch, um welche Art Yōkai es sich handelt, mit dem Euer Herr Probleme hat.“
„Er kam mit dem letzten Wind und ist nicht zu sehen. Aber sein gelber Atem lässt die Leute erkranken. Sowohl die Bewohner des nahe gelegenen Dorfes, als auch im Schloss meines Herren selbst. Wie auch dessen junge Gemahlin. Zudem klagen die Bauern und Fischer, der Yōkai kontrolliere den Wind und beeinträchtige so ihre Ernten und Fänge.“
„Das klingt nach einem Kaze no Kami.“ warf Kaede ein.
„Was für ein Ding?“ fragte InuYasha unwissend.
„Denkst du, ich bin dem bereits gewachsen, Kaede-oba-chan?“ wurde er aber einfach ignoriert, als Kagome sich an ihre Mentorin richtete.
Welche bedächtig nickte. „Deine Kräfte sind stark. Deine Fähigkeit sollte es dir ermöglichen, den Yōkai zu besiegen. Die Augen normaler Menschen vermögen ihn nicht sehen zu können.“
„Und wie kommst du darauf, dass wir sie gehen lassen sollten, alte Hexe?“ InuYasha sah über seine Schulter zu der alten Miko, die dicht hinter ihm stand.
„Nun, weil dies keine Bitte, sondern ein Befehl ist.“ folgte die Antwort vom General.
Dessen Gefolgsleute darauf sofort reagierten und sich selbst in Stellung brachten, wenn nötig, die Miko gegen ihren Willen, zu ihrem Herren zu bringen.
„In deinen Träumen vielleicht.“ knurrte InuYasha und stellte sich sofort vor Kagome.
„Schon gut, InuYasha.“ Kagome legte ihm eine Hand auf seine Schulter und nickte, als er über seine Schulter zu ihr sah. Dann ging sie an ihm vorbei, stellte sich neben ihn, sah zum Samurai auf seinem Pferd. „Ihr müsst mich nicht zwingen, ich komme mit Euch.“
„Kagome!“ begann der Han'yō gleich zu protestieren. Bis Kaede's Griff an einem seiner Ärmel, seine Aufmerksamkeit auf sie lenkte. Sie schüttelte nur mit dem Kopf.
„Ich brauche wahrscheinlich nicht davon auszugehen, dass du hier bleibst?“ wandte sich Kagome an den Han'yō.
„Da nimmst du richtig an. Der Weg ist für dich allein doch viel zu lang.“
„Ihr reist mit einem Han'yō zusammen?“ Soweit Kagome dies erkannte, zog der General vor ihr, skeptisch eine Augenbraue nach oben.
„Hai.“ nickte sie nur kurz und sah ihn direkt an. „Er wird mich begleiten.“
„Mein Herr ordnete dies nicht an. Er wünscht nur Eure Gegenwart und wird dies nicht tolerieren.“
„Dann kann dein Herr das gleich ver-“ knurrte InuYasha schon aggressiv, als Kagome ihn mit ihrem Arm vor seiner Brust ausbremste.
„Ich denke nicht, dass Euer junger Herr etwas dagegen einzuwenden haben wird.“

„Hey, Kagome.“ wollte InuYasha wissen, während er neben ihr her ging. „Woher willst du wissen, dass sein Herr nichts gegen mich haben wird? Dass er jung ist?“
„Ist so ein Gefühl.“ zwinkerte sie ihm lächelnd zu.
Was ihn kurz etwas rot um die Nase werden lies.
Seine zuckenden Ohren schnappten die Gesprächsfetzen der Männer hinter ihnen auf, die sie zum Schloss begleiteten. Während sie selbst dem General vor sich folgten.
´´Diese junge Miko ist wirklich eine bemerkenswerte Person.``
´´Ihr dient ein Han'yō.``
InuYasha knurrte kurz, sah mit einem finsteren und aggressiven Gesichtsausdruck über seine Schulter, knackte dabei mit seinen Fingern. Was das kleine Heer dazu brachte, ein paar Schritte auf Abstand zu gehen.
„Er dient mir nicht. Wir sind Freunde und Partner.“ kam es, in einem freundlichen Ton und mit einem Lächeln auf ihren Lippen, von Kagome. Die zu den jungen Männern hinter sich sah. Welche nun ebenfalls etwas rot im Gesicht wurden.
„Wo wir gerade dabei sind.“ zog der Han'yō ihre Aufmerksamkeit auf sich. „Wieso lässt du dich nicht von mir tragen?“ Er schien deswegen eingeschnappt zu sein.
„Es macht es uns einfacher.“ vielsagend sah sie kurz zu dem General vor ihnen beiden. InuYasha folgte ihrem Blick.
„Keh.“ kam es nur von ihm, Kagome seufzte.
Meiyo Toyoichi sah über seine Schulter zu den beiden...

Auf ihrem über siebzehnstündigen Weg, mussten sie eine Rast machen, als es zunehmend dunkler wurde.
Wobei Kagome angeboten wurde, von den Reisevorräten des kleinen Heeres essen zu können. Doch InuYasha war schneller als sie, lehnte dies ab. Schnappte sie sich stattdessen und verschwand mit ihr im Wald. Um nach einiger Zeit mit gefangenen Fischen und gesammelten Pilzen, die sie sich an Spießen über einem selbst gemachten Feuer brieten, ein gutes Stück abseits der Soldaten, zurückzukehren.
„Wollt Ihr Euch vielleicht zu uns setzen, Miko-sama?“ wurde einer der jungen Männer vorgeschickt, um sie danach zu fragen.
Doch noch bevor sie etwas sagen konnte, schritt InuYasha ein. Der mit verschränkten Armen gleich neben ihr an einem Stein lehnte. „Nein, das möchte sie nicht.“ Er sah den jungen Soldaten grimmig an.
Kagome seufzte kurz und sah dann mit einem freundlichen Lächeln zu dem jungen Mann, der von dem Han'yō leicht verängstigt zu sein schien.
„Ich danke euch, dass ihr an mich dachtet. Aber ich bin doch schon recht müde. Das heute war ein langer Tag.“
„Dann verzeiht bitte die Störung, Miko-sama.“ Der Soldat verbeugte sich höflich.
Kaum kehrte der Soldat zu seinen Leuten zurück, lehnte sich Kagome an InuYasha. „Du solltest auch ein bisschen schlafen.“
„Ich behalte das Feuer im Auge.“
„Du bist so ein Sturkopf.“
Es dauerte nicht lange, bis Kagome schlief. Die meiste Zeit über, sah InuYasha ins Feuer vor sich. Während er seine Sinne und sein Yōki schweifen lies. Doch immer mal wieder sah er zu Kagome, die an ihm lehnte. Meistens, wenn sie sich im Schlaf plötzlich bewegte.
Ihre Atmung war ruhig und gleichmäßig…

Am nächsten Tag brachen sie schon gleich mit dem Sonnenaufgang auf.
„Du willst dich heute auch nicht tragen lassen?“ Kagome ging wieder neben ihm her.
„Es ist ja nicht mehr weit.“
„Und woher willst du das jetzt schon wieder wissen? Sagt dir das auch dein komisches Gefühl?“ Seine Arme steckten in seinen Ärmeln.
„Nein, mein Wissen.“
Und sie sollte recht behalten, als die große weiße Burg auf steinernem Fundament schon bald in Sichtweite war. Deren Gelände sie durch ein riesiges, überdachtes Holztor betraten.
Man brachte sie und InuYasha, der sich strikt weigerte, in einigem Abstand hinter ihr Platz zu nehmen, sich stattdessen neben sie setzte, in einen großen Raum. Der mit Tatami ausgelegt war. In dem mehrere Männer sich gegenüber saßen. Dessen Wände aus aufwendig und kunstvoll verzierten Fusuma bestanden.
Als der junge Herr der Burg und des Clans, den Raum betrat, war InuYasha mehr überrascht, als Kagome. Die nur freundlich lächelte und damit ihren Gastgeber überraschte. Der sofort rot um seine Nase wurde.
„Ka-Kagome-sama….“ starrte er sie erst einige Wimpernschläge lang an. Eher er direkt zu ihr ging, sich vor sie setzte. „Ihr seid also… Bei Euch handelt es sich um diese Shikon Miko, über die alle Lande erzählen.“
„Was erzählen sie denn so?“ verlegen und verhalten lächelnd, kratzte sie sich an ihrer Wange.
„Während Eures heldenhaften Einsatzes für die Kinder Eures Dorfes, wohnten Eurer Heldentat auch einige Einwohner anderer Dörfer, die sich auf Durchreise befanden, als Zeugen bei und trugen die Kunde davon in alle umliegenden Lande.“
InuYasha zuckte kurz zusammen. Ihm gefiel diese Erzählung kein bisschen. So zog er auch die Aufmerksamkeit des jungen Hōjō auf sich.
„Natürlich freut es mich, auch Euch bei guter Gesundheit wieder zu sehen, InuYasha-dono.“
Um die Drei herum begann das leise Geraune der hochrangigen Männer, die dem Empfang der Gäste bei Hofe beiwohnten, als ihr junger Herr den Han'yō, so ansprach.
„Dir scheint's ja auch recht gut zu gehen.“ Gleich, als er den jungen menschlichen Mann, den Raum betreten sah, wallte sein Yōkaiblut in ihm auf. War die Erinnerung an diesen Tag wieder präsent, an dem sie um Kagome's Befreiung aus Hoshiyomi's Gewalt kämpften und der junge Samurai vor allen Anwesenden verkündete, Kagome zu lieben.
„Dein General, den du zu uns schicktest, Hōjō-kun, erzählte uns, deiner Frau ginge es schlecht?“ Auch ihre direkte und vertraute Ansprache mit dem jungen Oberhaupt des Clans der Späteren Hōjō, sorgte für Gemurmel im Raum.
„Sie wurde beim letzten Angriff des Yōkai ein weiteres seiner Opfer.“ Das Gesicht des jungen Oberhauptes seines Clans, verfinsterte sich und wirkte traurig.
„Bei dieser Art Yōkai handelt es sich um einen Kaze no Kami.“
„Dann wisst Ihr, wie Ihr ihn besiegen könnt?“ Der Vorfahre ihres ehemaligen Mitschülers sah sie aus leuchtenden Augen an. „Ihr seid genauso klug wie damals, Kagome-sama.“
InuYasha störte diese Art und Weise, wie der junge Samurai, Kagome ansah und von ihr sprach.
„Nun, meine Mentorin, Kaede-oba-chan, bei der ich mich in Ausbildung befinde, erzählte mir schon einiges über die verschiedenen Yōkai, die es gibt. Kurz vor unserer Abreise, unterrichtete sie mich auch kurz über alles Nötige, das ich wissen muss. Was tatet ihr denn schon alles, um ihn von hier fernzuhalten?“
„Unter anderem versuchten wir, ihn zu besänftigen, in dem wir ihm einen Schrein bauten und verehrten ihn wie einen Gott, um seinen Zorn nicht zu provozieren.“

In diesem Moment unterbrach ein Bediensteter das Gespräch seines jungen Herren mit dessen Gästen.
„Mein Herr, der Yōkai, er greift erneut Eure Burg an.“
Hilfesuchend sah Akitoki sofort zu der jungen Miko vor sich. Die bestätigend nickte und sofort aufstand. Dabei nach ihrem Bogen und ihren Pfeilen griff.
„Komm, InuYasha.“
Der Han'yō folgte ihr sofort. In den Hof der Burg, die dem Eingang zu dieser vorgelagert war. Über der sich der Himmel verdunkelte. Ehe plötzlich ein starker Wind aus dem Nichts aufkam.
„Wo ist dieses Mistvieh?“ InuYasha zog sofort Tessaiga und sah sich in alle Richtungen um. Aus denen seine Sinne ihm auch rückmeldeten, dass sich der Yōkai direkt hier befand.
„Kaede-oba-chan meinte doch, diese Art Yōkai wäre formlos und unsichtbar. Sie kontrollieren den Wind, reiten und reisen auf ihm. Wenn sie Menschen begegnen, atmen sie Wolken von feuchtem, gelbem Atem aus, der sie krank macht. Er ist es mehr ein Geist, als ein Yōkai. Mit Tessaiga wirst du ihm nicht viel anhaben können.“
„Das werden wir ja noch sehen.“ hielt der Han'yō stur an seiner Art zu kämpfen fest. „Die brauchen also Wind, meintest du eben?“ InuYasha grinste. Seine Sinne verrieten ihm deutlich, wo die Winde, die im Hof herrschten, sich veränderten.
„InuYasha, ni-“
„Kaze no Kizu!“
Nahezu um ein Haar, verfehlte die Attacke des Han'yō eines der Gebäude. Was er ignorierte, war die Angst und der Schreck, den man Hōjō und den hochrangigen Männern, von denen er umgeben war, in ihren Gesichtern ansah, wie es Kagome auffiel.
„Osuwari!“
„Spinnst du jetzt komplett?! Mitten in einem Kampf?!“
„Das könnte ich dich genauso fragen.“ sichtlich sauer, dass sogar Akitoki, der ihren Gesichtsausdruck sah, zusammenzuckte, funkelte sie ihren Begleiter an. „Willst du mir nicht zuhören oder kannst du das nicht? Ich sagte doch eben, dass du mit einem Schwert gegen einen Geist nichts ausrichten kannst. Du kannst nicht einfach dein Kaze no Kizu einsetzen und damit noch Hōjō-kun's Burg zerstören.“
„Die Gebäude kann man wieder aufbauen. Aber wenn wir den Yōkai nicht erledigen, werden hier noch viel mehr Menschen krank und daran vielleicht noch sterben.“
Seine Ohren zuckten. Ein leichter Wind streifte sie zuvor kurz. Sofort packte er sich Kagome, legte einen Arm um ihre Taille.
„Weg.“ Schon in dieser Sekunde spürte er einen Schlag bei seiner Schulter, der ihn nur um wenige Zentimeter verfehlte.
Mit einigen Sprüngen brachte er Kagome und sich von der Stelle weg, an der sie eben noch stritten.
„Bist du in Ordnung?“
„Nichts passiert.“ versicherte sie ihm, sah seinen besorgten Blick.
„Dieses elende Drecksvieh.“ Der Han'yō richtete sich wieder auf, zog Tessaiga erneut.
„InuYasha, ich sagte doch schon, du kannst ni-“
„Ich weiß.“ Kagome sah ihn fragend an. „Aber nur, weil ich ihn nicht sehen kann, heißt das nicht, dass ich nicht weiß, wo das Mistvieh ist. Ich kann ihn immer noch hören, ihn immer noch riechen. Mit dem Mundgeruch kann er sich nicht vor mir verstecken.“ InuYasha grinste siegessicher. „Spüren kann ich ihn auch. Sein Yōki kann er nicht verbergen. Auch wenn ich zugeben muss, dass das Mistvieh wirklich schnell ist. Aber zu seinem Pech ist meine Schnelligkeit leider meine Stärke.“
Kagome nickte, lächelte dabei. An ihrem Blick sah er, dass sie ihm vertraute. Er nickte ihr kurz zu und sprang dann dort hin, wo ihm seine Sinne meldeten, dass sich der Yōkai dort befand. Nach dem er mit seinem Schwert schlug.
Zumindest dachte InuYasha dies, bis wieder ein kurzer und starker Windstoß über den Hof fegte und seine Ohren kurz zuckten, ebenso wie seine Nase.
„Kagome, weg!“ Mit geweiteten Augen sah er zu ihr.
In diesem Moment spürte auch sie das Yōki, das sich direkt hinter ihr befand und drehte sich, nahezu wie in Zeitlupe, um, sah über ihre Schulter. Da nebelte sie schon eine gelbe Wolke ein. Intuitiv hob sie einen ihrer Arme zur Abwehr, hielt sich so auch den Stoff ihres Chihaya vor ihr Gesicht. Dennoch konnte sie nichts sehen.
„Kagome-sama!“
„Kagome!“
Sie hustete ein paar Mal.
//Nein, Kagome//

Doch dann sahen sowohl InuYasha, als auch Akitoki und seine Untergebenen überrascht zu der jungen Miko. Als der gelbe Nebel, der sie umgab, begann, punktuell immer heller in einem hellen Rosa zu leuchten.
//Ist es wie damals?//
Als sie sich in Naraku's Körper befanden, war dessen Shōki, das sie umgab und für ihre menschlichen Freunde, selbst für InuYasha auf längere Sicht eine Gefahr darstellte, rein. Wahrscheinlich gereinigt durch ihre spirituellen Kräfte. Nur diesmal war es auch sichtbar. War sie von hellleuchtenden rosafarbenen Sternen umgeben und merkte, wie tief sie Luft holen konnte. Bis das helle rosafarbene Licht, das sie umgab, langsam wieder verschwand.
„Geht es dir gut, Kagome?“ InuYasha war sofort bei ihr, musterte sie besorgt. Berührte sie sanft an Schulter und Wange.
„Es ist alles in Ordnung.“ versicherte sie ihm. „Aber wir müssen ihn besiegen, bevor er verschwindet und wo anders Menschen krank macht.“ Kagome schloss ihre Augen, konzentrierte sich. So wie damals, als sie bei Hitomiko war.
Sie musste sich kurz etwas genauer konzentrieren, bis sie ihn vor ihrem inneren Auge vor sich sah. Die kränklich wirkende, affenartige Gestalt mit schulterlangem, schwarzen Haar und Lendenschurz bekleidet. Auf dessen Körper vereinzelt Haare wuchsen und seine Finger eher lang und klauenartig waren, in lange Krallen übergingen. Und wie er, in hoher Geschwindigkeit, ständig seine Position wechselte. Ehe er kurz an einer Stelle verharrte.
Dann öffnete sie ihre Augen und er grinste, weil er glaubte, sie könne ihn nicht sehen.
„InuYasha, schlag da hin!“ wies sie ihren Begleiter auf die Stelle hin, an der sich der Yōkai momentan noch befand.
„Alles klar.“ Mit beiden Händen an Tessaiga's Griff, sprang er los, das Schwert erhoben und schon bereit, den Yōkai damit zu erschlagen. Während Kagome einen Pfeil aus ihrem Köcher holte und an die Sehne legte. Die sie spannte und auf dieselbe Stelle zielte.
Doch als Tessaiga auf den Boden aufschlug, spürte InuYasha wieder einen starken Windhauch.
„Verdammt, er ist schon wieder weg. Kagome, du sagtest do-“ In diesem Moment sah er ihren Pfeil auf sich zu kommen, der allerdings kurz vor ihm plötzlich verschwand.
Zum Erstaunen Akitoki's und seiner umstehenden Männer.
„InuYasha, duck dich.“ Der Han'yō hinterfragte das nicht mal, tat es einfach. Und gerade noch rechtzeitig, spürte er doch wieder einen Windhauch, der knapp über seinen Kopf hinweg fegte. Wahrscheinlich wollte sein Gegner ihn mit seinen Krallen erwischen.
Als in diesem Moment plötzlich ein helles rosafarbenes Licht hinter dem verdutzten Yōkai auftauchte. Der noch einen Moment hinter dem Han'yō verweilte, weil er innerlich darüber fluchte, ihn verfehlt zu haben. Dann zog das überraschend auftretende, helle, rosafarbene Licht seine Aufmerksamkeit auf sich. Er sah über seine Schulter. Als in diesem Moment auch schon der Pfeil aus diesem Licht erschien, dem er unmöglich ausweichen konnte.
Seine Läuterung durch Kagome's Reiryoku, machte ihn nun auch für alle anderen Anwesenden sichtbar. Ehe er sich in zahlreiche rosafarbene Sterne und einen feinen rosafarbenen Nebel auflöste.

„Ihr seid wirklich unglaublich, Kagome-sama.“ Akitoki lief sogleich zu ihr. „Dürfte ich Euch wohl zum Dank umarmen?“
InuYasha horchte sofort auf, zuckte zusammen. Weil ihn etwas durchzuckte. Mit aufwallendem Yōki sah er, wie der junge Samurai, die junge Frau fest umarmte. Sie dies auch erwiderte. Seine Arme in seine Ärmel gesteckt, ging er zu den beiden. Da umarmte Akitoki sie immer noch.
„Geht es dir auch wirklich gut, Kagome?“ fragte er sie zwar, sah dabei aber den jungen Hōjō sichtlich böse an und knurrte dabei. Sodass dieser Kagome sogleich losließ und zwei Schritte auf Abstand zu ihr ging.
„Es ist wirklich alles in Ordnung.“ An ihrem Blick sah er, dass sie sein Verhalten richtig deutete und sie später noch mit ihm reden würde. Doch das war ihm egal. Immerhin war sie… „Aber ich würde gerne einmal nach Hōjō-kun's Frau sehen. Ob es ihr bereits besser geht, oder ob ich ihr noch persönlich helfen muss.“
„Natürlich, gern, Kagome-sama.“ kam es von dem jungen Samurai, der sie auch gleich in die Burg hinein und die Gemächer führte, die seine Frau und er bewohnten.
In denen sie auf einem Futon lag. InuYasha wurde der Zutritt von Wachen verwehrt. Und Kagome gab ihm mit einem Blick zu verstehen, dass er es dabei belassen sollte. Also wartete er.
Akitoki's Frau war noch recht blass. Sie trug nur einen rosafarbenen Yukata und darüber einen langen Haori in hellem Gelb, mit grünem Blumenmuster. Doch das war es nicht, was Kagome besonders auffiel.
„W-Wer seid Ihr?“ fragte sie die junge Frau vor sich mit schwacher Stimme.
„Das ist die Miko, von der ich dir erzählte, nach der ich Toyoichi schicken lies, Kagome-sama.“ Seine Frau sah kurz mit verwundertem Blick zu der jungen Frau vor sich. „Sie besiegte soeben den Yōkai, der dich krank machte. Und nun wollte sie nach dir sehen, ob sie etwas für dich tun kann.“
„Wie wurdet Ihr Opfer dieses Yōkai?“
„Er drang vor einigen Tagen durch eine der Ritzen im Mauerwerk ein und tobte durch unsere Burg. Dabei pustete er mir seinen widerlichen gelben Atem ins Gesicht. Noch am selben Tag erkrankte ich.“
„Bitte öffnet Euren Mund.“ Die junge Frau tat, wie ihr geheißen. Und Kagome hielt ihre Hand darüber. Ein blaues Licht, in dem weiße Sternchen funkelten, erschien und aus dem Mund von Akitoki's Frau kam gelber Nebel. Der in dieses Licht gesaugt und in ihm geläutert wurde. „Ihr sollte es bald besser gehen.“ wandte sie sich dann an den jungen Hōjō. „Ich würde auch gerne zu allen Angestellten deiner Burg und den Dorfbewohnern in der Nähe gehen, um sie zu heilen.“
„Wir können all diese Menschen auch zu Euch bringen, Kagome-sama. Ich weise umgehend Toyoichi's Leute an und-“
„Nein, Hōjō-kun.“ Kagome schüttelte mit ihrem Kopf. „Es wäre besser, wir gehen zu ihnen. Wenn du sie von deinen Militärs her bringen lässt, würde sie das nur verängstigen. Ein persönlicher Kontakt, von unserer Seite aus, wird sie nicht so einschüchtern.“
„Ihr seid wirklich schlau und umsichtig, Kagome-sama.“
Anschließend kümmerte sich Kagome noch um alle Hofangestellten ihres guten Freundes. Und um die Dorfbewohner, die vor den Toren der Burg lebten.
„Wie können wir Euch nur angemessen danken, Kagome-sama?“ fragte Akitoki sie, als sie und InuYasha gehen wollten, hielt dabei ihre Hände. Was er aber sofort lies, als er InuYasha's Blick sah.
„Dank nicht mir allein, Hōjō-kun. InuYasha war mir wirklich eine große Hilfe.“ liebevoll lächelnd, sah sie zu diesem über ihre Schulter. Mit leicht roten Wangen wich er ihrem Blick aus.
„Natürlich. Ich danke auch Euch, InuYasha-dono.“ bedankte sich der junge Samurai bei dem Han'yō.
„Können wir dann jetzt gehen?“ wollte dieser nur ungeduldig wissen. „Lass die Kohle rüber wachsen, dann sind wir auch scho-“
„InuYasha.“ ermahnte Kagome ihn, der nur einen Schluss zuließ, was als nächstes folgen würde, würde er weiter reden. Sie seufzte kurz, wandte sich wieder Akitoki zu. „Nichts zu danken, Hōjō-kun. Wir sind ja Freunde.“
„Nein, nein, Kagome-sama. Ich muss Euch für Eure Arbeit entlohnen. Sagt mir, was Ihr wollt. Ihr bekommt alles, was Ihr wünscht. Denn was Ihr für uns tatet, weiß ich gar nicht, dem gerecht aufzuwiegen.“
„Naja…“ Sie legte einen Finger an ihr Kinn, überlegte kurz. „Ein kleiner Geldbetrag wäre nett. Wir sollten langsam mal etwas Einrichtung für unser Haus kaufen. Findest du doch auch, oder, InuYasha?“ wandte sie sich noch mal an den Han'yō.
„Keh.“
Akitoki zuckte kurz zusammen. „I-Ihr wohnt mit InuYasha-dono zusammen?“
„Es ist wirklich verrückt.“ zwar lächelnd, aber immer noch etwas ungläubig darüber, kratzte sich Kagome an ihrem Kopf. „Die Dorfbewohner bauten mir aus Dank ein Haus.“

„Wenn du es ihnen schon so direkt unter die Nase reiben musst, warum wolltest du dich dann auf dem Hinweg nicht tragen lassen?“ Mit Kagome auf seinem Rücken, lief InuYasha quer durch die Wälder, sprang von Baumkrone zu Baumkrone.
„Weil es etwas anderes ist, wenn wir unsere Arbeit noch nicht erledigten.“
„Wenigstens geht es diesmal wesentlich schneller. Das war ja kaum auszuhalten, deren lahmes Tempo.“
„Du bist immer so ungeduldig, InuYasha.“ Sie klang eher nachsichtig, amüsiert. „So konnten wir uns doch die tolle Landschaft ansehen. Es kam mir fast wie damals vor, als wir unterwegs waren. Und dabei auch mal ruhigere Tage hatten. Es ist wichtig, solch ruhige Momente wertzuschätzen.“ Sie legte ihre Arme noch etwas enger um ihn, drückte sich an ihn und vergrub ihr Gesicht in seinem Haar. Sie liebte es, auf seinem Rücken getragen zu werden. Ihm so nah sein zu können.
Etwas, das InuYasha ebenfalls gefiel, er spürte die Ruhe, die sie dabei ausstrahlte.
//Kagome//
„Wir sollten auf jeden Fall noch vor heute Abend zu Hause sein.“ tat er mal wieder so, als würden ihre Worte bei ihm nicht auf fruchtbaren Boden fallen.
Als ihm plötzlich ein Tropfen auf die Nase fiel. Dann noch einer auf Kagome's Wange. Über ihnen verdunkelte sich der Himmel in einem dunklen Grau. Ein frischer Wind wehte ihnen plötzlich durch die Baumkronen entgegen. In der Ferne hörte man es schon donnern.
„Wirklich jetzt?“ Wie zur Bestätigung seiner Frage, folgten den beiden einzelnen Tropfen, nun schlagartig gleich unzählige mehr.
„Ist schon gut, InuYasha. Es ist bestimmt nicht mehr weit und das ist doch nur Wasser.“
Trotz ihrer Aussage, landete der Han'yō vor einer Höhle, die ihm ins Auge fiel und lies sie in dieser von seinem Rücken runter.
„Damit du dann noch krank wirst, weil ich mit dir durch den Regen renne?“ Im Schneidersitz, lies er sich auf dem Boden nieder, lehnte sich an die Wand. „Vergiss es.“ Sein Blick ging nach draußen. „Feuerholz können wir vergessen.“
Kagome setzte sich neben ihn. Lehnte ihren Bogen und den Köcher neben sich an die Wand und sich dann an ihn. Sie fror etwas, wollte es ihm aber nicht zeigen.
Sah deswegen fragend zu ihm, als er ihr plötzlich sein Feuerrattenfell um die Schultern legte.
„Glaub ja nicht, ich würde das nicht mitkriegen, wenn du so dicht neben mir sitzt.“ Sie zog es noch etwas enger um ihre Schultern. „Es ist noch ein bisschen nass. Sollte aber schnell trocknen.“
Kagome nickte einfach und lauschte dem prasselnden Regen draußen. „Du warst zu garstig zu Hōjō-kun und unnötig eifersüchtig.“
„Ich war noch nicht garstig genug zu ihm. So wie er dich ansah, dich umarmte…“ Ein Knurren drang aus seiner Brust, Kagome seufzte.
„InuYasha-“
„Damals befandest du dich in Hoshiyomi's Gewalt und warst nicht bei Bewusstsein.“ unterbrach er sie. „Aber er sagte, vor uns allen….dass er dich lieben und dass diese Gefühle die Zeit überdauern würden.“
//Das erklärt einiges//
„Ich weiß, InuYasha.“ Nun waren ihr seine fragenden Blicke sicher. „Als wir damals von euch getrennt waren, sagte er mir, als ich ihn danach fragte, ob es jemanden in seinem Leben gäbe, dass er mich...sofort heiraten wollen würde.“ Dabei wurde sie rot um die Nase.
Doch in InuYasha wallte sofort sein Yōki auf.
„Glaub nicht, ich bekomme nicht mit, wenn dein Yōki steigt.“ Mit einem Seitenblick sah sie zu ihm.
„Was denkst du denn bitte, wie ich auf so eine Info reagieren so-“ Sie stoppte ihn mit ihrem Zeigefinger auf seinen Lippen und lächelte dabei.
„Er sagte damals auch, dass es irgendwo unter diesem Sternenhimmel, unter dem wir damals saßen, einen Mann gibt, der für mich bestimmt ist.“ Die zuvor angespannten Schultern des Han'yō senkten sich entspannt. „Und er hatte recht.“

Einen ziemlich langen Moment lang herrschte Stille zwischen den beiden. Kagome sah nach draußen. Trotz des verhangenen Himmels konnte sie erkennen, dass es Abend wurde.
„Wegen der blöden Wolken sieht man die Sterne gar nicht.“ Um nach draußen zu sehen, lehnte sie sich kurz vor InuYasha, war ihm dabei ganz nah und lehnte sich dann wieder zurück.
„Kagome.“
„Hm?“ Sie sah zu ihm. Er sah nach draußen, in den strömenden und leise rauschenden Regen.
„Bevor ich dich traf...waren mir die Sterne immer egal.“
„InuYasha?“ Sie sah den Ausdruck in seinen Augen, als er nach draußen sah. Er schien irgendwo in seinen Gedanken weiter weg zu sein.
„Die letzten Jahre hatte ich viel Zeit. Zum nachdenken. Zum Alleinsein. Dabei fand ich einen Ort….der dir sicher gefallen wird. An dem man die Sterne gut sehen kann.“
„Zeigst du ihn mir, wenn wir wieder zu Hause sind?“
Er sah ihr Lächeln, mit dem sie ihn ansah, als er sich wieder zu ihr drehte.
//Wir. Zu Hause//
„Was ist?“ hakte sie nach, als sie den veränderten Ausdruck in seinen Augen sah.
„Trotz all der Zeit, die ich hatte nachzudenken, frage ich mich immer noch...warum du ausgerechnet an meiner Seite bist. Ich bin nur ein Han'yō. Ich kann nicht so mit meinen Gefühlen umgehen und sie äußern, wie du es verdient hättest. Ich kann dir kein so luxuriöses Leben bieten, wie Akitoki das könnte.“
Ihre Hände umfassten sein Gesicht, zogen es zu ihrem, sodass sie ihn ansehen konnte.
„Das ist mir doch alles vollkommen egal, InuYasha. Ich bin glücklich mit dem, so, wie wir es haben. Ich mag unser Häuschen und wir kommen klar, müssen nicht hungern. Wenn jetzt noch mehr Aufträge dazu kommen, weil ich anscheinend ziemlich bekannt bin, werden wir auch ein gutes Einkommen haben. Ich kann bei dir und unseren Freunden leben. An dem Ort auf der Welt und in allen Zeiten, an dem ich am liebsten bin. Und außerdem musst du dir keinerlei Gedanken machen. Immerhin ist Hōjō-kun verheiratet. Ich lernte seine Frau kennen. Sie scheint...sehr nett und freundlich. Du würdest wohl sagen, sie wäre mir ziemlich ähnlich.“ Auf ihren Lippen bildete sich ein Lächeln. „Und ich würde nie, nie, mit irgendeinem anderen Mann zusammenleben wollen, als mit dir, InuYasha. Schreib dir das endlich hinter deine Ohren.“
Als sie nach diesen greifen wollte, stoppte er sie mit seiner Hand, die ihr Handgelenk umfasste.
„Kagome…“ Sie sah an seinem Blick, dass ihm etwas ernstes auf dem Herzen lag. Sein Blick schweifte wieder nach draußen. „Wie...stelltest du dir dein Leben hier vor?“
„So, wie es jetzt ist? Dass ich bei dir und unseren Freunden sein kann und meine Aufgabe habe ich ja jetzt auch.“
„Das meinte ich nicht. Nicht so...direkt.“
„Was dann?“
Der Han'yō atmete einmal kurz durch. Sie sah ihm an, dass ihm etwas wirklich schwieriges auf dem Herzen liegen musste.
„Einen Tag vor deiner Rückkehr, da...traf ich eigentlich bereits eine Entscheidung.“ Er schüttelte mit seinem Kopf. „Nein, eigentlich traf ich sie schon ein paar Tage zuvor. Ich….wollte sie nur noch den anderen mitteilen. Aber dann…“
„Kam ich zurück.“
„Und darüber bin ich unglaublich froh.“
Nun sah sie ihn überrascht und verdutzt an.
„Willst du...so wie Miroku und Sango…“ Er schüttelte kurz mit seinem Kopf. „Wenn ich mich nicht mehr...über dein Essen beschwere und es jeden Tag esse, machst du mir dann...so viele Ramen wie ich will?“

Als er zu ihr sah, spiegelte sie sich in seinen goldenen Augen. Die sie ernst ansahen. Es war ihm ernst.
„Inu...Yasha…“ Ein Schleier aus Tränen erschien vor ihren Augen, durch den sie ihn ansah. Ihr Herz begann zu rasen und ihre Wangen sich warm anzufühlen.
„W-Was hab ich jetzt schon wieder falsch-“ Er war ganz perplex, als sie ihm so plötzlich um den Hals fiel. Ihn anlächelte und dabei weinte. Sein Feuerrattenfell lag locker auf ihren Schultern.
„Inu...Yasha…“ Sie musste ihn in diesem Moment einfach küssen.
Was er nach einem kurzen Moment der Verwirrung erwiderte.
„Kago-“
„Ich werde dir so oft Ramen machen wie du willst.“ Mit hochroten Wangen sah sie auf seine Brust, an der ihre Hand lag.
„Kagome.“ kam es sanft von ihm. Sodass sie aufhorchte und zu ihm sah.
In diesem Moment auch gleich seine Lippen auf ihren spürte.
//InuYasha//

Kagome war ganz perplex, als er sie so plötzlich küsste. Doch sie erwiderte seinen Kuss sofort und lies sich ganz in seinen Armen fallen. Legte ihre Hände an seine Brust.
Er legte seine Arme noch etwas fester um ihren Körper, den er an seinen drückte. Er spürte ihre Wärme, die das Feuerrattenfell speicherte und wieder an ihn abgab. Ihr Geruch hüllte ihn vollkommen ein.
//Kagome...//
Seine Hand wanderte in ihr weiches, dunkles Haar. Sie saß auf seinem Schoß. Er spürte ihr Becken an seinem. Ihre Lippen auf seinen.
Diese, wie er selbst nicht verleugnen konnte, hübsche und starke, kluge, warmherzige und verständnisvolle Frau, war hier mit ihm. Küsste ihn. Schenkte ihm ihre Liebe. Ihm, einem Han'yō. Dessen Leben so lange, so schwer und hart war. Voller Hass auf ihn und seine Abstammung und zahlreichen Entbehrungen, von Kälte jeglicher Art geprägt.
Und dann kam sie…
In einem intensiven Impuls von Gefühlen, schob er ihr Haar beiseite, um mit seinen Zähnen an ihrem Hals zu kratzen. Vorsichtig, sie dabei nicht zu verletzen. Dabei platzierten seine Lippen auch Küsse an ihrem Hals, an dem er leicht zu saugen begann.
Sie akzeptierte ihn so, wie er war. Sie wollte ihn nicht ändern. Wollte ihn nicht als Mensch, nicht als Yōkai. Hatte ihn sogar am liebsten als Han'yō. Sie akzeptierte seine Eigenarten und Launen. Sie kam immer wieder zu ihm zurück, blieb an seiner Seite. Obwohl er sie so oft, sichtbar, schwer mit seiner Verbindung zu Kikyō, die er ewig nicht zu lösen fähig war, verletzte. Blieb sie bei ihm.
„Kagome…“ knurrte er ihren Namen in ihr Ohr, während seine Hände zunehmend über ihren Körper zu wandern begannen, während er sie fest an sich gedrückt hielt.
Sie gab ihm immer den Raum für sich, den er brauchte. Lies ihn in Ruhe, wenn sie einfach spürte, dass er diese nötig hatte. Sie blieb sogar noch an seiner Seite und glaubte an ihn, wenn es für sie selbst zu gefährlich wurde.
Ihre Lippen spürte er auf seinen und wie ihre Hände, ihre Finger, sich an seinem Oberteil zu schaffen machten. Spürte dabei ihre federleichten Berührungen auf seiner Haut.
Er drückte sie an sich und brachte sie unter sich zu liegen. Auf seinem Suikan, der sich unter ihr ausbreitete. Ihr dunkles Haar schien wie dunkles Wasser über ihre Schultern zu fließen.
Wegen ihr fand er Freunde, den er vertrauen und auf die er sich verlassen konnte. Genauso, wie er sich immer auf sie würde verlassen können. Sie würde ihn nie betrügen, egal auf welche Art. Genauso, wie sie nachsichtig mit ihm war, war sie auch ehrlich zu ihm. Sagte ihm klar, wenn ihr etwas nicht passte, oder etwas falsch war, was er tat oder sagte. Wegen ihr hatte er nun diesen Ort, an dem er in Frieden leben konnte. Ein Ort, den er endlich aufrichtig sein Zuhause nennen konnte. Ein Zuhause, das sie ihm gab.
In dem er mit ihr leben konnte. Wollte.

Er spürte ihre warmen und zarten Finger auf seinen Muskeln, nachdem sie sein Oberteil öffnete. Ihn lächelnd dabei ansah. Er musste sie einfach erneut küssen.
Verlangender, drängender, impulsiver, als noch zuvor. Aus seiner Brust drang ein tiefes Knurren. Das alles in ihm vibrieren lies. Er grinste in den Kuss hinein.
Endlich, nach so vielen Jahren, seit über einem Jahrhundert, fühlte er sich an einem Ort auf der Welt angekommen und innerlich ruhig. Weil sie bei ihm war. Dort wollte er für immer mit ihr bleiben.
//Kagome//
Sein innerer Yōkai grollte jedes Mal begierig auf, wenn er ihren Namen auch nur dachte.
Diese Natur in ihm, wollte dieses hübsche starke Weibchen unter ihm.
Und sie gab ihm auch die Erlaubnis, ihr näher zu kommen, als sie sich aufsetzte. Dabei eine Hand an seine Wange legte und ihn liebevoll küsste, wie sie es immer tat. Sich dabei selbst ihr weißes Oberteil von den Schultern streifte, während sie einander die Schleife an der Hose des anderen zu lösen begannen.
Sie war Sein. Sie sollte Sein werden. Nur sein Weibchen. Seine Partnerin und Gefährtin.
Als sie ihr Becken auf seinem platzierte, es noch weiter an seines drückte und kurz bewegte, ging für eine Sekunde lang, seine Natur mit ihm durch. Platzierte er seine Reißzähne an ihrem Brustansatz, den sie ihm so einladend fast auf Augenhöhe präsentierte. Er verlor sich in dem Gefühl, ihre weiche und warme Haut unter seinen Fingern zu spüren. Verlor sich in ihrem Geruch, der ihn vollkommen umgab. Sie war ihm einfach so verdammt nah.
Kurz zuckte sie zusammen, als seine Zähne mehr taten, als nur an der weichen Haut ihres Brustansatzes zu kratzen.
Trotzdem dauerte es noch einen Wimpernschlag lang, bis er seine Fangzähne wieder aus ihrer Haut nahm. Sofort roch er ihr Blut und sah zu ihr hoch. Sah sie, wie durch einen Schleier. Sah aber dennoch ihre roten Wangen, die ihre leuchtenden braunen Augen betonten. Den Kontrast ihrer hellen Haut, zu ihrem dunklen Haar, das ihr ins Dekolleté fiel, hervor hob. Den der weiße Stoff ihres Oberteils bildete. Das nur noch locker an ihren Oberarmen hing.
Liebevoll begann er, über die kleinen Wunden zu lecken. Bis sie aufhörten zu bluten. Was eine Gänsehaut auf ihrem Körper erscheinen lies.
Eine körperliche Reaktion von ihr, die ihm gefiel, wie er zugeben musste. Wieder kam ein tiefes Knurren aus seiner Brust.
„Gomene.“ entschuldigte er sich noch kurz für die Wunden, die er ihr soeben zufügte. Raunte ihr dies mit rauer Stimme in ihr Ohr. Zärtlich streichelten seine Krallen dabei an ihrem Hals. Dann brachte er sie unter sich zu liegen.
Intuitiv öffnete sie ihre Beine für ihn. Was ihm mehr als nur recht war. Ihr Geruch verriet ihm, wie bereit sie für ihn war.
„Ka...go...me…“ knurrte er noch kurz.
Spürte ihre Hand an seiner Wange und sein vollkommen weggetretener verschleierter Blick, sah zu ihr.
„Es wird...nicht ganz einfach mit mir sein.“ teilte er ihr noch mit, bevor seine animalische Seite übernehmen würde.
„Wann war es das denn jemals?“ fragte sie mit einem liebevollen Schmunzeln auf ihren Lippen.
„Meine Natur...ist eine andere, Kagome.“ Ihr Name, auf seiner Zunge, wenn er seine Lippen verließ. Er war wie ein Mantra, das seine Instinkte im Zaum hielt. „Ich könnte dich...verletzen. Es könnte dich schmerzen.“
„InuYasha.“ kam es sanft von ihr, lies seine Ohren zucken. „Es ist in Ordnung. Ich will es auch. Es wird sicherlich schön mit dir werden. Das ist es jetzt schon.“
Ihren kurzen Schmerzlaut, als er in sie eindrang, ihr die Reinheit einer Priesterin nahm, erstickte er mit einem Kuss. Wollte sie so auch, von den Schmerzen ablenken. Hielt dabei ihre Hand in seiner, die links neben ihrem Kopf, auf seinem Suikan lag. Sie erwiderte den Kuss leidenschaftlich.
Gab ihm zu verstehen, dass sie mehr wollte.
Ganz Sein werden wollte….




Sie sind nun also gleich einige Schritte weiter in ihrer Beziehung. Wenn die mal nicht gleich wieder durch einen Neuzugang auf die Probe gestellt wird.
Bis nächste Woche zum Lesen^.<
Review schreiben
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast